Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Monika Ebeling: "Stoppt endlich die Geschlechterapartheid"

Focus Leser, Montag, 25.07.2011, 20:37 (vor 3308 Tagen) @ Müller

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Es ist an der Zeit, dem militanten Feminismus Einhalt zu gebieten,
sagt die ehemalige Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goslar

Stoppt endlich die Geschlechterapartheid

VON MONIKA EBELING

Der Geschlechterkampf der
vergangenen Jahrzehnte wurde mit harten Bandagen ausgetragen, und er hat zahllose geknechtete und paralysierte Männer hinterlassen. Ein männerfeindliches Jahrhundert, welches den Mann als Kanonenfutter und Industriesklaven ausbeutete, war die beste Voraussetzung für diesen Coup. Die weibliche Kampfansage „Mein Bauch gehört mir" hat den Mann entmachtet und seiner Potenziale beraubt. Nun darben unter der femmistischen Flagge verelendete Männerseelen - und täglich kommen neue hinzu. Der staatlich subventionierte Geschlechterkampf der Scheidungskriege garantiert es.

Nicht mal vor männlichen Kindern machen die Männerfeindinnen halt. Politisch Verantwortliche und pädagogische Fachkräfte kaschieren nur unzureichend ihre mangelnde Jungenkompetenz. Hier manifestiert sich eine Kinderfeindlichkeit der ganz besonderen Art, weil gepaart mit einer feindseligen Haltung gegenüber dem Männlichsein. Jungen soll es schwerer gemacht werden, damit es Mädchen leichter haben, lautet die Devise.

Aber auch Geschlechtsgenossinnen bekommen die lila Kampffaust ins Gesicht, wenn sie männerbewusst auftreten. Wer die Gleichstellungsbedürfnisse von Männern genauso schonungslos artikuliert, wie es Frauen für ihresgleichen tun, erhält die rote Karte. Eine in der"Die weibliche Dominanzkultur hat letztlich die Reduzierung, Domestizierung und Dressur des Mannes zum Ziel"Geschlechterdebatte ausbalancierte Gleichstellungsbeauftragte wird dann schon mal kaltgestellt, weil ihr der Fokus verrutscht sein soll. Wenn Gleichstellungsbeauftragte auf Benachteiligungen von Vätern nach Trennung und Scheidung aufmerksam machen, ihrem eigenen Geschlecht gegenüber reflektiert und kritisch auftreten, wird das als „Nestbeschmutzung" abgewürgt.

Angetrieben von einer scheinbaren „Einheit der Frauen", hat sich in unserer westlichen Gesellschaft eine elitäre weiße weibliche Gruppe kolonialmächtig gezeigt. Doch diese Frauen ernten keinen globalen Zuspruch und erst recht nicht den Zuspruch der Frauen, die Männer und Mannsein wertschätzen. Die sich unterdrückt wähnenden Frauen propagieren einen Anspruch auf positive Diskriminierung, Parteilichkeit und staatliche Subvention für das gesamte weibliche Geschlecht. Sie schaffen geschlechtsspezifische Inseln in der Gesellschaft, was einer Kolonialisierung gleichkommt. In diesen züchten sie geheimbündlerisch und totalitär Totschlagargumente und Ressentiments gegenüber Männern, um sie aus der Gesellschaft zu verdrängen und ihnen eine Brache anzubieten. Der Feminismus hat sich zum heimlichen Grundgesetz der zwischenmenschlichen Beziehungen gemacht.

Die so entfachte weibliche Dominanzkultur will aber nur scheinbar eine egalitäre Beziehung. Letztlich ist die Reduzierung, Domestizierung und Dressur des Mannes ihr Ziel, genau gesagt: seine Entmündigung!

Das aber inzwischen greifbare Leid der Männer, Söhne, Väter, Onkel, Freunde oder Enkel findet immer mehr Aufmerksamkeit und Interesse. Mütter, Schwestern, Tanten, Kusinen, Freundinnen oder Großmütter lässt es nicht kalt, „ihre Jungen und Männer" leiden zu sehen. Die Bildungsmisere der Jungs ist Alltag in Haushalten und Familien. Generationen leiden unter dem Entzug des Umgangsrechts mit ihren Angehörigen, wenn diese systematisch und mit behördlicher und gerichtlicher Unterstützung überwiegend den Vätern und ihren Fanlilien entfremdet werden. Es bereitet den Betroffenen schlaflose Nächte, ihre männlichen Familienangehörigen, nicht nur in diesem Punkt, ungerecht behandelt zu sehen. Es macht traurig zu sehen, wie Kinder im Geschlechterkampf so leiden, krank werden und wie sie Entwicklungsrückschritte hinnehmen müssen.

Nun sagen besorgte Frauen:
„Nicht mit uns! Wir wollen diese Geschlechterapartheid nicht. Wir setzen uns für das Wohl unserer Kinder, Jungs und Mädchen sowie unserer Männer ein!" Es gibt inzwischen genügend Frauen, die es wagen, sich einzumischen, auch wenn sie damit in Konflikt zu ihren Geschlechtsgenossinnen und den herrschenden Strukturen geraten.

Selbstbewusste Frauen wollen den dialogischen Schulterschluss mit dem männlichen Geschlecht. Sie suchen das Verbindende mehr als das Trennende. Sie sind wie „Schwestern", die sich solidarisch und schützend vor ihre Brüder stellen! Diese Schwesternschaft ist stärker als jede menschenverachtende und kinderfeindliche radikale und
feministische Ideologie.

Frauen aus allen sozialen Schichten wollen ein Frauenmanifest formulieren. Autorinnen, Karikaturistinnen, Sozialarbeiterinnen, Verlegerinnen, Psychotherapeutinnen, prominente und weniger prominente Frauen fordern, dass diese Verirrung ein Ende hat.

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