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<title>Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land? - Liste Femanzen Andrea Reckfort</title>
<link>https://wgvdl.com/forum3/</link>
<description>Gleichberechtigung, Männerdiskriminierung, Männerbenachteiligung, Antifeminismus</description>
<language>de</language>
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<title>Liste Femanzen Andrea Reckfort</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>F262 <strong>Andrea Reckfort</strong> Diplom-Sozialpädagogin - Frauenbüro – Koordinierungsstelle für Migration und interkulturelle Hintergründe – Anschrift: Stadthaus 2, Ludgeriplatz 4-6, 48127 Münster - reckfort@stadt-muenster.de - <a href="http://www.muenster.de/stadt/zuwanderung/pics/team_reckfort.jpg">http://www.muenster.de/stadt/zuwanderung/pics/team_reckfort.jpg</a></p>
<p>Münsters Frauen sind schon an vielen Stellen aktiv. Das hat sich für die städtischen Vertreterinnen Andrea Reckfort, Martina Arndts-Haupt und Dr. Susanne Eichler im Rahmen des Projekts “Mehr Frauen für Münster” eindrucksvoll bestätigt.<br />
Beim Start des Projekts, einem weiteren Arbeitstreffen und im Qualifizierungsprogramm für persönliches und politisches Engagement an der Volkshochschule konnten Münsteranerinnen sich informieren, Aktionen und Bereiche für eigenes politisches und ehrenamtliches Engagement kennenlernen und sich dafür unter anderem in Rhetorikschulungen qualifizieren. Für weitere Interessierte hatte sich bereits durch die Information über das Projekt der Zugang zu Aktivitäten des Frauenbüros und der Koordinierungsstelle für Migration und Interkulturelle Angelegenheiten der Stadt ergeben.<br />
“Die Hälfte der Kursteilnehmerinnen waren Frauen mit Migrationsvorgeschichte und wir haben gesehen, dass jene, die Möglichkeiten zum Engagement suchten, mit Angeboten versorgt sind”, freuen sich die Veranstalterinnen. Das für den 30.05.2012 geplante Abschlusstreffen kann deshalb entfallen. Die Teilnehmerinnen des VHS-Kurses erhalten ihre Zertifikate von der Volkshochschule. Info: Martina Arndts-Haupt, Tel. 0251-4921701 und Andrea Reckfort, Tel. 0251-4925970.</p>
<p><a href="http://www.muensteranerbote.de/muenster/viele-aktive-frauen-in-muenster/19356">http://www.muensteranerbote.de/muenster/viele-aktive-frauen-in-muenster/19356</a></p>
<p>Projekt &quot;Brücken bauen für Migrantinnen&quot; geht Anfang 2008 in Praxisphase<br />
Bereits seit Anfang 2007 laufen die Vorbereitungen für das Projekt &quot;Brücken bauen für Migrantinnen&quot;. Im Februar 2008 wird es für die Münsteraner Studentinnen, die sich im Rahmen dieses Pilotprojektes für Zuwanderinnen aus ihrem Heimatland engagieren, ernst. Dann ist es ihre Aufgabe in ihrem Alltag einen Kontakt zu Frauen herzustellen, die dieselbe Muttersprache sprechen wie sie und diese über Sprachkurse und Beratungsmöglichkeiten für Zugewanderte aufzuklären. Zielgruppe sind für die Studentinnen insbesondere die Frauen, die aufgrund traditioneller Geschlechterrollen und männlich dominierter Familienstrukturen keine Möglichkeit haben, die Integrationsangebote der Kommune zu nutzen.<br />
Vorbereitung in Workshops<br />
Die 14 Studentinnen mit Zuwanderungsgeschichte wurden mit Hilfe der ausländischen Studierendenvertretung an der Universität Münster ausgewählt. Seit Oktober 2007 werden die jungen Frauen aus afrikanischen, arabischen und osteuropäischen Ländern in einer Qualifizierungsreihe auf ihre Aufgabe vorbereitet. Die Workshops befassen sich unter anderem mit der rechtlichen Situation zugewanderter Frauen, mit den Beratungssystemen der Stadt Münster und mit den Möglichkeiten zu Ausbildung, Bildung, Arbeit und Gesundheitsprävention. Bis zum Ende des Sommersemesters 2008 sollen sie dieses Wissen an ihre Landsfrauen vermitteln. Begleitet werden die Studentinnen der Fächer Jura, Natur- und Gesellschaftswissenschaften dabei von einer Psychologin.<br />
Einmalig in Nordrhein-Westfalen<br />
Den Anstoß zum Projekt gab das Amt für Ausländerangelegenheiten. Entwickelt wurde es vom städtischen Frauenbüro, dem Internationalen Zentrum der Universität Münster &quot;Brücke&quot; und einem eigens für das Projekt eingerichteten Arbeitskreis &quot;Migrantinnen&quot;. An diesem sind zum Beispiel der Ausländerbeirat, die Arbeitsagentur, aber auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge beteiligt. Laut der Koordinatorin vom städtischen Frauenbüro, Andrea Reckfort, ist die Projektidee in Nordrhein-Westfalen bislang einmalig. Daher wird &quot;Brücken bauen für Migrantinnen&quot; auch vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration finanziell unterstützt. Eine zusätzliche Förderung ist nun vom Bund zugesagt worden. Damit sind jetzt auch die Auswertung und eine abschließende Tagung gesichert.</p>
<p><a href="http://www.frauennrw.de/nachrichtenarchiv/j2008/m01/pm080103.php">http://www.frauennrw.de/nachrichtenarchiv/j2008/m01/pm080103.php</a></p>
<p>Hallo und guten Tag. Ich soll allen einen schönen Gruß bestellen vom<br />
Aktionsbündnis in Münster, die leider hier heute nicht alle vertreten sein<br />
konnten, wegen anderer wichtiger Termine, und ich möchte mich im<br />
Namen des Aktionsbündnisses auch noch mal für die Einladung bedanken.<br />
„Dieses Jahr war noch besser als letztes Jahr“, sagten die Mädchen in<br />
Münster. Im Jahr 2002 waren 400 Mädchen beteiligt, im Jahr 2003 800 und<br />
92 Prozent der Mädchen beurteilten den Girls´Day mit „sehr gut“ und „gut“.<br />
81 Prozent möchten 2004 wieder dabei sein. Die Rückmeldungen aus den<br />
Schulen und auch aus der Wirtschaft sind positiv und da stellt sich natürlich<br />
die Frage: Wie haben wir das gemacht? Ich werde ihnen gleich kurz die<br />
lokalen Rahmenbedingungen vor Ort vorstellen, dann das Aktionsbündnis<br />
und die Arbeitsweise zu der Arbeit mit den Schulen vor Ort, und den<br />
Kontakt mit der Wirtschaft erläutern und die Informationen Beratung von<br />
Eltern und Mädchen vorstellen. Nach dem Ausblick für den Girls´Day 2004,<br />
da bin ich mir sicher, nehmen sie alle Denkanstöße und Impulse für ihre<br />
Arbeit vor Ort mit.<br />
Zu den lokalen Rahmenbedingungen vor Ort: Münster ist ein<br />
Beschäftigungsstandort mit überregionaler Bedeutung. Die<br />
Wirtschaftsstruktur ist dienstleistungsorientiert und besteht weitestgehend<br />
aus Handel, Wissenschaft und Lehre, Gesundheitswesen, Kreditinstituten,<br />
Versicherungen und öffentlichen Verwaltungen. Das hat natürlich auch<br />
Auswirkungen auf die Ausbildungsberufe. Die Landesversicherungsanstalt<br />
zum Beispiel, hat in ihren Ausbildungsberufen zu 80 Prozent einen<br />
Mädchen und Frauenanteil. Aber das sind alles Berufe mit geringem<br />
Verdienst und wenig Aufstiegsmöglichkeiten. Auch in Münster wurde in den<br />
neuen Ausbildungsberufen die Einbindung von Mädchen vergessen. Das<br />
hat noch mal besondere Konsequenzen, denn Münster hat kaum<br />
produzierendes Gewerbe. Zudem ist Münster geprägt von kleinen und<br />
mittelständischen Unternehmen aus Handwerk und Versicherungen.<br />
Münster ist auch bekannt als Hochschulstandort mit 55.000 Studierenden<br />
zu 280.000 Einwohnern und Einwohnerinnen, das sind ungefähr 20<br />
Porzent. Sie studieren an Kunst und Polizeiführungsakademien, an der<br />
Bundesfinanzschule, der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und<br />
noch weiteren Hochschulen in Münster. Und Münster hat einen<br />
Andrea Reckfort<br />
Frauenbüro Stadt Münster<br />
Aktionsbündnis Girls´Day in Münster<br />
© Frauen geben Technik neue Impulse e.V. ⏐ Projekt Girls´Day – Mädchen-Zukunftstag ⏐ Januar 2004<br />
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ausgeprägten Bildungsstandort, es kommen 14 Gymnasien zu je acht<br />
Haupt- und Realschulen sowie zahlreichen Weiterbildungseinrichtungen.<br />
„Supi Sache, bei der Vorurteile abgebaut werden“, sagen die Mädchen.<br />
Dem schließen wir uns als Aktionsbündnis an. Angeregt durch die<br />
Öffentlichkeitsarbeit des Kompetenzzentrums in Bielefeld haben wir 2001<br />
das Aktionsbündnis gegründet. Wir, damit meine ich, erstmal das Schulamt<br />
und das Frauenbüro der Stadt Münster. Wir haben Multiplikatorinnen<br />
angesprochen und heute sind folgende Partner im Aktionsbündnis<br />
vertreten: Das Arbeitsamt, die Fachhochschule, die Universität,<br />
Einrichtungen freier Jugendhilfe Träger, Handwerkskammer, DGB,<br />
Regionalstelle Frauen und Beruf und einige Ämter der Stadtverwaltung. Sie<br />
sehen die Kooperationspartner auch unten in der Leiste. Wir arbeiten mit<br />
dem Ziel, den Girls´Day flächendeckend zu verankern und gleichzeitig für<br />
eine mädchengerechte Berufswahlorientierung zu sensibilisieren. Dies tun<br />
wir, indem wir informieren und beraten, dass heißt in den letzten Monaten<br />
und Wochen vorm Girls´Day könnten wir das Telefon als Hotline einrichten,<br />
denn es gibt einen immens großen Beratungsbedarf. Dem können wir<br />
kaum nachkommen. Wir haben in diesem Jahr gezielt Eltern, Schulen,<br />
Wirtschaft und Mädchen mit einzelnen Artikeln angesprochen und zwar<br />
schon Monate vor dem Girls´Day. Das hat sich bewährt und das werden wir<br />
auch beibehalten. Zudem haben wir dann durch diese öffentliche Präsenz<br />
auch Einladungen erhalten zu Veranstaltungen, unter anderem aber auch<br />
zu Radiosendern, bei denen auch Interviews geführt wurden. So dass alle<br />
sehr viel besser informiert waren und der Girls´Day dadurch in Münster<br />
sehr bekannt geworden ist. Unsere Arbeitsweise besteht aber auch aus<br />
dem Motto „Tue Gutes und rede darüber“. Überall wo wir stehen und gehen<br />
informieren wir über den Girls´Day, sprechen die Beteiligung an, regen eine<br />
Beteiligung an und haben damit auch gute Erfahrungen gesammelt.<br />
Vielleicht kurz zu den Besonderheiten in Münster: Wir haben von Anfang<br />
an in Münster eine Münster- spezifische Auswertung organisiert. Wir haben<br />
„Meine Meinung Karten“, die wir in Münster verteilen und nachher zurück<br />
gesendet bekommen. Und wir haben in Münster alle Schulformen, dass<br />
heißt auch die Sonderschulen waren in diesem Jahr vertreten und auch alle<br />
Altersgruppen. Es gibt sowohl die Möglichkeit für Grundschülerinnen sich<br />
zu beteiligen (sofern das gewollt ist) und wir hatten in diesem Jahr auch die<br />
Beteiligung der 11ten bis 13ten Jahrgänge. Wobei die Beteiligung dort<br />
recht mau ist, denn die älteren Mädchen sind mit dem Girls´Day einfach<br />
nicht mehr so gut erreichbar. Er erreicht eher die jüngeren Gruppen, die<br />
5ten bis 7ten und die 8ten bis 10ten Jahrgänge. Zudem haben wir eine<br />
gedruckte Angebotsansicht in Münster, auf der wir alle Angebote von<br />
Betrieben und Behörden aufgeführt haben. Das betrifft dann sowohl<br />
mädchentypischeBerufe, wenn man die überhaupt so nennen kann, auch<br />
Mädchen – bekannte Berufe. 9 Prozent der Angebote bestanden aus den<br />
Berufen Krankenschwester und Schneiderin, den Berufen eigentlich, die<br />
Mädchen näher kennen. Das tun wir bewusst, denn die Mädchen können<br />
über die Teilnahme in einem Jahr auch feststellen, dass der Beruf der<br />
Frisörin wirklich nicht so klasse ist. Den ganzen Tag auf den Beinen zu<br />
stehen und zu laufen, steht auch in der Beliebtheitsskala der Mädchen<br />
ganz weit unten. Diese Druckversion werden wir auch weiterhin<br />
beibehalten, die hat sich bewährt. Und wir haben in jedem Jahr eine<br />
Abschlussveranstaltung für die Mädchen organisiert. In diesem Jahr war es<br />
eine After-Work-Party, die sehr gut angenommen wurde und die wir auch<br />
weiter beibehalten werden.<br />
„Es ist wichtig Infos über Berufe zu bekommen, die wir in der Schule nicht<br />
kriegen“, an dieser Stelle muss ich einfach mal die Schulen in Münster<br />
© Frauen geben Technik neue Impulse e.V. ⏐ Projekt Girls´Day – Mädchen-Zukunftstag ⏐ Januar 2004<br />
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loben, denn drei Viertel der Mädchen erfahren vom Girls´Day über die<br />
Schule. Wir haben im Januar des Jahres immer schon ein<br />
Vorbereitungstreffen und im Anschluss des Girls´Day ein<br />
Auswertungstreffen mit den Lehrenden und sozialpädagogischen<br />
Fachkräften der einzelnen Schulen. Eine Rolle dabei spielt, dass es in<br />
Münster sehr viele Schulen gibt, die schon eine geschlechtsdifferenzierte<br />
Berufswahlorientierung machen. Wir hatten den Luxus in den vergangenen<br />
5 Jahren das ZiB Projekt (Zukunft im Blick) in Münster verankert zu haben.<br />
Das hatte schon mit einigen Schulen zum Thema gearbeitet, so dass es<br />
viele Schulen in Münster gibt, die dem Thema gegenüber sehr<br />
aufgeschlossen sind. Dieses Vorbereitungstreffen ist ein Forum zum<br />
Austausch für Infos und Tipps, aber auch besonders zum Austausch für<br />
Good-Practice Beispiele zur Beteiligung dieser 5ten und 7ten Jahrgänge.<br />
Und auch ein Forum, in dem wir die Lehrerinnen und Lehrer auch<br />
ansprechen, dass sie auf den Elternabenden schon frühzeitig die Eltern<br />
über den Girls´Day informieren möchten. An diesem Treffen wird auch<br />
beschlossen, dass alle Schulen diesen Girls´Day als Schulveranstaltung<br />
unterstützen und somit auch der Versicherungsschutz gewährleistet ist.<br />
Bedarf sehen wir an der Stelle, dass einmal darüber aufgeklärt werden<br />
muss, dass es „die“ Schule nicht gibt. Die Beteiligung der Schulen ist sehr<br />
unterschiedlich. Alle schauen in ihrer Art und Weise, dass sie sich<br />
beteiligen und zwar in den Ressourcen, die ihnen zur Verfügung stehen. Es<br />
gibt nur noch zwei Schulen in Münster, die sich nicht beteiligen. Das finde<br />
ich schon ein gutes Ergebnis. Nichtsdestotrotz hängt es natürlich von<br />
engagierten Lehrern und Lehrerinnen oder Sozialpädagogen und<br />
Sozialpädagoginnen vor Ort ab, und für die wäre es eine echte<br />
Erleichterung, wenn der Girls´Day fest im Lehrplan verankert werden<br />
würde.<br />
Was auch noch fehlt, und da sehen wir eben noch einen Bedarf, ist die<br />
Sensibilisierung der fünften bis siebten Jahrgänge. Hier haben sehr viele<br />
Schulen Probleme, aber nicht nur die Schulen, da werde ich gleich auch<br />
noch mal zu kommen. Was auch immer wieder von den Schulen angeregt<br />
wird ist, dass es einen einheitlichen Umgang mit den Formalitäten geben<br />
sollte. Das wird in Münster sehr unterschiedlich gehandhabt und ist so für<br />
die Mädchen, und auch für die Betriebe und Behörden verwirrend, die<br />
Angebote vorhalten.<br />
Es ist toll, dass sich manche Betriebe soviel Zeit für uns nehmen. Danke<br />
schön. Wir hatten in diesem Jahr erstmalig ein Auswertungstreffen mit den<br />
Betrieben, auch auf Anregung der Betriebe und das ist sehr gut<br />
angenommen worden. Von 50 Betrieben und Behörden, die in Münster<br />
beteiligt sind, waren 30 anwesend und dort wurden die Standards, die wir<br />
im ersten Jahr entwickelt hatten noch weiter entwickelt und noch weitere<br />
hinzugefügt. Das betrifft unter anderem den Zeitumfang (dass es 5 bis 6<br />
Arbeitsstunden beinhalten sollte), die Gruppengrößen, dann dass es<br />
konkrete Beschreibungen geben sollte, aktive Mitarbeitmachangebote und<br />
dass selbst ausgeführte, praktische Arbeitsabläufe immer ganz oben sind.<br />
Zudem wurde festgehalten, dass es weiterhin eine Angebotsübersicht in<br />
Druckversion geben sollte, bei der sich die Betriebe auch vorstellen<br />
könnten, sie über Werbung mitzufinanzieren. Zudem sollte es ein<br />
einheitliches Veröffentlichungsdatum geben, so dass nicht die, die als<br />
erstes im Netz stehen schon Anmeldungen entgegen nehmen und die<br />
Mädchen sich danach um entscheiden, weil ein sehr viel attraktiveres<br />
Angebot dazu gekommen ist. Auch waren sich alle einig, dass sie im<br />
nächsten Jahr, in 2004, ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zur<br />
Beteiligung aufrufen möchten. Bedarf gibt es aber auch hier, und zwar in<br />
© Frauen geben Technik neue Impulse e.V. ⏐ Projekt Girls´Day – Mädchen-Zukunftstag ⏐ Januar 2004<br />
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der Konzeptentwicklung für die Beteiligung der fünften bis siebten<br />
Jahrgänge. Es gibt sehr viel Irritation darüber, wie diese jungen Mädchen<br />
eingebunden werden können und was Angebotsinhalte sein können. Es<br />
gibt die Annahme, dass sie noch nicht so selbständig arbeiten können, wie<br />
die älteren Mädchen. Da gab es unterschiedliche Modelle, die auch<br />
diskutiert wurden. Ein Betrieb hatte eine altersgemischte Gruppe, so dass<br />
die älteren Mädchen den jüngeren geholfen haben. Eine<br />
Versicherungsgesellschaft hat die jungen Auszubildenden zur Begleitung<br />
und Betreuung der jüngeren Mädchen an dem Tag freigestellt.<br />
Ein weiterer Bedarf besteht darin zu erklären, dass der Girls´Day kein<br />
klassischer Berufswahlorientierungstag ist. Und er deshalb eben auch offen<br />
gehalten werden soll für alle Schulformen. „Es war cool mal in den Beruf<br />
der Eltern zu gehen“ sagte ein Mädchen. Wir haben in diesem Jahr, auch<br />
aufgrund der Tatsache, dass uns klar ist, dass wir nicht tausende von<br />
Plätzen akquirieren können, verstärkt die Eltern mit angesprochen, über die<br />
Pressearbeit, über die Vorstellung des Girls´Day auf Elternabenden und<br />
Berufswahlorientierungsveranstaltungen. Das hat sich bewährt und das<br />
werden wir im nächsten Jahr auch wieder tun. Die Eltern sind sehr viel<br />
aktiver geworden, haben ihre Töchter mitgenommen und sie haben die<br />
Töchter auch sehr viel besser informiert. Dass heißt, die Eltern als<br />
Informationsquelle sind sehr viel wichtiger geworden für die Mädchen. Auch<br />
haben wir dadurch die Elternvertretungen an den Schulen aktivieren<br />
können, so dass sie einzelne Veranstaltungen für den Girls´Day organisiert<br />
haben. Das werden wir auf alle Fälle beibehalten, denn das hat wirklich<br />
einen ganz tollen Effekt erzielt. Bedarf sehen wir aber auch hier. Und zwar<br />
in der Information und Aufklärung der Eltern über deren Einfluss auf die<br />
Berufswahl ihrer Töchter. Da gibt es relativ wenig Vorstellungen und wenig<br />
Wissen darüber, welchen Einfluss sie denn auf ihre Töchter haben. Und<br />
möchten wir auch weiterhin die Eltern auffordern, sich selber zu beteiligen<br />
als Arbeitnehmer. Wenn sie denn nicht die Töchter mitnehmen, vielleicht<br />
die Nichte, die Enkelin oder auch die Tochter von Nachbarn.<br />
Der Girls´Day zeigt Mädchen neue Wege. Nicht nur den Mädchen, sondern<br />
er zeigt allen Beteiligten neue Wege, den Schulen, der Wirtschaft, den<br />
Eltern und auch den Netzwerken. Uns ist es aber auch immer ein wichtiges<br />
Anliegen gewesen, zu überlegen, was denn die Mädchen selber tun<br />
können, wie sie selber aktiv werden können. Dafür hatten wir in diesem<br />
Jahr eine Checkliste entwickelt, die wir in der Schule und auch in den<br />
Jungendeinrichtungen verteilt haben. Das hatte dann den Effekt, dass eine<br />
Mädchengruppe in einem Jugendzentrum so begeistert war und unbedingt<br />
mitmachen wollte und mit der Sozialpädagogin zusammen, den Kontakt zur<br />
Telekom hergestellt hat. Seitdem macht die Telekom auch mit beim<br />
Girls´Day.<br />
Bedarf bei den Mädchen, äußern sich an der Stelle, dass sie besser und<br />
früher informiert werden möchten und vor allen Dingen auch über das<br />
Formalitätenverfahren. Also die Anträge zur Befreiung vom Unterricht, die<br />
Anmeldebestätigung vom Unternehmen, die Unterschrift der Eltern und<br />
dann noch die Teilnahmebestätigung, das finden sie doch sehr aufwendig.<br />
Und die Mädchen haben noch mal deutlich kundgetan, dass sie keine<br />
Gruppenanmeldungen in den Betrieben wollen. Und zwar, weil sie einfach<br />
sagen, wenn zehn Mädchen aus einem Klassenverbund in einem<br />
Unternehmen sind und dann noch zwei Mädchen aus einer anderen<br />
Schule, hat das ungünstige Auswirkungen auf das Klima. Das finden sie<br />
einfach nicht gut. Das finden wir auch unterstützenswert, denn wenn zehn<br />
Mädchen aus einem Klassenverbund dort sind, glauben wir nicht, dass sich<br />
alle Mädchen diesen Beruf anschauen wollten.<br />
© Frauen geben Technik neue Impulse e.V. ⏐ Projekt Girls´Day – Mädchen-Zukunftstag ⏐ Januar 2004<br />
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„Man sollte jedes Jahr teilnehmen, weil man immer einen neuen Beruf<br />
kennenlernt“, sagen die Mädchen. Wir starten jetzt schon bzw. wir sind<br />
schon mit der Organisation des Girls´Day 2004 gestartet. Jetzt Ende<br />
Oktober gingen die ersten Briefe raus, zu den Schulen und auch zu den<br />
Betrieben. Wir haben bis Ende Dezember die Deadline für die Angebote<br />
der Betriebe, so dass die Mädchen in diesem Jahr zwei Monate Zeit haben,<br />
sich zu entscheiden, wo sie hingehen möchten. Damit kommen wir dem<br />
Anliegen der Schulen und auch der Wirtschaft nach.<br />
Wir möchten in diesem Jahr nichtsdestotrotz die Beratung, die Information<br />
und auch die Öffentlichkeitsarbeit ausbauen, möchten internationale<br />
Unternehmen erreichen (unter anderem zum Beispiel auch BASF in<br />
Münster), da gibt es schon einen Termin und die haben auch schon ihr<br />
Interesse signalisiert. Wir möchten das Berufsorientierungsthema an den<br />
Gymnasien besser verankern, denn die Hälfte der Schülerinnen sind<br />
Gymnasiastinnen, die in Münster am Girls´Day teilnehmen. Aber die<br />
Gymnasien selber erreichen wir relativ schlecht über die Arbeit, deshalb ist<br />
dort jetzt ein Termin mit der Sprecherin der Gymnasienfachgruppe in<br />
Münster anvisiert. Und wir möchten noch gezielter die Eltern und deren<br />
Einfluss auf die Berufswahl ihrer Töchter thematisieren und darüber<br />
informieren. Das heißt, wir werden verstärkt auf Elternabende gehen und<br />
dort das Aktionsbündnis bzw. den Girls´Day und das Konzept vorstellen.<br />
Was wir natürlich beibehalten werden ist die After-Work-Party, weil die<br />
Mädchen das einfach auch klasse finden. Sie sind in Münster teilweise nur<br />
zu zweit zu dritt in kleinen Handwerksbetrieben unterwegs und wenn sie<br />
dann abends sehen, wie viele Mädchen am Girls´Day beteiligt waren, stärkt<br />
sie das einfach.<br />
Zum Schluss möchte ich mich jetzt noch mal bedanken, beim<br />
Kompetenzzentrum in Bielefeld Frauen in Informationsgesellschaft und<br />
Technologie, denn ohne deren Unterstützung, Beratung und auch ohne die<br />
Materialien hätten, wir in den letzten Jahren diese Arbeit so nicht aufbauen<br />
und verankern können. Und zum Schluss, die Mädchen sagen: „Der<br />
Girls´Day sollte fest eingeführt werden“, das haben wir als Aktionsbündnis<br />
schon längst als Arbeitsauftrag entgegen genommen.</p>
<p><a href="http://www.girls-day.de/content/download/3230/25365/file">www.girls-day.de/content/download/3230/25365/file</a></p>
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<link>https://wgvdl.com/forum3/index.php?id=48245</link>
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<pubDate>Fri, 05 Dec 2014 09:39:47 +0000</pubDate>
<category>Liste Femanzen</category><dc:creator>Oberkellner</dc:creator>
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