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<title>Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land? - Plötzlich ist Vermummung Teil der Meinungskundgabe,</title>
<link>https://wgvdl.com/forum3/</link>
<description>Gleichberechtigung, Männerdiskriminierung, Männerbenachteiligung, Antifeminismus</description>
<language>de</language>
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<title>Plötzlich ist Vermummung Teil der Meinungskundgabe,</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#999;"><strong>Wieder einmal Rosinenpickerei!</strong></span></p>
<p><strong>Cologne Pride 2023<br />
Sind Fetischmasken beim CSD in Köln verboten?</strong></p>
<p>Fallen Fetischmasken beim CSD unter das Vermummungsverbot? Diese Frage beschäftigt im Vorfeld der Kölner Pride-Parade die Community.</p>
<p>Sie tragen Hundemasken aus Leder oder Latex, Halsbänder und teilweise Hundeleinen: &quot;Pupplayer&quot; oder &quot;Puppies&quot; (zu Deutsch: Welpen) sind fester Bestandteil der Fetisch-Szene und auch bei den CSD-Paraden ein gewohnter Anblick.</p>
<p>Bei der Pride-Demonstration in Recklinghausen im Juni kam es jedoch zu einem Eklat um die Hundemasken: Die Polizei hatte die Pupplayer aufgefordert, ihre Masken abzulegen. &quot;Teilnehmende aus der Pet-Play-Community durften mit Verweis auf das Vermummungsverbot nur ohne Hundemasken beim Demonstrationszug mitlaufen&quot;, berichtete etwa das Szene-Magazin &quot;queer.de&quot;.<br />
Fetischmasken als &quot;Meinungsäußerung&quot;</p>
<p>Das Vermummungsverbot ist Teil des Versammlungsgesetzes und verbietet das Bedecken des Gesichtes bei Demonstrationen, damit eine Identifizierung der Teilnehmer gewährleistet werden kann. Anders sieht das jedoch beim CSD aus: Das Verbot der Masken in Recklinghausen war rechtswidrig. Bereits nach einem ähnlichen Vorfall beim Ruhr-CSD 2018 in Essen hatte NRW-Innenminister Herbert Reul eingeräumt, dass ein Verbot der Masken nicht zulässig sei. So sei das Ziel des Tragens von Fetischmasken nicht, die eigene Identität zu verschleiern.</p>
<p>&quot;Vielmehr könne ein Tragen dieser Fetisch-Masken zu einem solchen Anlass der Meinungsäußerung oder der künstlerischen Verwirklichung zugerechnet werden, was von dem Vermummungsverbot nicht erfasst werde&quot;, hieß es damals in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen im Landtag. &quot;Eine Aufforderung, das Tragen der Masken zu unterlassen, hätte bei dem vorliegenden Sachverhalt demnach nicht erfolgen dürfe</p>
<p><span style="font-size:large;"><strong>Ausnahme</strong></span> für Teilnehmer des CSD</p>
<p>Dennoch beschäftigt die Diskussion um die Fetischmasken auch die Organisatoren des CSDs in Köln, der am Sonntag, dem 9. Juli, in der Pride-Parade gipfeln wird. So schreiben die Veranstalter in Ihren Teilnahmebedingungen für die Demonstration: &quot;Grundsätzlich besteht [...] das Verbot, an Versammlungen in einer Aufmachung teilzunehmen oder Gegenstände mit sich zu führen, die den Umständen nach dazu bestimmt sind, die Feststellung der Identität zu verhindern.&quot;</p>
<p>&quot;Die genannten Umstände liegen jedoch bei Versammlungsteilnehmenden, welche eine Maske tragen, um damit eine Lebensweise, ein Lebensgefühl oder eine sexuelle Orientierung auszudrücken, nicht vor&quot;, heißt es in Bezug auf die Ordnungsbehörden weiter. <strong>&quot;Es ist vielmehr Teil der Meinungskundgabe, welche die Vielfalt und Toleranz in der Gesellschaft zum Gegenstand hat. Somit ist das Tragen einer Maske oder eines anderen Gegenstands [...] bei der CSD-Demo nicht verboten.&quot;</strong></p>
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<link>https://wgvdl.com/forum3/index.php?id=127489</link>
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<pubDate>Mon, 03 Jul 2023 10:20:54 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Pack</dc:creator>
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