Wenn der Mensch zur MenschIn wird - oder:

Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

How much »equality« the country can stand?

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Jeder sieht halt, was er will (Lügenpresse)

adler @, Kurpfalz, Sunday, 18.07.2021, 17:27 (vor 437 Tagen)

Google-news bringt 17:17 18.07.2021 einen Kasten zur bockigen Bärin:


Baerbock - Umfrage-Klatsche: Nur 24 Prozent wollen sie halten
BILD

Grünen-Kanzlerkandidatur: Jeder dritte Deutsche ist für Ablösung von Baerbock
WELT

Wahlkampf der Grünen: Warum Robert Habeck Kanzler geworden wäre
Tagesspiegel

Und jetzt noch die verblendeten Blender:

Frauen in der Politik: Abqualifiziert, klein­gemacht, gedemütigt
DER SPIEGEL

Grüne stoppen Abwärtstrend: Baerbock könnte Ampel-Koalition bilden
Tagesspiegel

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Wer die menschliche Gesellschaft will,
der muss die feministische überwinden.

Jeder sieht halt, was er will

Varano, Città del Monte, Sunday, 18.07.2021, 18:12 (vor 437 Tagen) @ adler

Grünen-Kanzlerkandidatur: Jeder dritte Deutsche ist für Ablösung von Baerbock
WELT

Ich interpretiere dieses Ergebnis ganz grob geschätzt mal wie folgt:

  • Ein Drittel der Deutschen glaubt felsenfest an den Endsieg der Grünen, und steht in Nibelungentreue zur Baerböckin.
  • Ein Drittel der Deutschen möchte eine Regierung mit Beteiligung der Grünen, und hat inzwischen gemerkt - das wird aber nix, mit solch einer hohlen Nuss an der Spitze. Von diesem Drittel ist in der WELT-Umfrage die Rede.
  • Ein Drittel der Deutschen möchte genau jenen Irrsinn verhindern, den die erstgenannten zwei Drittel anstreben, und weiß: Grüne von der Macht fernhalten, das geht am besten mit einer Kanzlerkandidatin Baerbock.

Der hierzulande grassierende Irrsinn wird aber erst richtig sichtbar, wenn man sich die Erklärung anschaut, die die WELT-Schreiberlinge für die inzwischen, äh, subobtimalen Umfrageergebnisse dieser Möchtegern-Gottkanzlerin abliefern:

Baerbock steht in der Kritik, weil sich in ihrem Buch „Jetzt. Wie wir unser Land erneuern“ auffallende sprachliche Ähnlichkeiten zu anderen Veröffentlichungen finden. Zudem hatte sie Sonderzahlungen der Partei verspätet an den Bundestag gemeldet. Auch mussten Partei und Kandidatin Angaben in Baerbocks Lebenslauf korrigieren.Quelle: https://www.welt.de/politik/deutschland/article232583365/Gruenen-Kanzlerkandidatur-Jeder-dritte-Deutsche-ist-fuer-Abloesung-von-Baerbock.html

Nein, ihr journaillistischen Gesundbeter: All dieses sind durchaus Probleme mit der ausgewählten Kandidatin, aber nichts von alledem ist das Hauptproblem. Das Hauptproblem ist vielmehr: Die Grünen haben dem deutschen Wähler eine Kanzlerkandidatin vorgesetzt, die man in aller Kürze beschrieben kann mit "Kompetenz egal - Hauptsache, Frau".

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Der Unterschied zwischen Merkeldeutschland und einer Bananenrepublik besteht darin, dass wir die Bananen importieren müssen.

Klonovsky sagte dazu: "Ich komme aus der DDR, ich komme aus der Zukunft!"

Aldimaier, Sunday, 18.07.2021, 18:33 (vor 437 Tagen) @ Varano
bearbeitet von Aldimaier, Sunday, 18.07.2021, 18:39

Ich habe in meinem Unternehmen auch jüngere Mitarbeiter, die die DDR selbst nie aus eigenem Erleben kennengelernt haben. Wenn ich denen erzähle, dass wir früher das Bier km-weit im Dederonnetz schleppen mussten ... wir von Ort zu Ort erst zu Fuß, dann mit der Straßenbahn, dann mit der Deutschen Reichsbahn, dann wieder mit dem Bus und den Rest zu Fuß ... immer das gesamte Gepäck huckend!!!, unterwegs waren, dann realisieren die das nicht. Es mag zwar hipster sein, mit dem Lastenfahrrad auf Radwegen durch die Stadt zu gondeln, aber wenn aus 5 km dann mal 400 oder 500 km bis zum Urlaubsort werden, dann ist es mit der Freude am Fahrradfahren vorbei.

Möbel haben wir mit dem Handwagen aus dem Möbelhaus geholt. Der Umzug wurde mit einer Ameise (DDR-E-Fahrzeug) realisiert.

[image]

Wer das Auto abschafft, der lebt wieder so auf diesem DDR-Mobilitätsniveau.

Für viele alte Menschen ist individuelle Mobilität auch im Alter sehr wichtig. Es ermöglicht Einkaufen ohne fremde Hilfe, solange das noch möglich ist. Wer hilft dann diesen alten Menschen? Die Grünen? Die Braunen (PoC)?

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Einen Abstecher machen

adler @, Kurpfalz, Tuesday, 20.07.2021, 16:52 (vor 435 Tagen) @ Aldimaier

Klonovsky sagte dazu: "Ich komme aus der DDR, ich komme aus der Zukunft!"

Ich weiß zwar nicht, wo Klonovsky was gesagt hat, das zu deinem Text passt.
Hat mich aber animiert, mal wieder bei ihm vorbeizuschauen.

Zitat:
... ich befinde mich im Bilde darüber, dass die Formulierung „einen Abstecher machen” angesichts der vielen aus Afghanistan, Syrien, Somalia und anderer Herren .. Länder stammenden Besucher, die diesem Metier in Kein-schöner-Land das aktuelle Gepräge verleihen, in meinem Munde einen Degout hat ...

https://www.klonovsky.de/2021/07/11-juli-2021/

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Wer die menschliche Gesellschaft will,
der muss die feministische überwinden.

Klonovsky sagte dazu: "Ich komme aus der DDR, ich komme aus der Zukunft!"

Garfield @, Friday, 23.07.2021, 16:59 (vor 432 Tagen) @ Aldimaier

Hallo Aldimaier,

wenn die DDR unsere Zukunft wäre, dann wäre das alles gar nicht so schlimm. Nur mal zum Thema Mobilität:

Ja, in der DDR bekam man nicht so einfach ein Auto. Das hatte natürlich den Effekt, daß es relativ viele Menschen gab, die kein Auto besaßen. Aber so schlimm war das gar nicht.

Ich lebte damals auf dem Land. Die nächste Stadt war 12 km entfernt. Aber da mußte man kaum hin. Es gab da in den Dörfern überall Konsum-Gebäude. (Für alle Nicht-Ossis: Konsum war eine staatliche Verkaufsstellen-Kette.) Wenn es in einem Dorf mal keinen Konsum gab, dann gab es einen im Dorf dicht nebenan. Wir hatten damals auch keinen direkt im Dorf, aber im Nachbardorf, etwa 1 km entfernt, war einer. Dann noch vier weitere jeweils etwa 5 km entfernt. Da gab es Lebensmittel, Zeitschriften, Schreibwaren und auch sonst alles Mögliche. Nicht unbedingt immer in großer Auswahl, aber was man unbedingt brauchte, konnte man dort bekommen. Da kam man mit dem Fahrrad oder auch zu Fuß hin, und die Preise waren exakt dieselben wie in den Geschäften in der Stadt.

Und wenn man mal etwas brauchte, was es dort nicht gab, dann fuhr man mit Zug oder Bus in die Stadt. Die Preise dafür waren niedrig und zumindest Busse fuhren überall.

Es gab auch in den Dörfern überall Postämter.

Wenn man täglich zur Arbeit mußte, brauchte man dafür auch nicht unbedingt ein Auto. Die LPGn z.B. schickten kleine Busse durch die Dörfer, um morgens ihre Beschäftigten zur Arbeit abzuholen und sie abends wieder nach Hause zu fahren.

Heute gibt es die kleinen Verkaufsstellen auf dem Land nicht mehr. Die Postämter in den Dörfern sind längst geschlossen - man kann heute froh sein, wenn man in weniger als 1 km Entfernung noch einen Postkasten findet. Und der öffentliche Verkehr wurde stark ausgedünnt. Bahnstrecken wurden stillgelegt, Busse fahren nur noch selten oder in sehr abgelegenen Gegenden auch gar nicht mehr.

Alles, was keinen großen Reibach einbringt, wurde rigoros abgeschafft.

Und wenn man zur Arbeit fahren muß, kann man zusehen, wie man dahin kommt. Wenn man auf dem Land wohnt, wird man im Bewerbungsgespräch für einen Job immer gefragt, ob man Führerschein und Auto hat. Wenn man das verneint, kriegt man den Job nicht.

Wenn man den Menschen in solch einer Situation die Autos nimmt, dann ist das eine Vollkatastrophe.

Und das soll anscheinend unsere Zukunft sein: Die Vollkatastrophe. Mit der DDR hat das nicht viel zu tun, sondern das wird weitaus schlimmer werden.

Freundliche Grüße
von Garfield

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