Wenn der Mensch zur MenschIn wird - oder:

Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

How much »equality« the country can stand?

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Selbstbild des Feminismus und seine Widersprüche (Feminismus)

Werner ⌂ @, Sonntag, 21.07.2013, 19:22 (vor 2166 Tagen)

Der Schutz eines geschönten feministischen Selbstbildes hat eine lange Tradition, die sich beispielsweise in den beliebten treuherzigen Versicherungen äußert, dass Feminismus nichts mit Männerfeindschaft zu tun habe. Schon Alice Schwarzer schreibt am Ende ihres Klassikers "Der kleine Unterschied und seine großen Folgen":
"Frauen und Männer sind nicht auf verschiedenen Terrains lebende Rassen oder Völker, sondern ineinander verkettete Geschlechter. (…) Das nur zur Richtigstellung, weil dieses alberne Geschwätz von der 'Emanzipation ohne Männer' kein Ende nehmen will…" (S. 236)
Das schreibt Schwarzer, nachdem sie zuvor auf etwa 230 Seiten lang versichert hat, dass eine Gleichberechtigung in einer Beziehung mit Männern unmöglich sei, dass Männer und Frauen auf verschiedenen Sternen lebten, dass Männer Frauen unablässig Gewalt antäten, sie vergewaltigten, usw. usw. Wenn ihr aber schwant, dass das dadurch entstehende Bild ihres Feminismus hässlich ausschauen könnte, kann das selbstverständlich nur am missgünstigen Blick ihrer Kritiker liegen, deren Geschwätz nicht ernst zu nehmen sei. Wie andere Schwarzer und ihren Feminismus sehen, hat sie selbst zu bestimmen und niemand sonst.

Eben das hat sich in Selbstbeschreibungen vieler Feministinnen über die Jahrzehnte hinweg konserviert: Die zivile Selbstverständlichkeit, dass sie von anderen anders wahrgenommen werden, als sie sich selbst wahrnehmen oder als sie wahrgenommen werden möchten, wird von ihnen als Skandal präsentiert, als illegitime Zumutung, als Durchsetzung von Herrschaftsansprüchen. Dafür, wie sinnlos es gleichwohl ist, sozialen Signale und öffentliche Diskussionen mit privaten, exklusiven Deutungsansprüchen zu besetzen, liefert eine einstmals für den Grimme-Online-Award vorgeschlagene feministische Webseite, die der "Mädchenmannschaft".

Auf der Feier zu ihrem fünfjährigen Bestehen waren dort Feministinnen der Berliner Slutwalks und "Critical Whiteness"-Feministinnen aufeinander geprallt. Zum Slutwalk erklärt das Blog "Robins Urban Life Stories" in gewohnter Manier:
"Slutwalk? Dahinter steckt die Idee, als Frau jederzeit so rumlaufen zu dürfen, wie es einem beliebt, ohne angepöbelt, angepackt oder vergewaltigt zu werden."
In diesem Sinne sind doch eigentlich alle Slutwalkerinnen, und es ist kaum verständlich, wie diese Haltung zu Konflikten führen konnte. Die "Sluts" ("Schlampen") jedenfalls hatten sich bei einem Slutwalk islamkritisch Burkas angemalt. "Critial Whiteness"-Feministinnen jedoch, die sich selbst als anti-rassistisch verstehen, hatten das mit dem "Blackfacing" assoziiert, bei dem sich weiße Schauspieler - meist zur Belustigung des Publikums, oft auch, weil das Ensemble keine schwarzen Schauspieler beschäftigt - schwarze Gesichter aufmalen, und die Critical Whiteness-Fraktion hatte daher die Slutwalk-Fraktion des Rassismus beschuldigt.

Beide Seiten bestanden auf ihrer exklusiven Deutungshoheit über die sozialen Signale, die im Mittelpunkt der Diskussion standen - und da so keine gemeinsame Basis eines Gesprächs möglich war, brach die "Mädchenmannschaft" pünktlich zu ihrem Ehrentag auseinander. Mit Andersens Märchen gesprochen standen sich hier zwei nackte Kaiserinnen gegenüber, die sich empört darüber stritten, wer von ihnen die schöneren Kleider trägt.

http://man-tau.blogspot.de/2013/07/aber-die-kaiserin-hat-ja-gar-nichts.html

Es bleibt dabei:
* Keine Inhalte
* Keine Argumene
Nur viel heiße Luft, alles Inszenierungen, Widersprüchlichkeiten ohne Ende und wenn sie nicht mehr weiter wissen, ziehen sie sich aus.

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Ich will, dass der Femiwahn aufhört in Deutschland, und zwar Dalli!

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