Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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“Frauen an die Front”

Narrowitsch, Berlin, Mittwoch, 26.01.2011, 16:33 (vor 3922 Tagen) @ FemokratieBlog

Einmal mehr erweist sich die "WELT" als willfähriges Propagandablatt. Die Frage, ob es sich mehr feministischen Vorgaben andient, oder doch dem Staat und seiner Bundeswehr, ist ohne weiteres nicht zu entscheiden. Sie titelt

Frauen an die Front! Bundeswehr braucht Soldatinnen

und versäumt es, halbwegs seriös den Beweis für die eigene Schlagzeile zu erbringen. Es sei denn, sie vermutet die Leserschaft begnüge sich mit dieser Feststellung:

Immerhin ist die Bundeswehr künftig komplett auf Freiwillige angewiesen, und dazu gehören ausdrücklich auch Frauen

Mager, sehr ärmlich.
Weil zukünftig - wie bereits derzeit - zu den Freiwilligen ausdrücklich Frauen gehören, braucht die Bundeswehr Frauen? Wie kann eine Redaktion solchen Unfug durchgehen lassen, obschon doch jeder Esel begreift, dass eine ausreichende Zahl geeigneter männlicher Freiwilliger, weibliche Freiwillige überflüssig machte.

Rechnet die "WELT" (im Gleichschritt mit dem Verteidigungsminister?) also bereits mit dem Fernbleiben männlicher Dienstwiliger? Warum verfolgt das Blatt dann die Spur zur Begründung des Frauenbedarfs bei der BW nicht weiter?
Oder findet der Bedarf an Frauen anderswo Gründe? In den parlamentarisch gegeben Genderbefehlen, beispielsweise, die sich nicht am VERTEIDIGUNGSAUFTRAG der WEHR, wohl aber an feministischen Träumen orientieren?

Für die "Welt" bleibt diese Frage augenscheinlich nebensächlich; sie setzt Generdmainstream ohne weitere Nachfrage als zwingend voraus und leitet ohne Bezug zur Überschrift, zu Problemen über, die Frauen, die in Armeen arbeiten wollen, mit sich bringen.

"Die Gleichberechtigung bringt aber auch Probleme mit sich"

Diese Aussage wird niemand ernsthaft bestreiten, nur folgen daraus einige Fragen, die sich in einem Presse - Artikel, der berichten will und nicht propagieren, aufdrängen:

Was ist unter Gleichberechtigung in den Streitkräften zu verstehen?

Inzwischen hat sich ihr Anteil in der Bundeswehr stark erhöht. Derzeit sind rund 17.300 und damit gut neun Prozent aller Berufs- und Zeitsoldaten weiblich.Langfristig soll die Quote auf 15 Prozent steigen

Bei 9% weiblichen Anteils in der Bundeswehr handelt es sich gewiss um eine gewaltigeErhöhung der vom Militär beschäftigten. Doch was hat der derzeitige Prozentsatz oder der angestrebte von 15% mit Gleichberechtigung zu tun? Ebenso gewiss wäre die Antwort auf die Frage, wo denn dieser gewaltige Zuwachs an Soldatinnen den Job verrichten soll.
Freilich fällt uns, hier im Forum, die Antwort nicht schwer. Aber wäre es nicht Aufgabe eines überregionalen Blattes, für jene Leserschaft, die mit Thema "Gleichberechtigung" mehr aus Verlautbarungen vertraut ist, als aus der Lebenswirklichkeit, Recherche zu betreiben?
Oder geht es der "WELT" doch um anderes?

Um Propaganda beispielsweise. Hat die "Schule der Nation" Beispiele zu produzieren, die im Parlament für den Beweis herhalten müssen, Frauen seien Männern gleich, weshalb gesetzliche Quote für alle Vorstände, selbst beim Anglerverband auf die Tagesordnung gehört?

Wer will und braucht diese Form der Gleichberechtigung wozu? Geht es womöglich um die Agitation des Teils des Wahlvolkes, welches sich noch immer feministischen Weltsichten verweigert?

Um Propagandaaufgaben zu erfüllen, verfügt das Haus Springer aus Zeiten des kalten Krieges freilich reiche Erfahrung. Bislang erwies sich in diesem Geschäft der Blick zu unseren US-amerikanischen Freunden, die in besagtem Hause, den Maßstab für das Gute und Böse liefern, lohnend. Der gute deutsche Michel kann es einfach nicht lassen, er liebt es, sich auf der Seite (vermeintlich) Starker und Guter zu wissen und er liebt Denkvorgaben.

Also richtet die "WELT" das Augenmerk auf die USA und posaunt:

In der US-Armee sind Frauen voll integriert

Das ist prima, nicht wahr? Nur übersieht die Welt die Folgen einer gesellschaftlich akzeptierten Auffassung, die Soldatentum als Job wie jeden anderen betrachtet. Wenn ich schreibe "übersieht", so ist mir der doppelte Sinn des Wortes sehr gegenwärtig.

Was Übersicht zum Thema "Gender und US-Streitkräfte" aufmerksamen Beobachtern an Einsichten bescheren könnte, entging einem gewissen Meckermax1 nicht; der
Traumziel gendergerechter Krieglässt erahnen, was ein Heer unter dem Banner Gleichberechtigung erwartet.

Die Zustände, die der Beitrag des ZDF dokumentiert, dürften wohl die meisten Betrachter unterschiedlich,von ihrer Warte aus, immer aber als grauenhaft qualifizieren. Kann diese Zuständige ein mündiger Bürger wünschen? Im Namen der Freiheit, des Kindeswohls, der Familie, der Gleichberechtigung? Wer will das, weshalb?

Solch dämliche Fragen kümmern "Welt" nicht, sie berichtet statt dessen:

Im Sommer 2010 traten die ersten 19 Frauen in das U-Boot-Schulungszentrum ein. Eine Regierungskommission aus Ex-Offizieren hatte empfohlen, das vor allem in Heer und Marineinfanterie geltende Frauenverbot für die vordersten Kampfzonen abzuschaffen; es entspreche weder den Realitäten asymmetrischer Kriegsführung noch den Fähigkeiten von Soldatinnen. Die Kommission verwies auf eine deutlich niedrigere Selbstmordrate von Frauen in der Army

Dann ist alles Bestens, oder? Nun haben wir den Grund, weshalb Bundeswehr Frauen braucht. Oder doch nicht?

Narrowitsch verachtet Weiber in Armeen und braucht keine Propaganda von ZDF und WELT und anderen Pressegedöns.

Er lacht, obwohl er kotzen müßte

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Extemplo simul pares esse coeperint, superiores erunt-

Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.


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