Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Falsche Blickrichtung

DschinDschin, Mittwoch, 19.01.2011, 02:54 (vor 3743 Tagen)
bearbeitet von DschinDschin, Mittwoch, 19.01.2011, 02:57

Die Männer(rechts)bewegung wird nur dann Substanzielles bewirken, wenn sie eine Wende der Blickrichtung vornimmt: weg von der Frau (Feminismus), hin zum Mann.

Die Auseinandersetzung mit dem Feminismus ist notwendig und richtig, sollte aber nur ein kleiner Teil des Diskurses bestimmen.

Viel wichtiger ist die Frage: Was heißt es ein Mann zu sein.

Männlichkeit, männliche Schönheit, männliche Härte und männliche Zartheit, der liebevolle Mann aber auch der kämpfende Mann, der Mann als Freund und Helfer, der starke und der schwache Mann.

Während Frauen fortwährend über sich selbst nachdenken, hat man Männern durch Erziehung und Kultur den Zugang zu sich selbst verbaut. Braucht es den Frauen, um den Mann zu einem ganzen Wesen zu machen. Wer sagt denn, dass echte Männer an Frittenbuden abhängen, sich die Birne zusaufen und herumgröhlen. Wer hat denn die empfindsame Literatur, Malerei und Musik geschaffen.

Der Kapitalismus und die kapitalistische Produktion hat den Mann zu einem Werkzeug umgeformt. Sie hat ihn von seinem wahren Wesen getrennt, ihn zu einem Lohnsklaven verstümmelt. Und leider hat der Kommunismus daran überhaupt nichts geändert. Diese Massenveranstaltungen machen aus Männern Maschinen.

Die Aufgabe der Männer(rechts)bewegung muss sein, den Mann zu sich selbst zurück zu führen. Wir brauchen nicht Mutti um in der Welt zurecht zu kommen, oder offensichtlich doch? Und warum ist das so? Warum ist unser Blick so frauenzentriert.

Wie finden wir als Mann Ruhe in uns. Nur zusammen mit anderen Männern, denen wir freundschaftlich und liebevoll verbunden sind. Das bedeutet nicht, diese schwüle Atmosphäre, wie sie Anhäufungen von Frauen erzeugen. Wir Männer brauchen Ruheorte, ohne Frauen. Wir brauche Refugien, aus denen Frauen ausgeschlossen sind. Wie ein Baum sich nur zu seiner vollen Gestalt entwickeln kann, wenn er genügend Abstand zu den Nachbarbäumen hat, so brauchen wir Männer Abstand von Frauen.

Ich z.B. bin frauensüchtig. D.h. nicht, dass ich sexsüchtig bin, keineswegs. Aber die Vorstellung ohne Frau, Partnerin, Gefährtin leben zu müssen, bereitet mir Angst. Das ist nicht gesund. Und diese Sucht beruht nicht darauf, dass ich nicht mein Leben im Griff habe. Ich regle in meiner Familie die finanziellen Dinge, mache die Steuer, bin handwerklich geschickt, bin außer in Wäschewaschen und Kochen routiniert, aber ich habe nie gelernt, mir mein Leben allein gemütlich einzurichten.

So schön es ist, jemand zu haben, der einen umtütelt, das ist aber auch immer eine Form der Machtausübung. Frauen sind wie Pilze, sie schieben ihre Ästchen in das männliche Holz und höhlen es aus.

Darum ist es gar nicht schlecht, dass die heutigen Mädelz oft erschreckend geringe hauswirtschaftliche Fähigkeiten haben.

Als Mann allein leben zu können, ohne zu verschlampen oder skurril zu werden, das muss das Ziel sein. Und das gelingt nur, wenn Männer Freundschaften mit Männern pflegen, zu sich selbst liebevoll sind, sich nicht von ihrer kreativen, weiblichen Seite abschneiden.

Die Männer(rechts)bewegung sollte sich als Ziel setzen, Männer zu ermächtigen. Und noch mehr (Lohn-)arbeit kann nicht die Lösung sein. Karriere ist kein Weg zu mehr Männlichkeit. Karriere ist der Weg der Eunuchen. Männer helfen, sich von den Forderungen der Gesellschaft (Staat und Frauen) frei zu machen, an sich selbst zu denken, das ist die Aufgabe. Der Preis, den Männer für die Liebe der Frauen bezahlen ist zu hoch. Und auf den Ruhm ist gepfiffen. Wer sich für den Beifall von Fremden hingibt, ist ein Narr.

Und wer mit anderen Männern kämpft, nur um den Beifall der Frauen zu erlangen, ist noch ein viel größerer Narr.

Männer, erwacht!

DschinDschin

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Barbarus hic ergo sum, quia non intellegor ulli.


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