Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

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Gemeinsam oder gegeneinander?

Narrowitsch, Berlin, Mittwoch, 09. Dezember 2009, 13:23 (vor 3770 Tagen) @ Oliver

Das ist hier die Frage. Eine, die mich zunehmend amüsiert. Kaum treiben die Mühen eines Häufleins Maskulisten, Antifeministen oder Männerrechtler zarte Triebe, beginnen diverse Pressetussen und -heinis, das Spielchen "das war doch alles gar nicht so gemeint". Noch mehr amüsiert mich, wenn die linke Journaille Kreide frißt und Friedensgesänge - freilich unter Leitung der "guten" Feministinnen - anstimmt.

Dabei bleiben sie sich selbstverständlich treu. Schon der erste Satz belegt, wie wenig der Freitag vom Thema versteht:

"Während Feministinnen heute mehrheitlich für Geschlechterdemokratie eintreten, führen einige Männer - so genannte Maskulisten - einen Kampf gegen das andere Geschlecht"

Wieso und weshalb eigentlich "sogenannte" und nicht "selbst ernannte"? Hier träfe es doch den Sachverhalt, oder? Der "Maskulist" schrieb dazu etwas sehr schönes...

Für mich sehr lustig, der erste Satz des besagten Artikels gäbe ein Klasse - Thema für einen Schulaufsatz, nicht unter fünf A4 Seiten, "Die Rolle von Lüge und Verzerrung im feministischen Diskurs".

Anknüpfungspunkte fänden sich reichlich: 1. jeder halbwegs mit der Materie Vertraute erinnert sofort, was Feministinnen unter Geschlechterdemokratie verstehen. 2. führen Maskulisten keinen Kampf gegen das andere Geschlecht - ganz im Gegensatz zur Jahrzehnte wirkenden feministischen Theorie und Praxis - sondern sie beschränken sich auf den Kampf gegen den Feminismus und seine Folgen. 3. Die Behauptung der Einheit von Geschlechterdemokratie und Feminismus formuliert ein Paradox; eine Geschlechterdemokratie,die eine bestimmte Denkströmung ausschließt, den Maskulismus beispielsweise, verdient ihren Namen nicht; Feminismus und Demokratie reagieren wie Feuer und Wasser. Der konstruierte, tendenziös konnotierte Gegensatz Maskulismus - Feminismus führt allerdings wissentlich in die Irre, so wie der Hinweis auf mehrheitliche Feminstinnen, die heute für irgendetwas sind, versucht, das Wesen dieser sozial geheißenen Bewegung zu vertuschen, freilich bei Beibehaltung einiger Hintertürchen.

Die Liste ließe sich fortführen; bereits der erste Satz zeigt, worum es im gesamten Artikel geht - um nichts anderes als Geschwummel. Auch der Beginn des zweiten Satzes läßt schlimmes befürchten:

"Der heute recht verbreitete Begriff der "Geschlechterdemokratie", der ein neues Verhältnis von Männern und Frauen in der Gesellschaft sucht,..."
Seit wann - so frage ich mich - suchen Begriffe, zumal heute recht weit verbreitete,nach neuen Verhältnissen, namentlich von Männern und Frauen? Bislang nahm ich an, Menschen, oder auch Männer und gar Frauen suchten oder schafften Verhältnisse, die sie dann mit einem Begriff bezeichnen. Nun, ja... ist halt Freitag.

Da sollte Mann nicht viel Substanzielles erwarten und diese Nichterwartung erfüllt des Freitags Schreiberlingin Kerstin Rönicke zu 100%. Sie legt die Platte der friedfertigen Frau auf, die ganz aus Versehen mal einen falschen Satz sagte, den bösen, den von den Jungen, die zugunsten der Mädchen benachteiligt werden müßten. So etwas sei, so dudelt sogleich eine Strophe, doch nicht bezeichnend. Für den Feminismus doch nicht. Im Gegenteil, er sei doch sooooo bunt, so vielfältig, er hätte doch allzu gern Männer mit ins Boot geholt. Wenn bei Capri die Sonne *schluchz*...

Seltsam, die Kerle verstanden das damals wohl nicht so recht? Waren noch ein wenig blöd, noch nicht feministisch aufgeklärt?

Immerhin lese ich diese Aussage mit Wohlgefallen:

"Wie sieht aber es mit der Gegenbewegung aus: Dem Maskulismus? Dieser konstatiert - und das sicherlich in den meisten Fällen zu Recht -; eine starke Benachteiligung und Diskriminierung von Männern in vielen gesellschaftlichen Bereichen."

Folgerung? Null! Nur:

Wenn wir schreiten Seit an Seit...Friede, Friede , Friede ... Stop!Da sind sie, die Klassen- und Friedensfeinde

"Hier formiert sich, vor allem im Internet, eine Front, die eher in den Geschlechterkampf eintreten will, als in eine Geschlechterdemokratie."

Jow, das will ich. Also in der Geschlechterkampf eintreten. Nicht als Maskulist, aber als Antifeminist. Nicht als Wolf im Schafspelz, sondern als ganz ganz böser Wolf im Wolfspelz, auch wenn der mehr und mehr ergraut.
Allerhand, nicht wahr?

Denn das täte ihr so passen, der Frau Autorin, diese Geschlechterdemokratie. Die mit Kindesentzug und Enteignung, die mit Zahlesel- und Erbschleicherei,die mit weiblicher Herablassung und Quotenschwindel.

Nichts da!

Doch - wie gesagt- der Artikel amüsiert mich. Er schließt sich anderen an, einige Damen ahnen es: noch ein paar Jahre, dann ist Schluß mit lustig und mit Forderungen.

Im übrigen: Katrin Rönicke schreibt bei Mädchenmannschaft und ist Erziehungswissenschaftlerin.Mich, meinen Jungen und dessen Kumpels wird sie nicht umerziehen. 100%. Freitags nicht und sonst auch nicht. Mag sie mit ihren Pudeln glücklich werden. Wie sang Bob Dylon ?

times....

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Narrowitsch

--
Extemplo simul pares esse coeperint, superiores erunt-

Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.


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