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Russland: Gesetzentwurf einer FRAU: Erzieherische Gewalt gegen Frauen nur noch Ordnungswidrigkeit (Allgemein)

Die Fluchbegleiterin @, Donnerstag, 19.01.2017, 13:42 (vor 881 Tagen)

Schläge als Mittel zu Erziehung?

Moskau. Im Parlament in Moskau soll ein Gesetz verabschiedet werden, das Gewalt in Familien nicht mehr als Straftat behandelt, sondern lediglich als Ordnungswidrigkeit abtut. Warum? Wegen der Familientradition, argumentiert eine Abgeordnete.

Schläge auf den Hintern, eine Ohrfeige - wer in Russland seine Frau, Kinder oder andere Angehörige verprügelt, wurde bislang mit Haft von bis zu zwei Jahren bestraft. Nun könnte sich das ändern. Denn wenn es nach der konservativen Abgeordneten Jelena Misulina geht, verschlechtert ein Gefängnisaufenthalt wegen eines «Klapses» lediglich das Familienklima. «Das ist ein familienfeindlicher Zustand», argumentierte sie im Parlament. Denn: Schläge seien ein adäquates Mittel zur Erziehung - und entsprächen der russischen Familientradition.

Die Staatsduma diskutiert seit wenigen Tagen über eine Milderung des Strafmaßes bei Gewalt in Familien. Misulina, Vorsitzende des Familienausschusses, verteidigt ihr Vorhaben leidenschaftlich: «Wir wollen nicht, dass man zwei Jahre im Gefängnis sitzt, nur weil es einmal einen Klaps gegeben hat.»

Ihrer Ansicht nach hätten Eltern in vielen Fällen gar keine andere Wahl als die Kinder mit Gewalt auf den richtigen Weg zu bringen. «In Russland basieren die Familienwerte auf der Autorität der Eltern», sagt Misulina. Das neue Gesetz solle diese Tradition schützen.


Fast 40 Minuten stirbt eine Frau durch häusliche Gewalt in Russland

Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass Gewalt nicht mehr als Straftat behandelt, sondern lediglich als Ordnungswidrigkeit gewertet wird. Eine härtere Strafe soll nur dann verhängt werden, wenn die Schläge mehr als einmal im Jahr vorkommen oder körperliche Schäden sichtbar sind.

Nach Angaben der russischen Regierung werden nach der aktuellsten Statistik aus dem Jahr 2013 rund 40 Prozent der Körperverletzungen innerhalb der eigenen vier Wände verursacht. 36 000 Frauen leiden in Russland jeden Tag unter den Schlägen ihrer Männer, 26 000 Kinder werden täglich von ihren Eltern misshandelt.

Knapp alle 40 Minuten kommt eine Frau durch häusliche Gewalt ums Leben, insgesamt sterben deswegen pro Jahr in Russland zwischen 12 000 und 14 000 Frauen. Neuere offizielle Zahlen sind nicht bekannt - lediglich Schätzungen von Nichtregierungsorganisationen wie der Moskauer Initiative «Schwestern». Viele Fälle werden auch nicht bekannt, denn häusliche Gewalt ist in Russland ein absolutes Tabuthema.
"Viele Frauen akzeptieren jetzt schon die häusliche Gewalt und schweigen über ihr Schicksal"

Im Sommer vergangenen Jahres hatte Misulina den Vorschlag der Duma vorgelegt, nun feiert sie ihren ersten Erfolg: 368 der 450 Duma-Abgeordneten stimmen in erster Lesung für den Entwurf, die zweite Lesung ist am Freitag geplant. Die 62-Jährige wurde bereits mit einer anderen umstrittenen Gesetzesinitiative international bekannt: Sie war eine der treibenden Kräfte hinter dem Gesetz gegen sogenannte Homosexuellen-Propaganda. Zudem steht sie seit 2014 wegen ihres Engagements für die Einverleibung der ukrainischen Halbinsel Krim auf der EU-Sanktionsliste.

Für die neue Initiative erntet Misulina wieder heftige Kritik aus dem Ausland - und bekommt gleichzeitig Rückenwind aus den eigenen Reihen. Der Generalsekretär des Europarates, Thorbjörn Jagland, appellierte in einem Brief an die Duma, dass ein derartiges Gesetz ein klarer Rückschritt für Russland sei und den weltweiten Bemühungen gegen häusliche Gewalt einen Schlag versetze. Daraufhin poltert der Parlamentsvorsitzende, Wjatscheslaw Wolodin, dass dies ein «inakzeptabler Druck» auf innere Angelegenheiten sei.

Doch auch viele russische Beobachter finden, dass das Gesetz eindeutig zu weit geht. Nach Meinung der Hilfsorganisation «Schwestern» würde ein derartiges Gesetz die Hemmschwelle für Opfer nur noch weiter anheben, in der Öffentlichkeit über die Misshandlungen zu sprechen. «Viele Frauen akzeptieren jetzt schon die häusliche Gewalt und schweigen über ihr Schicksal. Das neue Gesetz wird das nur noch schlimmer machen», sagt die Leiterin Olga Jurkowa der regierungskritischen Zeitung «Nowaja Gaseta».

Seit Misulinas Auftritt im Parlament verteilen Aktivisten regelmäßig Flyer und halten Plakate vor der Duma hoch. Darauf werden die Geschichten von misshandelten Frauen und Kindern erzählt, die seit Jahren ein brutales Martyrium durchmachen. Eine Petition gegen die Entkriminalisierung häuslicher Gewalt hat schon knapp 200 000 Unterstützer - trotzdem werden sie wohl machtlos sein.

http://www.nordbayerischer-kurier.de/nachrichten/schlage-als-mittel-zu-erziehung_546240

Die Dämonisierung der Familie hat auch Tradition

Mus Lim ⌂ @, Donnerstag, 19.01.2017, 14:49 (vor 881 Tagen) @ Die Fluchbegleiterin

Die Dämonisierung der Familie hat Tradition

Es ist zwar eine Tatsache, dass es in manchen Familien nicht gut läuft und Gewalt vorkommt. Fakt ist allerdings, dass in der weit überwiegenden Zahl von der Familie Schutz ausgeht und keine Gewalt.

Der Vater wird als böse und gewalttätig diffamiert, aber wer schützt die Kinder in den Schulen vor gewalttätigen Zugewanderten? Der linksgrün-versiffte Lehrkörper? Die feministischen LehrerInnen? Die bekopftuchten KindergärtnerInnen?

s_tisch-beissen

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Die Dämonisierung der Familie hat auch Tradition

roser parks ⌂ @, Donnerstag, 19.01.2017, 18:37 (vor 881 Tagen) @ Mus Lim

Die Dämonisierung der Familie hat Tradition

Es ist zwar eine Tatsache, dass es in manchen Familien nicht gut läuft und Gewalt vorkommt. Fakt ist allerdings, dass in der weit überwiegenden Zahl von der Familie Schutz ausgeht und keine Gewalt.

Prof. Dr. Egon Flaig zum Thema Sklaverei und deren sozialen Ursachen.

https://youtu.be/Pe-Gn1nOV4A?t=796

Prof. Dr. Egon Flaig, Historiker, Universität Rostock: "Der Kampf um die Abschaffung der Sklaverei - ein kardinaler Konflikt zwischen Kulturen"

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rp ist ein Mitglied des spirituellen Flügels (Eisenhans) der erkennenden Männerbewegung.
(Die spielen Hase und Igel mit uns!)
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Der soziale Tod

Mus Lim ⌂ @, Donnerstag, 19.01.2017, 20:21 (vor 880 Tagen) @ roser parks

Danke an den aufmerksamen Leser! :-)

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Die Verteufelung der menschlichen Gemeinschaft

Rainer ⌂ @, ai spieg nod inglisch, Donnerstag, 19.01.2017, 21:04 (vor 880 Tagen) @ roser parks

Prof. Dr. Egon Flaig, Historiker, Universität Rostock: "Der Kampf um die Abschaffung der Sklaverei - ein kardinaler Konflikt zwischen Kulturen"

Der Kampf gegen die Menschen heißt Endsolidarisierung! Damit zerstört man das menschliche Dasein. Damit zerstört man den Widerstand. Der Einzelne ist wenig, nur in der Masse ist der Mensch stark. Die Entsolidarisierung erstickt den Widerstand im Keim.

Das Anprangern einer unliebsamen Meinung ist nichts anderes, als der Kampf eines Löwenrudels, das ein Opfer separiert, um es zu erlegen. Das Opfer wird von der Gemeinschaft getrennt. Bei den Menschen wird die Trennung durch den Nazivorwurf realisiert. Die Löwen verspeisen ihr Opfer wenigstens noch, haben also einen Nutzen daraus, während die Linken Fuzzies ihr Opfer in die Gosse treten.

Rainer

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Kazet heißt nach GULAG und Guantánamo jetzt Gaza
Mohammeds Geschichte entschleiert den Islam
Ami go home und nimm Merkel mit!

Kulturrevolution (1966-1976)

Mus Lim ⌂ @, Freitag, 20.01.2017, 03:32 (vor 880 Tagen) @ roser parks

Kulturrevolution (1966-1976)

1966 startete Mao die große Proletarische Kulturrevolution durch seine Unterstützung kritischer Wandzeitungen und den Aufruf an Schüler, Studenten und Arbeiter, neu etablierte Gesellschaftsstrukturen zu brechen. Mit der Parole „Die Liebe zu Mutter und Vater gleicht nicht der Liebe zu Mao Zedong“ forderte er Kinder auf, ihre Eltern als „Konterrevolutionäre“ oder „Rechtsabweichler“ zu denunzieren – wie überhaupt die Förderung der Denunziation eines von Maos wirksamsten Herrschaftsinstrumenten war. Das erklärte Ziel der Kampagne war die Beseitigung reaktionärer Tendenzen unter Parteikadern, Lehrkräften und Kulturschaffenden. In Wirklichkeit sollte durch das entstehende Chaos die erneute Machtergreifung Mao Zedongs und die Beseitigung seiner innerparteilichen Gegner, insbesondere Liu Shaoqi, erreicht werden, was Mao mit Hilfe von Lin Biao und der Viererbande auch gelang. Seine innerparteilichen Gegner wurden wegen Landesverrats verhaftet, getötet oder durch körperliche Arbeit „resozialisiert“. Die im Zuge der Revolution aufgehetzten Jugendlichen schlossen sich zu sogenannten Roten Garden zusammen. In der Folgezeit schwänzten die Jugendlichen Schulen und Universitäten, töteten und misshandelten zahlreiche Menschen, insbesondere Menschen mit Bildung (Lehrer, Ärzte, Künstler, Mönche, Parteikader), zerstörten Kulturdenkmäler, Tempel, Bibliotheken und Museen, bekämpften sich untereinander und störten die öffentliche Ordnung nachhaltig.

Es sieht so aus, als wolle man hier Maos Vorbild folgen. Guckst Du:

* Hadmut Danisch: Gender-Studies: Bürgerkrieg im Hörsaal, Ansichten eines Informatikers am 13. Januar 2017
* Hadmut Danisch: Wer hat eigentlich die Gewalt an deutschen Universitäten?, Ansichten eines Informatikers am 20. Januar 2017
* http://de.wikimannia.org/Michael_Dick

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