Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Was der Zahnbecher verrät

Odin, Freitag, 12.05.2006, 15:18 (vor 5452 Tagen)

TIPPS
Was der Zahnbecher verrät
Mit Zellen aus der Mundschleimhaut wird das Erbgut sichtbar

Das Experiment beginnt mit einem Becher Mineralwasser: Die acht Teilnehmer der Gruppe spülen sich eine Minute lang den Mund aus, um die Zellen aus der Mundschleimhaut zu lösen. Aus dem Becher kommt das Zell-Wasser-Gemisch in ein Röhrchen und wird mit 5000 Umdrehungen pro Minute in der Zentrifuge geschleudert. Die Zellen bilden nun den Bodensatz, das Wasser kann abgegossen werden.

Nun kommt Seife ins Spiel, um die aus Fett bestehenden Membranen der Zellen aufzulösen. Ein Schleudergang, und die Zelltrümmer setzen sich auf dem Boden ab, während man den farblosen Überstand mit einer Pipette absaugen und in einem neuen, sauberen Gefäß mit Alkohol mischen kann. Der bindet Wasser, das zum Lösen der Erbsubstanz nicht mehr zur Verfügung steht. Nun wird die Mühe belohnt: Ein winziger DNA-Faden wird sichtbar.

Wer allerdings mit Kind und Kegel in der Absicht kommt, in der ?Langen Nacht der Wissenschaften? fragliche Vaterschaften zu klären oder seine Chromosomen endlich mal auf alle gängigen Erbkrankheiten ?durchchecken? lassen möchte, wird vielleicht enttäuscht sein. Denn bei dem im Gläsernen Labor angewandten Verfahren handelt es sich um eine relativ einfache Form der DNA-Analyse. ?Um einen Vaterschaftstest oder einen Gentest damit machen zu können, ist das Material zu sehr geschädigt?, erklärt Christian Unger, wissenschaftlicher Betreuer des Demonstrationslabors.

Der zweite Grund, der gegen die direkte Nutzung des gewonnenen Erbmaterials für spezielle Tests spricht: Es will prinzipiell gut überlegt sein, ob eine solche Untersuchung überhaupt sinnvoll ist. In humangenetischen Instituten wird sie nur zusammen mit eingehender Beratung angeboten. Denn mit dem Wissen darüber, dass zum Beispiel eine besondere Veranlagung für Brustkrebs besteht, muss man auch umgehen können. ?Unsere Besucher werden aber offener für die Frage: Was möchte ich über mich selbst eigentlich wissen, wie viel Wissen könnte ich mental verkraften??, erklärt Unger.

Bei der ?Langen Nacht der Wissenschaften? steht der DNA-Test nun schon im dritten Jahr auf dem Programm. Der Andrang ist regelmäßig groß, und die Mitarbeiter können jeweils nur kleine Gruppen im Zehn-Minuten-Takt durch den etwa 20-minütigen Ablauf geleiten. Dafür hält sich die DNA, die die Besucher in einem kleinen Röhrchen schließlich mit nach Hause nehmen können, wie Unger versichert, ?im Kühlschrank über Monate und Jahre?. Adelheid Müller-Lissner

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Man beachte endlich mal die weise Unterscheidung zwischen Vaterschaftstests und Gentests

http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/12.05.2006/2485310.asp

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