Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

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Grenzen der Höflichkeit (Projekte)

verfasst von Flint(R) Homepage, 27.05.2012, 08:44
(editiert von Flint, 27.05.2012, 08:53)

» Nö. Allenfalls ein Agnostiker, der unsicher ist in Bezug auf die letzten
» Dinge.

Das ist ja in Ordnung.

» Jedenfalls ist es für mich selbstverständlich, die allgemeinen
» Höflichkeitsformen zu wahren,

Das ist normalerweise auch in Ordnung

» egal was in irgendwelchen alten Büchern steht.

Hier vertrittst Du keinen agnostischen Standpunkt, denn Du äußerst dich abwertetend über die alten Schriften. So, als wüßtest Du, daß es lediglich "irgendwelche" alten Bücher sind. Woher willst Du wissen, daß es sich bei all den alten Büchern nicht doch einmal um ein heiliges Buch handelt, wo es sehr wohl darauf ankommt, dem zu folgen was darin steht? Als Anostiker müßtest Du diese Möglichkeit offen lassen.

Deine herabwürdigende Äußerung ist genau an dieser Stelle nicht mehr nur 'allenfalls agnostisch' sondern bereits atheistisch.

Habe deine drei verlinkten Artikel gelesen und stimme dir da größtenteils zu. Man darf das aber nicht alles in einen Topf werfen.
Die Unverschämtheit, anderen Leuten in einem fremden Kulturkreis Regeln der eigenen Religion aufoktroyieren zu wollen, ist natürlich nicht zu akzeptieren. Andererseits verstehe ich auch, daß es für einen Moslem von der Ethik her problematisch bzw. unvereinbar werden kann, in einem Supermarkt Bierkästen einzuräumen (was er wahrscheinlich für die Elixiere des Teufels hält). ;-)
Dann soll man ihm eben andere Arbeiten geben (Z.B. Limo einräumen).

Er sollte meiner Meinung nach nicht hier im Westen leben, da hier an allen Ecken für ihn von der Religion her unvereinbare Sitten gepflegt werden.

Was die Höflichkeit angeht:

Es gibt Situationen da ist Höflichkeit fehl am Platze. Es handelt sich in diesen Fällen nämlich eigentlich nicht um Höflichkeit, sondern um political correctness. Es gibt Leute, die würden in den 3. Weltkrieg wandern weil es die pc gebietet, kein hartes Wort und keine harte Tat dagegen zu setzen.
Seit über 40 Jahren erdreisten sich Weiber, in die Politik zu gehen. Ich würd' sagen, das ist mehr als unhöflich. Da ist es weniger als angemessen, sie lediglich einmal unhöflich zu behandeln.

Mir ist Integrität wichtiger als Höflichkeit. Ich würde z.B. (um nochmal auf das Zusammenleben mit anderen religiösen Gruppen einzugehen) nicht an einer Feier teilnehmen wo für den Fleischverzehr Tiere geschächtet werden.

Es heißt: "Goldene Regeln sind jeweils im Kontext mit der jeweiligen Ethik zu sehen."

Und es heißt auch: "Druck erzeugt Gegendruck"

Deshalb ist folgendes logisch:

# Feministischer Druck erzeugt antifeministischen Gegendruck.

# Feministischer Frauen-rein-in-die-Politik-Druck- erzeugt antifeministischen Frauen-raus-aus-der-Politik-Gegendruck.


Schopenhauer z.B. sprach sich sehr für das pflegen von Höflichkeiten aus, aber er schrieb auch:

"Wir sollten uns gegenwärtig erhalten, daß die gewöhnliche Höflichkeit nur eine grinsende Maske ist: dann würden wir nicht Zeter schreien, wenn sie einmal sich etwas verschiebt, oder auf einen Augenblick abgenommen wird."

Gruß
Flint

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Der Maskulist
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