Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

233.682 Postings in 30.704 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

log in |

Arne Hoffmann: Der fundamentale Unterschied

verfasst von Royal Bavarian(R), 16.04.2012, 00:21

» Wäre nicht eine Denkpause, ein Insichgehen, eine Art Konklave angezeigt,
» um dann ruhiger und ausgeglichener wieder zurückzukomme? Es rennt ja
» nichts davon.

... vielleicht habe ich mich ein bißchen ungeschickt ausgedrückt, Salvatore. Natürlich lehne ich als Konservativer nicht runderheraus den Staat ab. Was ich ablehne, ist seine Einmischung ins Private, die im Falle des Geschlechterverhältnisses daraus resultiert, daß Linke noch nie am Individuum, sondern immer an der Masse interessiert gewesen sind. Der Massenbegriff "Die Männer" wird dem einzelnen Mann so wenig gerecht wie "die Frauen" der einzelnen Frau.

Deswegen halte ich es für logisch, daß das Geschlechterverhältnis die Privatangelegenheit jedes einzelnen Mannes und jeder einzelnen Frau zu sein hat. Daraus wiederum folgt, daß "Männerpolitik" so verfehlt ist wie "Frauenpolitik".

Mit einigen wenigen Linken bin ich mir inzwischen soweit einig, daß die Vereinzelung des Menschen, welche als seine "Befreiung" daherkommt, ihn in Wahrheit zum wehrlosen Abhängigen des Staates macht und ihn gleichzeitig vom Menschen und Bürger zum Verbraucher in einem hemmungslos konsumistischen System degradiert, welches zum Wohl und Frommen zweier verschiedener Instanzen funktioniert: Staat und internationale Großfinanz (Korporatismus).

Linke - auch LMR - sollten dringend darüber nachdenken, ob ihr Verhältnis zu Staat und Individuum in einem generell kapitalistischen System - und aufgrund ihrer Präferenz für die Masse - nicht letztlich ihrem selbst definierten Klassenfeind in die Hände spielt. Oder anders ausgedrückt: Sie sollten sich überlegen, ob nicht ein linkes Menschenbild zwingend auch eine sozialistische Wirtschaftsordnung verlangt. Sollten sie das allerdings bejahen müssen - und ich glaube, sie müßten - dann würden sie von der Geschichte widerlegt und zwar aufgrund der erwiesenen Erfolglosigkeit sozialistischer Wirtschaftsordnungen. Der einzige Schluß, der für einen Linken dann noch bliebe, wäre der, daß er sich insgesamt infrage zu stellen hat.

Selbstreflexion halte ich aber nicht ausgerechnet für eine linke Stärke.

Um nun zum Schluß hin wieder die Kurve zum eigentlichen Thema zu kriegen:
Einigkeit der verschiedenen "Männerrechtler" halte ich nur für möglich, wenn sich LMR und RMR auf eine gemeinsames Ziel einigen können, das da lautet: Den Staat in seine Schranken verweisen. Ersatzlose Streichung des gesamten feministisch-genderistischen Gleichstellungsapparats samt allen geschlechtsspezifischen Förderprogrammen. Staat komplett raus aus dem Geschlechterverhältnis!

In diesem Sinne - Royal Bavarian

Thread schreibgesperrt
 

gesamter Thread:

RSS-Feed
powered by my little forum