Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Der Pharao

Conny, NRW, Dienstag, 24.07.2007, 13:09 (vor 4965 Tagen) @ Odin

Hallo Odin,

Ich bin gerade eben über ein gutes Zitat gestolpert:

"We can't solve problems by using the same kind of thinking we used when we created them" - Albert Einstein

Zu Deutsch, gefunden auf Wikiquote:

"Probleme kann man niemals mit der selben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind." - Albert Einstein, zitiert im MANforum 1/2007 S. 48

Und die Männerpartei will gerade auf dem gleichen Weg ein Problem lösen, wie es entstanden ist.

Wenn ich ein Problem mit meinem PC habe, kann ich auch nicht das gleiche tun, das ich tat, das zum Problem führte, sondern ich muß etwas anderes tun, um es zu lösen.

Eine Männerpartei ist die naheliegenste Lösungsmöglichkeit. Aber ist sie auch genau die Möglichkeit, die das Problem beseitigt oder schafft sie vielleicht neue Probleme? Ist dieses Problem vielleicht auch beseitigt, wenn man ein ganz anderes gesellschaftliches Problem lößt? Es gibt vielleicht sehr viel tiefer liegende Gründe, die dieses Problem erst geschaffen hat. Manche hier meinen, es liegt an der Abkehr vom Glauben. Andere sehen die Gründe wo anders.

Wie ich schon anderswo schrieb beginnt der Einfluß der Männerpartei WEIT
vorher und nicht erst, wenn sie im Bundestag sitzt. Ich kopier mal eine
Mail, die ich an jemanden geschrieben habe:

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Eine Partei ist aber etwas anderes als ein kleiner Verein. Obwohl wir noch
nicht groß sind, ist es für eine Partei wichtig, auch verschiedene Flügel
zu besitzen, die demokratisch miteinander sich auseinander setzen. Es wäre
mein Ziel, auch noch andere Flügel einzubinden und hier bin ich auch schon
mit anderen Personen im Gespräch - beispielsweise Schwulenarbeit. Erst
durch eine rege innerparteiliche Debatte kann eine demokratische Partei
wachsen. Wer sagt: Mir paßt Punkt B nicht, deshalb trete ich nicht bei,
hat in einer Partei IMO auch nichts verloren (wählen wird er uns ja
hoffentlich trotzdem *g*).

Der Sinn einer Partei beginnt auch nicht erst ab der Wahl oder noch später
ab der 5%-Hürde, sondern besteht schon in dem Auftrag, inner- und
außerparteilich Willens- und Meinungsbildung zu betreiben. Vorträge,
Diskussionen, parteiliches Auftreten an Schulen, Fortbildungen usw. sind
die wesentlichen Elemente der Meinungsbildung; Demos, Lobbyarbeit,
Unterstützung und Vertretung von Wählern im Wahlkreis bei Behörden in Form
von Aufrufen, schriftlichen Anträgen und Protesten, Anfragen oder (wie
jetzt in Rosenheim geplant) Sit-ins oder Mahnwachen vor Caritas oder
Jugendamt sind Elemente der Willensbildung.

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Das sind die gleichen agitativen Mittel, die auch der Feminismus nutzte. Nur mit anderen Vorzeichen. Jetzt ist es allerdings so, daß eine Männerpartei gar nicht die finanziellen Mittel dazu hat, noch mehr in die Gegenrichtung des finaziell gut ausgestatteten Feminismus zu agieren. Die 5 Prozent Hürde wird eine Männerpartei jedenfalls nie schaffen. Dazu müßte sie schon auch in anderen Bereichen eine Lösung anbieten, die den Menschen unter den Nägeln brennt und zwar noch mehr als nur die Männerbenachteiligung. Das ist nur ein Nebenschauplatz.

Freundliche Grüße
Conny


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