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<title>Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land? - Liste Femanzen Dr. Brigitte Mühlenbruch</title>
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<description>Gleichberechtigung, Männerdiskriminierung, Männerbenachteiligung, Antifeminismus</description>
<language>de</language>
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<title>Liste Femanzen Dr. Brigitte Mühlenbruch</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>F279 <strong>Dr. Brigitte Mühlenbruch</strong> – geboren 1936 in Bremen - <br />
Studium der Pharmazie an der Universität Würzburg -  wurde an der Universität Bonn im Fach Pharmazeutische Chemie promoviert und war bis 1988 als Akademische Direktorin am Pharmazeutischen Institut der Universität Bonn in Forschung und Lehre tätig -  Von 1988 bis 2000 nahm sie das Amt der zentralen Gleichstellungsbeauftragten der Universität Bonn wahr und war viele Jahre Sprecherin der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen in Deutschland -  Von 2000 bis 2005 war sie Direktorin des Kompetenzzentrums Frauen in Wissenschaft und Forschung CEWS an der Bonner Universität, das sie mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Deutschland gegründet und aufgebaut hat -  Zusammenarbeit im CEWS mit Dr. Andrea Löther - Von 2005 bis 2009 war sie Vizepräsidentin der European Platform of Women Scientists EPWS in Brüssel, die sie im Auftrag und mit Mittelnder Europäischen Kommission gegründet und aufgebaut hat; seit Juni 2009 ist sie deren Präsidentin. Sie ist stellvertretende Vorsitzende der Christiane Nüsslein-Volhard-Stiftung und Mitglied zahlreicher Kommissionen und<br />
Experten-Gruppen, wie z. B. des European Network of Women in Decision-Making in Politics and the Economy der Europäischen Kommission – Anschrift: Brigitte Mühlenbruch, Auf dem Uhlberg 10, 53127 Bonn - <br />
Kontakt: muehlenbruch@uni-bonn.de – brigitte.muehlenbruch@epws.org - <a href="http://www.cnv-stiftung.de/uploads/RTEmagicC_muehlenbruch.jpg.jpg">http://www.cnv-stiftung.de/uploads/RTEmagicC_muehlenbruch.jpg.jpg</a> - <a href="http://www.dw.de/image/0,,6559518_4,00.jpg">http://www.dw.de/image/0,,6559518_4,00.jpg</a> </p>
<p>Moderation der Grußworte: Vorstellung<br />
von Helga Ebeling<br />
renz gehört zu den Netzwerken, die sich schon sehr früh und spontan zu einer Mitgliedschaft<br />
bei uns entschlossen haben, und, wie ich immer wieder höre, hat sich aus dieser Mitgliedschaft<br />
eine sehr aktive Zusammenarbeit entwickelt. Mich persönlich freut das ganz besonders; der<br />
Grund dafür ist in der historischen Entwicklung zu sehen.Als ich 1998, also vor genau 10 Jahren,<br />
anlässlich einer Konferenz der Europäischen Kommission in Brüssel zum Thema „Women and<br />
Science“ zu einem Vortrag eingeladen war, habe ich über die Bundeskonferenz berichtet, einem<br />
zu der Zeit in Europa einmaligen nationalen Netzwerk zur Koordinierung und Unterstützung der<br />
Aktivitäten im Bereich Frauenförderung und Chancengleichheit<br />
in Wissenschaft und Forschung,<br />
insbesondere in den Hochschulen. Damit wollte ich aufmerksam machen auf die Notwendigkeit,<br />
auch in anderen europäischen Ländern solche Netzwerke zu gründen, verbunden mit der Idee,<br />
diese dann unter dem Dach einer europäischen Koordinierungsstelle, die in Brüssel angesiedelt<br />
sein sollte, zu vernetzen. 1999 konnte dann auf einer weiteren Konferenz in Brüssel mit dem Titel<br />
„Networking the Networks“ der Beschluss herbeigeführt werden, sog. nationale Knotenpunkte<br />
in den Mitgliedsländern der Europäischen Union einzurichten, sowie eine von der EU geförderte<br />
Plattform zu gründen, welche die gesamten Aktivitäten bündelt und unterstützt.<br />
Der erste nationale Knotenpunkt entstand im Jahr 2000 in Deutschland mit dem vom Bundesministerium<br />
für Bildung und Forschung geförderten Center of Excellence Women and Science<br />
CEWS. Die Mitwirkung der Bundeskonferenz an dieser Gründung ist den meisten von Ihnen<br />
bestens bekannt. Das CEWS war bis Ende 2005 ein Projekt der Universität Bonn und konnte<br />
dank intensiver Bemühungen aller Beteiligten ab 2006 bei gleichbleibender Aufgabenstellung in<br />
die GESIS, eine Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft, am Standort Bonn integriert und damit<br />
verstetigt werden.<br />
Im Jahre 2001 hat die Europäische Kommission in ihrem Arbeitsprogramm „Wissenschaft und<br />
Gesellschaft“ den Aufbau einer „European Platform of Women Scientists“ empfohlen, um Wissenschaftlerinnen<br />
in der forschungs- und wissenschaftspolitischen Debatte in Europa eine stärkere<br />
Stimme zu verleihen, und 2003 wurde dieses Projekt mit knapp zwei Millionen EURO im 6.<br />
Forschungsrahmenprogramm dann europaweit ausgeschrieben. Das CEWS hat sich unter meiner<br />
Leitung an der Ausschreibung beteiligt und das Projekt gewonnen. Im Februar 2005 wurde mit<br />
dem Aufbau der Plattform begonnen, Anfang des Jahre 2006 wurde das EPWS-Sekretariat in<br />
Brüssel eröffnet und seither vertritt die EPWS als internationale non-profit Organisation nach<br />
belgischem Recht (AISBL) die Interessen von mehr als 12.000 Wissenschaftlerinnen aus mehr<br />
als 100 Netzwerken aus Europa und darüber hinaus.<br />
Liebe Kolleginnen, meine Damen und Herren,<br />
zunächst möchte ich Ihnen danken, dass Sie mir<br />
die Moderation des nun folgenden Programmteils<br />
anvertraut haben. Bevor ich dieses Amtes walte,<br />
gestatten Sie mir bitte ein paar Worte in eigener<br />
Sache.<br />
Ich habe die große Freude, der Bundeskonferenz,<br />
also Ihnen, zu Ihrer 20. Jahrestagung die Glückwünsche<br />
der European Platform of Women Scientists<br />
EPWS in Brüssel, für die ich zur Zeit Verantwortung<br />
trage, zu überbringen, verbunden mit den besten<br />
Wünschen für eine weiterhin erfolgreiche und<br />
gedeihliche Zusammenarbeit. Die Bundeskonfer-<br />
20. BuKoF-Jahrestagung 2008<br />
Ich erwähne das in diesem Rahmen, um zwei Dinge zu beleuchten nämlich erstens welchen Einfluss<br />
die Bundeskonferenz auch auf die europäische Entwicklung in diesem Bereich genommen<br />
hat und zweitens um zu zeigen, dass meine Moderation heute zwar aus einer gewissen Distanz<br />
zur täglichen Arbeit der BuKoF erfolgt, dass diese Distanz aber immer noch nicht besonders<br />
groß sein kann.<br />
Alles, was die Bundeskonferenz innerhalb des deutschen Wissenschaftssystems verändert hat und<br />
weiterhin zu verändern versucht, sind natürlich auch unsere Themen in Brüssel. Ich möchte dies<br />
alles unter dem Begriff Wissenschaftskultur bzw. scientific culture zusammenfassen. Die BuKoF<br />
hat Entscheidendes für die Architektur dieser scientific culture in Deutschland und darüber hinaus<br />
geleistet, dafür ist ihr zu danken. Aber weil weiterhin noch Entscheidendes zu tun ist, sind wir<br />
froh, dass es die BuKoF weiterhin gibt und dass wir hier heute nicht die Auflösung der BuKoF<br />
feiern, weil manche glauben, alle Ziele seien bereits erreicht, ein Thema, dass wir schon auf der<br />
10. Jahrestagung diskutiert haben.<br />
Die Bundeskonferenz und die dafür verantwortlichen Kolleginnen sind zu keiner Zeit der großen<br />
Versuchung erlegen, Träume mit der Realität zu vermengen; daher ist ihnen stets eine große<br />
Niederlage erspart geblieben, nämlich, ihre Träume zugunsten der Realität opfern zu müssen.<br />
Ich hatte das große Glück, die BuKoF 1989 mit gründen zu dürfen und sie bis 1999, also 10 Jahre<br />
aktiv mitgestalten zu können. Von 2000 bis 2005 konnte ich ihre Arbeit aus der Nähe und ab<br />
dann aus einer gewissen Distanz intensiv verfolgen. Daher weiß ich, dass dieses Netzwerk zu<br />
jeder Zeit starke Partner und Partnerinnen hatte, die sie zur Verwirklichung ihrer Ziele auch<br />
brauchte und natürlich auch jetzt immer noch braucht. Sie nennen das in Ihrer Einladung Wegbegleiterinnen<br />
und Wegbegleiter. Davon haben Sie drei ausgewählt; ich meine, Sie haben eine<br />
kluge Wahl getroffen. Sicher wären uns noch etliche mehr eingefallen, aber das hätte auch den<br />
Rahmen dieser Veranstaltung gesprengt.<br />
Was zeichnet die von Ihnen Ausgewählten gemeinsam aus? Alle drei haben Spuren hinterlassen,<br />
Spuren in einem Bereich, der uns allen besonders am Herzen liegt. Nun wissen wir alle, wie vergänglich<br />
Spuren sein können. Wenn Sie einen Spaziergang am Meer unternehmen, hinterlassen<br />
Sie Spuren im Sand; die nächste große Welle wird sie hinweg tragen, wer weiß wohin. So ist<br />
es eben auch im richtigen Leben und in der Politik. Ich meine andere Spuren, nämlich solche,<br />
die unauslöschlich sind, Spuren, die in den Herzen der Menschen hinterlassen werden. Solche<br />
Spuren entstehen nur durch eine gewisse Leidenschaft für die Sache, daher bleiben und leben sie<br />
weiter. Und eben diese Leidenschaft für unsere gemeinsame Sache ist das, was die drei von Ihnen<br />
ausgewählten Persönlichkeiten auszeichnet. Vielleicht gelingt es mir, das zu erläutern.<br />
Für ein Grußwort haben Sie eingeladen: Frau Helga Ebeling<br />
Helga Ebeling war von 1989 bis 2001 Leiterin des Referats „Frauen in Bildung und Forschung“<br />
im BMBW bzw. BMFT, heute BMBF. Zu ihren ersten Aufgaben gehörte 1989 die Erstellung<br />
des 1. BLK-Berichtes „Förderung von Frauen im Bereich der Wissenschaft“, an den die Älteren<br />
von uns sich sicher noch gut erinnern können. Der Bericht wird bis heute in etwas abgeänderter<br />
Weise unter dem Titel „Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung“ fortgeschrieben. Uns<br />
liegt inzwischen die 11. Fortschreibung vor.<br />
Frau Ebeling hat es Vertreterinnen der Bundeskonferenz schon sehr früh ermöglicht, an Überlegungen<br />
und Gesprächen zur Ausgestaltung und Umsetzung der Hochschulsonderprogramme,<br />
des Hochschulerneuerungsproramms und weiterer Förderungskonzepte ihres Ministeriums<br />
mitzuwirken. Die erzielten Ergebnisse waren für uns nicht immer befriedigend, oft haben wir<br />
miteinander um die beste Lösung gerungen, aber unsere Beteiligung war zu der Zeit auch nicht<br />
selbstverständlich. Die BuKoF hat die Möglichkeiten der Mitgestaltung damals immer als einen<br />
großen Erfolg gewertet.</p>
<p><a href="http://www.bukof.de/tl_files/Veroeffentl/jt08-doku_web.pdf">http://www.bukof.de/tl_files/Veroeffentl/jt08-doku_web.pdf</a></p>
<p>Doktorantin und Mutter, beide Rollen sind nur schwer zu vereinbaren. Hilfe bekommen junge, begabte Wissenschafterinnen von der Stiftung der Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard.</p>
<p>Sie bietet ein Stipendium, mit dem zusätzliche Kinderbetreuung und Haushaltshilfen finanziert werden können.<br />
Der Bedarf an Frauen in wissenschaftlichen Top-Positionen ist groß: So sind z.B. nur 17 Prozent aller Professuren in Deutschland mit Frauen besetzt. Das &quot;Baby-Stipendium&quot; kann da ein erster, aber hilfreicher Schritt auf dem Weg zu einer Forscherkarriere sein.<br />
Judith Klatt ist Stipendiantin - und Doktorandin am Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie in Bremen. Sie hat eine Tochter im Krippenalter. Windeln wechseln und Wissenschaft betreiben - in Deutschland keine Selbstverständlichkeit.<br />
Die Wissenschaftlerin erforscht die Rolle bestimmter Bakterien im Prozess der Photosynthese.<br />
Aber ihre Forschung frisst Zeit: Experimente, der Austausch mit anderen Wissenschaftlern, publizieren – ein Vollzeit Job ohne geregelte Arbeitszeit. Forscherinnen mit Kindern müssen alles gut organisieren. <br />
 „In Experimenten gibt es keinen Zeitplan. Meine Mikroorganismen arbeiten nicht von acht bis siebzehn Uhr. Die haben ihre eigene Uhr.“<br />
Judith Klatt bekommt seit drei Monaten Geld von der Stiftung der Nobelpreisträgerin. Manche Stipendiatin bezahlt damit eine Haushaltshilfe. Sie spart es, denn sie muss mehrmals im Jahr raus ins Feld. Dann ist sie für mehrere Wochen nicht zu Hause. <br />
„Es ist großer Bestandteil, dass ich auf Exkursion gehe, aber de facto fast unmöglich, das mit Familie zu machen, außer man kann es finanzieren. Und diese Finanzierung habe ich jetzt.“<br />
Im Gegensatz zu ihr fassen viele Frauen eine wissenschaftliche Karriere aber erst gar nicht ins Auge. Stipendien allein reichen nicht, um diese Situation zu ändern, weiß man bei der Stiftung.</p>
<p>Brigitte Mühlenbruch, Vorstand der Christiane Nüsslein Volhard-Stiftung:<br />
„Geld ist wichtig, aber Geld ist nicht alles. Was wir verstärkt anstreben müssen, ist eigentlich die Strukturen der Universitäten und Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen zu ändern.“<br />
Die sollen Frauen freundlicher werden. Damit Kinder UND Wissenschaft gut unter einen Hut zu bringen sind.</p>
<p><br />
<a href="http://www.dw.de/das-baby-stipendium-mehr-frauen-in-die-forschung/a-6563954">http://www.dw.de/das-baby-stipendium-mehr-frauen-in-die-forschung/a-6563954</a></p>
<p>&quot;Bis wir die tatsächliche Chancengleichheit von Mann und Frau erreicht haben, vergehen sicher noch 40 Jahre. Kulturelle Veränderungen verlaufen nun einmal sehr langsam. Daher müssen wir permanent dicke Bretter bohren&quot;, sagt Brigitte Mühlenbruch.Sie muss es wissen. Seit Jahrzehnten beschäftigt sie sich mit dem Thema Chancengleichheit. Sie war nicht nur die erste Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Uni Bonn, sondern hat sich auch international in diesem Metier einen Namen gemacht. Für dieses Engagement zeichnete sie Bundespräsident Joachim Gauck am Montag in Berlin mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse aus. Schon 1996 hatte Roman Herzog der Bonnerin den Verdienstorden der Bundesrepublik verliehen.Dabei könnte Mühlenbruch eigentlich langsam etwas kürzer treten. 1936 in Bremen geboren, kam sie 1966 nach Bonn und promovierte am Institut für Pharmazeutische Chemie. Schon damals engagierte sie sich in verschiedenen Gremien und Kommissionen, die sich auch mit der Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung beschäftigten.Als dann Mitte der 1980er Jahre erstmals die Position der Frauenbeauftragten besetzt werden &quot;musste&quot;, fiel die Wahl auf sie. &quot;Ich war nicht nur die erste Frauenbeauftragte in Bonn, sondern auch eine der ersten in NRW&quot;, erinnert sie sich.&quot;Das Thema Chancengerechtigkeit hat mich schon immer interessiert, und ich bin in die Problematik immer mehr hineingewachsen. Was mich interessiert, das treibt mich an. Das ist auch heute noch so.&quot;Damals war es noch eine Ausnahme, wenn eine junge Wissenschaftlerin den Ruf an eine Universität erhielt. &quot;Immer noch sind nur rund 20 Prozent der Professorenstellen in Deutschland mit Frauen besetzt. Es hat sich zwar schon einiges verändert, aber es muss sich noch sehr viel tun&quot;, zieht die Pharmazeutin Bilanz.2000 gründete sie mit Unterstützung des Bundesforschungsministeriums an der Uni Bonn das &quot;Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung&quot; (Center of Excellence Women and Science, kurz CEWS), das heute zur Leibniz-Gemeinschaft gehört. Obwohl sie offiziell schon 2001 pensioniert wurde, leitete sie das Kompetenzzentrum bis 2005. Aber auch danach war an Ruhestand nicht zu denken.Denn seitdem setzt sie sich ehrenamtlich verstärkt international ein. Heute ist Mühlenbruch Präsidentin der von ihr gegründeten &quot;European Platform of Women Scientists&quot; in Brüssel, einer Organisation, die als Sprachrohr und Interessenvertretung von etwa 12 000 Wissenschaftlerinnen aus Europa fungiert. Rund 100 Netzwerke aus allen 28 Ländern der EU sind ihr angeschlossen.Mindestens sechs Stunden sitzt Mühlenbruch täglich am Schreibtisch in ihrem Haus in Lengsdorf. Etwa einmal im Monat fährt sie nach Brüssel, um Lobbyarbeit zu leisten. &quot;Man kann Chancengleichheit nicht nach einem einheitlichen Muster herbeiführen. In den Mitgliedsländern herrschen sehr unterschiedliche Voraussetzungen, die wir jeweils berücksichtigen müssen&quot;, erklärt sie. In Brüssel berät sie die EU-Kommission sowie EU-Abgeordnete zu diesem Thema.Vor zehn Jahren hat sie zudem zusammen mit der Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard, eine Stiftung gegründet, die junge Wissenschaftlerinnen mit Kind fördert. &quot;Wir finanzieren den Stipendiatinnen unter anderem eine Kinderbetreuung, damit sie sich in Ruhe ihrer Karriere widmen können. Wir schenken den jungen Frauen damit einfach nur ungebundene Zeit.&quot;Für die Zukunft wünscht sie sich, dass auch in der Forschung mehr auf die Verschiedenartigkeit der Geschlechter (Gender Dimension) geachtet wird. &quot;Beispielsweise in Medizin und Pharmazie. Neue Arzneimittel werden auch heute noch fast ausschließlich an Männern getestet. Dabei sind Frauen, die ebenfalls mit diesen Arzneimitteln behandelt werden, keine schwächeren Männer und Kinder keine kleinen Erwachsenen.Ihr Stoffwechsel ist sehr unterschiedlich und sie reagieren oftmals ganz anders auf diese Wirkstoffe. Solche Unterschiede müssen bei der Erprobung endlich berücksichtigt werden. Deshalb müssen differenziertere Tests für Männer, Frauen und Kinder angewendet werden&quot;, fordert sie. Und ganz persönlich wünscht sie sich, &quot;dass ich noch lange in der Lage sein werde, etwas zu bewegen.&quot;</p>
<p>Brigitte Mühlenbruch: Bonnerin mit Bundesverdienstkreuz erster Klasse ausgezeichnet | GA-Bonn - Lesen Sie mehr auf:<br />
<a href="http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bonn/bonnerin-mit-bundesverdienstkreuz-erster-klasse-ausgezeichnet-article1468585.html#plx1473383471">http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bonn/bonnerin-mit-bundesverdienstkreuz-erster-klasse-ausgezeichnet-article1468585.html#plx1473383471</a></p>
<p><a href="http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bonn/bonnerin-mit-bundesverdienstkreuz-erster-klasse-ausgezeichnet-article1468585.html">http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bonn/bonnerin-mit-bundesverdienstkreuz-erster-klasse-ausgezeichnet-article1468585.html</a></p>
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<pubDate>Fri, 12 Dec 2014 10:58:35 +0000</pubDate>
<category>Liste Femanzen</category><dc:creator>Oberkellner</dc:creator>
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