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<title>Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land? - Liste Femanzen Christine Hochreiter</title>
<link>https://wgvdl.com/forum3/</link>
<description>Gleichberechtigung, Männerdiskriminierung, Männerbenachteiligung, Antifeminismus</description>
<language>de</language>
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<title>Liste Femanzen Christine Hochreiter</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>F359 <strong>Christine Hochreiter</strong> geboren 1959 - seit 2000 Ressortleiterin Wirtschaft bei der „Mittelbayerischen Zeitung“ – wirtschaft@mittelbayerische.de - <a href="http://img.mittelbayerische.de/bdb/1677000/1677079/300x.jpg">http://img.mittelbayerische.de/bdb/1677000/1677079/300x.jpg</a></p>
<p>Frauen verfügen meist über eine hohe soziale Kompetenz. Diese Führungsqualität wird in den Unternehmen in Zukunft wohl noch eine größere Rolle spielen – mit Blick auf den demografischen Wandel und vor allem auch hinsichtlich der gewaltigen (multimedialen) Herausforderungen an die Verlage. Weitere weibliche Stärken sind meiner Erfahrung nach die Fähigkeit, zielgerichtet, strukturiert, zugleich teamorientiert und dadurch höchst effektiv zu arbeiten. Frauen als Chefs könnten wahrscheinlich auch bessere Bedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den Unternehmen schaffen (Abschied von der Präsenzkultur, etc.).</p>
<p><br />
<a href="http://www.mediummagazin.de/magazin-plus/machtfragen-77-journalistinnen-zu-ihren-karriereambitionen/">http://www.mediummagazin.de/magazin-plus/machtfragen-77-journalistinnen-zu-ihren-karriereambitionen/</a></p>
<p>Die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Viviane Reding, sowie die Chefin der CSU-Frauenunion, Angelika Niebler, haben sich für die positiven Effekte einer Frauenquote ausgesprochen. Jedoch erwarteten beide zunächst weitere Lösungsvorschläge von Seiten der Wirtschaft, bevor sie zum Instrument „Frauenquote“ greifen wollten.<br />
Die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Viviane Reding, und die Chefin der CSU-Frauenunion, Angelika Niebler, sehen eine Frauenquote als letzte Möglichkeit, um die Anzahl von Frauen in Führungsetagen zu erhöhen. In einem gemeinsamen Namensartikel für die Zeitung „Die Welt“ vom Dienstag erklärten beide, sie hätten durchaus Vorbehalte gegen eine solche festgeschriebene Verpflichtung. Sie unterstrichen aber mit Blick auf Norwegen, Spanien und andere Länder: „So sehr man sich auch über Quoten streiten kann, ihre Ergebnisse sind unbestreitbar“. Sie folgerten daher: „Quoten können dafür sorgen, dass Dämme brechen.“ Quoten sollten aber nur für Übergangszeiten gelten und „nur als letztes Mittel eingesetzt werden.“</p>
<p>Bevor man zu diesem Instrument greift, sollte man nach Auffassung von Reding und Niebler noch andere Wege gehen. Vor allem sei die Wirtschaft gefragt, Lösungen anzubieten. In den kommenden Monaten würden die EU-Kommission und eine Reihe von Mitgliedsstaaten mit den Chefs der größten börsennotierten Unternehmen über eine Selbstverpflichtung für einen höheren Frauenanteil in deren Top-Management sprechen. Sollten diese Bemühungen ohne Erfolg bleiben, stehe der nächste Schritt an. „Dann wären rechtsverbindliche, durchsetzbare Quoten vonnöten“, schrieben Reding und Niebler. „Jetzt ist die Wirtschaft am Zuge“, unterstrichen sie. Die Zeit zum Handeln sei da. Reding ist als EU-Justizkommissarin auch für Gleichstellungsfragen in Europa zuständig.</p>
<p>Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte kürzlich die Einführung einer Frauenquote zum aktuellen Zeitpunkt abgelehnt. Sie will vielmehr der Wirtschaft noch eine letzte Chance geben, dieses Problem von sich aus zu lösen.</p>
<p><a href="http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/frauenquote-neue-diskussionen-um-die-frauenquote_aid_604408.html">http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/frauenquote-neue-diskussionen-um-die-frauenquote_aid_604408.html</a></p>
<p>REGENSBURG. Im politischen Streit um<br />
eine Frauenquote für die Wirtschaft<br />
hat die Kanzlerin ein Machtwort gesprochen:<br />
In Deutschland soll es vorläufig<br />
keine gesetzlich vorgeschriebene<br />
Prozentzahl an weiblichen Führungskräften<br />
und Managern geben.<br />
Die Unternehmen sollen selbst Lösungen<br />
zur Erhöhung des Frauenanteils<br />
suchen und finden.<br />
Fakt ist: Je höher die Sprossen auf<br />
der Karriereleiter sind, umso weniger<br />
Frauen gibt es. Dabei sind inzwischen<br />
52 Prozent der Hochschul-Absolventen<br />
weiblich. Und die Frauen, die richtig<br />
Karriere machen, leben zwangsläufig<br />
wie ihre männlichen Kollegen vorwiegend<br />
für den Job. Eine Familiengründung<br />
ist da nicht drin.<br />
Fakt ist aber auch: Im internationalen<br />
Vergleich hinkt Deutschland hinterher.<br />
In den Vorständen der 30 Dax-<br />
Unternehmen sitzen drei Frauen, zwei<br />
bei Siemens und eine bei SAP. In den<br />
Aufsichtsräten liegt der Frauenanteil<br />
bei 13 Prozent. In anderen EU-Ländern<br />
hat die Politik reagiert und der Wirtschaft<br />
in Segmenten einen fixen Frauenanteil<br />
verordnet. In Frankreich etwa<br />
wurde eine 40-Prozent-Quote für Aufsichtsräte<br />
festgeschrieben – ab 2017. In<br />
Spanien sollen bis 2015 die 35 größten<br />
Unternehmen einen Frauenanteil von<br />
40 Prozent vorweisen können.<br />
Prof. Dr. Paula-Irene Villa, Lehrstuhlinhaberin<br />
für Soziologie/Gender<br />
Studies an der Ludwig-Maximilians-<br />
Universität München, beschäftigt sich<br />
von berufs wegen mit Geschlechterrollen.<br />
Im Gespräch mit der Wirtschaftszeitung<br />
zeigt sie sich überzeugt, dass<br />
es ohne eine Quote nicht gelingen<br />
wird, den Frauenanteil in den Führungsetagen<br />
signifikant zu steigern.<br />
Ein wichtiger nachhaltiger Effekt der<br />
Quote sei es, „Frauen aus ihren Geschlechterstereotypen<br />
zu befreien“.<br />
Hier hat der Deutsche-Bank-Chef Josef<br />
Ackermann gerade mit seiner Aussage,<br />
dass Frauen Unternehmensvorstände<br />
„farbiger“ und „schöner“ machten, für<br />
Kopfschütteln bei Frauen aus Politik<br />
und Wirtschaft gesorgt.<br />
Ansonsten stehen die meisten Frauen,<br />
mit denen wir gesprochen haben,<br />
einer Quote eher skeptisch oder gar ablehnend<br />
gegenüber. Lilo Sillner, Geschäftsführerin<br />
der Labertaler Heilund<br />
Mineralquellen GmbH in Schierling<br />
(Kreis Regensburg), setzt auf Qualifikation<br />
statt Quote. Edith Volz-Holterhus<br />
ist bei E.ON Bayern unter anderem<br />
für das Ressort Personal verantwortlich.<br />
Die Managerin ist der Ansicht,<br />
dass man den Frauen mit der<br />
Diskussion um die Quote keinen Gefallen<br />
tut. Das Kernthema sei die Frage,<br />
wie sich Familie und Beruf vereinbaren<br />
lassen. Die Regensburger Unternehmensberaterin<br />
Andrea Gruber-<br />
Glas hofft hingegen, eine Quote könnte<br />
helfen, Frauen den Boden für Teilzeitführungsposten<br />
zu ebnen und mit<br />
der Vorstellung aufräumen, dass Führungskompetenz<br />
mit ständiger Anwesenheit<br />
verknüpft ist. Seiten 4 und 5</p>
<p>Eine Quote für<br />
Frauen in Führungspositionen?<br />
Irgendwie<br />
klingt Quote immer<br />
nach benachteiligter Minderheit.<br />
Frauen stellen bevölkerungstechnisch<br />
aber die Mehrheit!<br />
Die aktuelle Diskussion ist dennoch<br />
wichtig: Sie sensibilisiert die<br />
Öffentlichkeit für das Thema und<br />
appelliert an die Wirtschaftstreibenden,<br />
Frauen – nicht zuletzt auch<br />
wegen ihrer guten und nicht selten<br />
besseren Bildungsabschlüssen – mit<br />
kreativen Lösungen entgegenzukommen.<br />
Unternehmen sollten bei<br />
der Besetzung von Führungspositionen<br />
künftig freiwillig stärker auf eine<br />
Balance zwischen den Geschlechtern<br />
achten. Wir brauchen<br />
keine staatlich verordnete Personalpolitik,<br />
sondern vor allemandere<br />
Rahmenbedingungen, damit Frauen<br />
(und auch Männer, so sie wollen)<br />
Familie und Beruf besser vereinbaren<br />
können. Dazu gehören entsprechende<br />
Angebote der Kinderbetreuung<br />
sowie eine flexiblere Präs nzkultur<br />
in den Unternehmen.</p>
<p>(Wirtschaftszeitung vom 05.02.2011)</p>
<p>Köln/München/Regensburg.„Wir müssen raus!“ – Der Satz mit dem Ausrufezeichen ist orange eingerahmt. Er preist vor einem kleinen Schlecker-Markt im Münsterland 60-Watt-Glühbirnen und Fliegenklatschen an. Er beschreibt aber auch die bittere Zukunft der beiden Mitarbeiterinnen in der Filiale. Die Frauen in weiß-blauen Kitteln sind die klassischen Schlecker-Verkäuferinnen: 56 Jahre alt, der Firma immer treu ergeben und jetzt vor dem Nichts. Vor einer Minute ist das Fax mit der Hiobsbotschaft angekommen: Die Kette wird abgewickelt. „Ich könnte den ganzen Laden auseinandernehmen“, sagt eine der Frauen. Dann verfällt sie in Schweigen.<br />
Aus ihrer Kollegin sprudelt der Frust nur so heraus. „Wir haben hier wie die Sklaven gearbeitet. Wir sind früh gekommen, spät gegangen, haben keine Pause gemacht. Wir haben die Toiletten sauber gemacht, Fenster geputzt.“ Und jetzt das. „Wir sind wirklich sauer. Das ist eine Katastrophe.“ Die 56-Jährige schaut immer wieder ungläubig auf das mehrseitige Fax. „Ende Juni“, liest sie halblaut. Dann sollen die Filialen schließen.<br />
Nach 20 Jahren arbeitslos<br />
Nur zögernd kommt die Leiterin einer Filiale in der Kölner Altstadt aus dem Personalraum. „Ich hab schon geahnt, dass das nichts mehr wird“, sagt sie und schluckt hart. Dabei laufe ihr Laden gut: „Hier kaufen viele Touristen, wir haben viele Stammkunden, die mit uns gezittert haben.“ Die Frau zuckt hilflos die Schultern. „Tja, jetzt werde ich arbeitslos, nach 20 Jahren hier. Es wird schwer sein, was Neues zu finden“, meint sie.<br />
„Man hat ja immer noch gehofft, dass es irgendwie noch klappt“, sagt die Mitarbeiterin einer Bielefelder Filiale. „Seit 21 Jahren bin ich jetzt bei Schlecker. Ich hab‘ gedacht, die letzten drei Jahre schaff‘ ich auch noch. Und nun das.“ In der letzten verbliebenen Dortmunder Innenstadt-Filiale hat die Nachricht vom Schlecker-Aus der Kassiererin regelrecht die Sprache verschlagen. Die Frau hat gerade per SMS von der Entscheidung des Gläubiger-Ausschusses erfahren. Erst als sie sich wieder einigermaßen gefangen hat, kassiert sie weiter – wortlos.<br />
<a href="http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/wirtschaft/artikel/fuer_viele_schlecker_frauen_is/793004/fuer_viele_schlecker_frauen_is.html">http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/wirtschaft/artikel/fuer_viele_schlecker_frauen_is/793004/fuer_viele_schlecker_frauen_is.html</a></p>
<p>Regensburg. Ein Finanzdienstleister setzt auf die Frauen. Schon zum zweiten Mal hat die Regensburger Telis Finanz Aktiengesellschaft für ihre Finanzberaterinnen aus dem deutschsprachigen Raum einen „Women’s Business Day“ veranstaltet. Vorstandsmitglied Anne-Katrin Heger: „Wir verstehen uns als frauen- und familienfreundliches Unternehmen.“ Dieses Engagement hat die Stadt Regensburg im vergangenen Jahr mit ihrem Margarete-Runtinger-Preis gewürdigt. Laut Heger wurde dabei insbesondere auch die Einrichtung der Business-Tage für Frauen honoriert. Fast 37 Prozent der Telis-Repräsentanten sind Frauen.<br />
Die Finanzmanagerin wollte ihren Geschlechtsgenossinnen in diesem Jahr „Frauen mit einem ganz besonderen Lebenslauf“ vorstellen, „Frauen, von denen wir etwas lernen können“ – aus ganz unterschiedlichen Bereichen: Sport, Coaching, Kirche und Politik. Die ehemalige Bundesfamilienministerin Renate Schmidt kann auf viele berufliche Stationen zurückblicken: Ausbildung bei Quelle zur Programmiererin und Systemanalytikerin, Betriebsratsmitglied, stellvertretende Landesvorsitzende der früheren Gewerkschaft HBV (Handel, Banken, Versicherungen) in Bayern, eines hat sie immer wieder erfahren: „Frauen sind sich ihrer Stärken zu wenig bewusst und sie scheuen Konflikte.“ Sie selbst sei eine Ausnahme, da es in ihrer Familie eine gute Streitkultur gegeben habe: „Ich durfte als Kind und Jugendliche immer meine Meinung vertreten und habe ein großes Zutrauen in meine eigenen Fähigkeiten entwickelt“, sagt die Mutter von drei Kindern.<br />
„Karriereplanung ist Blödsinn“<br />
In ihrem Job als Computerspezialistin war Renate Schmidt früher eine Exotin – die einzige Frau unter lauter Männern. „Ich musste mich männlichen Verhaltensweisen und ihrer Sprache anpassen. Dabei verliert man ein Stück Weiblichkeit.“ Damals verdiente sie noch weniger als ihre männlichen Kollegen, obwohl sie eine hochqualifizierte und gesuchte Expertin war, wagte sie es nicht, den Chef um eine Gehaltserhöhung zu bitten.</p>
<p><a href="http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=10021&amp;pk=552494&amp;p=1">http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=10021&amp;pk=552494&amp;p=1</a></p>
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<pubDate>Sun, 15 Feb 2015 09:50:43 +0000</pubDate>
<category>Liste Femanzen</category><dc:creator>Oberkellner</dc:creator>
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