Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Blog: "Kurzschlüsse und Überbrückungskabel in der Debatte um Männerpolitik."

Informant, Montag, 02.08.2010, 15:15 (vor 4098 Tagen)

Männerbewegte, denkt strukturell! Kurzschlüsse und Überbrückungskabel in der Debatte um Männerpolitik.

Was Männerpolitik ist und welche Ziele sie verfolgen sollte, wird zur Zeit kontrovers diskutiert. Alleine in den letzten Monaten haben einige Stellungnahmen die Debatte um produktive Aspekte bereichert: Das Grüne Männermanifest Nicht länger Machos sein müssen, die Studie zu Männerrechtlern von Thomas Gesterkamp für die FES, die Positionierung des in Gründung befindlichen Bundesforum Männer gegen männerrechtlerische Positionen. Oft – und insbesondere in der Presse – sind die Lageanalysen jedoch wenig überzeugend, und es herrscht ein Innovations-Gestus des „Hoppla, jetzt kommen endlich wir!“ vor, der sich seit Jahrzehnten wiederholt. Deshalb möchte ich hier auf einige Eckpunkte verweisen, hinter die die Debatte nicht zurückfallen sollte.

Die Erkenntnisse der Gender Studies und anderer kritischer Wissenschaften können uns helfen, präzise Problemfelder zu benennen; die Erfahrungen der Gleichstellungspolitik können wir auswerten, um produktiv eine politische Strategie zu entwickeln. Dazu gehört auf jeden Fall, Politisches nicht zu Zwischenmenschlichem klein zu reden. Vielmehr gilt es, strukturelle Fragen politisch zu diskutieren, um der – umfassend verstandenen – Gleichstellung näher zu kommen.

http://streit-wert.boellblog.org/sebastian-scheele/

[image]
Sebastian Scheele

Mit Kommentarmöglichkeiten!

Nachtrag: "Sebastian Scheele ist Soziologe ...

Informant, Montag, 02.08.2010, 15:24 (vor 4098 Tagen) @ Informant

"Sebastian Scheele ist Soziologe und hat bis Ende 2009 im GenderKompetenzZentrum in der wissenschaftlichen Politikberatung zu Gleichstellungspolitik gearbeitet."

Sind denen nicht die Fördergelder gestrichen worden ;-)

War klar, dass nur ein Soziologe solches Geschwurbel von sich geben kann und Gesterkamps "Expertise", sowie den "Memmerrat" und Gender Mainstreaming ganz toll findet.

Und dass das Private gefälligst politisch zu sein hat.

Nachtrag: "Sebastian Scheele ist Soziologe ...

Narrowitsch, Berlin, Montag, 02.08.2010, 15:55 (vor 4098 Tagen) @ Informant

Und dass das Private gefälligst politisch zu sein hat.

Das lese ich anders. Wenn ich diesen geschmeidigen Jungpolitiker richtig verstehe, will er weg von Argumentatationsreflexen, die allein im Privaten wurzeln. Dieser Gedanke wäre durchaus richtig, schüttete er das Kind nicht mir dem Bade aus.

Privates und Politisches stehen selbstverständlich in einer Wechselbeziehung, im Idealfall dient die Politik höchst privater Lebensvorstellungen des Souveräns. Dies gilt auf keinem Feld so sehr, wie dem der Geschlechter- und Familienpolitik.
Aber genau die Vorstellung der Wechselwirkung zwischen Individuen und ihrer politischen Vertretung polemisiert er, freilich ohne sich zu besinnen woher die Vorstellung vom Privaten als Politisches stammt. Geschmeidig nenne ich es, wenn er es sich nicht mit der Femilobby verderben will.
Er wünscht sich augenscheinlich die Betrachtung des Gro?en und Ganzen zurück. Sicherlich eine bedenkenswerte Überlegung, folgte nicht seine Erklärung zur Unerheblichkeit privater Empirie.
Er will eine Expertenrepublik, in denen Typen wie er -auf "wissenschaftlicher" Basis und jenseits des Einzellfalls - Strukturen schaffen, die sie für die doofe Masse als heilbringend und richtig erkannt glauben.

Mich wundert daher nicht, dass er sich letztlich aussuchen will, wen er als Ansprechpartner akzeptiert und wen nicht. Selbst wenn er mit seiner Männerrechtler - Schelte richtig läge, wäre es Sache der Politik auch Leute, wie beispielsweise uns von seine Vorstellungen zu überzeugen. Mit guten Argumenten, versteht sich. Aber nichts liegt ihm ferner.

Es ist durchaus einsichtig, wenn er keine Lust auf Debatten mit Uninformierten verspürt. Aber ein paar Informationen besitzen Männerrechtler und Antifeministen schon. Dass er sie ignoriert, zeigt, welches Demokratie- und Politikverständnis sein Getippe leitet.Eine in allen etablierten Parteien verbreitete Erscheinung....

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--
Extemplo simul pares esse coeperint, superiores erunt-

Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.

Bäh!!!

Narrowitsch, Berlin, Montag, 02.08.2010, 16:20 (vor 4098 Tagen) @ Informant

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Sebastian Scheele

So sehen sie also aus, die Züchtungen der Frauenbewegten.

Gewöhnlich lehne ich es ab, von mehr oder weniger sympathischen Gesichtszügen auf Tiefe von Gedanken und Sinn oder Unsinn politischen Handels zu schließen. Aber gelegentlich kann ich mich gewisser Impulse nicht erwehren.

Von dem Foto her schaut mich das öliges Grinsen eines Schönlings an, dem ich jene Anpassungsfähigkeit zutraue, die Volksmund als schleimig bezeichnet. Möglich, das mich meine Instinkte trügen, aber ich kann einfach nicht anders. Diese gestylten, gefönten und gelackten Figuren lösen bei mir unangenehme Assoziationen aus. Und was er schreibt, verstärkt eher meinen Eindruck, als dass er ihn mildert. Er möge mir mein Vorurteil verzeihen.

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--
Extemplo simul pares esse coeperint, superiores erunt-

Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.

Bäh!!! - meine spontante Assoziationen zum Bild

Informant, Montag, 02.08.2010, 16:38 (vor 4098 Tagen) @ Narrowitsch

[image] [image] [image]

So sehen sie also aus, die Züchtungen der Frauenbewegten.

Ganz genau, ein wahrlich lilalener Homunkulus.
Und - mir geht es ähnlich wie dir:

Gewöhnlich lehne ich es ab, von mehr oder weniger sympathischen
Gesichtszügen auf Tiefe von Gedanken und Sinn oder Unsinn politischen
Handels zu schließen. Aber gelegentlich kann ich mich gewisser Impulse
nicht erwehren.

Deshalb auch das Foto des Pennywise, dem "bösen Clowns", dessen Maske man tatsächlich so beschreiben kann:

Von dem Foto her schaut mich das öliges Grinsen eines Schönlings an, dem
ich jene Anpassungsfähigkeit zutraue, die Volksmund als schleimig
bezeichnet. Möglich, das mich meine Instinkte trügen, aber ich kann einfach
nicht anders. Diese gestylten, gefönten und gelackten Figuren lösen bei mir
unangenehme Assoziationen aus. Und was er schreibt, verstärkt eher meinen
Eindruck, als dass er ihn mildert. Er möge mir mein Vorurteil verzeihen.

Mir auch.

Bezüglich deines Beitrages zu: "privates ist politisch"
Hier stimme ich dir zu, hatte das Soziologen-Geschwurbel wohl zu oberflächlich gelesen. Komisch, dass die es nie schaffen, Gedanken und Ideen verständlich auf den Punkt zu bringen - So wie du es z.B. und andere hier auch schaffen.

Der nächste Kachelmann

Nikos, Athen, Montag, 02.08.2010, 17:10 (vor 4098 Tagen) @ Informant
bearbeitet von Nikos, Montag, 02.08.2010, 17:13

[image]
Sebastian Scheele

Privates sollte also politisch sein.. Sagt es. Solche Männchen, sollten ein Jahr lang im Strassenbau arbeiten. Sage ich. Was mich aber echt wunder: Die Initalien von ihm sind doch SS. Zufall?

--
*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*

Gegen Männerrechte....das sagt doch Alles!

Dampflok, Montag, 02.08.2010, 18:13 (vor 4098 Tagen) @ Informant

, die Positionierung des in Gründung befindlichen Bundesforum Männer
gegen männerrechtlerische Positionen.

Männerrecht - Unrecht?

Mir hat bisher kein feminist erläutern können, was denn nun gegen die maskulistische Position gleicher Rechte und Pflichten einzuwenden ist.

Blog: "Kurzschlüsse und Überbrückungskabel in der Debatte um Männerpolitik."

Goofos @, Montag, 02.08.2010, 22:51 (vor 4097 Tagen) @ Informant

Männerbewegte, denkt strukturell! Kurzschlüsse und Überbrückungskabel
in der Debatte um Männerpolitik.

Was Männerpolitik ist und welche Ziele sie verfolgen sollte, wird zur Zeit
kontrovers diskutiert. Alleine in den letzten Monaten haben einige
Stellungnahmen die Debatte um produktive Aspekte bereichert: Das Grüne
Männermanifest Nicht länger Machos sein müssen, die Studie zu
Männerrechtlern von Thomas Gesterkamp für die FES, die Positionierung des
in Gründung befindlichen Bundesforum Männer gegen männerrechtlerische
Positionen. Oft – und insbesondere in der Presse – sind die Lageanalysen
jedoch wenig überzeugend, und es herrscht ein Innovations-Gestus des
„Hoppla, jetzt kommen endlich wir!“ vor, der sich seit Jahrzehnten
wiederholt. Deshalb möchte ich hier auf einige Eckpunkte verweisen, hinter
die die Debatte nicht zurückfallen sollte.

Die Erkenntnisse der Gender Studies und anderer kritischer
Wissenschaften können uns helfen, präzise Problemfelder zu benennen; die
Erfahrungen der Gleichstellungspolitik können wir auswerten, um produktiv
eine politische Strategie zu entwickeln. Dazu gehört auf jeden Fall,
Politisches nicht zu Zwischenmenschlichem klein zu reden. Vielmehr gilt es,
strukturelle Fragen politisch zu diskutieren, um der – umfassend
verstandenen – Gleichstellung näher zu kommen.

http://streit-wert.boellblog.org/sebastian-scheele/

[image]
Sebastian Scheele

Mit Kommentarmöglichkeiten!

Was soll man dieses PR Geblubbere noch kommentieren? Selbst wenn es nach deren Maßstab gehen würde, stellt das nur ein billiger Werbetext für Gender-Mainstreaming dar, auf dem Nivau eines Shoppingsenders.

Fängt ja schon mit der Gesterkampagne an. Man kann es schon zweifelhaft nennen, das Ding eine Expertise zu nennen. Neuerdings von einer Studie zu reden ist wohl doch etwas zuviel verlangt. Es sollte auch nicht vergessen werden von wem und für welchen Zwech das Ding geschrieben wurde. Man könnte das so sagen, die kritische Männergruppe hätte eine Bewertung vorgenommen mit welchen Gruppen sich das Bundesforum Männer kurzschließen sollte. Am Ende hat man nur sich selbst, die kritische Männergruppe, angepriesen. Alle anderen hat das Blatt in die rechte Ecke gestellt. Der Beweis sieht dann in etwa so aus, dass man sich auf sich selbst beruft. Man sollte sich fragen wie eigentlich jemand aus den kritischen Männergruppen damit beauftragt werden kann, der zudem so voreingenommen ist, so eine Bewertung vorzunehmen?

Es dürfte klar sein, dass sich das Bundesforum Männer nicht selbst finanziert sondern Zuschussgelder bekommt. Das BMFSFJ dürfte auf jeden Fall eine Finanzspritze leisten. Gelder die man nach der Gesterkampagne sofort wieder streichen sollte, so wie dem GenderkompetenzZentrum. Zumindest Sebastian Scheele als Ex-Genderkompetenzler ist deshalb nicht arbeitslos geworden und hat stattdessen einen neuen Platz in der Böll Stiftung gefunden. Ihm scheint es dort nicht schlecht zu ergehen wenn er kräftig die Werbetrommel für Gender-Mainstreaming rühren kann. Wobei er damit das Thema "grüne Feministen und Männerrechtler" irgendwo auch etwas verfehlt hat.

Außer natürlich mit dem Thema war genau das gemeint, die Werbetrommel für die grünen Feministen (auch hier beruft man sich auf sich selbst) und gegen die Männerrechtler zu rühren. Zudem noch um die einzige Lösung die man bieten kann, also Männlichkeitsideale hinterfragen und Gender-Mainstreaming, mit großen Worten anzupreisen. Auch hier, wie immer, beruft man sich auf sich selbst.

Die Erkenntnisse der Gender Studies und anderer kritischer
Wissenschaften können uns helfen, präzise Problemfelder zu benennen; die
Erfahrungen der Gleichstellungspolitik können wir auswerten, um produktiv
eine politische Strategie zu entwickeln.

Welche Erkenntnisse??? Welche Erfahrungen??? Allein mit dem Hinweis sich gegen "männerrechtliche Positionen" zu stellen, was soll da eigentlich übrig bleiben??? Mit dieser Position stellt man sich gegen männerrechtliche Themen wie die Gewalt gegen Männer, die Wehrpflicht nur für Männer oder die Bildungsverlierer Jungs. Alles was übrig bleibt ist, wie immer, Männlichkeitsideale hinterfragen. Man will sich ja nicht zu kritisch überarbeiten. Aber Hauptsache irgenjemand finanziert die Unttätigkeit.

Äußerst fraglich (oder auch nicht) was man von denen dann überhaupt erwarten sollte. Aus einem Umfeld das sich selbst als "kritische Wissenschaft" bezeichnet und politische Strategien entwickeln möchte, am Besten nichts. Eine präzisen Bennenung von Problemfeldern sollte man ebensfalls nicht erwarten, wenn man sich schon im Vorhinein gegen männerrechtliche Positionen stellt.

Blog: "Kurzschlüsse und Überbrückungskabel in der Debatte um Männerpolitik."

Informant, Montag, 02.08.2010, 23:06 (vor 4097 Tagen) @ Goofos

Die Erkenntnisse der Gender Studies und anderer kritischer
Wissenschaften können uns helfen, präzise Problemfelder zu benennen;

die

Erfahrungen der Gleichstellungspolitik können wir auswerten, um

produktiv

eine politische Strategie zu entwickeln.


Welche Erkenntnisse??? Welche Erfahrungen??? Allein mit dem Hinweis sich
gegen "männerrechtliche Positionen" zu stellen, was soll da eigentlich
übrig bleiben??? Mit dieser Position stellt man sich gegen männerrechtliche
Themen wie die Gewalt gegen Männer, die Wehrpflicht nur für Männer oder die
Bildungsverlierer Jungs. Alles was übrig bleibt ist, wie immer,
Männlichkeitsideale hinterfragen. Man will sich ja nicht zu kritisch
überarbeiten. Aber Hauptsache irgenjemand finanziert die Unttätigkeit.

Dazu gibt es eine interessante Diskussion der AG Männer in der PP, kennst du wahrscheinlich. Aktuell scheint die AG reanimiert zu sein:

Zusammenfassung der bisherigen Diskussion "Abschaffung des gender-mainstreaming"

Was ist Gender-Mainstreaming?

Offiziell ist GM der Versuch durch geschlechtsspezifische Förderung Gleichstellung zwischen Mann und Frau auf allen gesellschaftlichen Ebenen durchzusetzen.
Die wenigsten wissen allerdings, dass GM die Annahme zugrunde liegt Geschlechterrollen seien unabhängig vom biologischen Geschlecht sozial und kulturell erlernt und damit auch veränderbar. Diese quasi zugeschriebene Geschlechtsidentität soll als diskriminierende Willkür angesehen und zu Gunsten einer "wirklich freien" Wahl zerstört werden.

Standpunkte und Argumente der GM-Befürworter:

- GM als Werkzeug zum Aufspüren von Benachteiligungen von Männern und Frauen unter zu Hilfenahme von statistischen Untersuchungen
- Menschen werden alle Geschlechterperspektiven näher gebracht und damit neue Optionen eröffnet
- GM stellt in Frage was "Natürlichkeit" ist und will Menschen von sozialen und kulturellen Zwängen befreien
- GM dient der praktischen Umsetzung der im Grundgesetz und anderen Gesetzen niedergeschriebenen Rechte
- Kritiker am GM seien:
- Konservative, die Frauen wieder stärker in der Rolle der Mutter sähen
- biologistische und/oder evolutionistische Vertreter
- Vertreter neoliberaler Subjektivierung, die Frauen Opfermentalität unterstellen
- Menschen mit Abneigung gegenüber Homo- und Transsexualität
- Frauenfeinde

Standpunkte und Argumente der GM-Gegner:

- GM undemokratisch da es nicht von unten nach oben sondern Top-Down in Politik und Gesellschaft getragen wurde (Weltfrauenkonferenz, Uno, EU, Deutschland)
- GM außerdem undemokratisch da Mehrheit der Bevölkerung mit Begriff und Konzept des GM nicht vertraut ist
- Wissenschaftliche Grundlage des GM stark angezweifelt, besitzt starken Ideologiecharakter
- GM zerstört durch Fokussierung auf Einzelpersonen Familien als kleinste Zellen der Gesellschaft
- GM greift totalitär in zwischenmenschliche Beziehungen ein da sich praktisch alles der Frauenfrage unterordnen muss
- Allgegenwärtige Genderwächter beanspruchen Deutungshoheit über gerecht bzw. gendergerecht, schränken durch Zensur und Verbote persönliche Freiheit und Bürgerrechte ein
- Kinder sollen quasi verstaatlicht und auch erwachsene Menschen ideologiegerecht umerzogen werden
- GM stellt durch unzählige Gender- Beauftragte, Studien, Projekte und Förderungen eine erhebliche Kostenquelle dar
- Vermeintlich durch GM aufgedeckte Ungerechtigkeiten sind schlicht Ausdruck unterschiedlicher Interessen von Männern und Frauen
- Offenkundige Doppelmoral des GM da es in Praxis nur um Frauenförderung geht, Benachteiligungen von Männern und Jungen werden vollkommen ignoriert, toleriert und verschwiegen
- Stichwort "positive Diskriminierung" von Männern - Diskriminierung ist immer negativ
- GM diffamiert etablierte Rollen als "veraltet, überholt, unemanzipiert, unterdrückt" und setzt sie praktisch mit Diskriminierung gleich
- GM auf Grund erwiesener Erfolglosigkeit überflüssig (siehe Frauenanteil techn. Berufe)
- Piratenpartei sprach sich bereits intern gegen Frauenquoten und Bevorzugung nach Geschlecht aus (beides Genderwerkzeuge)
- GM praktizierende Nicht-identitäre Burschenarbeit setzt – so Selbstdefinition – auf „Zerstörung von Identitäten“
- Kinder gegen ihre natürlichen selbst hervorgebrachten Verhaltensweisen im Sinne einer Ideologie zu erziehen, ihnen ihre sexuelle Identität zu nehmen, ist ethisch und vor allem psychologisch höchst verwerflich

Sloganvorschläge bezüglich GM für die Piratenpartei:

"Wir Piraten fordern die ersatzlose Streichung aller GM-Maßnahmen, weil sie eine reine Lobbypolitik auf Kosten von Männern und auf Kosten der Gleichberechtigung darstellen."

"Wir fordern im Gender Mainstreaming allen Geschlechtern gerecht zu werden und unter diesem Gesichtspunkt alle bisherigen und künftigen Maßnahmen kritisch zu überprüfen."

Abschaffung des Gender Mainstreaming, Seite 12

Eine I.F. aus M., spanisches Wort für "links", die dort versucht mit einem Nick den Autor von Genderama zu verballhornen, spamt dort natürlich wieder mächtig rum - mit Unterstützung ihrer Kumpelienen (oder Zweit- bzw. Drittaccounts). Wäre ja mal spannend zu lesen, was passiert, wenn ein User namens "Ilka Flitz", "Iltis Kritz" o.ä. dort auftauchen würde ...

Die Admins haben es sich aber letztendlich selbst zuzuschreiben, solche Chaotinnen zu reanimieren. Trotz allem ist der aktuelle Mod dort ziemlich rührig und ersetzt den unfähigen alten, der Beschimpfungen von Männern u.a. durchgehen ließ.

(ef) Hochstapelei: Das Geschwafel der Geisteswissenschaftler

Leser_nicht_eingeloggt, Dienstag, 03.08.2010, 08:46 (vor 4097 Tagen) @ Goofos

Was soll man dieses PR Geblubbere noch kommentieren? Selbst wenn es nach
deren Maßstab gehen würde, stellt das nur ein billiger Werbetext für
Gender-Mainstreaming dar, auf dem Nivau eines Shoppingsenders.

Fängt ja schon mit der Gesterkampagne an. Man kann es schon zweifelhaft
nennen, das Ding eine Expertise zu nennen. Neuerdings von einer Studie zu
reden ist wohl doch etwas zuviel verlangt. Es sollte auch nicht vergessen
werden von wem und für welchen Zwech das Ding geschrieben wurde. Man könnte
das so sagen, die kritische Männergruppe hätte eine Bewertung vorgenommen
mit welchen Gruppen sich das Bundesforum Männer kurzschließen sollte. Am
Ende hat man nur sich selbst, die kritische Männergruppe, angepriesen.
...
Es dürfte klar sein, dass sich das Bundesforum Männer nicht selbst
finanziert sondern Zuschussgelder bekommt. Das BMFSFJ dürfte auf jeden Fall
eine Finanzspritze leisten. Gelder die man nach der Gesterkampagne sofort
wieder streichen sollte, so wie dem GenderkompetenzZentrum. Zumindest
Sebastian Scheele als Ex-Genderkompetenzler ist deshalb nicht arbeitslos
geworden und hat stattdessen einen neuen Platz in der Böll Stiftung
gefunden. Ihm scheint es dort nicht schlecht zu ergehen wenn er kräftig die
Werbetrommel für Gender-Mainstreaming rühren kann. Wobei er damit das Thema
"grüne Feministen und Männerrechtler" irgendwo auch etwas verfehlt hat.

Ja, definitiv - aber dazu musst du seine Ergüsse zweimal lesen. Mir fällt dazu nur "eigentümlich frei" ein:

Hochstapelei: Das Geschwafel der Geisteswissenschaftler

von Alexander Ulfig

Wie man Menschen imponieren und davon leben kann

Die Geistes- und Sozialwissenschaften befinden sich in ihrer manieristischen Phase. Manieristische Phasen zeichnen sich aus durch die Verkomplizierung der Ausdrucksmittel, die Verschnörkelung der Gedanken und die Vermischung sich ausschließender Konzepte (zum Beispiel geistes- und naturwissenschaftlicher Konzepte). Ihr Prinzip ist nicht die Konfusionsvermeidung, also Klarheit, sondern die Konfusionsvermehrung. ...
...
... „Existenz als ein Prozess der Entterritorialisierung ist ein spezifisch inter-maschinischer Vorgang, der sich selbst über die Förderung singularisierter existentieller Intensitäten legt“ (F. Guattari).

Bemerkenswert ist, dass die allermeisten Menschen, auch die allermeisten Geisteswissenschaftler, denken, dass hinter solchen Formulierungen etwas besonders Geistiges, Tiefsinniges und Anspruchsvolles steckt. Sie merken nicht, dass dahinter gar nichts steckt, dass es sich hier um bloße Aneinanderreihung von Fremdwörtern, um bedeutungslose Sätze, kurz: Nonsens handelt. Die Produzenten solcher Texte haben nur ein Ziel: anderen zu imponieren, sich als besonders klug, intellektuell und wissenschaftlich zu zeigen. Das ist für sie wichtig, denn damit rechtfertigen sie die Existenz ihres gut und meist vom Staat bezahlten Berufsstandes.

Die gewöhnliche Reaktion der Leser auf solche Texte lautet: „Ich verstehe das nicht“ oder „Der Text ist unverständlich“. Das zu sagen, ist der größte Fehler, den man machen kann, denn dadurch gibt man den Produzenten solcher Texte das Gefühl der Überlegenheit: Sie haben es geschafft, sich als klüger als die anderen aufzuspielen. Die Aussage „Ich verstehe es nicht“ empfinden sie daher als ein Kompliment. Dass solche Texte von den Lesern nicht verstanden werden, liegt aber nicht an deren intellektuellen Fähigkeiten. Die Texte werden absichtlich so geschrieben, dass man sie nicht verstehen kann. Die Produzenten solcher Texte haben in der Regel auch nichts zu sagen, denn hat man etwas zu sagen, dann kann man es klar und deutlich sagen. ...

http://ef-magazin.de/2010/08/02/2404-hochstapelei-das-geschwafel-der-geisteswissenschaftler

Blog: "Kurzschlüsse und Überbrückungskabel in der Debatte um Männerpolitik."

Manifold ⌂, Mittwoch, 04.08.2010, 00:49 (vor 4096 Tagen) @ Informant

Mein Kommentar wartet auf Freischaltung:

-----------

Ich frage mich gerade, was denn eine Männerpolitik ihrer Meinung nach beinhalten soll.

Würden Sie denn genauso aktiv gegen Männerdiskriminierung und -entrechtung vorgehen, wie es aktuell bei Problemen der Frauen geschieht?

Würden Sie die Interessen und Rechte der Männer gegen ihre eigenen feministischen Schirmherrinnen verteidigen?

Würden Sie jedem Mann das Recht eingestehen, seine Männlichkeit selbst und ohne Vorgaben von aussen zu gestalten?

Sie wollen wohl eher eine gesamtgesellschaftliche, institutionalisierte Umerziehung der Männer nach ihren eigenen Idealvorstellungen.

Denn wenn Sie wirklich Männerpolitik betreiben möchten, müssten Sie die echten Sorgen und Nöte der Männer auch anerkennen - doch Sie sind in der Hinsicht ideologisch völlig blockiert und somit ungeeignet für eine echte Männerpolitik.

Überlassen Sie das lieber den Männerrechtlern und Maskulisten - die nehmen die Männer und ihre Rechte wenigstens ernst.

Gruss von einem Maskulisten,
Manifold

Die Söhne von Perseus

------------

--
"Zur Durchführung seines Zieles erachtet der Maskulismus [...] als aufrichtig und sinnvoll: [...] das ursprüngliche Anliegen einer wirklichen Gleichberechtigung beider Geschlechter." - Michail A. Savvakis

Blog: "Kurzschlüsse und Überbrückungskabel in der Debatte um Männerpolitik."

Manifold ⌂, Mittwoch, 04.08.2010, 00:49 (vor 4096 Tagen) @ Informant

Mein Kommentar wartet auf Freischaltung:

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Ich frage mich gerade, was denn eine Männerpolitik ihrer Meinung nach beinhalten soll.

Würden Sie denn genauso aktiv gegen Männerdiskriminierung und -entrechtung vorgehen, wie es aktuell bei Problemen der Frauen geschieht?

Würden Sie die Interessen und Rechte der Männer gegen ihre eigenen feministischen Schirmherrinnen verteidigen?

Würden Sie jedem Mann das Recht eingestehen, seine Männlichkeit selbst und ohne Vorgaben von aussen zu gestalten?

Sie wollen wohl eher eine gesamtgesellschaftliche, institutionalisierte Umerziehung der Männer nach ihren eigenen Idealvorstellungen.

Denn wenn Sie wirklich Männerpolitik betreiben möchten, müssten Sie die echten Sorgen und Nöte der Männer auch anerkennen - doch Sie sind in der Hinsicht ideologisch völlig blockiert und somit ungeeignet für eine echte Männerpolitik.

Überlassen Sie das lieber den Männerrechtlern und Maskulisten - die nehmen die Männer und ihre Rechte wenigstens ernst.

Gruss von einem Maskulisten,
Manifold

Die Söhne von Perseus

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