Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Gegen die feministische Vereinnahmung schwuler Männer

Manifold ⌂, Wednesday, 07.03.2012, 10:28 (vor 3923 Tagen) @ Mus Lim

Seit Jahrzehnten missbraucht der Feminismus die Schwulen für die eigene Sache. Gerade der Genderismus sieht Homosexualität als ein Vehikel, mit dem die eigenen ideologischen Interessen kaschiert und gerechtfertigt werden können. Denn Homosexualität wird als Trumpfbanner von den Genderhorden vorneweg getragen, um die sich gefälligst alle alternativen Lebensweisen sammeln und zu dem alle anderen Menschen hin umerzogen werden sollen.

Doch zwischen dem Feminismus mit seinen verbündeten Verbänden der Berufstunten und dem gewöhnlichen, aufrechten Schwulen liegen ganze Welten, wie wir vor einiger Zeit bereits gesehen haben. Der Feminismus deckt nicht nur aufmüpfige Schwule, die sich gegen ihre Instrumentalisierung durch diese männerhassende Ideologie wehren, mit Hass und Verachtung ein, sondern droht ihnen auch offen mit Solidaritätsaufkündigung, wenn sie nicht nach der feministischen Pfeife tanzen und sich nicht noch weiter von ihren heterosexuellen Geschlechtsgenossen distanzieren.

Dennoch ergreifen die Feministen und Genderisten vordergründig so dermassen übereifrig Partei für die Rechte von Schwulen, als meinten sie, man würde ihnen ihre Doppelzungigkeit nicht anmerken. Doch was ist das Engagement für die Rechte einer Gruppe wert, wenn sie sich anschliessend lediglich so verhalten darf, wie es die feministischen WohltäterInnen verlangen? Was bleibt von der Verbesserung der rechtlichen Situation, wenn man dafür seine Würde und seine Seele dem feministischen Teufel verschachern musste?

Denn eigentlich kommen die Schwulen im feministischen Weltbild nicht vor - weder sind sie böse, heterosexuelle Männer, die das sogenannte "Patriarchat" aufrechterhalten würden, noch gehören sie zur einzigen, wahren Klientelgruppe des Feminismus - den Frauen. Schwule sind für den Feminismus somit weder als Feindbild, noch als Günstlingsgruppe wirklich interessant, sondern lediglich als politisches Kanonenfutter, das man gegen die heterosexuellen Geschlechtsgenossen aufzuhetzen versucht.

Es ist also klar, dass zwischen politisch instrumentalisierten, schwulen Speichelleckern des Feminismus und aufrechter, männlicher Homosexualität, die mit dieser Ideologie nichts zu tun haben will, unterschieden werden muss. Denn ist es nicht offensichtlich für die Augen freier Männlichkeit, dass Männerrechtler, Maskulisten und Antifeministen schon jetzt wesentlich mehr mit den Schwulen gemeinsam haben, als es die Feministen und Genderisten in ihrem grössten Vereinnahmungseifer es jemals erreichen könnten?

Nicht nur teilen wir das gleiche Geschlecht und somit eine ähnliche, biologisch bedingte Herangehensweise an die Welt, sondern uns allen ist eine besondere Zuneigung zu Männern gemein. Diese mag bei Schwulen solidarisch-körperlich und bei uns solidarisch-politischer Natur sein, nichtsdestotrotz verfügen wir über besondere Formen der Sympathie für das männliche Geschlecht, welche im krassen Gegensatz zur alltäglichen Männerverachtung der feministisch verseuchten Gesellschaft stehen. Es ist dieser vielseitige, positive Bezug zum eigenen männlichen Selbst, den Schwule, Maskulisten, Männerrechtler und Antifeministen teilen, der uns aus der Mitte der gesellschaftlichen Misandrie entrückt und uns im gleichen Ausmass, aber auf verschiedene Weise, zu Ausgestossenen macht.

Aufgrund dieser tieferen Verbundenheit ist es somit nicht ein marktschreierisches, verräterisch-vorgeschobenes Engagement für Schwule, wie jenes der Feministen, sondern einen ähnlich positiven Bezug zum männlichen Geschlecht, das uns dazu drängt, ideologisch-weltanschauliche Gräben zwischen Männerrechtlern und Schwulen zuzuschütten und zum Wohl unseres gemeinsamen Geschlechts näher zusammen zu rücken. Denn im Maskulismus kann der Schwule nicht einfach ideologisches Kanonenfutter oder Feindbild sein, sondern einzig und allein ein weiterer Mann, dessen Würde und Rechte durch den Feminismus mit Füssen getreten werden.

Es ist darum verständlich, dass Feministinnen nichts mehr fürchten, als dass Schwule aufstehen und ihnen den Mittelfinger zu zeigen beginnen, denn ihr von Natur aus positiver Bezug zum eigenen, männlichen Selbst, gepaart mit ihrer Unempfänglichkeit für sexuelle Manipulation durch Frauen prädestiniert sie geradewegs dazu, antifeministische Leuchtfeuer männlicher Emanzipation zu werden!

http://sonsofperseus.blogspot.com/2011/12/gegen-die-feministische-vereinnahmung.html

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"Zur Durchführung seines Zieles erachtet der Maskulismus [...] als aufrichtig und sinnvoll: [...] das ursprüngliche Anliegen einer wirklichen Gleichberechtigung beider Geschlechter." - Michail A. Savvakis


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