Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

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Haiti - Hilfsorganisationen rechtfertigen Frauenbevorzugung

Wolfgang A. Gogolin ⌂, Hamburg, Dienstag, 02. Februar 2010, 17:53 (vor 3715 Tagen)

Ich hatte gestern diverse Hilfsorganisationen angemailt:

Sehr geehrte Damen und Herren,
wie ich der Presse entnehme, verteilt das Welternährungsprogramm 25-Kilo-Säcke mit Reis vor allem an Frauen und hat in Haiti sogar eigene Lebensmittel-Abgabestellen nur für Frauen eingerichtet.
Ich würde gern spenden, möchte aber keine Diskriminierung von Männern unterstützen, Opfer nicht nach Geschlecht selektieren. Können Sie garantieren, dass meine Spende nicht nur Frauen zu Gute kommt?

Viele Grüße

Wolfgang A. Gogolin

Es haben sehr viele geantwortet, alle mit dem Tenor, Männer keinesfalls diskriminieren zu wollen. Die Diakonie rief mich sogar an und warb um Verständnis für die Maßnahmen, weil Frauen einfach gerechter seien. Das sehe man auch ganz deutlich in Afrika, wo Männer wegen eines besseren Jobs in die Städte gingen und doch nur scheiterten. Wenn man Frauen Geld gebe, kauften die davon besseres Essen, gebe man Männern Geld, kauften die oft bloss ein Radio.

OXFAM schrieb mir:
' ... Ich kann Sie beruhigen: Es geht in keiner Weise um Diskriminierung von Männern!

Auch Oxfam sorgt bei der Verteilung von Trinkwasser und anderen Hilfsgütern dafür, dass Frauen und Kinder Vorrang haben. Die Gründe sind zweierlei:

1) In den chaotischen Verhältnissen bei Katastrophen jeder Art setzen sich erfahrungsgemäß auf Grund von Macht und körperlicher Kraft die Männer auf Kosten von Frauen, Kindern, Kranken und Alten durch. Hilfsgüter sollten aber fair und nach Bedürftigkeit verteilt werden.

2) Frauen kümmern sich in den meisten Gesellschaften traditionell um Kinder, Kranke und Alte (und auch um ihre Männer). Wenn Frauen Vorrang eingeräumt wird, werden daher die anderen Gruppen ebenfalls versorgt ...'

Jetzt bin ich beruhigt. In Haiti scheint es keine starken Frauen zu geben.

Viele Grüße
Wolfgang


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