Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Ist der Begriff "Femifaschismus" angemessen?

Bella, Sunday, 28.05.2006, 15:12 (vor 5926 Tagen) @ Beelzebub

Tach Leute,

um die Antwort in aller Kürze erst mal wiederzugeben: ich finde ja, dieses
Wort ist kein Unwort.

Ich gebe allerdings den Gegnern der Verwendung dieses Begriffs insoweit
recht, als dass es einem schnell leid werden kann, wenn an jeder Ecke die
Faschismus-Keule geschwungen wird. Auch bin ich der Ansicht, dass das in
vielen Fällen unangebracht ist. So zeugt es m.E. von einer gewissen
Paranoia, jeden Rechtsaußen der CSU, der nach 10 Maß Bier dumme Reden
schwingt, gleich als "Faschisten" zu bezeichnen.

Eben. Die Benutzung des Begriffs suggeriert, daß es ein/ mehrere Opfer gibt, und da du ihn benutzt... Und ich halte eine Vermischung von eigenen schlechten Erfahrungen, die z.T auch struktureller Natur sind, und denen von einzelnen Menschen für nicht angemessen.
Außerdem halte ich diese deine Reaktion für zu emotional besetzt, was ok wäre, wenn sie (für mich) nachvollziehbar wäre. Eine Beleidigung deiner Person liegt mir wirklich nicht nahe, es ist nur so, daß ich die Heftigkeit nicht nachvollziehen kann.
Diese extremen Auswüchse vom Feminismus gehören einer Randgruppe an, die Mehrheit der Meinungen spiegelt sie jedenfalls nicht wider. Frau Schwarzer wurde zwar in der letzten Zeit, in den letzten paar Monaten, häufiger zu Talkshows oder dergleichen eingeladen, aber auf mich machte das Ganze eher den Eindruck, daß man den Werken einer alternden Frau Achtung gebührt, auch im Hinblick darauf, daß es keine Nachfolgerin bzw. gebürtige "Nebenfolgerin" für sie gibt. Die Emma ist zwar für viele Leserinnen interessant, aber meistens fehlt in den Artikeln beim Nennen von Zahlen oder dergleichen eine Quelle. Die Wirkung ist in etwa wie die der Bild-Zeitung: unterhaltsam. Das Eine oder Andere mag im Ansatz mal interessant sein, kann auch zur weiteren Infosuche/-beschaffung beitragen, aber reißerisch und polarisierend sind sie dennoch geschrieben.

Grüße, B.


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