Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Nun doch: Denkmal für homosexuelle Naziopfer auch für Lesben

chrima, Dienstag, 05.06.2007, 02:36 (vor 4857 Tagen)

Mahnmal für Homosexuelle Naziopfer
Soweit mir bekannt wurde keine einzige Lesbe verfolgt weil sie Lesbe war. Verboten und bestraft wurden nach meinem Informationsstand nur die männliche Homesexualität.
Hat das laute Rumgejammer des sich mal wieder diskriminiert fühlenden Femipacks mal wieder gelohnt?
Fragt sich
chrima

Nun doch: Denkmal für homosexuelle Naziopfer auch für Lesben

chrima, Dienstag, 05.06.2007, 02:37 (vor 4857 Tagen) @ chrima

Mahnmal
für Homosexuelle Naziopfer

Soweit mir bekannt wurde keine einzige Lesbe verfolgt weil sie Lesbe war.
Verboten und bestraft wurden nach meinem Informationsstand nur die
männliche Homesexualität.
Hat das laute Rumgejammer des sich mal wieder diskriminiert fühlenden
Femipacks mal wieder gelohnt?
Fragt sich
chrima

Homesexualität. Mmh, immer mal wieder was Neues...

Nun doch: Denkmal für homosexuelle Naziopfer auch für Lesben

Max, Fliegentupfing, Dienstag, 05.06.2007, 03:32 (vor 4857 Tagen) @ chrima

... die wollen doch dem Röhm nicht ernsthaft ein Denkmal setzen?
Das wäre ja noch schöner! Mahnmal für schwule Nazis, die Opfer der Nazis geworden sind?

Wo soll das alles noch hinführen? - Max

--
"Wenigstens bin ich Herr der Fliegen", sagte der stinkende Scheißhaufen.
(Baal Zebub/Beelzebub - wird übersetzt mit "Herr der Fliegen")

Nun doch: Denkmal für homosexuelle Naziopfer auch für Lesben

Zeitgenosse, Dienstag, 05.06.2007, 11:37 (vor 4857 Tagen) @ Max

Wo soll das alles noch hinführen? - Max

Die PDS argumentiert, der Denkmalsstein auf irgeneinem Ost-Berliner Friedhof für die Opfer des Stalinismus müsse weg. Schließlich würde ja Hitler mitgeehrt, da er im Mai '45 ein Opfer des Stalinismus wurde.

:-)

Gruß

Zeitgenosse

Nun doch: Denkmal für homosexuelle Naziopfer auch für Lesben

gast42, Dienstag, 05.06.2007, 12:17 (vor 4857 Tagen) @ Zeitgenosse

Wo soll das alles noch hinführen? - Max


Die PDS argumentiert, der Denkmalsstein auf irgeneinem Ost-Berliner
Friedhof für die Opfer des Stalinismus müsse weg. Schließlich würde ja
Hitler mitgeehrt, da er im Mai '45 ein Opfer des Stalinismus wurde.

Und jetzt nochmal ernsthaft: Was ist so witzig daran, dass die Femis
mal wieder Opferstatus fuer Frauen reklamieren, selbstverstaendlich
ohne Opfer gewesen zu sein?

Interessant uebrigens eine Stellungnahme des Lesbenrings aus der Zeit,
als die Debatte noch nicht feministisch entschieden war.
Diese kommt zwar zu dem Schluss, dass es ein eigenes Schwulendenkmal
geben sollte. Aber man achte auf die Argumentation:


: Der Bundestag hat aber ein Denkmal für verfolgte Schwule und Lesben
: in Auftrag gegeben
: ...
: Könnte es ein Denkmal geben, dass schwule und lesbische Verfolgung im
: Nationalsozialismus gleichermaßen sichtbar machen würde?
: Feministische Historikerinnen haben diese Frage schon vor Jahren verneint,
: denn viel zu unterschiedlich waren die Arten der Verfolgung. Während
: Schwule und Lesben gleichermaßen unter der vollständigen Zerschlagung
: ihrer Infrastruktur litten,

Ja, richtig. Genau so wie jede gesellschaftliche Organisation unter der
vollstaendigen Zerschlagung ihrer Infrastruktur litt.

: wurden Lesben als Asoziale, Politische oder Jüdinnen
: verfolgt

Ahso. Das heisst also, Asoziale, politische Oppositionelle und
selbstverstaendlich Juedinnen wurden verfolgt. Lesben nicht.

: oder mussten in die völlige Unsichtbarkeit fliehen.

Ahso. Im Kontext des dritten Reiches ist es natuerlich als ganz besonders
grausames Schicksal zu betrachten, keine oeffentlichen
Christopher-Street-Day-Paraden abhalten zu koennen.

(Die spaeteren tatsaechlich stattfindenden Paraden wurden mW auch nicht
von Lesben organisiert. Aber egal, nich)

: Wie könnte ein Denkmal diese Unterschiede differenziert sichtbar machen?

Korrekt, Maedels. Indem Lesben gar nicht erst thematisiert werden.

: Unserer Meinung nach sollte es das geplante Schwulendenkmal geben und es
: sollte als solches benannt werden.

Korrekt.

Leider war da der wieder mal ach so "politisch korrekte" Bundestag davor.
(Wenn es denn stimmt, dass der Auftrag so gegeben wurde).


: Eine bloße "Mit"Nennung der Lesben im
: Titel wäre eher Alibi, als dass es zu mehr Sichtbarkeit beitragen würde.
: Zur Sichtbarmachung lesbischer Verfolgung in der Zeit des
: Nationalsozialismus wünschen wir uns weniger "versteinerte"
: Formen: Lebendige Diskussionen, Forschungsarbeit und Publikationen.

Ist halt auch schwierig, "gefuehlte Verfolgung" sichtbar zu machen.

Emma argumentiert uebrigens, Lesbische Frauen seien sehr wohl verfolgt
worden, u.a. deswegen, weil sie im KZ oder Zuchthaus (wohlgemerkt: in
das sie eben NICHT wegen ihrer sexuellen Orientierung verbracht wurden)
als "lesbisch" in der Kartei gefuehrt wurden.


Was mich an der Thematik so ankotzt: Die strafrechtliche Verfolgung
ausschliesslich Schwuler Maenner (nicht lesbischer Frauen) war ja
nach dem Ende des dritten Reiches keinesfalls vorbei.

Aber natuerlich ist jetzt schon klar, dass Frauen auch davon "mindestens
genauso betroffen" waren, nich?

Das hat was von Hillary ?Women have always been the primary victims of war.?

Genau, Liebes. Frauen sind die Hauptopfer, weil nur Maenner an den
Fronten verheizt werden. Is klar.

fressen, kotzen.

Nun doch: Denkmal für homosexuelle Naziopfer auch für Lesben

Zeitgenosse, Dienstag, 05.06.2007, 12:28 (vor 4857 Tagen) @ gast42

Was sagt eigentlich die Schwulen-Lobby dazu? Gibt es Presseerklärungen dazu? Kennt sich da jemand aus?

Gruß

Zeitgenosse

Nun doch: Denkmal für homosexuelle Naziopfer auch für Lesben

Nihilator ⌂, Bayern, Dienstag, 05.06.2007, 12:57 (vor 4857 Tagen) @ Zeitgenosse

Was sagt eigentlich die Schwulen-Lobby dazu? Gibt es Presseerklärungen
dazu? Kennt sich da jemand aus?

Die mösenkriecht, mehr oder weniger freudig bzw. pflichtgemäß, in Gestalt von Leuten wie Volker Beck *würg* oder Wowereit. Das ist der Deal: FrauenLesben geben ein ganz klein bissel vom Opferstatus ab -aber nur an "zur Frau gemachte Männer" (© Alice Schwarzer), also Schwule-, damit das Frauenunterdrückungsmärchen nicht so unglaubwürdig wird. Dafür gibt's umgedreht uneingeschränkte Unterstützung für die armen unsichtbar Gemachten (was für ein Schicksal!!) und mit der Wahrheit wird es nicht so genau genommen.

§175 von 1935:
I. Ein Mann, der mit einem anderen Mann Unzucht treibt oder sich von ihm zur Unzucht mißbrauchen läßt, wird mit Gefängnis bestraft." ...

Der Führer zeigte sich verständnisvoll, wie ein Tagebucheintrag von Goebbels vom 4.3.1944 zeigt:
"Ich trage dem Führer den Fall Serda vor. Ein gewisses Fräulein Serda verführt den jungen Filmnachwuchs zu lesbischer Liebe. Der Führer hat aber keine rechte Lust, in diese Sache einzugreifen. Er ist der Meinung, daß die lesbische Liebe mit der <männlichen> Homosexualität überhaupt nicht verglichen werden könne. Bei Frauen seien die Grenzen zwischen Liebe und Freundschaft nicht so eng gezogen wie bei Männern, und im übrigen sei die lesbische Liebe im Kriege zum Teil auf den Mangel an Männern zurückzuführen. Wir hätten Hunderttausende von Frauen überschüssig, und deshalb dürfe man in dieser Frage nicht allzu scharf vorgehen."


Gruß,
nihi

--
CETERUM CENSEO FEMINISMUM ESSE DELENDUM.

MÖSE=BÖSE

Fast ein Jahr lang suchte sie Hilfe bei Psychiatern, dann wandte sie sich Allah zu.


[image]

Nun doch: Denkmal für homosexuelle Naziopfer auch für Lesben

gast42, Dienstag, 05.06.2007, 14:39 (vor 4857 Tagen) @ Nihilator

§175 von 1935:
I. Ein Mann, der mit einem anderen Mann Unzucht treibt oder sich von ihm
zur Unzucht mißbrauchen läßt, wird mit Gefängnis bestraft." ...

Knapper kann man eigentlich nicht ausdrücken, dass hier ein rein
ideologisch-rassistisch definiertes Verbrechen gesühnt werden soll.

Denn: Ein Opfer gibt es ja nicht, alle beteiligten sind Täter.

Wessen Rechte hat der sich selbst so nennende Rechtsstaat also verteidigt,
wenn er die Täter in den Knast gesteckt hat?

Ganz bestimmt diejenigen der heterosexuellen Männer, nicht?

Sagen jedenfalls unsere Femis.

Nun doch: Denkmal für homosexuelle Naziopfer auch für Lesben

Nihilator ⌂, Bayern, Dienstag, 05.06.2007, 13:06 (vor 4857 Tagen) @ gast42

Hallo Gast42,


ausgezeichneter und interessanter Beitrag, wie mir Deine Posts allgemein sehr gut gefallen (muß ja mal gesagt werden ;-) ).

Ich wußte das noch gar nicht, was Du da schreibst. Irgendwann muß der Lesbenring aber seine Meinung geändert haben (Anweisung vom Politbüro oder Führerinnenbefehl?), wenn Du das hier liest.

Emma argumentiert uebrigens, Lesbische Frauen seien sehr wohl verfolgt
worden, u.a. deswegen, weil sie im KZ oder Zuchthaus (wohlgemerkt: in
das sie eben NICHT wegen ihrer sexuellen Orientierung verbracht wurden)
als "lesbisch" in der Kartei gefuehrt wurden.

Hmm. Mir wurde schon überzeugend versichert, daß in solchen Karteien auch Merkmale wie "norwegisch", "französisch", "dunkelhaarig" oder "kleinwüchsig" vermerkt wurden. Weia, alles prinzipiell Verfolgte?

Was mich an der Thematik so ankotzt: Die strafrechtliche Verfolgung
ausschliesslich Schwuler Maenner (nicht lesbischer Frauen) war ja
nach dem Ende des dritten Reiches keinesfalls vorbei.

Aber natuerlich ist jetzt schon klar, dass Frauen auch davon "mindestens
genauso betroffen" waren, nich?

Gefühlt aber absolut. Was heißt mindestens genauso, vielfach mehr!! Knast oder Genickschuß geht ja noch, aber einfach so unsichtbar gemacht zu werden, das ist wirkliches Leid.

Das hat was von Hillary &#8220;Women have always been the primary victims of
war.&#8221;

Genau, Liebes. Frauen sind die Hauptopfer, weil nur Maenner an den
Fronten verheizt werden. Is klar.

Hast Du 'ne Quelle zu diesem Zitat?


Gruß,
nihi

--
CETERUM CENSEO FEMINISMUM ESSE DELENDUM.

MÖSE=BÖSE

Fast ein Jahr lang suchte sie Hilfe bei Psychiatern, dann wandte sie sich Allah zu.


[image]

Nun doch: Denkmal für homosexuelle Naziopfer auch für Lesben

gast42, Dienstag, 05.06.2007, 15:30 (vor 4857 Tagen) @ Nihilator

Hallo Gast42,

Hallo!

ausgezeichneter und interessanter Beitrag, wie mir Deine Posts allgemein
sehr gut gefallen (muß ja mal gesagt werden ;-) ).

Danke, Danke.

Ich wußte das noch gar nicht, was Du da schreibst. Irgendwann muß der
Lesbenring aber seine Meinung geändert haben (Anweisung vom Politbüro oder
Führerinnenbefehl?), wenn Du
das
hier
liest.

Konnte dort nichts zum Lesbenring finden.

Ansonsten sagten die Maedels ja damals: Es soll ein Denkmal nur fuer
Schwule geben. Dazu kommt dann noch ziemlich viel geseier von
wegen wie Schwule und Lesben doch "unterschiedlich" vom Naziterror
und Vergasung betroffen waren. Natürlich ohne klar zu sagen,
dass Lesben eben genau garnicht als solche von irgendwelcher
Unterdrückung betroffen waren.

Ja Maren, sie wurden "totgeschwiegen". Ist ja entsetzlich.

(mich entsetzt eher die vüllige Masslosigkeit von Menschen wie
Maren Kroymann - letzendlich verlangt sie, dass Opfer die getötet
wurden nicht anders behandelt werden als Opfer, deren Opfertum
im "ignorier werden" besteht.

Aber bekanntlich - siehe einschlägige Frauenhausdefinitionen - gilt
"hartnäckiges ignorieren" gegenüber Frauen ja als Gewalt, denn
"Gewalt ist, was Frau für sich als Gewalt definiert".
So gesehen ists ja dann verständlich, nicht?)

Emma argumentiert uebrigens, Lesbische Frauen seien sehr wohl verfolgt
worden, u.a. deswegen, weil sie im KZ oder Zuchthaus (wohlgemerkt: in
das sie eben NICHT wegen ihrer sexuellen Orientierung verbracht wurden)
als "lesbisch" in der Kartei gefuehrt wurden.


Hmm. Mir wurde schon überzeugend versichert, daß in solchen Karteien auch
Merkmale wie "norwegisch", "französisch", "dunkelhaarig" oder
"kleinwüchsig" vermerkt wurden. Weia, alles prinzipiell Verfolgte?

Ja. Und schlimmer noch, die Verfolgung hält auch heute noch an.


Um's mal klar zu sagen: Sicherlich war der Umgang auch mit Lesben
im dritten Reich aus heutiger perspektive nicht wünschenswert.

Nur reden wir hier von einem Kontext, der Millionen von ermordeten
Juden, nicht-arischen (so definierten) "Untermenschen", politischen
Oppositionellen, homosexuellen Männern umfasst.

Ausserdem Millionen von an den Fronten verheizten Männern der
eigenen Bevölkerung - von den Kriegstoten der Russen will ich lieber
gar nicht erst sprechen, bei den Zahlen kann man einfach nur noch
kotzen.

Da ists natürlich ganz wichtig, dass auch die nichtvorhandene
Verfolgung der Lesben in einem eigenen Mahnmal gewürdigt wird.

Oder halt "gleichberechtigt" in einem gemeinsamen Mahnmal für die
Verfolgten homosexuellen "Männer und Frauen" im dritten Reich.

Und als nächstes dann gleich ein Mahnmal für die unterdrückten
und verfolgten Normalbürger der DDR. Ich meine jetzt nicht die Mauertoten
oder tatsächlich Inhaftierte, Bespitzelte - sondern einfach alle, deren
zweifellos auch vorhandes nicht-gesellschaftskonformen Verhalten
zunächst offiziell ignoriert wurde. Soll sogar vorgekommen sein, dass
von Leuten mit "auffälligem" nicht-sozialistischem Verhalten verlangt
wurde, dies zu ändern. Und bestimmt wurde, wenn so jemand später aufgrund
einer Straftat mal inhaftiert worden sein sollte, in dessen Akte
auch festgehalten "hat sich im marxismus-leninismus-Unterrich kritisch
zum realexistierenden Sozialismus geäussert".

Also: Ganz klare Verfolgung des Mehrheitsbürgers in der DDR. Natürlich
tatsächlich, ohne Ironie.

Fragt sich halt, wie man damit nun umgeht. Ganz sicher nicht so, dass
man so tut als seien sowieso alle gleich Opfer gewesen (und die Frauen
ja sowieso doppelt, denn die werden ja zusätzlich vergewaltigt. Oder könnten
jedenfalls vergewaltigt werden. Oder halt ignoriert).

Gefühlt aber absolut. Was heißt mindestens genauso, vielfach mehr!! Knast
oder Genickschuß geht ja noch, aber einfach so unsichtbar gemacht zu
werden, das ist wirkliches Leid.

Ja. Man muss ja auch die vielfach höheren Opferzahlen bedenken.

Denn wärend homosexuelle Männer einfach vergast wurden, wurden
die unterdrückten homosexuellen Frauen ja perfiderweise gezwungen,
mit ihrem Opferschicksal weiterzuleben.

(nein, ich setze prinzipiell keine Sarkasmus-Tags).

Das hat was von Hillary &#8220;Women have always been the primary

victims of

war.&#8221;

Genau, Liebes. Frauen sind die Hauptopfer, weil nur Maenner an den
Fronten verheizt werden. Is klar.


Hast Du 'ne Quelle zu diesem Zitat?

Sicher. Die Quelle ist eine Rede vom 17. November 1998 bei einer
Konferenz zum Thema "häusliche Gewalt", San Salvador.

http://clinton3.nara.gov/WH/EOP/First_Lady/html/generalspeeches/1998/19981117.html

Daraus:

"Women have always been the primary victims of war. Women lose their husbands, their fathers, their sons in combat. Women often have to flee from the only homes they have ever known. Women are often the refugees from conflict and sometimes, more frequently in today?s warfare, victims. Women are often left with the responsibility, alone, of raising the children."

Also: Frauen sind die Hauptopfer. Das ist so, weil Frauen (im Gegensatz
zu Männern) eben nicht direkt zu Opfern werden.
Deswegen müssen Frauen (die Hauptopfer) das grausige Schicksal ertragen,
dass ihre Männer, Väter und Söhne Opfer werden.

Damit sind Frauen die Hauptopfer. Habt ihr mitgezählt? Frauen sind,
schon allein durch abkratzende Männer, gleich dreifach betroffen.

Im Gegensatz ist so ein Mann, der an irgendeiner Front verheizt wird,
ja maximal einfach betroffen.

Frauen sind ausserdem die Hauptopfer, weil sie ja vor Kriegen flüchten
müssen.

Im Gegensatz zu den Männern - die werden vor die Wahl gestellt,
an die Wand gestellt zu werden oder aber die Flucht der Frauen
als Kombattanten zu decken (keine Opferbetroffenheit der Männer,
denn: Männer wollen das ja so. Bekanntlich wird die Aufrechterhaltung
der Wehrpflicht ja von "den Männern" betrieben. Frauen haben ja kein
Stimmrecht, das entscheiden ja genau die Männer, die von der Wehrpflicht
im Ernstfall betroffen wären, ganz für sich alleine. Is klar).

Schliesslich und endlich sind Frauen ja gezwungen, ihre Kinder ganz
alleine zu erziehen - die Väter hingegen sind nicht halb so betroffen,
die sind ja einfach tot.

mfg

Nun doch: Denkmal für homosexuelle Naziopfer auch für Lesben

Gismatis, Basel, Donnerstag, 07.06.2007, 05:02 (vor 4855 Tagen) @ Max

... die wollen doch dem Röhm nicht ernsthaft ein Denkmal setzen?
Das wäre ja noch schöner! Mahnmal für schwule Nazis, die Opfer der Nazis
geworden sind?

Wo soll das alles noch hinführen? - Max

Ich bezweifle, dass die bei der Planung des Denkmals ausgerechnet an Röhm gedacht haben.

Gismatis

--
www.subitas.ch

Nun doch: Denkmal für homosexuelle Naziopfer auch für Lesben

Garfield, Dienstag, 05.06.2007, 13:01 (vor 4857 Tagen) @ chrima

Hallo Chrima!

Soweit mir bekannt wurde keine einzige Lesbe verfolgt weil sie Lesbe war.Verboten und bestraft wurden nach meinem Informationsstand nur die männliche Homosexualität.

Zumindest war es gesetzlich im Dritten Reich nicht möglich, Lesben aufgrund ihrer Homosexualität vor Gericht zu bringen. Der Paragraph gegen Homosexualität richtete sich explizit nur gegen männliche Homosexuelle.

Vereinzelt sollen auch Lesben verurteilt worden sein, dann aber mit anderen Begründungen. Das kam aber sehr selten vor. Es soll im Dritten Reich sogar regelrechte Lesben-Parties gegeben haben.

Freundliche Grüße
von Garfield

Nun doch: Denkmal für homosexuelle Naziopfer auch für Lesben

Gismatis, Basel, Donnerstag, 07.06.2007, 05:05 (vor 4855 Tagen) @ Garfield

Hallo Garfield

Vereinzelt sollen auch Lesben verurteilt worden sein, dann aber mit
anderen Begründungen. Das kam aber sehr selten vor. Es soll im Dritten
Reich sogar regelrechte Lesben-Parties gegeben haben.

Ein Bild davon vermittelt der sehenswerte Film Aimée und Jaguar. Während der Mann an der Front ist, feiert die (heimlich lesbische) Ehefrau mit ihren Freundinnen ausgelassene Partys.

Gruß, Gismatis

--
www.subitas.ch

Hier die offizielle Stellungnahme der Bundesregierung

Christine ⌂, Dienstag, 05.06.2007, 17:03 (vor 4857 Tagen) @ chrima

http://www.bundesregierung.de

Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

"REGIERUNGonline" - Wissen aus erster Hand

Kulturstaatsminister Bernd Neumann erzielt Einigung beim Denkmal für die im
Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen

Kulturstaatsminister Bernd Neumann ist es bei einem heutigen Treffen im
Kanzleramt gelungen, völliges Einvernehmen beim Denkmal für die im
Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen zu erzielen.

An den Planungen waren der Lesben- und Schwulenverband, die Initiative "Der
homosexuellen Opfer gedenken" sowie das mit dem Entwurf beauftragte Künstlerduo
Elmgreen und Dragset beteiligt. In den Diskussionsprozess waren ebenfalls die
zuständigen Verantwortlichen aus allen Bundestagsfraktionen einbezogen.

Laut Bundestagsbeschluss vom 12. Dezember 2003 soll das Denkmal die verfolgten
und ermordeten Opfer ehren, die Erinnerung an das Unrecht wach halten und ein
beständiges Zeichen gegen Intoleranz, Feindseligkeit und Ausgrenzung gegenüber
Schwulen und Lesben setzen.

Das Künstlerduo Elmgreen und Dragset hatte seinen prämierten Entwurf überzeugend
weiterentwickelt. Im Nationalsozialismus konzentrierte sich die Verfolgung
aufgrund von Homosexualität auf Männer. Dafür steht das Startvideo eines
küssenden Männerpaares. Der nunmehr beabsichtigte Videowechsel im
Zwei-Jahres-Rhythmus gestattet es aber auch, Bilder von Frauen zu zeigen, und
damit den Blick besonders auf die dritte Aufgabe des Gedenkortes zu lenken, für
die heutige Zeit ein Zeichen gegen Ausgrenzung von Schwulen und Lesben zu setzen.
Dieser Vorschlag wird auch der jüngsten Kritik gerecht, dass die Lesben bei dem
bisherigen Entwurf ausgegrenzt seien.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann erklärte: "Mit der Errichtung eines zentralen
Denkmals in der Bundeshauptstadt wird entsprechend dem Beschluss des Deutschen
Bundestags nun auch der homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus öffentlich
gedacht. Mit diesem künstlerischen Entwurf ist eine würdige Form der Erinnerung
an diese Opfer gefunden worden."

Das Denkmal, das noch in diesem Jahr fertiggestellt werden soll, hat die Form
eines Kubus, in dessen Ecke ein Fenster eingeschnitten ist. Der Betrachter blickt
hier auf eine projizierte Filmsequenz. Das Denkmal wird am südlichen Rand des
Tiergartens errichtet. Für die Finanzierung hat die Bundesregierung Mittel in
Höhe von insgesamt 600.000 Euro zugesagt. Das Land Berlin stellt den Standort für
das Denkmal zur Verfügung.

Presse- und Informationsamt der
Bundesregierung
E-Mail: InternetPost@bundesregierung.de <mailto:InternetPost@bundesregierung.de>
Internet: http://www.bundesregierung.de/ <http://www.bundesregierung.de/>

Dorotheenstr. 84
D-10117 Berlin
Telefon: 01888 / 272 - 0
Telefax: 01888 / 272 - 2555

--
Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein

Hier die offizielle Stellungnahme der Bundesregierung

Der_Quixote ⌂ @, Olpe, Donnerstag, 07.06.2007, 03:23 (vor 4855 Tagen) @ Christine

http://www.bundesregierung.de

Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

"REGIERUNGonline" - Wissen aus erster Hand

Kulturstaatsminister Bernd Neumann erzielt Einigung beim Denkmal für die
im
Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen

Kulturstaatsminister Bernd Neumann ist es bei einem heutigen Treffen im
Kanzleramt gelungen, völliges Einvernehmen beim Denkmal für die im
Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen zu erzielen.

An den Planungen waren der Lesben- und Schwulenverband, die Initiative
"Der
homosexuellen Opfer gedenken" sowie das mit dem Entwurf beauftragte
Künstlerduo
Elmgreen und Dragset beteiligt. In den Diskussionsprozess waren ebenfalls
die
zuständigen Verantwortlichen aus allen Bundestagsfraktionen einbezogen.

Laut Bundestagsbeschluss vom 12. Dezember 2003 soll das Denkmal die
verfolgten
und ermordeten Opfer ehren, die Erinnerung an das Unrecht wach halten und
ein
beständiges Zeichen gegen Intoleranz, Feindseligkeit und Ausgrenzung
gegenüber
Schwulen und Lesben setzen.

Das Künstlerduo Elmgreen und Dragset hatte seinen prämierten Entwurf
überzeugend
weiterentwickelt. Im Nationalsozialismus konzentrierte sich die
Verfolgung
aufgrund von Homosexualität auf Männer. Dafür steht das Startvideo eines
küssenden Männerpaares. Der nunmehr beabsichtigte Videowechsel im
Zwei-Jahres-Rhythmus gestattet es aber auch, Bilder von Frauen zu zeigen,
und
damit den Blick besonders auf die dritte Aufgabe des Gedenkortes zu
lenken, für
die heutige Zeit ein Zeichen gegen Ausgrenzung von Schwulen und Lesben zu
setzen.
Dieser Vorschlag wird auch der jüngsten Kritik gerecht, dass die Lesben
bei dem
bisherigen Entwurf ausgegrenzt seien.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann erklärte: "Mit der Errichtung eines
zentralen
Denkmals in der Bundeshauptstadt wird entsprechend dem Beschluss des
Deutschen
Bundestags nun auch der homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus
öffentlich
gedacht. Mit diesem künstlerischen Entwurf ist eine würdige Form der
Erinnerung
an diese Opfer gefunden worden."

Das Denkmal, das noch in diesem Jahr fertiggestellt werden soll, hat die
Form
eines Kubus, in dessen Ecke ein Fenster eingeschnitten ist. Der Betrachter
blickt
hier auf eine projizierte Filmsequenz. Das Denkmal wird am südlichen Rand
des
Tiergartens errichtet. Für die Finanzierung hat die Bundesregierung Mittel
in
Höhe von insgesamt 600.000 Euro zugesagt. Das Land Berlin stellt den
Standort für
das Denkmal zur Verfügung.

Presse- und Informationsamt der
Bundesregierung
E-Mail: InternetPost@bundesregierung.de
<mailto:InternetPost@bundesregierung.de>
Internet: http://www.bundesregierung.de/ <http://www.bundesregierung.de/>

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Telefax: 01888 / 272 - 2555

An InternetPost@bundesregierung.de <InternetPost@bundesregierung.de>

Liebe Damen , Herren, Bundesregierung,

mit gesteigertem Interesse verfolge ich die Debatte um ein geplantes Homosexuellendenkmal in Berlin, am Rande des Tiergartens.
Was ich zur Rede bringen möchte, ist erstens, dass der Bezug Homosexuell, - Tier-garten diskriminierend erscheinend mag.
Zweitens, dass für einen Stein 600 000 ? bezahlt werden sollen, wo die Misere der öffentlichen Kassen ja ein um den anderen Tag durch die Presse geistert und ich hiermit für den Spottpreis von 100 000 ? einen doppelt so grossen Stein, mit gar zwo Videoschirmen anbieten kann. Drei Videoschirme, jeweils mit sich küssenden Männern, Frauen, sowie Männern mit Frauen, , wären gegen einen geringen Aufpreis denkbar.

MfG
Frank Ossig
An der Nusshecke 3
57462 Olpe/Westf.

Nun doch: Denkmal für homosexuelle Naziopfer auch für Lesben

Gismatis, Basel, Donnerstag, 07.06.2007, 05:00 (vor 4855 Tagen) @ chrima

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Soweit mir bekannt wurde keine einzige Lesbe verfolgt weil sie Lesbe war.
Verboten und bestraft wurden nach meinem Informationsstand nur die
männliche Homesexualität.
Hat das laute Rumgejammer des sich mal wieder diskriminiert fühlenden
Femipacks mal wieder gelohnt?
Fragt sich
chrima

Aber hast du denn nicht gewusst, dass Lesben mindestens doppelt diskriminiert wurden und werden, als Frau und als Lesbe? Während Schwule wenigstens von ihren männlichen Privilegien profiteren konnten. Also waren trotz einseitiger Verfolgung männlicher Homosexuellen Lesben dennoch mindestens ebenso benachteiligt. Ist doch logisch, oder?

Gruß, Gismatis

--
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