Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Dieser Senf passt nicht ganz

Beelzebub, Wednesday, 24.05.2006, 21:19 (vor 5929 Tagen) @ Scipio Africanus
bearbeitet von Beelzebub, Wednesday, 24.05.2006, 21:24


Nun denn, dann geb ich mal meinen Senf dazu. :)

Obwohl ich die Parallelen sehe, die zwischen dem Feminismus in seiner
vulgärsten Ausprägung und faschistischer Ideologie sehe, halte ich die
Bezeichnung "Femifaschismus" insgesamt doch für unpassend.

Ich kann hier keine Definition für "Faschismus" anführen, aber ich kann
auf einige Dinge hinweisen, die ich mit dem Begriff Faschismus verbinde,
die aber im Vulgärfeminismus so keine Entsprechung finden.

So zeichnet sich der Faschismus, wo immer man einer politischen Bewegung
diesen Namen verlieh, durch einen ausgeprägten Führerkult aus. Hitler,
Mussolini, Pinochet u.s.w sind die Führer, die mit dem Faschismus
untrennbar verbunden und Repräsentanten des faschistischen Führerprinzips
sind.

Eine ausgeprägt nationalistische Politik.

Rituelle Verherrlichung der Macht und seiner Gewaltmittel, insbesondere
Massenaufmärsche so wie die Zurschaustellung der militärischen
Gewaltmittel.

Die Verherrlichung des männlichen Kriegers.

Die Blut - und Bodenideologie, also sozialdarwinistische
Gesetzmässigkeiten als "der Motor der Geschichte". Der Kampf um Lebensraum
als unausweichliches Schicksal aller Völker.

Wie ist es dann mit den im Lande herummarodierenden braunen Schlägerbanden, die v.a. weite Teile der ehemaligen DDR in eine "no-go-area" für Menschen mit dunkler Hautfarbe gemacht haben?

Sind das etwa keine Faschisten?

Sie haben (anders als z.B. ihre französischen Artgenossen) keinen "Führer" dem sie alle bedingungslos folgen, sie veranstalten allenfalls chaotische Umzüge, die man beim besten Willen nicht als "Aufmärsche" bezeichnen kann und das einzige "militärische Gewaltmittel", das sie zur Schau zu stellen haben, sind Baseballschläger (womit ich diese Dinger übrigens keinesfalls verharmlosen will!)

Und für Ideologien sind sie für gewöhnlich zu dumm - jede Wette, dass wenn man einen von denen fragt, was "Blut- und Boden" eigentlich bedeuten, so wird er, wenn überhaupt, mit "Heilhitlerwillstewatuffdiefresse...hick ...rülps...lall!" antworten.

Und was die Verherrlichung des männlichen Kriegers betrifft, so findet die ihr feministisches Pendant in der Amazone mit der Doppelaxt.

Den von dir angesprochenen "Vulgärfeminismus" würde ich als sexistisch,
totalitär, antiliberal, aufhetzend und diffamierend bezeichnen.

also faschistisch - genau so seh ich ihn auch.

[image]


Greets

Beezebub

--
"Ihre Meinung ist widerlich. Aber ich werde, wenn es sein muß, bis zum letzten Atemzug dafür kämpfen, dass Sie sie frei und offen sagen dürfen." (Voltaire)

Ich denke, also bin ich kein Christ. (K. Deschner)


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