Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

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Liste Lila Pudel 121-130 (Projekte)

verfasst von Oberkellner(R), 24.06.2012, 20:23

LP 121 Claudius Seidl, geboren 1959 in Würzburg (Bayern), studierte Theater- und Poli-tikwissenschaften sowie Volkswirtschaft in München, Publizist und Filmkritiker, ab 2001 für das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zuständig - http://reporter-forum.de/typo3temp/pics/a197ccb62d.jpgd

30.05.2011 • Ist Männlichkeit ein bedrohtes Kulturgut? Und was nutzt all das Zürnen und Jam-mern? Die Ökonomie wird schon dafür sorgen, dass die Frauen immer männlicher und Männer weiblicher werden.
Nach dem Herbst des Patriarchen nun der November für den Mann. Gibt es einen, gibt es zwei Ret-tungsschirme?
Waren das tatsächlich die Nachrichten der vergangenen Woche – oder haben die Zeitungen womög-lich einen Roman aus dem Paris des ancien regime nacherzählt, eine Novelle aus dem Wien der vorletzten Jahrhundertwende, einen fiktionalen Text also, bisschen trivial und schwülstig: eine sehr, sehr altmodische Männerphantasie, welche, wenn man sie sich bildhaft vorzustellen versuchte, noch nicht einmal das Format von Pasolinis „Decamerone“ hätte. Eher sähe sie so aus wie der Maskenball in Stanley Kubricks „Eyes Wide Shut“, so falsch und pompös, verklemmt und ungeheuer alt-herrenhaft.
Da sind also hundertfünfzig deutsche Handelsvertreter nach Budapest gefahren, haben sich, wie eine Frau, die dabei war, einer Zeitung berichtet hat, zwischen den eklektizistischen Säulen des Gel-lert-Bades erst Mut angetrunken, dann aber, erhitzt vom Alkohol und den Dämpfen des Thermal-bads alle Hemmungen abgelegt – und bei der Orgie, die dann gefeiert worden sei, habe man, dank gelber, roter und weißer Armbänder sehen können, welche der Damen zu welchen Dienste bereit war. Man habe sich in Himmelbetten mit Vorhängen drumherum zurückziehen können; davor habe jedes Mädchen noch schnell einen Stempel auf die Haut bekommen.
Blick und Macht
Kann es wirklich sein, denkt man sich beim Lesen der Zeitungskunde, dass diese Männer und die Leute in den Chefbüros der Versicherung, wo das alles organisiert und schließlich auch gezahlt wurde, kann es wirklich sein, dass sie alle glaubten, man müsse nur nach Budapest fahren, um die Zeit, das Genre und die Realitätsebene zu wechseln? Haben sie, bloß weil es vier Jahre dauerte, bis sich die Sache herumsprach, wirklich geglaubt, sie kämen damit davon?
Hat ihnen keiner gesagt, dass dies das 21. Jahrhundert ist, jene Gegenwart also, in der man, so als halbwegs erwachsener Mann, zwar noch immer die Versuchung spürt, jene riesigen Plakate anzu-glotzen, auf welchen in diesen Tagen sehr hübsche, sehr junge Frauen für sehr knappe Bikinis der Marke H&M werben. Was man aber selbstverständlich bleiben lässt, weil so ein Starren und Glotzen ungefähr so unangemessen wäre, wie wenn man rauchte in der U-Bahn oder sich zur morgendlichen Lagebesprechung im Chefbüro eine Flasche Bier mitbrächte: Es wäre blöder male chauvinism, der Blick allein etablierte schon das falsche Machtverhältnis. Und eine verdammte Unhöflichkeit gegenüber all den Frauen, die, während sie an diesen Plakaten vorübergehen, Schuhe, Hosen und ein Jackett tragen, wäre es sowieso.
Früher hätte man sich beim Anblick dieser Plakate gedacht: Was für eine Verschwendung, diese Bilder in den schönen Mai hineinzuhängen. Im grauen November wären diese Farben, die Formen und das Lächeln doch ein viel wertvollerer Trost.
Heute wissen wir, dass wir im November der Männer leben.
Es in den vergangenen Wochen ziemlich viel durcheinandergeraten im Gespräch über Sex und Macht, Zwang und Käuflichkeit – und weil die meisten und die lautesten, die dazu eine Meinung hatten, Männer waren, klang es so oft wie Verschleierung und Verharmlosung, wie Erklärung und Entschuldigung. Vor allem aber klang es so, als wären die Männer noch immer an der Macht; und als ob diese Macht sich noch retten ließe.
Angriff auf den sexistischen Blick
Man sieht aber nicht ganz klar, wenn man mittendrin steht – und schon deshalb muss man ganz ge-nau lesen, was in diesen Tagen die Frauen schreiben, und einen ganz besonders bösen und verdros-senen, einen ganz besonders starken Text hat die Schriftstellerin Sibylle Berg geschrieben, in ihrer Kolumne bei „Spiegel online“, die sie „Männer, ich habe es satt!“ überschrieben hat. Zu diskutieren und zu argumentieren, schreibt Sibylle Berg, habe sie keine Lust mehr, und wer ihre Kolumne gele-sen hat, versteht auch, warum das so ist. „Ich habe es aufgegeben, Männern erklären zu wollen, warum mich verschleierte Frauen demütigen, warum nackte Frauen in Schaufenstern mich demüti-gen, warum Frauen, die sich nackig für Hefte fotografieren lassen, um ihre Karriere als Schauspie-lerin-Schrägstrich-Modell-Schrägstrich-Moderatorin anzukurbeln, mich demütigen. Ich werde Männern nicht erklären können, dass es mir ist, als ob ich ein Schwarzer wäre, der an seinen Kum-pels mit Fußfesseln vorbeispaziert, die auf Baumwollfeldern ihren Job machen.“
Es wäre lächerlich, im Archiv der üblichen Argumente nach der Gegenrede zu suchen – auch wenn der Umstand, dass Frau Berg sich vom Schleier wie von der Nacktheit gleichermaßen belästigt fühlt, schon die Frage provoziert, was dann zu tun wäre: Brauchen wir eine Kleidungsnorm, eine Anstands-Uniform, welche die sexistischen Blicke zurückweist, aber noch nicht unter Vermum-mungsverdacht fällt?
Es geht nicht darum, Sibylle Berg zu widersprechen, es geht darum, gefälligst zur Kenntnis zu nehmen, dass die meisten Frauen ihr zustimmen, wenn sie schreibt: „Ich will das alles nicht. Ich will nicht, dass die Hälfte der Erdbevölkerung zur Lustbefriedigung der anderen bereit steht, ich will keine nackten Frauen auf Tageszeitungen, ich will keine Pornos, ich will den ganzen Dreck nicht, der nahe legt, mich als Ware zu betrachten.“
Die kommende Herrschaft der Tugend
Die Freiheit, die man diesen Sätzen intuitiv entgegenhalten möchte, wäre die Freiheit, „Neger“ zu sagen, obwohl der so Benannte sich davon belästigt fühlt, es wäre die Freiheit, sich seinen Mitmen-schen gegenüber gehen zu lassen, es wäre eine Freiheit, auf welche man, im Namen der Höflichkeit und der Rücksichtnahme, gerne verzichten darf, ohne dass der liberale Rechtsstaat aufhörte, liberal zu sein. Wenn die Hälfte der Menschheit sich von den schlechten Angewohnheiten der anderen Hälfte belästigt fühlt, dann wird es einfach Zeit, sich ein paar Dinge abzugewöhnen.
Dieses Feuilleton hat sich an diesem Platz schon vom Rauchen und dem Trinken verabschiedet – und dass demnächst die Prostitution und die Pornographie dran sind, ist da nur konsequent. Zwar fordert eigentlich nur die Zeitschrift „Emma“ ein strenges Verbot von beidem. Zwar steht selbst im Programm der Grünen, deren Tugendherrschaft ja, wie die letzten Wahlergebnisse zeigen, nicht nur in den gentrifizierten Städten kommen wird, nur die Forderung nach härteren Strafen für die Kun-den von Zwangsprostituierten. Aber wahrscheinlich braucht es gar keine Verbote, vermutlich ist die Forderung nach Abschaffung von Pornographie und Prostitution ungefähr so dringend, wie wenn man Ende November die baldige Abschaffung des alten Jahres forderte.
Sie wird kommen, ob das jemand fordert oder nicht.
Pornographie ist allseits verfügbar, dank des Internets, und genau das wird ihr die materielle Grund-lage entziehen – weil kein Mensch mehr dafür zahlen will. Und wenn die Stars des Genres wie Jes-sica Drake und Alektra Blue in den Videos von Lady Gaga mitspielen, dann ist das nicht die Porno-graphisierung der Popmusik; eher schon die Flucht heraus aus der Pornographie.
Männlichere Frauen, weiblichere Männer
Und der Absturz der Hamburg-Mannheimer, sagen kluge Frauen, wäre nie passiert, wenn es in den Führungsetagen deutscher Unternehmen eine Frauenquote gäbe. Sibylle Berg geht so weit und be-hauptet, eben deshalb gäbe es dort oben keine Frauen: Damit die Männer weiter ungestört herum-sauen können.
Mag sein, ist aber auch so eine Aussage, die im November der bestehenden Verhältnisse formuliert wird. Es sind nicht nur die Mädchen und die jungen Frauen, die ja an den Schulen und in den Uni-versitäten so erfolgreich sind, dass sie, in zehn, fünfzehn, zwanzig Jahren die Führungspositionen unter sich verteilen werden, ob das den letzten Chauvinisten dort oben nun passt oder nicht. Es ist schon der Kapitalismus, es ist der Produktionsstandort Deutschland, der, angesichts des Bevölke-rungsschwunds, nicht nur auf all die Frauen nicht verzichten kann. Er strebt ganz generell nach den Einebnung der Geschlechterdifferenzen, er braucht männlichere Frauen und weiblichere Männer, er wird den Männern die Bordelle abgewöhnen, so wie er es ihnen abgewöhnt hat, attraktive Kollegin-nen in den Hintern zu kneifen.
Eine Distanz verschwindet
Die Kulturtechniken, die uns dabei verloren gehen werden, sind nicht die Pornographie und die Prostitution. Beides gab es zwar, jahrtausendelang, aber das gilt auch für die Pest, den Aussatz oder die Angewohnheit, Menschen wegen ihrer Hautfarbe zu hassen und wegen ihrer Religion zu töten. Oder umgekehrt.
Das Kulturgut, das dabei verlorengeht, ist jene Männlichkeit, die in der Differenz der Geschlechter ihre Grundlage hat. Nein, es ist nicht unbedingt so besonders männlich, sich vorher Mut anzutrinken und hinterher den Sex mit einer ungarischen Prostituierten als Spesen abzurechnen.
Es ist eher eine Haltung, es ist das Bewusstsein einer Distanz, die niemals leicht zu überwinden ist und manchmal gar nicht, einer Distanz, die wir vielleicht zu oft nur mit unserem Schweigen füllen, weil wir darauf horchen, ob auf der anderen Seite jemand ruft. Manchmal rufen wir auch selber hinein, manchmal machen wir uns auf den Weg, und wenn er weit ist, füllen wir die Leere mit unse-ren Bildern.
Seltsam, und irgendwie paradox, dass uns soviel liegt an dieser Distanz. Seltsam, dass wir ihr Ver-schwinden so fürchten.
Ist es wirklich schon November für uns?
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/differenz-der-geschlechter-der-november-kommt-12647.html

LP 122 Bernd Tischler, SPD, geboren 1959 in Hilden (NRW), Oberbürgermeister Stadt Bottrop (NRW)

Gewalt gegen Frauen sei für viele Menschen kein aktuelles Thema mehr, bedauerte Oberbürgermeister Bernd Tischler, als er am Donnerstag gemeinsam mit den Mitgliedern Bottroper Frauenorganisationen die Fahne mit der Aufschrift „Frei leben ohne Gewalt“ am Rathaus aufzog.
Weil die Aufmerksamkeit für dieses latente Problem in der Gesellschaft so leicht überlagert wird von vermeintlich drängenderen und aktuelleren Themen, ist es den Frauen umso wichtiger, regelmäßig im Herbst „Flagge zu zeigen“. In diesem Jahr legten sie den Schwerpunkt auf häusliche Gewalt: „Es ist unglaublich, aber für Verletzungen bei Frauen ist häusliche Gewalt die häufigste Ursache, häufiger noch als Verkehrsunfälle, Überfälle und Vergewaltigungen zusammen“, stellte OB Tischler fest.
Im Bottroper Frauenhaus kennt man die Lebenswirklichkeit vieler Frauen, die der Umwelt zumeist verborgen bleibt. Misshandlungen durch Ehemann und Lebenspartner gehören für viele Frauen zum Alltag. Für viele Frauen sei das eigene Zuhause eine Stätte des Terrors, dem sie häufig aus eigener Kraft nicht mehr entfliehen könnten, sagte Bernd Tischler. Boxen, treten, würgen, schlagen: Das Spektrum an Gewalt ist breit, und männliche Gewalt zieht sich durch sämtliche gesellschaftlichen Schichten

http://www.derwesten.de/staedte/bottrop/zu-hause-der-gewalt-ausgeliefert-id3985583.html

Oberbürgermeister Bernd Tischler hat am 22. Juni den ersten Bottroper Gleichstellungs-Aktionsplan in einer kleinen Feierstunde der Öffentlichkeit vorgestellt. Geladen waren die am Pro-zess beteiligten Akteurinnen und Akteure aus Verwaltung, Politik, Arbeitsgemeinschaft der Bottro-per Frauenorganisationen, Unternehmen und Initiativen. Sie alle waren mit großer Bereitschaft in die Diskussion eingestiegen und hatten ihr Expertenwissen und ihre Ideen eingebracht. "Das, was unser Bottroper Gleichstellungs-Aktionsplan beinhaltet, ist durch Bottroper Akteurinnen und Akteu-re gestaltet worden. Dafür möchte ich mich bei Ihnen bedanken", so der Oberbürgermeister. In ei-nem anschließenden Vortrag erörterte Birgit Wiesehahn-Haas, Vizepräsidentin der IHK und Ge-schäftsführerin der IBK Wiesehahn GmbH, praxisnah das Thema "Frauen und Unternehmen".

Zu der Veranstaltung konnte die Gleichstellungsstelle die Wanderausstellung "Höher, Schneller, Gleicher" der Kulturelle GbR nach Bottrop holen. Ein Ausstellungstitel, der sehr gut zum Thema Gleichstellung und zur Veröffentlichung des Gleichstellungs-Aktionsplanes passt und der einen direkten Bezug zur diesjährigen Frauenfußballweltmeisterschaft in Deutschland hat. Die Ausstel-lung zeigt auf, wie sich der Frauensport in Deutschland entwickelt hat. Auf zehn Tafeln sind Infos und Statistiken aus aller Welt zusammengefasst. Jede davon enthält überraschende Fakten zu einem Themengebiet und zeigt Entwicklungen im Männer- und Frauensport, insbesondere auch im Fußball, auf.

Frauen mussten nicht nur um die Platzierung, sondern im Sport oft auch um ihre Teilnahme kämp-fen. Geschlechterrollen spielten auch in der Geschichte des Sports eine prägende Rolle, wie beim Anschauen der Ausstellung deutlich wird. Auffällig ist zudem, dass Frauen in Sportvereinen nur selten Führungspositionen besetzen. Die Ausstellung ist all denen gewidmet, deren Ziel es ist, dass Frauen auch im Sport wirklich gleich gestellt sind. Die Wanderausstellung ist inzwischen allerdings schon wieder auf dem Weg nach Neuss.

"Die kommunale Gleichstellungspolitik soll mit Hilfe der Akteurinnen und Akteure für positive Veränderungen sorgen. Damit diese Veränderungen auch spürbar werden, ist die kommissarische Leitung der Gleichstellungsstelle an Frau Heidi Noetzel übertragen worden, die neue Impulse im Bereich der Gleichstellung und Frauenförderung in Bottrop setzen wird", betonte Oberbürgermeis-ter Tischler.

Zum Thema Gleichstellungs-Aktionsplan erörterte der Oberbürgermeister in der Veranstaltung aus-führlich den Verlauf. Den Auftakt bildete der Beschluss des Rates der Stadt Bottrop am 5. Mai 2009, der Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene beizutreten. Die Charta wurde aufgrund dieses Beschlusses am 18. Juni 2009 öffentlich unterzeich-net und verpflichtete damit die Stadt Bottrop, innerhalb von zwei Jahren nach Unterzeichnungsda-tum einen Gleichstellungs-Aktionsplan zu entwickeln und anzunehmen.

Die Erarbeitung des "Gleichstellungs-Aktionsplanes" ist nun als ein Gesamtwerk aller Bottroperin-nen und Bottroper abgeschlossen. Der Rat der Stadt hat am 24.05.2011 den Plan beschlossen und verabschiedet. Nun beginnt die aktive Umsetzungsphase. "Schließlich sollen zahlreiche Projekte und Maßnahmen auf den Weg gebracht werden, um mehr Gleichstellung zwischen Frauen und Männern in Bottrop zu erreichen" so Bernd Tischler, der aktiv am Prozess beteiligt war.

Im Gleichstellungsaktionsplan wurden zur Erreichung von 17 formulierten vorrangigen Zielen ins-gesamt 65 Projekte, Projektideen und Maßnahmen in einem Katalog zusammengefasst, die alle gut geeignet sind, um qualifiziert am Abbau relevanter Probleme im Geschlechterverhältnis auf kom-munaler Ebene zu arbeiten. Die Bereiche Familie, Bildung, Beruf aus Sicht der Kommune als Ar-beitgeber sowie aus Sicht der Wirtschaft und die Bereiche Sicherheit/Gewalt sind die vorrangigen Themen.
(22.06.2011)
http://www.bottrop.de/rathaus/aktuelles/110622_Gleichstellungsplan.php

Bottrop. „Das Thema Gleichberechtigung ist mir sehr wichtig“, betonte OB Bernd Tischler bei der Vorstellung des ersten Gleichstellungs-Aktionsplans. Vertreter vor allem aus Verwaltung und Politik waren zur Prä-sentation ins Rhenania-Bistro auf Arenberg-Fortsetzung gekommen. Passend zum Thema die Wanderaus-stellung im Bistro: „Höher, schneller, gleicher“ – sie befasst sich mit dem stetigen Aufstieg von Frauen im Sport und Spitzensport. Am 5. Mai 2009 beschloss der Rat der Stadt, der Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene beizutreten.
http://www.derwesten.de/staedte/bottrop/von-bottropern-fuer-bottroper-id4796431.html

LP 123 Joel Bedetti, CH, geboren 1984, lebt in Zürich, Studium der Geschichte und Eth-nologie – Redakteur der Onlinezeitung „20Minuten“ - http://www.reporterkollektiv.ch/wp-content/uploads/userphoto/9.jpg

Der Beginn dieser Geschichte ist wie ein schlechter Agentenfilm, das hat der Kollege von «Tele Top» treffend bemerkt. Weil Anti-Anti-Feministen den Frieden des Anti-Feministenkongresses bedrohen, findet der Kongress von gestern Samstag an einem geheimem Ort statt. Um 6.15 Uhr bekomme ich ein SMS von der IG der Antifeministen mit der Aufforderung, mich um 9.15 Uhr im Flughafen, Terminal A, einzufinden: «Zum Schild Seminar Egala begeben. Weitere Informationen dort. Ausweispapiere mitnehmen. Absolute Vertraulichkeit beachten, keine Weitergabe dieser Informationen.Der IGAF-Initiator und ehemalige Luzerner SVP-Grossrat Rene Kuhn bei seiner Rede.
Die konspirative Energie der IGAF (Interessensgemeinschaft der Antifeminsten) ist kaum zu toppen. Beim Terminal A steht ein Mann mit Schnauz, abgetragener Lederjacke und zu langen Hosen. Er hält einen Fresszettel in der Hand, auf dem mit Filzstift «Seminar Egala» steht. Ich nenne meinen Namen. Der Mann nickt und raunt mir verschwörerisch zu, mich unauffällig zu einem kleinen, lustig dreinblickenden Mann in grauem Anzug zu begeben, der drei Meter weiter vorne steht. Der Mann im grauen Anzug fordert mich auf, zu einem älteren Mann in Jeansjacke zu gehen, der etwa zwei Meter neben ihm steht und drei Meter neben dem Mann mit der abgetragenen Lederjacke. Dieser Mann streicht mich auf einer Anwesenheitsliste durch und reicht mir eine Wegbeschreibung. Ich unterschreibe eine Erklärung, dass ich keinerlei Informationen über den Austragungsort preisgebe. Das abgeschiedene Kongresshotel, in dem das Treffen stattfindet, ist aber irgendwie auch keine weitere Erwähnung wert.
High Heels sind gesund
Im Foyer des Kongresshotels stehen die Besucher, es sollen so um die 130 sein, herum, essen Gipfeli und helfen sich bei der Bedienung der Kaffeemaschinen. Es sind vor allem Männer zwischen 40 und 60. Um 10 Uhr eröffnet René Kuhn den ersten Anti-Feministen-Tag. Er erzählt eine Art Weihnachtsgeschichte (überall wurden die Antifeministen bei ihrer Suche nach einem Dach über dem Kopf abgewiesen, bis sie in diesem abgeschiedenen Hotel aufgenommen wurden), sagt etwas zu Demokratie und Meinungsfreiheit und bittet um Spenden für die IGAF.
Entstanden ist die IGAF im vergangenen Sommer, als René Kuhn in die Schlagzeilen kam, weil er als Präsident der SVP Luzern «linke Emanzen» als «zerlumpte Vogelscheuchen» bezeichnete, unter denen er sich in einem «Gruselkabinett» wähne. SVP-Präsident ist er seither nicht mehr, dafür hat er ein Buch geschrieben, indem er die Frauen zu mehr Weiblichkeit auffordert. Zum Beispiel weist er anhand einer italienischen Studie nach, dass das Tragen von High Heels die Beckenmuskulatur stärke und die Lust am Sex erhöhe.
Kein Lack an den Fingernägeln
Ausserdem führt er genauer aus, was man unter einer «zerlumpten Vogelscheuche» beziehungsweise linken Emanze zu verstehen hat: Sie trägt einen Jutesack statt einer Handtasche, sie latscht wie eine Ente durch die Landschaft, statt dass sie stolz die Brüste herausstreckt, sie trägt Männerschuhe oder Birkenstock-Sandalen, sie zieht «farbige Lumpen an, welche meist grün, gelb oder orange sind», und hat eine «voluminöse, ungepflegte Wuschel-Haarpracht auf ihrem Kopf.» Ausserdem lackiert sie sich nicht die Fingernägel. So viel zum bisherigen intellektuellen Substrat der IGAF.
Der Saal ist mittelvoll. Ich zähle 12 Frauenköpfe und 75 Männerköpfe, davon 27 Glatzköpfe. Ein Organisator watschelt wie eine Ente durch die Gegend, statt dass er stolz die Brust herausstrecken würde. Es scheint, als seien die ästhetischen Ansprüche der Antifeministen an sich selbst tendenziell niedriger. Einer könnte direkt von einer Baustelle kommen. Ein Mann vor mir trägt einen granitgrauen Anzug mit einer Art Schulterstücken. An der Lehne hängt eine beigefarbene Jacke, die aussieht, als hätte er sie in der vorigen Nacht als Kopfkissen benutzt. Der neben ihm starrt mit offenem Mund nach vorne und wippt unablässig mit dem Stuhl. Der andere schaut traurig aus der Wäsche, seine Jeans sind ausgefranst, ausserdem unternimmt er wenig gegen seine Pickel.
Schuhe bei Dosenbach
Weiter vorne erblicke ich einige Gestalten, welche etwa genau das tragen, was man sich unter «grün-, gelb- und orangefarbenen Lumpen» vorstellen könnte. Ob ihre Frauen linke Emanzen sind? Es ist zumindest nicht mehr ganz auszuschliessen. Allgemein dominieren unüberlegte Frisuren, zu weite Lederjacken oder pastellfarbene Windjacken, und die meisten Schuhe sehen aus, als seien sie aus einer Ausverkaufs-Auslage bei Dosenbach gefischt worden. Die hohen ästethischen Ansprüchen, die Kuhn an die Damen stellt, werden beim Anti-Feministen-Treffen kaum erfüllt. René Kuhn übrigens trägt einen schwarzen Anzug, ein hellrosa Hemd und eine violette Kravatte. Sie ist etwas kurz gebunden.
Der zweite Vortrag heisst «Gleichstellung ist tot – Richtigstellung tut not.» Der Referent trägt ein weisses Leinenhemd und darüber einen schwarzen Sacko. Eine elegante Erscheinung, mit einer etwas gewagten Lesebrille: beige, mit bunten Flecken.
Der Mann, der Trottel
Nach ihm meldet sich nochmals der kleine Mann vom Flughafen und bittet die Besucher, nach dem Treffen mit Autos und nicht mit dem Öffentlichen Verkehr heimzufahren, da das auffällig wirken könnte. Verhaltener Applaus im Saal.
Der nächste Referent, im hellblauen Hemd mit glänzendem, grauen Kittel und einer marineblauen Kravatte regt sich darüber auf, wie der Mann heute in Film und Werbung als Trottel, die Frau aber als selbstbewusste Emanze dargestellt werde.
Georg Orwell und die feministische Gefahr
Nachdem der Präsident der Männerpartei das Parteiprogramm präsentierte, gibt es Mittagessen. Sanftes Klimpern und scheppern, in der Luft hängt der Geruch der Gasrechauds. Es gibt Gnocchi, Reis, Rindsgeschnetzeltes und geschmorte Rübli. Nach einer Stunde füllt sich der Vortragssaal wieder. Man plaudert, der Security-Mann streichelt flüchtig den Kopf eines Mädchens, das vor ihm hin und her tanzt, nimmt dann aber schnell die Hand zurück.
Langsam ist die Luft draussen. Nach dem Essen wird es langfädig. Der Redner spricht über die angebliche feministische Unterwanderung der Gesellschaft, zitiert George Orwell und beschwört die deutschen Zuhörer, dass die Schweiz kein Rechtsstaat sei, wie man immer meine. Der Mann vor mir spielt mit dem iPhone. Ein anderer verlässt den Saal mit Zahnpasta und Zahnbürste. Ich breche auch auf.
Persönliche Schicksale
Viel Neues gab es am ersten Antinfeministen-Treffen nicht zu hören. Die Redner berichteten darüber, dass Gleichstellung nicht Gleichberechtigung sei, dass nicht alle Feministinnen konstruktiv seien und über das Sorgerecht bei der Scheidung. Oft waren aber einfach diffuse Ängste gegenüber Frauen zu spüren.
Wer beim Treffen eine Versammlung von Machos vermutete, welche nach mehr High Heels und Lippenstift schreien, lag falsch. Den Gesprächsfetzen neben den Vorträgen konnte man entnehmen, dass viele der Anwesenden mit persönlicheen Schicksalen zu kämpfen haben. Sie haben Kampfscheidungen hinter sich und dürfen ihre Kinder nicht mehr sehen. Vor allem aber war die Unsicherheit spürbar, welche die Auflösung der traditionellen Geschlechter gerade bei Männern mittleren Alters hervorruft. Der Antifeminismus scheint mehr ein Hilferuf als ein Kampfschrei zu sein.
http://www.20min.ch/news/schweiz/story/21200005

LP 124 Claes Borgström, Schweden, geboren 1944 in Stockholm, Rechtsanwalt, unter-stützte Gudrun Schymans Vorschlag einer „Männersteuer“ – claes.borgstroem@advbyra.se

Der Anwalt steht mit seinem Werdegang für die schwedische «Feminismus-Variante». 2000 bis 2007 amtierte Borgström als Schwedens «Gleichberechtigungs-Ombudsmann» und verlangte den Boykott der Fußball-WM in Deutschland: Dort sei mit fast 50 000 Zwangsprostituierten zu rechnen. Schweden dürfe solche Formen von Sklavenhandel nicht unterstützen.[i] Die neue Frauenpartei «Feministische Initiative» unterstützte er mit der Forderung nach Anerkennung einer «kollektiven Männerschuld» für Gewalt an Frauen.

Borgström, der Anwalt der Beiden steht für die schwedische «Feminismus-Variante». 2000 bis 2007 amtierte Borgström als Schwedens «Gleichberechtigungs-Ombudsmann» und verlangte den Boy-kott der Fußball-WM in Deutschland: Dort sei mit fast 50 000 Zwangsprostituierten zu rechnen. Er unterstützt die Frauenpartei «Feministische Initiative» fordert die Anerkennung einer «kollektiven Männerschuld» für Gewalt an Frauen.

Stockholm. Für viele ist es eine CIA-Verschwörung gegen die unliebsamen Wikileaks-Enthüllungen, und Julian Assange ist das Opfer.
In Stockholm selbst sehen manche die Festnahme des Internet-Aktivisten drei Monate nach dem Vergewaltigungs-Vorwurf einer Schwedin als logische Folge eines Sexualstrafrechts, das Sex bei einem klaren «Nein» des Partners besonders konsequent ahndet.
Claes Borgström, Anwalt der beiden Frauen, die Mitte August bei der Polizei gegen Assange ausge-sagt hatten, ging am Mittwoch in die Offensive, nachdem der 39-jährige Australier am Vortag in London auf Geheiß der schwedischen Justiz hinter Gitter gekommen war. Zur Erklärung von Assange, die beiden Schwedinnen hätten absolut einvernehmlich mit ihm Sex gehabt und seien nun ferngesteuert, meinte Borgström: «Er lügt, wenn er behauptet, dass meine Klientinnen Teil einer von den USA gelenkten Verschwörung gegen ihn und Wikileaks sind. Er weiß das ganz genau.Die Frauen seien zur Polizei gegangen, um sich «beraten zu lassen», sagte Borgström in der Zeitung «Aftonbladet» weiter. Sie hätten einfach berichtet, was vorgefallen sei. «Als die zuständige Polizis-tin sah, um was es ging, hat sie das an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Und dann begannen die Ermittlungen.» Die jetzt als dritte Staatsanwältin seit August zuständige Marianne Ny wertete einen von fünf Vorwürfen als Verdacht auf Vergewaltigung.
Auf Vergewaltigung stehen in Schweden bis zu sechs Jahre Haft, bei «weniger groben» Fällen bis zu vier Jahre. Schwedens Polizei und Staatsanwaltschaft bewegen sich in einem seit mehr als zehn Jahren immer mehr von erklärten Feministen dominierten Umfeld: «Feminist» nennt sich in Schweden auch so gut wie jeder männlicher Politiker. Dass hier 1999 erstmals in der Welt jeder Kauf sexueller Dienste unter Strafe gestellt wurde, ist zum international stark beachteten Symbol geworden.
«Das sind zwei ganz normale schwedische Mädchen, die Assange für seine Arbeit bewundert ha-ben», sagte Borgström. Vergewaltigung könne etwas anderes sein, als dass ein Mann hinter dem Busch hervorspringe und sich grob gewalttätig an einer Unbekannten vergehe. Und weiter: «Es gibt andere Methoden, jemanden zu Sex gegen den eigenen Willen zu zwingen. Das können zigtausende Frauen bezeugen.Details nennt Borgström nicht, bestätigte aber am Mittwoch zum ersten Mal indi-rekt, dass die Vorwürfe um Sex ohne Kondom gegen den Willen der Frauen kreisen: Sie hätten bei der Polizei auch erfragen wollen, wie sie sich mit Blick auf ein etwaiges HIV-Risiko verhalten soll-ten.
Der Anwalt steht mit seinem Werdegang für die schwedische «Feminismus-Variante». 2000 bis 2007 amtierte Borgström als Schwedens «Gleichberechtigungs-Ombudsmann» und verlangte den Boykott der Fußball-WM in Deutschland: Dort sei mit fast 50 000 Zwangsprostituierten zu rechnen. Schweden dürfe solche Formen von Sklavenhandel nicht unterstützen. Die neue Frauenpartei «Fe-ministische Initiative» unterstützte er mit der Forderung nach Anerkennung einer «kollektiven Männerschuld» für Gewalt an Frauen.
Borgström ist mit diesen Positionen kein Außenseiter geworden. In Stockholm betreibt er sein An-waltsbüro zusammen mit dem sozialdemokratischen Ex-Justizminister Thomas Bodström und berät dessen Partei als Gleichberechtigungsexperte.
In Stockholm sind die meisten Beobachter überzeugt, dass Oberstaatsanwältin Marianne Ny mit ihrem Bestehen auf die Assange-Festnahme in London eher an möglichen Ärger mit Claes Borgst-röm als an den Druck aus Washington dachte. Wenngleich der immer härtere Kampf um die Wikil-eaks-Enthüllungen nach Überzeugung von «Dagens Nyheter» irgendwann wohl doch den Gang des Stockholmer Verfahrens beeinflussen könnte: «Es gibt schon das Risiko, dass die Festnahme von Julian Assange zu einem großen politischen Problem wird.» (dpa)

http://www.fr-online.de/home/schwedisches-sexualstrafrecht-im-fokus/-/1472778/4906880/-/view/asFitMl/-/index.html

Jämo: Ni är ju som talibaner
HÅRDA ORD Jämställdhetsombudsmannen Claes Borgström är skarp i sin kritik mot svenskarnas sätt att tänka. Foto: SCANPIX Jämställdminister Sabuni ger svar på tal. Foto: ULF HÖJER
Borgström till attack mot svenska folket
Jämo går till attack mot svenska män och kvinnor:
Ni är som talibaner.
Nu sågas han av nye jämställdhetsministern.
- Förskräckligt. Det här är värsta avgrunden, säger Nyamko Sabuni (fp).
I en debattartikel i Dagens Nyheter liknar jämo Claes Borgström svenskar med talibaner.
- Jag står för det jag skrivit. I grunden har vi en likartad kvinnosyn i Sverige som bland talibanerna, säger han.
- Vi har en idé om att mannen är värd mer än kvinnan vilket visas i löneskillnader. Det delar vi med talibanerna. Vi har ett manssamhälle, som talibanerna. Men inte i samma grad.
Jämo nöjer sig inte med att göra en Gudrun Schyman och jämföra alla män med talibaner. Kvinnor är likadana, enligt Claes Borgström.
Upprörd
- Även kvinnor utgår många gånger från den manliga normen, det är därför kvinnor många gånger accepterar en situation de borde protestera emot, säger han.
Nya jämställdhetsministern Nyamko Sabuni blev upprörd när hon läste debattartikeln.
- Claes borde göra en resa till ett talibansamhälle och se hur kvinnorna där har det. Att jämföra deras situation med svenska kvinnors situation visar på brist på empati. Respektlöst, säger Nyamko Sabuni.
- Dessutom gör han jämställdhetsdebatten en björntjänst. Man får inte bra samarbetsarenor om man skuldbelägger män.
Inte förvånad
Claes Borgström blir inte det minsta förvånad över reaktionen.
- Alla delar inte uppfattningen att det finns en maktordning i vårt samhälle, säger han.
Kommer du att kunna samarbeta med den nya jämställdhetsministern när ni har så skilda åsikter?
- Det finns en lagstiftning som talar om vad Jämo ska göra. Jag arbetar efter den. Så det spelar ingen roll vilken typ av regering vi har, säger Claes Borgström.
http://www.aftonbladet.se/wendela/article444658.ab
Google Übersetzung: Harte Worte Ombudsmann für Gleichstellung Claes Borgström ist in seiner Kritik an der Schweden Denkweise scharf. Foto: SCANPIX Gleichstellung Minister Sabuni gibt Comebacks. Foto: Ulf ErhöhtBorgström griff die schwedische VolkJamo werde auf schwedische Männer und Frauen anzugreifen:Sie sind wie die Taliban.Jetzt ist er sägte die neue Ministerin für die Gleichstellung der Geschlechter.- Schrecklich. Das ist der schlimmste Abgrund, sagt Frau Sabuni (Liberale Partei).In einer Debatte Artikel in Dagens Nyheter, ähnlich den Ombudsmann für Chancengleichheit Claes Borgström Schweden mit den Taliban.- Ich stehe für das, was ich geschrieben habe. Im Wesentlichen haben wir eine ähnliche Sicht der Frauen in Schweden und den Taliban haben, sagte er.- Wir haben eine Idee, dass der Mann ist mehr wert als die Frau des Lohngefälles gezeigt. Dass wir gemeinsam mit den Taliban. Wir haben eine Gesellschaft von Männern, wie die Taliban. Aber nicht im gleichen Maße.Jamo daraus nicht nur eine Schyman und vergleichen Sie alle Männer mit den Taliban. Frauen sind die gleichen, nach Claes Borgström.Aufregen- Obwohl Frauen sind oft von der männlichen Norm, die, warum Frauen oft eine Situation, sie dagegen zu protestieren sollten akzeptieren, ist bezahlt, sagt er.Neue Ministerin für Gleichstellung von Frau Sabuni war verärgert, als sie die Debatte Artikel zu lesen.- Claes sollte einen Ausflug zu einem Taliban-Gesellschaft und sehen, wie Frauen dort haben es. Um ihre Situation mit den schwedischen Frauen-Situation zu vergleichen, zeigt einen Mangel an Empathie. Respektieren Loose, sagt Frau Sabuni.- Darüber hinaus macht er Gender-Debatte einen Bärendienst. Es sollte nicht ein guter Partner sein, wenn Sie Veranstaltungsorte Männer schuld.Nicht überraschtClaes Borgström ist nicht im geringsten an der Reaktion überrascht.- Alle gegen die These, dass es eine Machtstruktur in unserer Gesellschaft, sagt er.Wird es dir gelingen, mit der neuen Ministerin für Gleichstellungsfragen, zusammenarbeiten, wenn Sie so unterschiedliche Meinungen haben?- Es gibt Gesetze, was Jamo zu tun, zu sagen. Ich arbeite für sie. Also ist es egal, welche Art von Regierung wir haben, sagt Claes Borgström.
http://www.aftonbladet.se/wendela/article444658.ab

LP125 Manfred Köhnen, Soziologe und Genderberater – Tätigkeitsschwerpunkte Beratung zu Gender Budgeting und Gender Mainstreaming – seit 2007 leitet er das Unternehmen „Gleichstellung bewegen“ - http://www.xing.com/pubimg/users/c/9/f/a103e8dc0.3580018,2.jpgmk@gleichstellung-bewegen.dekoehnen@gender-equality.de köhnen@genderkompetenz.info – www.manfred-koehnen.de

Manfred Köhnen ist Diplom-Soziologe und Organisationsberater im Politikfeld Gleichstellung der Geschlechter. Seit 2007 leitet er das Unternehmen "Gleichstellung bewegen" in Berlin. Außerdem war er tätig für für Competence Consulting, Potsdam (2004-2006), das GenderKompetenzZentrum an der Humboldt Universität Berlin (2008-2009) und arbeitet mit dem genderbüro und "Gender and Education" zusammen.

Er hat Beratungen und Fortbildungen durchgeführt für die Bundesregierung, die Landesregierungen von Berlin und Mecklenburg-Vorpommern sowie mehreren Berliner Kommunen, Dresden, Hannover und Dessau.

Seine Tätigkeitsschwerpunkte sind die Beratung zu Gender Budgeting und Gender Mainstreaming, quantitative Analysen zu Gender Budgeting und zur Arbeitsmarktforschung. Er ist Mitbegründer der Bundesinitiative Gender Budget (BiG Budget) und Mitglied im "European Gender Budgeting Network".

http://www.gleichstellung-bewegen.de/index.php?id=6

http://www.genderkompetenz.info/genderkompetenz-2003-2010/handlungsfelder/haushaltbudget/aspekte

Es ist eine merkwürdige Gleichzeitigkeit. Frau Schröder veröffentlicht ihr antifmeministisches Buch und die ihr nachgeordnete Antidiskriminierungsstelle des Bundes veröffentlicht die Ergebnisse zum Pilotprojekt "Anonyme Bewerbungen".
Frau Schröder vertritt in ihrem Buch die These, dass ihre Generation keine Frauenförderung mehr nötig hat, weil sie selber emanzipiert ist. Weil sie gut ausgebildet sind und IM PRINZIP die Wahlfreiheit zwischen Familie und Beruf haben. Aaaaber nur im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten versteht sich. Frau Schröder vertritt dabei eine Oberklasseposition, deren Ignoranz kaum auszuhalten ist. Dieser Aspekt wurde im Freitag und von Maria Wersig sehr schön herausgestrichen.
Zeitgleich veröffentlicht die Antidiskriminierungsstelle des Bundes die Ergebnisse ihres Pilotprojektes. Große Firmen und Verwaltungen haben die Ergebnisse von Vorauswahlprozessen anhand der Bewerbungen dokumentiert und ausgewertet. Wenig überraschend ist das Ergebnis. Frauen, ältere Frauen und Männer, Mütter und Frauen und Männer mit Migrationshintergrund hatten in der Gruppe mit den anonymen Bewerbungen sehr viel höhere Chancen auf eine Einladung zum Bewerbungsgespräch. Sie wären sonst schon im Vorhinein ausgesiebt worden, obwohl ihre Qualifikationen hervorragend waren. Und viele von ihnen haben im Bewerbungsgespräch überzeugt. Weil sie nicht den Stereotypen entsprachen. Das belegt, dass Schröders liberalistisches Weltbild von der "Emanzipation als Wille und Vorstellung" auf dem Arbeitsmarkt doch enge Grenzen gesetzt werden.
Im Grunde waren die Ergebnisse des Pilotprojektes vorher bekannt. Vielfältige kleinere Studien mit Diskriminierungstests haben ganz ähnliche Ergebnisse erbracht. Diskriminierungstests funktionieren so, dass Arbeitgeber gleichwertige oder sogar gleiche Bewerbungen mit unterschiedlichen Namen und Foto zugesendet werden. (z.B. Internationale Arbeitsorganisation 1996)
Jetzt wäre es an der Zeit, sich Gedanken über eine verpflichtende Einführung anonymisierte Bewer-bungsverfahren zu machen. Denn es ist erstens ungerecht und zweitens eine Verschwendung von Arbeitskräftepotential dass weniger qualifizierte deutsche Männer den qualifzierteren Bewerbungen vorgezogen werden. Aber die zuständige Ministerin wird wie bei der Frauenquote in Aufsichtsrä-ten lieber noch 20 Jahre warten und dann eine freiwillige flexi-Lösung vorstellen.
Anonymisierte Bewerbungen sind ein Mittel für gerechtere und effizientere Organisationsentwick-lung. Sie können ein Teil von Gender Mainstreaming oder Diversity Prozessen sein. Und sie helfen dabei unbewusste Diskriminierungsprozesse zu vermeiden, um bessere und gerechtere Entschei-dungen zu treffen.
Aber da die Veränderung von Verfahren aufwendig ist und die wirtschaftlichen Erträge schwer zu berechnen, werden es wohl nur innovationsfreudige und an Gerechtigkeit orientierte Verwaltungen und Unternehmen einführen. Und die finden umfangreiche Informationen auf der Homepage der Antidiskriminierungsstelle, z.B. einen Leitfaden für Arbeitgeber.
http://www.gleichstellung-bewegen.de/index.php?id=9&tx_ttnews%5Btt_news%5D=35&cHash=c91a20838511be1a748a5217aecaf814

LP126 Ernst Siegfried Hribernig (AUT), geboren 1951 in Graz – Autor und Unterneh-mensberater - ub-ehrib@aon.at – lebt heute in Paraguay

Ernst Hribernig. Ich bin 1951 in Graz (Österreich) geboren und habe in der Volksschule bereits Auf-sätze geschrieben die im Schaukasten ausgestellt wurden. Über vierzig Jahre habe ich immer wieder davon gesprochen ein Buch zu schreiben. Jetzt mit fünfzig ist es endlich so weit. In der Zwischen-zeit habe ich mehrfach den Beruf und den Wohnort gewechselt und lebte heute in Bad Reichenhall. Neben meiner schriftstellerischen Tätigkeit, das zweite Buch ist bereits im entstehen, übe ich den Beruf des Unternehmensberaters mit dem Schwerpunkt Vermittlung von Werkzeugen und Strate-gien im Umgang mit Menschen aus.
http://www.bod.de/index.php?id=296&objk_id=52489
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Sind Männer das nutzlose Geschlecht? Männer sind und waren es, die vorwiegend unsere Welt zer-stört haben und immer noch zerstören. Ihre persönliche Karrieregeilheit und der damit verbundene Drang der Beste zu sein lässt alle Vernunft in ihnen verstummen, welche ihnen sagen müsste, dass sie mit unserer Welt so nicht umgehen können wie sie es derzeit tun. Ein Mann hatte in der Steinzeit, und hat auch heute noch das Bedürfnis, sich eine Frau zu nehmen, sie zu besitzen was auch in unserer Sprache- "Er nahm sie zur Frau" zum Ausdruck kommt. Erst durch das Gefühl des Besitzens wird es ihnen möglich, seine eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und seine Männlichkeit auszuleben. Wer kann mit Bestimmtheit sagen, dass die Kultur des permanent ansteigenden Fortschrittes, die rasante wirtschaftliche Weiterentwicklung und die dadurch erst ermöglichte Emanzipations-bewegung der Frauen in der wir uns gerade befinden, nicht eine Lebensstrategie des Unterganges ist? Sind Emanzipation und Gleichberechtigung nur Schlagworte hinter denen nicht viel steckt, oder sind diese zwei Bestrebungen unserer Frauen Ereignisse, welche uns Männer langsam aber sicher zu überrollen beginnen?

http://www.amazon.de/Sind-M%C3%A4nner-das-nutzlose-Geschlecht/dp/3831127913

LP 127 Gerhard Hafner, Dipl. Psychologe, Berlin-Marzahn, Mannsarde gegen Männergewalt

Mansarde gegen Männergewalt
e.V. Kreuzbergstr. 71 - 10965 Berlin
Tel/Fax 030 - 7859825 eMail:
Mannsarde(AT)t-online.de
Konzeption eines Beratungs- und Wohn-Projekts gegen Männergewalt.
Mansarde gegen Männergewalt (Bisheriger Projektname: Männerhaus)
Auch:
Weiße Schleifen Kampagne
http://www.white-ribbon.ch/
Männer Büro
http://www.mannebuero.ch/
Männergewalt Der etwas andere Informationsdienst für Männer - Frauen und Geschlechterfragen info@@@maennerrat.de
http://www.maennerrat.de/maennergewalt.htm
Der Arbeitskreis Marzahn gegen häusliche Gewalt wurde Anfang 1999 von Mitarbeiter Innen des Bezirksamtes (Gleichstellungstelle, Jugendamt, Sozialamt), Polizei, psychosozialen Einrichtungen und der Volkssolidarität Marzahn gebildet. Damit soll erreicht werden, daß diese Gewalt nicht mehr als Kavaliersdelikt bagatellisiert und als das private Problem der Mißhandelten abgetan wird.
Der Arbeitskreis arbeitet häuslicher Gewalt präventiv entgegen, um Taten und deren Wiederholung zu verhindern.
Er will
* Frauen vor Mißhandlungen schützen und sie stärken, damit sie sich gegen Gewalt wirkungsvoll zur Wehr setzen können und ihr Recht auf Unversehrtheit respektiert wird,
* den Tätern Grenzen setzen und denjenigen entgegentreten, die Gewalt als Mittel der Lösung (familiärer) Konflikte tolerieren,
* in den Marzahner Institutionen Handlungsansätze umsetzen, um Täter zur Verantwortung zu ziehen und auf sie Druck auszuüben, damit sie ihr Verhalten ändern,
* den Kindern in den betroffenen Familien helfen; selbst wenn sie nicht direkt Opfer der Gewalt sind, so sind sie immer schwer belastet, oft sind sie geschockt und traumatisiert,
* Männer dazu aufrufen, sich für die Beendigung von Männergewalt öffentlich einzusetzen,
* gewaltfördernden Männerbildern entgegenzuarbeiten, nicht zuletzt damit sich Jungen nicht zu Tätern entwickeln.
Beratung für Männer - gegen Gewalt
Gewalt wird ganz überwiegend von Männern ausgeübt. Um dieses gesellschaftliche Problem bei der Wurzel zu packen, wendet sich die Beratungsstelle an Männer. Sie unterstützt Männer, ihren Taten ein Ende zu setzen.
Gewalttätiges Verhalten ist gelernt. Auch gewaltfreies Verhalten kann gelernt werden. Die Männer lernen
* die Übernahme der alleinigen Verantwortung für die Gewalt und ihre Folgen,
* zu erkennen, was sie dem Opfer der Gewalt (auch den Kindern) angetan haben,
* Kommunikationsformen, um Partnerschaftskonflikte gewaltlos zu lösen,
* den Umgang mit Ärger, Enttäuschung, Wut und Eifersucht etc.,
* eine Männlichkeit, die nicht nur gewaltfrei ist, sondern auch das gleichberechtigte Zusammenleben von Frauen und Männern anstrebt.
Die Beratung bietet
* eine persönliche Beratung für Männer, die in Ihrer Ehe/Partnerschaft oder in der Trennung gegen ihre Partnerin zu Gewalttaten neigen bzw. bereits gewalttätig geworden sind,
* einen Anti-Gewalt-Kurs, in dem Männer mit anderen Betroffenen in einer Gruppe lernen, ihre Gewaltbereitschaft abzubauen und mit Konflikten konstruktiv und gewaltfrei umzugehen,
* eine Telefon-Hotline. Beratung für Männer - gegen Gewalt Volkssolidarität Marzahn
Martha-Arendsee-Str. 4
D - 12681 Berlin-Marzahn
Tel/Fax 030 - 541 39 32
Außerhalb der Sprechzeiten: 030 - 785 98 25 Sprechzeiten (Gerhard Hafner, Dipl.Psych.): Freitags 15:00 bis 18:00 Uhr und nach Vereinbarung. Anti-Gewalt-Kurs: nach Voranmeldung. Die Beratung ist kostenlos. Das Projekt wird vom Bezirksamt Marzahn gefördert.

http://www.europrofem.org/contri/2_02_de/de-masc/05de_mas.htm

In der Bundesrepublik, das berichtet Gerhard Hafner, der mit dem gemeinnützigen Verein »Mannsarde - gegen Männergewalt« die deutsche Koordination übernommen hat, wird der 25. November, der »Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen«, zeigen, in welchem Maße die Kampagne greift. In Berlin startet eine mehrere Jahre dauernde Kampagne »Gemeinsam gegen Männergewalt«, das von einem vorwiegend aus Frauenprojekten bestehenden Bündnis getragen wird und dem Vorbild der Edinburgher »Zero Tolerance of violence against women and children« und der Münchner Kampagne »Aktiv gegen Männergewalt« folgt. Auch in vielen anderen deutschen Städten sind Veranstaltungen geplant (siehe Kasten).
Vorangegangen sind in diesem Jahr bereits Aktionen, an denen sich zahlreiche Vereine von Frauen und (kritischen) Männern beteiligten: In Hameln zum Beispiel erklärte die Herren-Handballmannschaft SG VfL/BHW Hameln als Träger der Weißen Schleife, sich öffentlich gegen Gewalt einsetzen zu wollen. Gerade Sportler, aber auch Pop-Stars machen sich gut als »Zugpferde« der Aktion, weil sie für Jugendliche eine besondere Vorbildfunktion haben.
Dass es dennoch Frauen sind, die mit power die »Weiße-Schleifen-Kampagne« auf den Weg bringen, findet Hafner, der als Psychologe gewalttätige Männer berät und soziale Trainingskurse für verurteilte Männer durchführt, nicht verwunderlich: »Frauen sind ungeduldiger beim Thema Männergewalt, Männer gehen schneller zur Tagesordnung über. Sie spüren diese Gewalt durchaus, aber anders als Frauen, indirekt. In meinen Gewaltgruppen erlebe ich Männer, die erst unter den Folgen ihrer Dominanzansprüche leiden, wenn ihre Ehen zerbrechen, die Kinder sie meiden.« Doch in der Regel wird über die Alltäglichkeit von Männergewalt hinweggesehen, weil die Vorstellung herrscht, »mich betrifft das nicht. Ende der neunziger Jahre haben Männergruppen auf dem Kudamm eine Aktion gestartet, eine Art »Führerscheinprüfung für künftige Ehemänner, bei der wir die Gewaltneigung testeten.«

http://www.freitag.de/2000/45/00451802.htm

LP 128 Christian Spoden, Jahrgang 1958, Supervisor und Gendertrainer aus Bremen, Ausbildung zum Spieltherapeuten für sexuell missbrauchte Kinder, Mitbegründer des Berliner Interventionsprogramms gegen häusliche Gewalt (BIG), Lehrtätigkeiten an der TU Berlin und verschiedenen Fachhochschulen -Verein mannege (Berlin) – Fachstelle Gewaltprävention Bremen

Datum: 13.01.1996
Ressort: Wirtschaft
Autor: Rosa Ortega und Christian Thiel
"Es ist ein toleriertes Phänomen"
Männergewalt und Grausamkeiten in der Partnerschaft
Zwei Berliner Vereine holen das Thema aus der Tabuzone
"Manche Männer brechen nicht nur die Herzen ihrer Frauen" - so soll es demnächst auf den Plakat-wänden Berlins zu lesen sein. Das Foto dazu zeigt ein Röntgenbild: den gebrochenen Schädel einer Frau.
Harte Worte, harte Bilder. Häusliche Gewalt gegen Frauen ist eines der Tabuthemen unserer Gesell-schaft. Die Plakataktion vom Verein "mannege" soll auf das Problem Männergewalt aufmerksam machen.
Christian Spoden, Mitarbeiter bei "mannege", berichtet von vielen schockierenden Fällen: Ein Mann schlägt seine Frau krankenhausreif, bricht ihr den Kiefer. Sie hatte mit einem anderen geflirtet. Ein anderer Mann sticht seiner Frau ein Messer in den Bauch. Sie ist im Beruf erfolgreicher, verdient mehr Geld. Diese "Demütigung" erträgt er nicht.
Schätzungen zufolge werden in der Bundesrepublik jährlich vier Millionen Frauen mißhandelt. Re-aktionen von seiten der Gesellschaft bleiben jedoch in den meisten Fällen aus. Niemand will sich einmischen, denn die Mißhandlungen werden als Privatsache abgetan. Schlagende Männer haben in der Regel keine Sanktionen zu fürchten.
Bloß ein blaues Auge
Natürlich sind nicht alle Fälle von Gewalt gegen Frauen so brutal wie die genannten Beispiele. Die Formen der Gewalt reichen von lebensgefährlichen Verletzungen bis zu verbalen Kränkungen und psychischem Terror. Das Problem jedoch bleibt dasselbe. "Häusliche Gewalt gegen Frauen ist ein toleriertes Phänomen", sagt Gerhard Hafner vom Verein "Mannsarde". "Die alltägliche häusliche Gewalt, die ,nur` mit einem blauen Auge oder mit kleineren Verletzungen endet, ist ja für viele nicht der Rede wert. Es sei denn, es sind Prominente daran beteiligt."
Männer schlagen Frauen aus Frust, zur Strafe, um sie zu demütigen oder weil Argumente ausgegan-gen sind.
Der Verein "Mannsarde" arbeitet ausschließlich mit Männern, die ihre Frauen oder Kinder geschla-gen haben. "Mannege" bietet zusätzlich allgemeine Beratungen für Männer und Väter an.
Beide Vereine versuchen, gewalttätig gewordenen Männern aus der Gewaltspirale herauszuhelfen. "Niemand muß jemand anderen schlagen. Es gibt immer Möglichkeiten, gewaltfrei zu reagieren, wenn man nur will." Hinweise dieser Art gibt Christian Spoden regelmäßig. Rechtfertigungen der Männer, sie hätten die Kontrolle über sich verloren oder die Frau habe die Prügel herausgefordert, sind an der Tagesordnung.
Auch Gerhard Hafner kennt dieses Phänomen: "Viele Männer sagen, sie wissen gar nicht, was ihnen ,passiert` ist. Ihnen ist die Hand ,ausgerutscht`. Die Frau hat etwas Provozierendes gesagt, und plötzlich hat sie ein blaues Auge gehabt. Für die Täter ist es, als hätte ein anderer zugeschlagen."
Ein wichtiges Ziel der Beratungen ist deshalb, den Männern ihr Verhalten bewußtzumachen. Auch die Ursachen werden zusammen erforscht. Durch Gespräche, Rollenspiele und andere Methoden werden dann Verhaltensalternativen probiert und eingeübt.
Die Männer kommen in die Beratung, weil sie von anderen Stellen, zum Beispiel einer Alkoholbe-ratung, zu "mannege" oder zu "Mannsarde" geschickt werden. Viele kommen, weil sich die Frau von ihnen getrennt hat oder sich trennen will. Sie wollen die Frau zurückhaben, möglichst ohne sich zu ändern.
Frauen rufen an
In vielen Fällen nehmen die Partnerinnen den ersten Kontakt zur Beratungsstelle auf. Erst dadurch bringen sie den Mann dazu, selbst Hilfe aufzusuchen.
Um zu vermeiden, daß die Opfer mitsamt ihren Kindern ins Frauenhaus flüchten müssen, versucht "Mannsarde" ein stationäres Projekt - das Stadthaus - ins Leben zu rufen. "Die Frauen und ihre Kinder sollen in der häuslichen Umgebung bleiben. Statt dessen kommt der Mann in eine Unter-bringung. Dort muß er für einen gewissen Zeitraum eine Beratung wahrnehmen. Er soll zusammen mit anderen Männern lernen, gewaltfrei zu leben", erklärt Gerhard Hafner die Idee des Stadthauses.
Ein ähnliches Projekt existiert bereits in Melbourne, Australien. Dort machen die betroffenen Män-ner und Frauen gute Erfahrungen mit der stationären Betreuung. "In einer Großstadt wie Berlin be-steht durchaus auch Bedarf für ein solches Projekt", meinen die Sozialarbeiter der Beratungsstellen.
Nur Schulterklopfen
Von vielen Politikern gelobt, steht die Finanzierung des Projekts dennoch in den Sternen. "Das ist ein häufiger Widerspruch", resümiert Gerhard Hafner, "daß man im Gespräch mit Politikern und Politikerinnen ein kräftiges Schulterklopfen bekommt, aber Geld gibt's dann eben trotzdem nicht."
Dies gilt nicht nur für die Finanzierung des Stadthauses, sondern auch für die Arbeit der Vereine selbst. Und für die Plakataktion von "mannege" gegen Gewalt in Beziehungen fehlt bislang auch noch ein Geldgeber. "Das Konzept liegt fertig in der Schublade", sagt Christian Spoden. "Sobald wir die nötigen 15 000 Mark zusammenhaben, kann es losgehen."
mannege - Information und Beratung für Männer e.V., Öffnungszeiten: Montag und Donnerstag 16 bis 18 Uhr, Mittwoch 11 bis 13 Uhr. Haus der Demokratie, Zimmer 304, Friedrichstraße 165, 10117 Berlin-Mitte, Telefon: 2 08 21 57.

http://www.europrofem.org/contri/2_02_de/de-masc/05de_mas.htm

LP 129 August-Wilhelm Scheer, geboren 1941 in Lübbecke (Westfalen), ehem. Präsi-dent Bitkom und Aufsichtsrat bei SAP – august-wilhelm.scheer@dfki.de

71 Prozent der Frauen in Deutschland nutzen das Internet und haben so mit den Männern (73 Pro-zent) nahezu gleichgezogen. Auch sind männliche Internetnutzer mit durchschnittlich 146 Minuten pro Tag nicht mehr sehr viel länger online als Frauen mit etwa 130 Minuten. Das ergab eine am Sonntag veröffentlichte Umfrage der Meinungsforschungsinstitute Forsa und Aris. Auftraggeber war der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom). Vor zwei Jahren nutzten erst 60 Prozent der Frauen das Netz.

Andere Klischees behalten ihre Gültgkeit: Beim Nutzen der kommunikativen Möglichkeiten im Internet liegen Frauen vorne. So sind vier von fünf weiblichen Nutzern Mitglied in mindestens einer Internet-Gemeinschaft wie etwa Facebook. Bei Männern sind es erst drei Viertel. Für letztere sind Computer als Statussymbol deutlich wichtiger als für Frauen. In der Umfrage gaben 17 Prozent der Männer an, der PC sei ihnen als Statussmbol wichtig. Unter den Frauen waren es nur acht Prozent. "Frauen vernetzen sich, Männer tragen Geräte zur Schau", kommentierte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer die Zahlen.

Auch an der Uni bleibt alles beim Alten. Im Fach Informatik ist laut Bitkom nicht einmal ein Fünftel (18,4 Prozent) aller Studierenden weiblich, im Fach Elektrotechnik ist es sogar nur ein Zehntel (9,8 Prozent). (dpa)

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bitkom-Umfrage-Frauen-holen-im-Internet-auf-1229036.html

„In der Hightech-Branche sind Frauen drastisch unterrepräsentiert”, sagte Bitkom-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer anlässlich des Spitzentreffens. “Wir brauchen mehr Expertinnen mit technischen Qualifikationen und Frauen in Führungspositionen.” Der Verband kündigte die Initia-tive Frauen in die IT an. Zu den geplanten Maßnahmen gehören ein freiwilliger Kodex für die Unternehmen, Praxis-Leitfäden sowie ein Preis, mit dem künftig einmal jährlich Frauen für heraus-ragende Leistungen im Hightech-Sektor ausgezeichnet werden. Zudem erhalten Expertinnen und Managerinnen im Bitkom eine Plattform für den Aufbau eines eigenen Netzwerkes.
Nach einer Analyse der Personalberatung Kienbaum für den Bitkom sind derzeit lediglich 17 Pro-zent aller IT-Experten in Deutschland Frauen. Nur 6 Prozent der Führungspositionen im IT-Bereich sind von Frauen besetzt. “Der geringe Frauenanteil bei IT-Experten verwundert nicht, denn nur we-nige Frauen absolvieren eine Berufsausbildung oder ein Studium in diesem Bereich”, sagte Scheer. Lediglich 18 Prozent aller Studienanfänger in der Informatik seien weiblich. Bei den IT-Ausbildungsberufen seien es sogar nur 9 Prozent.
Scheer: “In dieser Situation sind hohe, gesetzlich festgelegte Quoten für Frauen in Führungspositi-onen in der ITK-Branche kaum zu erreichen.” Selbstverpflichtungen seien insbesondere für die vie-len mittelständischen Hightech-Unternehmen der bessere Weg. Scheer appellierte zudem an die Politik, die Betreuung für Kinder und Jugendliche zu verbessern: “Die besten Firmenprogramme helfen wenig, wenn Betreuungsangebote fehlen, um Familien mit berufstätigen Eltern zu entlasten.”
http://www.silicon.de/41551049/itk-branche-fuehrung-ohne-frauen/

LP 130 Ulrich Mäurer, SPD, geboren 1951 in Höhr-Grenzhausen, Studium der Rechts-wissenschaften in Marburg und Bremen, Senator für Inneres und Sport

Auch Sportsenator Ulrich Mäurer (SPD) hob hervor, wie wichtig es sei, gegen ein solch aktuelles Thema wie sexuelle Belästigung präventiv vorzugehen. „Überall dort, wo Erwachsene mit Kindern und Jugendlichen zusammentreffen, ergeben sich so genannte Tatgelegenheiten“, so Mäurer. Aus diesem Grund halte er es auch für unerlässlich, nicht nur in Schwimmbädern, sondern allgemein im Kinder- und Jugendsportbereich präventive Maßnahmen anzuwenden. „Die Kampagne der Bremer Bäder ist hierzu eindeutig ein Schritt in die richtige Richtung“, fasste Mäurer zusammen.

http://www.kreiszeitung.de/nachrichten/bremen/kampf-gaffern-1212456.html

Gewalt ist keine Privatangelegenheit
Kriminalität Stalking und häusliche Gewalt sind stärker enttabuisiert und werden öfter zur Anzeige gebracht
Häusliche Gewalt und Stalking werden in Bremen immer häufiger angezeigt. Zum Internati-onalen Tag gegen Gewalt an Frauen haben Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) und die Zentralstelle zur Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau (ZGF) gestern aktuelle Zahlen vorgelegt.
Die Anzeigen von häuslicher Gewalt stiegen 2008 leicht auf 2.161 an, Stalking wurde in 353 Fällen angezeigt. Dies sind die ersten Zahlen zu Stalking in Bremen, da es erst seit April 2007 als Straftatbestand gilt. "Nachstellen ist der technische Begriff dafür", erklärte Mäurer. Das reiche von Telefonterror bis zum Überschütten mit nicht bestellten Versandhauswaren. Mitarbeiter von Polizei und Staatsanwaltschaft seien speziell geschult und feste Ansprech-stellen für Opfer eingerichtet worden. "Dort weiß man, wie schwierig es für Betroffene ist, wenn es in der Familie oder im privaten Umfeld zu solchen Vorfällen kommt", sagte Mäurer.
Brigitte Melinkat von der ZGF führt das steigende Anzeigeverhalten auf die Enttabuisierung von häuslicher Gewalt zurück. "Sie gilt nicht mehr als Privatangelegenheit von Paaren", sagte sie, "sondern wird als gesellschaftlicher Missstand geächtet". Immer häufiger kämen Anzeigen auch aus dem sozialen Umfeld. "Das ist ein gutes Zeichen", so Melinkat, "die Op-fer werden weniger allein gelassen". AG

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ra&dig=2009/11/25/a0021&cHash=46d0ac9ec4

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Die ultimative Dienstleistungsoffensive des Antifeminismus

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