Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

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Vielleicht zu mißtrauisch?

verfasst von Roslin(R), 02.01.2009, 05:25
(editiert von Roslin, 02.01.2009, 05:38)

Ich habe ein wenig nach der männerzeitung gegoogelt, die Markus Theunert herausgibt und bin dabei auf diesen Artikel von Ivo Knill, dem Chefredakteur, gestoßen.
Zitat:
>Der heutige ‚öffentliche Diskurs hat in
Bezug auf das Männerbild eine alarmierende
Plattheit erreicht: Männer
werden als Gewalttäter, Raser, Frauenverprügler,
Karrierehengste, Weicheier,
Softies, Machos etc. etikettiert. Männer
tauchen im Fokus der Gleichstellungspolitik
in erster Linie als das schwierige
Geschlecht auf. Sie sind Adressaten
von Vorwürfen, Erziehungskampagnen
und Appellen, die eine unglaubliche
Dreistigkeit erreicht haben. Ich glaube
nicht, dass diese Tonlage Männer
wirklich motiviert, mehr Lebendigkeit
zu wagen. Viel eher lässt sich beobachten,
wie junge Männer angesichts ihrer
Verunsicherung in überholte, vermeintlich
sichere Geschlechterbilder flüchten.<

Klingt ja immerhin nach einigem Realitätssinn, wäre da nicht der Schlußsatz, der wieder den Verdacht weckt, man wolle bloß die Jungs, die sich von den Haken losreißen, mit denen man sie doch schon so sicher geangelt zu haben glaubte, wieder einfangen.

Offenbar ist nicht nur in Deutschland die Generation der unter 30jährigen die konservativste in Fragen des Geschlechterverhältnisses überhaupt, hierzulande konservativer noch als die über 60jährigen.
Ausgerechnet jene Generation, auf die Feministinnen so große Hoffnungen setzten, unter feministischen Auspizien in der Schule (v)erzogen, häufig bei alleinerziehenden Müttern aufgewachsen, befreit vom bösen patriarchalen Einfuß, der den Jungs die alten Männerwerte hätte vermitteln können, und was passiet?
Sie sind patriarchaler als die über 60jährigen.
Da kann man ja schon mal ins Grübeln kommen.
Allerdings ist auch in diesem Artikel nur vom Kampf gegen Männergewalt die Rede. Das Tabu Frau Täterin-Mann Opfer bleibt unangetastet.
Zitat:
>Zugleich nehmen
sie sich auch der Schattenseiten
des Männlichen an, indem sie sich
gegen Männergewalt einsetzen und
Auswüchse des männlichen Lebensstils
kritisch hinterfragen.<
Auch hier ist Gewalt wieder einmal nur eine Schattenseite des Männlichen, des Weiblichen offenbar nicht.

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