Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

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Würde, könnte, müsste (Projekte)

verfasst von Mus Lim(R) Homepage, 27.06.2012, 00:59

Wenn ich mich auch mal zu Wort melden darf?

Zunächst vorweg: Rainer, bitte in die Kategorie "Projekte" verschieben. Danke!

Nein, wir brauchen kein Qualitätsmangement.
Ganz einfach deshalb, weil WikiMANNia zunächst etwas Wesentliches fehlt: Mitarbeiter.

So verständlich der Ruf nach Qualität ist, so sehr scheitert es ganz banal daran,
wie sovieles andere auch scheitert: An Leuten, die es umsetzen.


Zu meiner persönlichen Arbeit:

Ich hätte schon gerne wollen, aber ich habe meist nicht mehr geschafft, als die auflaufende Information aus Genderama, FemokratieBlog, WGvdL-Forum und anderen Quellen so einzupflegen, dass sie nicht verloren gehen, beziehungsweise zumindest auffindbar und aufrufbar bleiben.

Für konkrete Artikelarbeit blieb keine Zeit oder gar an Qualitätsmangement war und ist nicht zu denken.
DAS ist die Ausgangslage, die Diskussion über Qualitätsfragen ist eine Diskussion auf der rosa Wolke des "Würde, könnte, müsste".

» Alle hämischen Kommentare wie "warum machst du es nicht selber" o.Ä. sind nicht hilfreich, weil ich mir meine Zeit schon selber einteilen möchte.
Solche Kommentare sind nicht hämisch, sondern soll den Kommentierenden auf den Boden der Tatsachen zurückholen.

Und die Realität ist die, dass in WikiMANNia rein gar nichts passiert, sieht man von sporadischen Einträgen von Markus und Werner ab.

» Ich möchte aber darum bitten, auf die Qualität statt auf die Quantität zu achten.
Angesichts der Lage ein (mehr als) frommer Wunsch.

Was WikiMANNia ist und was es nicht ist:

» Hätte man (als Beispiel!) auf 20% der Beiträge bis heute verzichtet, aber dafür die vorhandenen 80% sauberer bearbeitet, könnte Wikimannia zu dem werden was mir, und ich denke auch was Euch vorschwebte: Zu einer Daten- und Faktensammlung, die durch ihre saubere Recherchearbeit in den Fakten unwiderlegbar ist und damit zu einer SERIÖSEN QUELLE auch für die Medien und Politik wird.

Offenbar ist nicht klar, was WikiMANNia ist.
Was WikiMANNia sein könnte, steht auf einem ganz anderen Blatt und bleibt (zumindest zur Zeit) Fiktion.

WikiMANNia ist zur Zeit
* nur zu einem sehr kleinen Teil bestehend aus gut strukturierten Artikeln
* und zu einem sehr großen Teil, was ich Sammelsurium oder Linkcontainer nennen würde.
Es war ursprünglich die Absicht, die Plattform WikiMANNia dazu zu nutzen, die Materialsammlung, die jeder lokal auf seinem Rechner gesammelt hat, extern zur Verfügung zustellen.
Aus diesem Haufen Material müsste etwas (möglichst Hochwertiges, ja) geschaffen werden. Allerdings gibt es niemanden, der
a) fähig ist und
b) zeitlich verfügbar
der dieses auch tut.

» Ich bin jedenfalls der Meinung daß die Maxime "besser erst mal kein Artikel als ein Schlechter" Euch in Fleisch und Blut übergehen möge.
Das, wie gesagt, war nicht die Absicht von WikiMANNia.
Weil das wieder dazu führen würde, dass ein jeder sein Material lokal auf seinem Rechner sammeln würde, wo dann aber auch kein fertiger Artikel draus wird.
In der jetzigen Form besteht jedenfalls die (wenn auch zugegeben theoretische) Möglichkeit, dass jemand den Wust an Material nimmt, und das zu einem guten oder zumindest brauchbaren Artikel verarbeitet.

Wie man Mitarbeiter gewinnt oder auch nicht:

Mir wurde schon zugetragen, dass WikiMANNia durch meine Arbeit zu kompliziert geworden wäre und dass diese Kompliziertheit potentielle Mitarbeiter abschrecken würde.

Es ist für viele schon eine Herausforderung, im Wiki einen Link (Fußnote) richtig zu setzen oder ein Template richtig zu verwenden. Und nun sollen noch umfangreiche Qualitätsstandards draufgesattelt werden?!? *lol*

Entschuldigung, das ich lache, aber das ist vollkommen utopisch.

Das ist leider sowas entfernt von dem augenblicklich Machbaren, dass es schon einem Realitätsverlust gleichkommt.

Man frage einmal ChrisTine, wieviel Arbeit sie aufwenden muss, um einen Beitrag in FemokratieBlog einzustellen. Davon macht sich kaum jemand eine genaue Vorstellung. Das ist Punkt eins.

Praktisch lief meine Arbeit in WikiMANNia, wenn mal andere Benutzer etwas beitrugen, so ab:
Ich musste jedem Beitrag
a) auf Rechtschreibfehler prüfen und ggfs. korrigieren
b) bei neue Artikeln oder Abschnitten sinnvoll mit anderen Artikeln verlinken
c) die Links überarbeiten. Oft wird nur eine URL reingehauen, ohne Schlagzeile und ohne Nennung von Zeitung und Datum, beziehungsweise Autor des Artikels
Ich will nicht ins Detail gehen, aber die Realität sieht so aus, dass schon diese Grundzüge der Qualität sehr arbeitsintensiv sind. Und nun kommen Qualitätsanforderungen nach Standard der Industrie! *lol* Ich kriege mich nicht mehr ein vor Lachen.

Es ist doch eher so, dass ich mit dem, was ich bislang an Qualitätsarbeit gemacht habe, schon Gefahr lief, dass die Benutzer in WikiMANNia mir das übelnahmen, wenn ich ihre Arbeit "hinterherkorrigiert" habe.
Die Leute sind da sehr empfindlich und bleiben schnell weg. Rainer hat mich da zur Zurückhaltung ermahnt.

Und nun kommt da einer daher und meint, man müsse noch wesentlich höhere Qualitätsstandards durchsetzen.

Das ist absolut unrealistisch!

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