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<title>Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land? - Liste Femanzen Dr. Margit Weber</title>
<link>https://wgvdl.com/forum3/</link>
<description>Gleichberechtigung, Männerdiskriminierung, Männerbenachteiligung, Antifeminismus</description>
<language>de</language>
<item>
<title>Liste Femanzen Dr. Margit Weber</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>F203 <strong>Dr. Margit Weber</strong> Studium der Katholischen Theologie und Latein auf Lehramt sowie Englisch und Geschichte in München und Heidelberg – promovierte an der LMU im Fach Kirchenrecht - Unterrichtstätigkeit an verschiedenen Schulen - seit 2003 Gastprofessorin am Kanonischen Institut der Universität Potsdam – seit 2006 Universitätsfrauenbeauftragte der Ludwig-Maximilians-Universität München – Sprecherin der Landeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten - Frauenbeauftragte@lrz.uni-muenchen.de - <br />
margit.weber@kaththeol.uni-muenchen.de - Frauenbeauftragte@lmu.de</p>
<p>Universität als grundlegend „gegenderte“<br />
Organisation: Genderkompetenz und Gender in der<br />
Lehre immer gefragter<br />
Die Studierendenproteste Ende letzten Jahres haben die Diskussion über die<br />
bayerische und deutsche Hochschullandschaft und Hochschulpolitik sowie<br />
über Reformen der Bolognareform verlebendigt. Die Besetzung von Hörsälen<br />
holte auch Politiker und Politikerinnen an unsere Universität, um mit den<br />
Studierenden zu diskutieren. Die Studierenden untereinander versuchten ebenso<br />
eine gemeinsame Linie bzw. gemeinsame Grundsatzforderungen durch regelmäßige<br />
Diskussionsrunden zu finden und zu formulieren. Ein Problem<br />
dabei wurde offensichtlich die Begrenzung der Rededauer. Da sich wesentlich<br />
mehr männliche Kommilitonen ans Rednerpult drängten und diese dann<br />
auch noch wesentlich länger redeten als ihre Kommilitoninnen, wurde zunächst<br />
die Redezeit begrenzt und schließlich eine Redequote eingeführt.<br />
Der Frage, warum Studenten eher geneigt sind das Wort zu ergreifen und Studentinnen<br />
eher zurückhaltender in ihren Wortmeldungen sind – ähnliches ist<br />
auch immer wieder aus Seminaren vernehmbar, unabhängig von der inhaltlichen<br />
Qualität des Redebeitrages –, kann hier nicht nachgegangen werden.<br />
Dieses Beispiel zeigt aber auf, dass Gendersensibilität nach wie vor auch in<br />
grundlegenden demokratischen Abläufen wie einer Diskussion unter Studierenden<br />
noch unterentwickelt ist. Als ob die Diskussionskultur zu politischen<br />
Themen das eine sei und Gender(kompetenz) etwas anderes. Ganz so wie<br />
eben die Universität sich selbst nach wie vor noch versteht. Dabei ist die<br />
Wissenschaft eine grundlegend „gegenderte“ Organisation, v. a. wenn niemand<br />
von Gender spricht. Es herrscht die Auffassung, Wissenschaft ist Wissenschaft<br />
und Gender ist Gender, beides sind zwei verschiedene Dinge. Daher muss in<br />
allen Bereichen im Sinne von Gender Mainstreaming gedacht und gehandelt<br />
werden, was zur Aufgabe aller Einheiten und Mitglieder einer Universität<br />
gemacht werden sollte. Die Leitungsebene muss gendersensibel und -gerecht<br />
entscheiden, die Studierenden gendergerechte Lehre erfahren und gendergerecht<br />
lernen.<br />
Aufgrund des steigenden Interesses unter den Studierenden an Genderkompetenz<br />
und der Behandlung von Genderthemen in Forschung und Lehre<br />
wird wie bereits in den letzten Semestern das entsprechende Kursangebot im<br />
Rahmen des Programms LMU-PLUS weiter ausgebaut. Die Genderkompetenzkurse<br />
werden ab dem Sommersemester 2010 in drei aufeinander aufbauenden<br />
Modulen angeboten: dem Grundkurs, dem Aufbaukurs und dem<br />
Genderkolloquium zu ausgewählten Themen. Für die Dozierenden wird das<br />
Kursangebot für Nachwuchswissenschaftler/innen im Rahmen von LMUEXTRA<br />
fortgesetzt und erstmals wird eine Plattform geschaffen, auf der<br />
Professor/innen Erfahrungen über Gender und Lehre austauschen können<br />
(vgl. S. 48 – 50 und S. 53f).<br />
Da diese Kurse von Studierenden kontinuierlich stark, von Dozierenden mit<br />
langsam steigender Tendenz nachgefragt sind, hat die Frauenbeauftragte das<br />
Lehrerbildungszentrum (LBZ) der LMU und das Center for Leadership and<br />
2<br />
People Management als Kooperationspartner gewinnen können. Das Lehrerbildungszentrum<br />
bietet ab April 2010 in Kooperation mit der Frauenbeauftragten<br />
im Rahmen des Münchener Lehrertrainings regelmäßig Workshops<br />
zu Geschlecht. Sprache. Unterricht. – Genderkomptenz in der Schule für<br />
Lehramtsstudierende an, denn gerade Lehrberufe transportieren über Sprache<br />
und Didaktik unbewusste Rollenbilder und Rollenfestschreibungen. Der<br />
Workshop geht verschiedenen Frage nach, so etwa: Welche traditionellen<br />
Rollenklischees gilt es zu vermeiden, um allen Heranwachsenden möglichst<br />
viele Entwicklungsperspektiven zu eröffnen? Wo treffen Unterrichtende<br />
selbst auf Rollenerwartungen seitens der Schüler und Schülerinnen? Haben die<br />
Geschlechter unterschiedliche Lehrbedürfnisse? Weitere Informationen dazu<br />
finden sich auf der Website des LBZ (http://www.lehrerbildungszentrum.unimuenchen.<br />
de) und auch unter LMU-PLUS, S. 53. Das Center for Leadership<br />
and People Management bietet ab dem Sommersemester zusätzliche Kompetenztrainings<br />
für Führungskräfte in der Wissenschaft an, in denen auch<br />
Fragen zu Gender in der Personalführung behandelt werden (http://<br />
<a href="http://www.peoplemanagement.lmu.de">www.peoplemanagement.lmu.de</a>).<br />
An der Entwicklung einer gendergerechten Lehre können und sollten die<br />
Studierenden aktiv mitwirken, indem Sie z. B. sowohl eine gendergerechte<br />
Sprache, Didaktik und Stoffpräsentation als auch das Aufgreifen von genderspezifischen<br />
Themen einfordern.<br />
In diesem Zusammenhang möchten wir – wie bereits in den letzten Editorials<br />
– erneut das Online-Modul der virtuellen Hochschule Bayern (vhb) zu Gender<br />
&amp; Diversity. Einführung in Fragestellungen, Theorien und Methoden<br />
empfehlen, das – entwickelt unter der Konsortialführung der LMU – seit<br />
dem Wintersemester 2008/2009 zur Verfügung steht und die Vermittlung<br />
von Genderwissen an der LMU verstärkt. Zum Erlernen und Weiterentwickeln<br />
von Genderwissen als Schlüsselkompetenz werden hierbei drei Online-<br />
Lehrveranstaltungen (Vorlesung, Seminar, Übung) angeboten, denen ein<br />
workload von jeweils 3 ECTS-Punkten entspricht. Das Modul ist interdisziplinär<br />
ausgerichtet. Es kann zusätzlich und freiwillig zu den in den einzelnen<br />
Studiengängen vorgeschriebenen Lehrveranstaltungen besucht werden (Weitere<br />
Informationen zu diesem Modul S. 10 + 11). V. a. aber sei auf das umfangreiche<br />
Lehrangebot zu Gender/Geschlecht des Lehrstuhls für Soziologie/Gender-<br />
Studies von Frau Prof. Irene Villa hingewiesen (vgl. S. 30 – 39 und www.gender.<br />
soziologie.uni-muenchen.de). Professorin Villa hat im Januar 2010 nun auch<br />
einen „Gender Salon“ ins Leben gerufen, der an jedem vierten Mittwoch im<br />
Monat in der Glockenbachwerkstatt (Blumenstraße 7, 80331 München)<br />
stattfindet und bei dem über aktuelle Gender-Themen aus Film, Kultur, Kunst,<br />
Werbung, Literatur u. v. m. diskutiert wird (vgl. <a href="http://www.glockenbachwerkstatt.de">www.glockenbachwerkstatt.de</a>).<br />
Schließlich noch ein hochschulpolitischer Hinweis: Zur Evaluierung der Verwendung<br />
der Studienbeiträge an der LMU sowohl auf zentraler wie auf<br />
Fakultätsebene wurde vom Senat eine Senatskommission eingerichtet, der –<br />
paritätisch besetzt – StudierendenvertreterInnen und SenatorInnen angehören.<br />
Diese Kommission erarbeitet Kriterien zur Evaluierung der Vergabepraxis an<br />
der LMU. Die Studierenden sollten hierbei aktiv und konstruktiv bleiben,<br />
noch haben sie die Aufmerksamkeit der Politik.<br />
Editorial<br />
3<br />
Im wissenschaftlichen Beitrag der vorliegenden Ausgabe der Frauenstudien<br />
Arbeit in prekären Zeiten. Ethnografien und Reportagen über Gender-<br />
Aspekte rund um das Erwerbsleben stellt die Ethnologin Frau Professor<br />
Irene Götz vom Institut für Volkskunde/Europäische Ethnologie der Fakultät<br />
12 die Familienarbeit als weitgehend emotionale Arbeit der „richtigen“ Arbeit<br />
in der Berufswelt gegenüber. In ihrem Forschungsprojekt Spätmoderne Arbeitsund<br />
Lebenswelten untersuchte sie anhand ethnographischer Fallstudien die<br />
subjektiven Anreize für Frauen, die noch immer weitgehend allein die alltäglichen<br />
Konflikte und Bedürfnisse der Familie ohne befriedigende Anerkennung<br />
im privaten wie im öffentlichen Bereich ausgleichen müssen, in der Erwerbstätigkeit<br />
und warum diese geradezu zur Zufluchtstätte für das Bedürfnis nach<br />
Teamorientierung, Anerkennung und Selbstverwirklichung wird. Das Ergebnis<br />
zeigt, dass auch die spätmoderne Lebens- und Arbeitswelt „gegendert“ ist und<br />
Selbst- und Fremdbilder u. a. durch tradierte Rollenzuschreibungen geprägt<br />
bleiben.<br />
Der studentische Beitrag stammt von Frau Elisabeth Maier, Studentin Lehramt<br />
Realschule; sie hat die Genderkompetenzkurse von Frau Professor Onnen-<br />
Isemann über mehrere Semester hinweg regelmäßig besucht und schildert in<br />
ihrem Beitrag Inhalt, Methoden, Nutzen und Beteiligung der Studierenden.<br />
Dabei, soviel sei vorweggenommen, hält sie als zentrales Ergebnis fest: Ein<br />
enormer Gewinn!<br />
Unser herzlicher Dank gilt beiden Gastautorinnen für Ihre Beiträge. Meine<br />
Mitarbeiterinnen und ich wünschen allen ein erfolgreiches Sommersemester!<br />
München, im Februar 2010<br />
Dr. Margit Weber,<br />
Universitätsfrauenbeauftragte</p>
<p><a href="http://www.frauenbeauftragte.uni-muenchen.de/frauenbeauftr/frauenstudien/sose10.pdf">http://www.frauenbeauftragte.uni-muenchen.de/frauenbeauftr/frauenstudien/sose10.pdf</a></p>
<p>Studium der Fächer Katholische Theologie und Latein für das Lehramt an Gymnasien,<br />
daneben Studien in Englisch und Geschichte, in München und Heidelberg.<br />
Promotion an der LMU im Fach Kirchenrecht mit einer eherechtlichen Arbeit<br />
über die Totalsimulation nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung der<br />
Rota Romana. Nach einer Unterrichtstätigkeit an verschiedenen Schulen und<br />
Elternzeit Ende 1997 Rückkehr an die Universität München als wissenschaftliche<br />
Assistentin am Lehrstuhl für Eherecht, Prozess- und Strafrecht sowie<br />
Staatskirchenrecht am Klaus-Mörsdorf-Studium für Kanonistik (vormals<br />
Kanonistisches Institut) an der Katholisch-Theologischen Fakultät; ab 2004 wiss.<br />
Angestellte und seit Juni 2006 Akademische Rätin. Seit 1.5.2003 Gastprofessorin<br />
am Kanonistischen Institut der Universität Potsdam und seit 1.5.2004 Diözesanrichterin<br />
am Konsistorium der Erzdiözese Berlin, daneben langjährige Tätigkeit<br />
als Anwältin an kirchlichen Gerichten.<br />
Die Lehrtätigkeit erstreckt sich auf die Theologenausbildung aller Studiengänge<br />
sowie die Lehre im Aufbaustudium des Klaus-Mörsdorf-Studiums für Kanonistik,<br />
einem Lehr- und Forschungsinstitut für Kanonisches Recht, das grundsätzlich<br />
Absolventen und Absolventinnen eines Theologie- oder Jurastudiums zum Erwerb<br />
eines Lizentiats oder Doktorats des kanonischen Rechts offen steht. Mitarbeit<br />
in einschlägigen theologischen und kanonistischen Lexika und Zeitschriften:<br />
LThK, RGG, Neues Bibellexikon, Lexikon des Kirchenrechts, Wörterbuch der<br />
feministischen Theologie. Leitung der Redaktion der ältesten kanonistischen Fachzeitschrift<br />
der Welt (Archiv für kath. Kirchenrecht) sowie Mitglied im wissenschaftlichen<br />
Beirat der kanonistischen Fachzeitschrift De processibus<br />
matrimonialibus. Schwerpunkte der Arbeit liegen im Ehe- und Prozessrecht, wozu<br />
die Tätigkeit als Richterin bzw. Anwältin den nötigen Rückhalt in der Praxis verleiht,<br />
im Staatskirchenrecht der ehemaligen Ostblockländern (insbesondere<br />
Tschechien und Slowakei) sowie in der lateinische Rechtssprache.<br />
Bisheriges frauenpolitisches Engagement<br />
Von Dezember 1997 bis Oktober 2000 war ich Frauenbeauftragte der Katholisch-<br />
Theologischen Fakultät. Gleich zu Beginn meiner Amtszeit durfte ich in der Zwischenbilanz<br />
zum 10jährigen Bestehen der Institution der Frauenbeauftragten, die<br />
die damalige Universitätsfrauenbeauftragte, Frau Dr. Edda Ziegler, angeregt hatte1<br />
, zu den Zielen als Frauenbeauftragte an unserer Fakultät Stellung nehmen.<br />
Mit ein paar wenigen Mitstreiterinnen und Mitstreitern entwickelte ich gemäß<br />
den Empfehlungen zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Studium, Forschung<br />
und Lehre (Senatsbeschluss von 1995, Nr. 9.1) den Frauenförderplan der<br />
Katholisch-Theologischen Fakultät, der am 20. Mai 1998 vom Fachbereich einstimmig<br />
als Handlungsempfehlung angenommen worden ist. Außerdem wurde<br />
ich eingeladen, die Fakultät zum ersten Mal in den Gender Studies vorzustellen.2<br />
In meiner Amtszeit organisierte ich regelmäßig Gastvorträge und Veranstaltungen<br />
(kulturhistorische Führungen, Mentoringgespräche mit Frauen aus Wissenschaft<br />
und Politik) zu Genderaspekten. In regelmäßigen Abständen wird in meinen Lehrveranstaltungen<br />
auch die Stellung der Frau in der Kirche aus rechtlicher Sicht<br />
thematisiert.<br />
Zur 100-Jahr-Feier der akademischen Bildung von Frauen in Bayern im Jahr 2003<br />
konzipierte und organisierte ich mit Studentinnen und Studenten der Fakultät eine<br />
Photoausstellung und einen Festakt „Frauen und Katholische Theologie an der LMU<br />
– Impressionen“. Zur Ausstellungseröffnung am 24.6.2003 hielt Frau Prof. Dr. Dr.<br />
h.c. Elisabeth Gössmann, die als erste Frau an der Katholisch-Theologischen Fakultät<br />
der LMU im WS 1954/1955 promovierte hatte – also 50 Jahre nach der<br />
Zulassung von Frauen zum Universitätsstudium in Bayern!3 –, den Festvortrag mit<br />
dem Titel „Geburtsfehler: weiblich“.4 Außerdem bereitete ich für dieses Jubiläum<br />
eine Artikelreihe im Münchener Merkur5 über Professorinnen an der LMU vor, die<br />
von Studentinnen und einem Studenten der Fakultät interviewt worden waren.<br />
Mit der Novellierung des Bayerischen HSchG im Jahr 1998 erhielten die Fakultätsfrauenbeauftragten<br />
erstmals Stimmrecht in den Fachbereichsräten; da ich damals<br />
zugleich Vertreterin des akademischen Mittelbaues war, kam ich in die Ausnahmesituation,<br />
über zwei Stimmen zu verfügen.<br />
Vom 1.10.2000 bis 31.10.2002 war ich eine der drei Stellvertreterinnen von Frau<br />
Prof. Dr. Ulla Mitzdorf im Amt der Universitätsfrauenbeauftragten. Diese Tätigkeit<br />
konnte ich ab dem 1.10.2005 wieder aufnehmen, da ich inzwischen eine unbefristete<br />
Stelle innehatte.6 Schließlich wurde ich am 18. Mai dieses Jahres vom<br />
Senat auf Vorschlag der Universitätsfrauenkonferenz zur Nachfolgerin von Frau<br />
Mitzdorf gewählt und am 21. Juni von der Landeskonferenz der Universitätsfrauenbeauftragten<br />
zu deren Sprecherin, auch hierin als Nachfolgerin von Frau Mitzdorf.<br />
Als stellvertretende Universitätsfrauenbeauftragte vertrat ich Frau Mitzdorf in verschiedenen<br />
Universitätskommissionen und gelegentlich im Colloquium für die<br />
HWP-Stipendiatinnen und arbeitete mit ihr und den beiden weiteren Vertreterinnen<br />
bei der Vorbereitung der Kommissionsentscheidung für die Vergabe der HWPStipendien<br />
sowie bei der Vergabe der Gleichstellungsprämien zusammen.<br />
Grundsätzliche Aufgaben<br />
Viele Arbeits- und Aufgabenbereiche haben sich seit Einführung des Amtes und<br />
dank energischem und beharrlichem Engagement aller meiner Vorgängerinnen<br />
mittlerweile etabliert.<br />
Die Aufgaben reichen von der Mitarbeit in den Hochschulgremien und der Organisation<br />
der Konferenz der Frauenbeauftragten der LMU über die Förderung von<br />
Nachwuchswissenschaftlerinnen, die Beratung von Studentinnen und wissenschaftlichen<br />
Mitarbeiterinnen bis zur universitätsübergreifenden Organisation der Landeskonferenz<br />
der Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten an Bayerischen Hochschulen.<br />
Darüber hinaus wurden und werden von den Frauenbeauftragten immer<br />
wieder neue, kreative Ansätze zur Förderung des Gleichstellungsbewusstseins innerhalb<br />
der Universität realisiert und Maßnahmen zum Abbau bestehender Benachteiligung<br />
von Frauen konzipiert und durchzusetzen versucht. Landes- und<br />
bundesweiter Informationsaustausch mit den Kolleginnen, Vernetzungen mit außeruniversitären<br />
Gruppen und Interaktionen mit hochschulpolitisch engagierten Politikern<br />
und Politikerinnen gehören ebenso zu ihrem Funktionsradius.<br />
In all diesen Arbeitsbereichen ist ein möglichst kontinuierlicher Übergang mit geringem<br />
Erfahrungs- und Einarbeitungsverlust wünschenswert. Er ist weitgehend<br />
gewährleistet durch die gezielte Einführung und bereitwilligen Erläuterungen meiner<br />
Vorgängerin sowie durch die kompetente Unterstützung der Mitarbeiterinnen<br />
des Frauenbüros.<br />
Editorial<br />
668<br />
5<br />
Die Ziele meiner Vorgängerinnen sind leider nicht veraltet, was allein ein Blick<br />
auf die aktuellen geschlechterdifferenzierten Statistiken der LMU belegen7 : Frauen<br />
sind zwar im Mittelbau mit über 40% vertreten, haben aber mit knapp 37 % einen<br />
geringen Anteil an den unbefristeten Stellen auf dieser Ebene.<br />
Aktuelle Vorhaben<br />
1. Wiederbesetzung der Gender-Professur in der Soziologie: Gender Studies sind<br />
aus der internationalen Forschungslandschaft nicht mehr wegzudenken, weil immer<br />
deutlicher wird, wie notwendig die Erkenntnisse der Geschlechterforschung<br />
sind, um aktuelle gesellschaftliche Aufgaben zu bewältigen und um sich kritisch<br />
mit den Wissenschaften auseinanderzusetzen. Auch steigt die Nachfrage nach<br />
Studienmöglichkeiten in diesem Gebiet, was u.a. die bundesweit anhaltende Einrichtung<br />
von Genderprofessuren und Genderlehrstühlen8 oder die Bedarfsmeldung<br />
von bisher bereits acht bayerischen Hochschulen für drei Online-Lehreinheiten<br />
zu Gender-Themen belegen, für die unter Federführung der Universitätsfrauenbeauftragten<br />
der LMU in diesem Jahr ein Antrag auf Einrichtung an die Virtuelle<br />
Hochschule Bayern gestellt wurde. Daneben zeigt die wachsende Zahl von<br />
Forschungsanfragen aus Wirtschaft, Verwaltung, Politik oder dem Bildungs- und<br />
Erziehungsbereich, dass die Kategorie Geschlecht in allen gesellschaftlichen Bereichen<br />
von Bedeutung ist. Gender Studies üben produktive Kritik an den etablierten<br />
– meist hierarchisch von Männern geprägten – Strukturen und Mechanismen<br />
der akademischen Arbeit. Gender Studies umfassen inzwischen Frauen-,<br />
Männer- und Geschlechterforschung, denn Geschlechterverhältnisse sind nicht<br />
einfach naturgegeben, sondern in erster Linie Ergebnisse menschlichen Handelns<br />
und sozialer Strukturen.9 Die hier nur kurz umrissene Tragweite dieses Fachgebietes<br />
kann bloß ein erster Hinweis darauf sein, wie wichtig die optimale Wiederbesetzung<br />
dieser Professur, deren Einrichtung im Jahr 2000 von Wissenschaftlerinnen<br />
und Wissenschaftlern mehrerer Fakultäten und insbesondere von früheren<br />
Universitätsfrauenbeauftragten jahrelang mühsam erkämpft worden war10 , für die<br />
LMU ist. Ja, wie wichtig auch eine Aufwertung der bisherigen C-3-Professur auf<br />
einen Lehrstuhl (W3) wäre, wie dies Frau Mitzdorf in den entsprechenden Gremien<br />
schon angeregt hat, um das Profil der LMU auch im Bereich der gender-equality-<br />
Forschung zu schärfen. Die Infrastruktur dieser Universität mit ihrer enormen<br />
Fächervielfalt böte hierbei außergewöhnlich gute Voraussetzungen für gezielte<br />
interdisziplinäre Forschungs- und Evaluierungsarbeiten.<br />
2. In den nächsten Monaten steht die Erstellung der neuen Grundordnung der<br />
LMU gemäß den Vorgaben des neuen Bayerischen HSchG vom 1.6.2006 an. Auch<br />
hier wird sich die Frauenbeauftragte darum bemühen, frühzeitig einbezogen zu<br />
werden, weil darin sowohl Wahlmodus wie auch Mitgliedschaft der Fakultätswie<br />
der Universitätsfrauenbeauftragten in verschiedenen Gremien über die Vorgaben<br />
des BayHSchG hinaus zu regeln sind.<br />
Zudem werden die Mitglieder des Hochschulrates neu bestimmt, wozu Frau<br />
Mitzdorf bereits Vorschläge eingereicht hat.<br />
3. Weiterhin muss die umfassende Studienreform begleitet werden. Dabei wird in<br />
Fakultäts- und Universitätsgremien darauf hinzuarbeiten sein, dass die Einführung<br />
von BA-/MA-Abschlüssen nicht nur eine Studienorganisationsreform, sondern<br />
auch eine qualitative inhaltliche Reform zulassen muss, so dass die Einführung<br />
von Gender-Aspekten in die neuen Studienordnungen eine Chance bekommt.<br />
Editorial<br />
668<br />
6<br />
Längerfristige Perspektiven<br />
1. Die Ausfallquote bei Frauen an jeder wissenschaftlichen Qualifikationsstufe ist<br />
wesentlich höher als bei Männern – und das obwohl in vielen Fächern an der LMU<br />
Frauen mehr als die Hälfte der Studierenden ausmachen und der Frauenanteil bei<br />
den Promotionen bisweilen zwischen 40 % und 50 % liegt.11 Hingegen ist der<br />
Frauenanteil bei Habilitationen mit ca. 30 % oder gar die Anzahl der Professorinnen<br />
(56 von insgesamt 696!) nach wie vor niedrig.12 Daher geht den Universitäten<br />
immer auch ein riesiges Potential an sehr gut ausgebildeten, exzellenten Wissenschaftlerinnen<br />
verloren.<br />
Professorinnen als Vorbilder für Studentinnen können dagegen zeigen, dass akademische<br />
Karriere und Familienplanung vereinbar sind. Daher wird es Aufgabe der<br />
Frauenbeauftragten weiterhin sein, die Hochschulleitung zu aktiver Anwerbung<br />
von Frauen als Professorinnen anzuhalten und Berufungsverfahren dahingehend<br />
zu prüfen, ob Frauen unter den Bewerbern waren und ggf. ob sie auf der Liste<br />
Berücksichtigung fanden oder warum nicht.<br />
Um den Frauenanteil an Professorinnen, der an der LMU noch immer bei nur knapp<br />
9 % liegt und damit die LMU im bundesweiten und europäischen Vergleich auf<br />
hintere Plätze verweist13 , zu erhöhen, müssen auch traditionelle Vorbehalte abgebaut<br />
werden u. a. durch konstruktives Gender Mainstreaming in allen Handlungsfeldern<br />
unserer Universität und durch eine interdisziplinär ausgerichtete Genderforschung.<br />
Neben einem noch immer nicht so recht auf Touren gekommenen<br />
Bewusstseinswandel weg von historischen Ressentiments hin zu Genderbewusstsein<br />
und Genderfairness müssen weitere Anreizsysteme entwickelt und gefördert werden,<br />
um den Frauenanteil in der Professorenschaft schneller zu erhöhen und Nachteile<br />
für Frauen an der LMU rascher abzubauen. Die anstehende radikale Umwandlung<br />
der bayerischen und deutschen Hochschullandschaft mit der Einführung<br />
der Bachelor- und Masterstudiengänge, die Diskussion um Eliteuniversitäten,<br />
sowie gestärkte Hochschulleitungen könnten eine Chance für die Gleichstellung<br />
sein, aber nur, wenn die Genderperspektive in der Hektik des Umbruches und<br />
Umbaues nicht weiter an den Rand gedrängt wird, sondern als Chance zu Profilierung<br />
und Exzellenzsicherung erkannt wird. Eine Universität, die international führend<br />
sein will, kann es sich nicht leisten, entgegen aller gesellschaftlichen Veränderungen<br />
und entgegen gesetzlicher Leitlinien weibliche Exzellenz weiterhin zu ignorieren,<br />
wenn mehr als die Hälfte ihrer Studierenden Frauen sind. Andernfalls wird<br />
sie den Anschluss an die europäische Entwicklung verlieren. Die Ergebnisse der<br />
LMU in Studien- und Promotionsabschlüssen von Frauen lagen im Jahr 2005 mit<br />
62 % bzw. 50 % über dem Europadurchschnitt und weisen in die richtige Richtung.<br />
Im Vergleich dazu lag im selben Jahr der Frauenanteil an Universitätsabschlüssen<br />
europaweit bei 58 %, der Anteil an Doktoraten bei 41 %14<br />
Zielvereinbarungen, Bekenntnis zu Gender Mainstreaming, geschlechterdifferenzierte<br />
Statistiken, Entwicklung von gendersensiblen Qualitätsindikatoren,<br />
Gender-equality-funding sind nur einige Strategien, die in europäischen Nachbarländern<br />
und anderen Bundesländern schon eingeübt sind und daher auch an der<br />
LMU weiterentwickelt werden sollten.<br />
2. Ein familienfreundliches wissenschaftliches Arbeitsumfeld mit einem ausreichenden<br />
Angebot an Teilzeit-Arbeitsplätzen, die Eltern – Vater oder Mutter – bei<br />
Bedarf und vorübergehend annehmen können und die gesetzlich auch vorgeschrieben<br />
sind (vgl. Bayerisches Beamtengesetz § 80), flexible Arbeitsbedingungen und<br />
die Weiterführung des von der LMU in beachtlichem Umfang begonnenen Ausbaus<br />
unterschiedlichster Kinderbetreuungsmöglichkeiten sind weitere Felder, auf<br />
Editorial<br />
668<br />
7<br />
denen die Frauenbeauftragte das bisherige Engagement der Vorgängerin fortsetzen<br />
und der Hochschulleitung etwa eigene Konzepte vorlegen wird.<br />
3. Die mit dem neuen BayHSchG eingeleitete komplette Umstrukturierung der<br />
Universitäten in Bayern, – die Universitäten werden selbständiger, Machtzentralisation<br />
auf die Hochschulleitungen (z.B. höhere Berufungskompetenz) – ist<br />
in eine gesamtdeutsche Veränderung der Hochschullandschaft eingebettet. Diese<br />
Entwicklung muss unter vielerlei Hinsicht beobachtet werden: Gefährdet die mögliche<br />
Ausdifferenzierung in Lehr- und Forschungsuniversitäten den Zugang von<br />
Frauen zu Forschungsprofessuren, zu finanzieller Forschungsförderung und anderen<br />
Ressourcen? Drängt sie zusammen mit dem starken Zuwachs an Studierenden<br />
in Bayern durch den doppelten Abiturientenjahrgang 2011 mehr Frauen auf den<br />
Bereich der Lehre ab? Wird mehr Frauen als Männern die (be-)dienende Rolle, die<br />
Pflicht zugemutet, während mehr Männer als Frauen ihre Kür vorbereiten dürfen?<br />
4. Die Quotendiskussion, die der Präsident der DFG bei deren Jahrestagung in<br />
München am 21.5.2006 wieder angestoßen hat, muss von der Frauenbeauftragten<br />
kritisch begleitet werden.<br />
5. Bei zunehmender Gendersensibilisierung wird die Hilfestellung der Frauenbeauftragten<br />
für die Universitätsleitung immer wichtiger. Die Universitätsfrauenbeauftragten<br />
der LMU und insbesondere meine Vorgängerin, Frau Prof. Mitzdorf,<br />
die auch im Vorstand der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten<br />
war, haben über die Jahre ein weites Netzwerk auf unterschiedlichen<br />
Ebenen aufgebaut, in Bayern die Landeskonferenz der Universitäts- und<br />
Fachhochschulfrauenbeauftragten, auf Bundesebene die Bundeskonferenz aller<br />
Landessprecherinnen. Frauenbeauftragte haben im Laufe der Zeit ein großes<br />
Expertinnenwissen in Sachen Gleichstellungsarbeit erworben und können daher<br />
Ideen und Vorschläge an die Hochschulleitung weiterleiten. Auf dieses Netzwerk<br />
kann sich meine Arbeit bereits stützen.<br />
Frauenbeauftragte und Prophetie<br />
Die Frauenbeauftragte kann die Universitätsleitung in ihrem gesetzlichen Auftrag,<br />
Nachteile für Frauen zu vermeiden und abzuschaffen, nur unterstützen. Dazu bedarf<br />
es des Willens der Entscheidungsträger. Und dieser Wille lässt sich auch im<br />
Kleinen bekunden und erkennen – ebenso sein Fehlen! Sind Frauen in Kommissionen<br />
angemessen vertreten, bemüht man sich überhaupt um eine angemessene Repräsentanz,<br />
werden Frauen in ausreichender Zahl als Referentinnen zur universitären<br />
Ringvorlesung eingeladen, wird die Frauenbeauftragte ausreichend informiert<br />
und in die anstehenden Reformprozesse einbezogen? Wird eine Berufungsliste ohne<br />
Frau beanstandet?<br />
Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung von Frauenbeauftragten neigen dazu,<br />
nicht kongruent zu sein. Nicht selten ereilt sie das Epitheton der Nervensäge oder<br />
des Störenfrieds. Höfliche Zuvorkommendheit seitens männlicher Gegenüber kann<br />
dies oft nur schlecht kaschieren. Dabei will man weder zur einen werden noch als<br />
anderer gelten. Vielmehr sucht die Frauenbeauftragte den Dialog, um gemeinsam<br />
mit anderen Bewusstseinsarbeit zu leisten und den Ruf nach Besinnung auf die<br />
gesellschaftlich und menschlich geforderte Gleichstellung der Geschlechter in die<br />
Universität hineinzutragen. Die Frauenbeauftragte kann auf die vielfältigen, bereits<br />
wirksamen Strategien hinweisen und auf den Bemühungen und Erfahrungen<br />
ihrer Vorgängerinnen aufbauen, um die geforderte Gleichstellung der Geschlechter<br />
ins Bewusstsein der Entscheidungsträger und -trägerinnen in den universitären<br />
Gremien zu rücken.<br />
Editorial<br />
668<br />
8<br />
Frauenbeauftragte gleichen einer modernen Repräsentation des Prophetischen im<br />
Alten Testament. Sie übernehmen die Aufgabe, Missstände und Unzulänglichkeiten<br />
im Hochschulbereich aufzuzeigen, und fordern die Einhaltung ethischer Grundsätze<br />
der Gleichbehandlung. Verhallte der Ruf der alttestamentlichen Prophetinnen<br />
und Propheten nach konnektiver Gerechtigkeit ungehört, stagnierte die Entwicklung<br />
der Menschheit, positive Erwartungen gingen nicht in Erfüllung. Nur das<br />
Prinzip der konnektiven Gerechtigkeit, des Zusammenhaltens durch Gleichbehandlung,<br />
welche als ethische Grundnorm für das Verhältnis der Menschen untereinander<br />
und für eine Rechtsordnung konstitutiv ist, stabilisiert trägt und fördert<br />
eine Institution.<br />
München, im Juli 2006 M. Weber<br />
<a href="http://www.frauenbeauftragte.uni-muenchen.de/frauenbeauftr/frauenstudien/ws06_07.pdf">http://www.frauenbeauftragte.uni-muenchen.de/frauenbeauftr/frauenstudien/ws06_07.pdf</a></p>
<p>Bayerische Gleichstellungsförderung 2012 (BGF) –<br />
Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre<br />
– Allgemeine Informationen –<br />
Um die Anstrengungen zur Realisierung der Chancengleichheit in Forschung und Lehre<br />
auch nach dem Auslaufen des HWP-Fachprogramms des Bundes und der Länder<br />
fortzusetzen, stellt der Freistaat Bayern wie bereits 2008 bis 2011 auch für das Jahr 2012<br />
Landesmittel zur Verfügung. Ziele der Förderung sind die Verstärkung der Anteile von<br />
Frauen in allen wissenschaftlichen Qualifizierungsstufen ab der Postdoc-Phase und bei den<br />
jeweiligen Abschlüssen sowie insbesondere die Erhöhung der Zahl von Frauen in<br />
Führungspositionen in Einrichtungen der Forschung und Lehre, insbesondere auf<br />
Professuren.<br />
Die Ausschreibung für 2012 steht unter Haushaltsvorbehalt. Die Stipendienlaufzeit für<br />
Erstanträge beginnt am 01.10.2012 und für Folgeanträge unmittelbar im Anschluss an<br />
die vorhergehende Förderung.<br />
Antragsberechtigt sind alle promovierten Nachwuchswissenschaftlerinnen, die entweder<br />
eine Stelle an der LMU haben oder – ohne Stelle – eine enge Anbindung an die LMU<br />
nachweisen können (z.B. Arbeits-/Laborplatz).<br />
An der LMU können aus den BGF-Mitteln 2012 die folgenden Stipendien für maximal 1<br />
Jahr beantragt werden:<br />
Stipendien für Postdoktorandinnen<br />
Habilitationsstipendien<br />
Stipendien für den exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchs<br />
Antragstermin: 15. Mai 2012<br />
Alle nötigen Unterlagen und Informationen, insbesondere zu den Voraussetzungen<br />
und Antragsformalitäten, sind auf der Website der Frauenbeauftragten<br />
(www.frauenbeauftragte.lmu.de) erhältlich.</p>
<p><a href="http://www.frauenbeauftragte.uni-muenchen.de/foerdermoegl/lmu/bgf/infoallg2012.pdf">http://www.frauenbeauftragte.uni-muenchen.de/foerdermoegl/lmu/bgf/infoallg2012.pdf</a></p>
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<link>https://wgvdl.com/forum3/index.php?id=45663</link>
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<pubDate>Mon, 29 Sep 2014 16:39:10 +0000</pubDate>
<category>Liste Femanzen</category><dc:creator>Oberkellner</dc:creator>
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