Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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+ + + Frauen haben ein höheres Einkommen als Männer + + +

Michael Baleanu, Samstag, 20.11.2010, 10:29 (vor 4027 Tagen) @ phaidros ohne 1 log

Kannst du bitte die Quelle angeben, mit deren Hilfe du deine Rechnung
ausgeführt hast?

Ph

Die Quelle ist das statistische Bundesamt: Die habe ich bei abgeordnetenwatch angegeben. Die Studie ist nach wie vor hier zu finden.

Auf Seite 45 findest Du dann die Antwort unter Nr. 24 "erwerbstätig". Wenn mich nicht alles täuscht, geht es in der "Statistik" in der permanent von 23% weniger bei gleicher Qualifikation und Arbeit geredet wird, um Erwerbstätige ;-).

Daher haben nur die Zahlen unter 25 und 26 Beachtung zu finden und zwar die ungewichteten: Da wird offensichtlich das Nettoeinkommen durch die Zahl der Haushaltsmitglieder geteilt. Da hier auch alle Alleinerziehenden die arbeiten gehen miteinbegriffen sind, müssen die Unterschiede von diesen Alleinerziehenden stammen.

Die Frauen im Westen haben 5,7% mehr als die Männer, die Frauen im Osten nur 1,2% mehr. Das bestätigt die Aussage des Datenreports 2008, (Link ebenfalls auch bei Humme zu finden) wonach im Westen viel mehr Frauen aus Unterhalt leben.

Man kann die Rechnerei noch weiter treiben. Die Spalten rechts verwenden die OECD-Skala: Danach hat der Hauptverdiener (meistens der Mann) den Faktor 1, die Frau 0,7. Mit anderen Worten, gemäß der WICHTUNG der OECD-Skala müssten die Frauen nahe an 70% des Einkommens der Männer liegen.

Was kommt bei den Zahlen des statistischen Bundesamtes raus?

Gemäß OECD-Wichtung haben die erwerbstätigen Frauen 98% des männlichen Einkommens!!??

Das ist 28% über den zu erwartenden Wert von 70% (wenn alle verheiratet wären).

Wie lange lassen wir uns bitte noch für dumm verkaufen?

Mit anderen Worten, wenn man den Unterhalt berücksichtigt, dann sieht die Welt plötzlich vollkommen anders aus: Viele Frauen haben es gar nicht nötig sich ein Bein auszureissen um zu arbeiten, da sie Unterhalt beziehen. Ihnen steht sowieso ein höheres Einkommen zu Verfügung.

Daher kämpfen diese Frauen nicht um höhere Löhne und Gehälter in frauenspezifische Berufe, da sie ja ein bedingungsloses Grundeinkaommen haben, per Ordre de Mufti: § 1569 BGB wurde nach gutdünken so ausgelegt, dass die Unterhaltsempfängerin IMMER Unterhalt bekam, selbst wenn sie kinderlos war!

Die Frau wurde vom BGH IMMER zu einer Behinderten erklärt: Sie "Kann (ein Ehegatte) nach der Scheidung nicht selbst für seinen Unterhalt sorgen" (Fassung bis Ende 2007).

Mit anderen Worten: Diese Frauen, die über ein bedingungsloses Einkommen verfügen, werden niemals um höhere Löhne und Gehälter kämpfen und diskriminieren somit ihre eigene Geschlechtsgenossinnen, die auf höhere Löhne und Gehälter angewiesen sind.

Sollte es also tatsächlich Diskriminierung sein, dass Frauen im Mittel weniger verdienen als Männer, dann ist es eine Diskriminierung durch den Egoismus eines nicht unbeträchtlichen Teils der "Versorgungs-Ehefrauen", nicht aber der Männer.

Wenn jetzt einer daherkommt und behauptet, dass die Männer sich immer so aggressiv nach vorne drängeln, möge sich daran erinnern, dass die Männer sonst ein "fiktives Einkommen" aufgebrummt bekommen.

Mit anderen Worten, die Männer werden zu ihrer "Aggressivität" gezwungen: Durch die Damen, die ein "bedingungsloses Grundeinkommen" erhalten, und zwar auch aus fiktiven männlichen Einkommen. Die höheren männlichen Gehälter sind nun mal durch das tradierte Rollenmuster der "versorgten Mutti" entstanden.

Wie die Menschen leben, ist deren persönliche Sache. Wenn sich in einer Gesellschaft Traditionen gefestigt haben, dann sind diese korrekt beim Namen zu nennen. Ursache und Wirkung sind bitte nicht zu vertauschen.

Was ich sagen will ist, dass die Politik uns permanent einen Bären anbindet, dass Männer schuld an allem wären. Die Politiker, und zwar die, die von Sarrazin angegriffen wurden, scheinen elementare Zusammenhänge nicht begreifen zu wollen.

Das Beispiel "weniger Gehalt für Frauen" ist doch ein hervorragendes Beispiel dafür, wie wenig emanzipiert Frauen sind und wie wenig 30 Jahre Schwarzer gebracht haben! Die leben ja noch immer aus Unterhalt, sind noch immer abhängig! Und das in "tradierten patriarchalische Rollenmustern" be- und verfangene BGH würde gerne auch die nächsten 1000 Jahre so weitermachen!

Vielleicht noch ein Hinweis: Die Daten in der Studie des statistischen Bundesamtes wurden aus 53432 Haushalten mit 129752 Personen ermittelt (Seite 7). Für Fehler des statistischen Bundesamtes kann ich nicht verantwortlich zeichnen. Die Daten scheinen aber plausibel, da im Westen viel mehr Frauen Unterhalt beziehen als im Osten


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