Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Genau das ist der Springende Punkt

Magnus, Wednesday, 24.05.2006, 22:37 (vor 5929 Tagen) @ Beelzebub

Hallo Beelzebub!

Sexualpartner selbst auszusuchen. Es geht mir darum, aufzuzeigen, dass der
einst berechtigte und heute noch zumindest partiell berechtigte Feminismus
(doch, so was gibt's auch) inzwischen in weiten Teilen zu etwas anderem
degeneriert ist - zum Femifaschismus nämlich.

Man muss sich eben von den alten Vorstellungen loesen. Wenn man alles, was negativ ist und Diskriminierung darstellt mit "Feminismus" verbindet, hingegen die frueheren, von dir genannten Errungenschaften, die auch mit Hilfe von Maennern erreicht wurden, eben mit "Humanismus" verbindet, dann entzieht man dem Feminismus der heutigen Form jede Grundlage, denn er kann sich auf nichts mehr berufen - und wenn man ehrlich ist: er hat ja auch nichts mit den Errungenschaften der Vergangenheit zu tun, auch wenn er sich das so gerne auf sein Blatt schreibt. Nur so schafft man einen neuen Zeitgeist und eine neue Gesellschaft.

Der Begriff Femifaschismus hingegen hat eines zur Folge, wenn er sich denn mal etabliert haben sollte: A. Schwarzer sagt dann: blalbla, etc., schliesslich bin ich Feministin und keine Femifaschisten (wie bsp. Solonas).

Die Gefahr besteht einfach, dass diejenigen, die sich dem Feminismus verrufen haben, sich ebenso diesen Begriff dann zunutze machen koennen. Ihre eigene Existenzberechtigung bleibt unangetastet. Mit anderen Worten: vergebliche Muehe.

Genau aus diesem Grund sollte ausschliesslich eine Verbindung des Feminismus mit Ungerechtigkeit, Familienzerstoerung, Vaetervernichtung, Mutterschaftzerstoerung, Sexistische Diskriminierung und Apartheid hergestellt werden. Alle positiven, tatsaechlich gerechten gesellschaftlichen Aenderungen muessen mit einer gesamtgesellschaftlichen, humanistischen Bewegung unter Beteiligung beider Geschlechter verknuepft werden. Damit untergraebt man alles, wofuer sich der Feminismus derzeit hinzustellen pflegt und man entzieht ihm jede Existenzberechtigung. Mit anderen Worten: Humanismus, d.h. der gemeinsame Kampf der Gleichberechtigung und Beseitigung von Nachteilen, mit dem kann sich jeder identifizieren. Maenner wie Frauen. Der Feminismus dagegen erscheint dann nur noch ein radikaler Ableger eines ungerecht geschuerten Geschlechterkampfes. Fazit: Man schuettet damit nicht das Kind mit dem Bade aus, sondern man entledigt sich damit nur einem Geschwuer - und das "nur" mit der Neuinterpretation von Begriffen.

Denk mal darueber nach.

Und damit werde ich nie wieder die z.B. von dir erwaehnten Ungerechtigkeiten als einen Erfolg des Feminismus hinstellen, sondern als einen Erfolg des Humanismus unter der Fuehrung fortschrittlicher Maenner und Frauen.

Feminismus ist fuer mich nur eine radikale Form der Frauenvergoetterung in Form von Privilegienanhaeufung, sowie die Verhoehnung maennlicher Opfer. Er ist gesellschaftsfeindlich und -zerstoerend und daher restlos und bedingungslos zu bekaempfen und auszumerzen.

Magnus


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