Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Vater soll Organ spenden - für einen Sohn, den er nie sehen wird

Nior aon Duine, Freitag, 26.12.2008, 12:35 (vor 4682 Tagen) @ Christine
bearbeitet von Nior aon Duine, Freitag, 26.12.2008, 12:46

Hallo ChrisTine,

die Zusammenfassung ist etwas zu knapp. Eine wichtige Information fehlt:
Das Kind war nicht adoptiert, und der Social Service 'konnte' seinen Vater nicht finden, als es um die Suche nach einer Pflegefamilie ging. Einen Mann, der 11 Jahre im selben Haus wohnte, im Wählerverzeichnis und im Telefonbuch steht und selbst im gleichen öffentlichen Dienst arbeitet.
Anmerkung: im UK (und den USA) gibt es keine Meldepflicht und damit auch kein zentrales Einwohnerregister. Und so muss sich jeder, der wählen will, mit Nachweis seiner Adresse, dazu eintragen lassen. "To be on the electoral roll" ist also ein Synonym für "Ich lebe ein solides Leben und bin am Gemeinwohl interessiert".

Aber entscheidend ist der folgende Passus:
"His (the childs) mother, they learned, had initially agreed to be the donor but changed her mind on the grounds that it would hinder her chances of having another child.
Social workers told Michael that he, and his children, were the 'next choice'."

"Sie (Michael und Alex) erfuhren, dass die Mutter (des Kindes) ursprünglich der Organspende zugestimmt hatte, ihre Meinung aber änderte als sie erfuhr, dass das ihre Chance ein weiteres Kind zu haben, reduzieren würde.
Die Sozialarbeiter teilten Michael mit, dass er und seine Kinder die nächstbeste Wahl seien".

Wow! Das ist Sozialarbeit wie man sie sich vorstellt. Einfühlsam bis zum Abwinken und ganz dem Kindeswohl verpflichtet. Einen 55-Jährigen so zu behandeln ist ja eines, aber zu implizit zu sagen: "Wenn du es nicht machst, dann baggern wir deine Söhne (20 und 17) an" ist ... infam.

Soll ich den Text vollständig übersetzen und hier einstellen? Korrigiert dann jemand meine Interpunktur?
Und wie ist in diesem Fall die Rechtslage?


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