Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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roser parks

25.05.2012, 20:11
 

Israelischer Minister weigert Händedruck mit belgischer Amtskollegin (Projekte)

Thread schreibgesperrt

Israelischer Minister weigert Händedruck mit belgischer Amtskollegin

...„Das ist bereits zum zweiten Mal in meiner Praxis passiert, dass ein Minister sich weigert, mir meine Hand nur deswegen zu drücken, weil ich eine Frau bin. Der erste war Iraner, der zweite – der Minister des israelischen Gesundheitswesens hier in Genf“, erzählte Onkelinx, ...

http://german.ruvr.ru/2012_05_24/75861367/

Gismatis(R)

Basel,
25.05.2012, 20:28

@ roser parks

Israelischer Minister weigert Händedruck mit belgischer Amtskollegin

 

Was von ihr natürlich als Frauenfeindlichkeit interpretiert wird. Dabei dürfen die Ehefrauen dieser Männer wahrscheinlich auch keine Männerhände schütteln. Zumindest dürfen sie keinem Mann außer dem Ehemann die Haare zeigen. Aber das gilt natürlich ebenfalls als frauenfeindlich.

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www.subitas.ch

knn(R)

25.05.2012, 22:52

@ Gismatis

Warum Jüdinnen kein Kopftuch benutzen

 

» Zumindest dürfen sie keinem Mann außer dem
» Ehemann die Haare zeigen.

Nee, Jüdinnen lösen das Problem anders als Muslimas.

Um Haare nicht zu zeigen, lassen sie sich eine Perücke anfertigen, die genauso aussieht wie die eigenen Haare. Somit sind alle zufrieden: Die Jüdin und Elohim.

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IQ von Frauen, Frauen MÜSSEN Sexobjekte sein, Beispiele für Zensur, Schriftzeichen

Flint(R)

Homepage

25.05.2012, 23:54

@ roser parks

"Der Ministerins kindische Reaktion zeigt ihre Unwissenheit"

 

[image]
Yaakov Litzman

Google - Übersetzung:

Belgiens Gesundheitsministerin sagte, sie sei "zutiefst beunruhigt" über das Verhalten ihres israelischen Amtskollegen, Yaakov Litzman, nachdem die Haredi orthodoxe Pfarrer weigerte sich, ihre Hand auf einer Konferenz zu schütteln.

Litzman, Israels Vize-Minister für Gesundheit, gehört zur Haredi Torah-Judentum Partei und hält es verboten, die Mitglieder des anderen Geschlechts zu berühren.
...

"Der Ministerins kindische Reaktion zeigt ihre Unwissenheit", sagte Michael Freilich, Chefredakteur von Joods Actueel, Belgiens größter jüdischen Publikation, die auf der Geschichte berichtet. "Mr. Litzman Weigerung, Frau Onkelinx die Hand zu schütteln hatte nichts mit einem Blick auf Frauen oder Unreinheit zu tun. Ultra-Orthodoxe Frauen werden auch vom Berühren Mitglieder des anderen Geschlechts verboten. Es ist die Gewohnheit. Ein erfahrener Politiker hätte Kenntnis von dieser Sensibilität im Voraus haben. "

Quelle

Flint

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[image]
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Der Maskulist
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Familienpolitik

Gismatis(R)

Basel,
26.05.2012, 00:35

@ knn

Warum Jüdinnen kein Kopftuch benutzen

 

» Um Haare nicht zu zeigen, lassen sie sich eine Perücke anfertigen, die
» genauso aussieht wie die eigenen Haare.

Ich meinte mit den Haaren der Frauen natürlich deren eigene. Perücken sind einfach eine andere Lösung dessleben Problems. Die dritte Möglichkeit wäre Abrasieren. Ob das auch zählt?

---
www.subitas.ch

Red Snapper(R)

26.05.2012, 11:56

@ roser parks

Sollte man bei uns auch einführen

 

Zumindest bei Quotenministerinnen, die ihre Position allein auf Grund ihres Geschlechts haben.

Oliver(R)

26.05.2012, 12:12

@ Flint

"Der Ministerins kindische Reaktion zeigt ihre Unwissenheit"

 

Bei ihr kommen neben Unwissenheit noch viele andere Dinge zusammen:

[image]

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Liebe Grüße
Oliver


[image]

Rüdiger(R)

26.05.2012, 21:01

@ Flint

Die Bekloppten zweier Religionen können sich die Hände reichen (kT)

 
[ kein Text ]
Flint(R)

Homepage

26.05.2012, 21:03

@ Rüdiger

....sagt ein Atheist? (KT)

 
[ kein Text ]

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[image]
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Der Maskulist
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Familienpolitik

Rüdiger(R)

26.05.2012, 22:17

@ Flint

Nö.

 

Nö. Allenfalls ein Agnostiker, der unsicher ist in Bezug auf die letzten Dinge. Jedenfalls ist es für mich selbstverständlich, die allgemeinen Höflichkeitsformen zu wahren, egal was in irgendwelchen alten Büchern steht.

Moslems versuchen gern, ihre Regeln auch dem nichtmuslimischen Rest der Welt aufoktroyieren zu wollen. Ein Beispiel war vor einigen Jahren der fehlende Händedruck iranischer Parlamentarier und ihre Empörung, daß belgische Abgeordnete (nicht die Iraner) bei einem gemeinsamen Essen Wein trinken sollten:

http://marterpfahlverlag.blogspot.de/2011/02/die-ernuchterung.html

http://marterpfahlverlag.blogspot.de/2010/11/himmel-und-holle.html

http://www.preussische-allgemeine.de/nachrichten/artikel/schlechte-zeiten-fuer-schweine-und-hunde.html

... und jetzt sieht man eben überdeutlich, daß orthodoxe Juden auf dieselbe Art mehr als nur ein bißchen »daneben« sind - nur können sie sich weltweit eben nicht so durchsetzen.

Gruß, Rüdiger

Flint(R)

Homepage

27.05.2012, 08:44
(editiert von Flint, 27.05.2012, 08:53)

@ Rüdiger

Grenzen der Höflichkeit

 

» Nö. Allenfalls ein Agnostiker, der unsicher ist in Bezug auf die letzten
» Dinge.

Das ist ja in Ordnung.

» Jedenfalls ist es für mich selbstverständlich, die allgemeinen
» Höflichkeitsformen zu wahren,

Das ist normalerweise auch in Ordnung

» egal was in irgendwelchen alten Büchern steht.

Hier vertrittst Du keinen agnostischen Standpunkt, denn Du äußerst dich abwertetend über die alten Schriften. So, als wüßtest Du, daß es lediglich "irgendwelche" alten Bücher sind. Woher willst Du wissen, daß es sich bei all den alten Büchern nicht doch einmal um ein heiliges Buch handelt, wo es sehr wohl darauf ankommt, dem zu folgen was darin steht? Als Anostiker müßtest Du diese Möglichkeit offen lassen.

Deine herabwürdigende Äußerung ist genau an dieser Stelle nicht mehr nur 'allenfalls agnostisch' sondern bereits atheistisch.

Habe deine drei verlinkten Artikel gelesen und stimme dir da größtenteils zu. Man darf das aber nicht alles in einen Topf werfen.
Die Unverschämtheit, anderen Leuten in einem fremden Kulturkreis Regeln der eigenen Religion aufoktroyieren zu wollen, ist natürlich nicht zu akzeptieren. Andererseits verstehe ich auch, daß es für einen Moslem von der Ethik her problematisch bzw. unvereinbar werden kann, in einem Supermarkt Bierkästen einzuräumen (was er wahrscheinlich für die Elixiere des Teufels hält). ;-)
Dann soll man ihm eben andere Arbeiten geben (Z.B. Limo einräumen).

Er sollte meiner Meinung nach nicht hier im Westen leben, da hier an allen Ecken für ihn von der Religion her unvereinbare Sitten gepflegt werden.

Was die Höflichkeit angeht:

Es gibt Situationen da ist Höflichkeit fehl am Platze. Es handelt sich in diesen Fällen nämlich eigentlich nicht um Höflichkeit, sondern um political correctness. Es gibt Leute, die würden in den 3. Weltkrieg wandern weil es die pc gebietet, kein hartes Wort und keine harte Tat dagegen zu setzen.
Seit über 40 Jahren erdreisten sich Weiber, in die Politik zu gehen. Ich würd' sagen, das ist mehr als unhöflich. Da ist es weniger als angemessen, sie lediglich einmal unhöflich zu behandeln.

Mir ist Integrität wichtiger als Höflichkeit. Ich würde z.B. (um nochmal auf das Zusammenleben mit anderen religiösen Gruppen einzugehen) nicht an einer Feier teilnehmen wo für den Fleischverzehr Tiere geschächtet werden.

Es heißt: "Goldene Regeln sind jeweils im Kontext mit der jeweiligen Ethik zu sehen."

Und es heißt auch: "Druck erzeugt Gegendruck"

Deshalb ist folgendes logisch:

# Feministischer Druck erzeugt antifeministischen Gegendruck.

# Feministischer Frauen-rein-in-die-Politik-Druck- erzeugt antifeministischen Frauen-raus-aus-der-Politik-Gegendruck.


Schopenhauer z.B. sprach sich sehr für das pflegen von Höflichkeiten aus, aber er schrieb auch:

"Wir sollten uns gegenwärtig erhalten, daß die gewöhnliche Höflichkeit nur eine grinsende Maske ist: dann würden wir nicht Zeter schreien, wenn sie einmal sich etwas verschiebt, oder auf einen Augenblick abgenommen wird."

Gruß
Flint

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Der Maskulist
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Familienpolitik

Robert(R)

Homepage

München,
27.05.2012, 16:23

@ Flint

Grenzen der Höflichkeit

 

» Deine herabwürdigende Äußerung ist genau an dieser Stelle nicht mehr
» nur 'allenfalls agnostisch' sondern bereits atheistisch.

Ich finde es immer wieder interessant, wie gleich doch Religiöse, Ideologen, Esoteriker usw. zu argumentieren versuchen, wenn sie glauben, einen Angriff auf ihren ganz speziellen Glauben abwehren zu müssen ;-) Bis zum Schritt, den "anderen", den "Häretiker", den "Ungläubigen" etc. abzuwerten oder ihm sein "Menschsein" abzusprechen, ist da regelmässig nur nur noch ganz wenig nötig (wobei etablierte Ideologien diesen Schritt meist schon getan haben ...).
(Zugegeben: du scheinst mir von diesem Schritt noch relativ weit entfernt zu sein)

Zum Rest deines Artikels: volle Zustimmung!

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Wolfgang Gogolin "Diese Hymnen für Frauen erinnern an das Lob, das einem vierjährigen Kind zuteil wird, weil es endlich nicht mehr in die Hose kackt, sondern von allein aufs Töpfchen geht."

Flint(R)

Homepage

27.05.2012, 16:38

@ Robert

Grenzen der Höflichkeit

 

» Zum Rest deines Artikels: volle Zustimmung!

Wieso nur zum Rest? Dem oben zitierten Teil stimmst Du doch ebenfalls zu oder etwa nicht?

Flint

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Der Maskulist
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Familienpolitik

Robert(R)

Homepage

München,
27.05.2012, 17:04

@ Flint

Grenzen der Höflichkeit

 

» Wieso nur zum Rest? Dem oben zitierten Teil stimmst Du doch ebenfalls zu
» oder etwa nicht?

Du meinst deinen Absatz, auf den ich meinen Kommentar geschrieben hatte? Da wo es darum ging, daß ein Agnostiker zumindest akzeptieren müsse, daß ein alter Text auch "heilig" sein könnte, denn sonst sei er "schon" ein Atheist?

Nein. Dem stimme ich nicht zu. Ein "Agnostiker" ist jemand, der sagt, daß er nicht weiss ob es einen Gott (oder evtl. ein Leben nach dem Tode) gibt oder nicht. Manche Agnostiker behaupten, daß man das niemals wissen könne.
Dass man dazu uneingeschränkt "alte Bücher" als "potentiell heilig" zu akzeptieren habe, gehört m.M.n. nicht dazu.

---
Wolfgang Gogolin "Diese Hymnen für Frauen erinnern an das Lob, das einem vierjährigen Kind zuteil wird, weil es endlich nicht mehr in die Hose kackt, sondern von allein aufs Töpfchen geht."

Flint(R)

Homepage

27.05.2012, 18:22

@ Robert

Grenzen der Höflichkeit

 

» Dass man dazu uneingeschränkt "alte Bücher" als "potentiell heilig" zu
» akzeptieren habe, gehört m.M.n. nicht dazu.

Nein, nicht alle alten Bücher. Aber zu "wissen", daß keines dieser alten Bücher heilig sein kann, ist vermessen und unlogisch. Es hat meiner Meinung nach nichts mehr mit dem grundsätzlichen Zweifel und dem Bewußtsein des eigenen nicht-genügend-Wissens über die letzten Wahrheiten eines Agnostigers zu tun. Wer sich nicht sicher ist, ob es einen Gott gibt oder nicht, kann sich auch nicht über die Konsquenzen seiner Existenz oder Nichtexistenz sicher sein. Z.B. sich auf der einen Seite nicht sicher zu sein ob es einen Gott gibt oder nicht, sich aber auf der anderen Seite sicher zu sein, daß kein Gott die Welt erschaffen hat ist unlogisch (nicht folgerichtig).

Von der Bibel spricht man vom Wort Gottes.

Wer also nicht sicher ist ob es Gott gibt oder nicht, kann auch nicht wissen, daß kein Gott an der Schaffung eines Buches beteiligt war (z.B. durch Inspirierung des/der Verfasser).

Habe mal kurz gegoogelt und diese Seite gefunden: Die Entstehung der Bibel

Flint

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Der Maskulist
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Familienpolitik

Rüdiger(R)

28.05.2012, 22:50

@ Robert

Grenzen der Höflichkeit

 

» Nein. Dem stimme ich nicht zu. Ein "Agnostiker" ist jemand, der sagt, daß
» er nicht weiss ob es einen Gott (oder evtl. ein Leben nach dem Tode) gibt
» oder nicht. Manche Agnostiker behaupten, daß man das niemals wissen
» könne.
» Dass man dazu uneingeschränkt "alte Bücher" als "potentiell heilig" zu
» akzeptieren habe, gehört m.M.n. nicht dazu.

Na, Gott sei Dank! ;-) Wenn man auf jede religiöse Empfindlichkeit Rücksicht nähme, wäre ein friedliches und zivilisiertes Zusammenleben gar nimmer möglich.

Gruß, Rüdiger

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