Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Kärntens Hexen waren Männer

Bettelmönch, Monday, 03.05.2010, 18:59 (vor 4403 Tagen) @ Marcel

Hier gehts weiter:

http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/2345160/kaerntens-hexen-waren-maenner.story

Waren diese Bürgerinnen sesshaft, so handelt es sich beim Gros der Beschuldigten in den Hexenprozessen um Bettler und Vagabunden - und um Männer! "Zehn Prozent der Bevölkerung der frühen Neuzeit waren Bettler. Sie wurden häufig mit Magie in Zusammenhang gebracht, weil man sie einfach loswerden wollte", erzählt Sarman. Um die Delinquenten zu überführen, scheute man nicht vor grausamer Folter zurück. So etwa zeigte sich das Landgericht Maria Saal 1689 einem Bettler namens Hans gegenüber nicht zimperlich. Hans, der etwa 30 Jahre alt war und selbst seinen Familiennamen nicht kannte, wurde in Ebenthal von einem Schmied gefragt, ob er zaubern könne. Hans wollte offenbar angeben und bejahte. Der Schmied meldete dies dem Maria Saaler Gericht. Hans wurde mehrfach verhört und gefoltert. "Unter der Tortur hat er alles gestanden", sagt Sarman, etwa dass er bei Hexenmahlzeiten dabei gewesen sei. Das Ende war blutig: Am 20. Juni 1689 wurde Hans geköpft, sein Körper anschließend auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Tja, auch heute sind die meisten Bettler männlich. Warum sollte das damals auch anders gewesen sein?

Und wenn aus den Hexenverfolgungen immer eine systematische Frauenfeindlichkeit gebastelt wird: Im 14. und 15. Jahrhundert waren 1/3 der Beschuldigten Männer. Regional unterschiedlich.

Man kann also nicht wirklich sagen, dass das nur oder vor allem Frauen treffen konnte. Es traf sie nur häufiger, aber von einem reinen "Frauendelikt" kann man da nicht reden.

Ketzerei war ja auch keine "Männerdiskriminierung". Bei den Katherern betrug der Frauenanteil ebenfalls nur ein Drittel, bei den Templern 100 %, dennoch behauptet niemand, Verfolgung wegen Ketzerei wäre gezielte Männerverfolgung gewesen.

Damals wurde die Todesstrafe wegen allem Möglichen verhängt, nicht nur wegen Hexerei. Und insgesamt wurden weitaus mehr Männer hingerichtet. Das war nur ein Delikt unter vielen, für die es heute nicht mal mehr eine Bewährungsstrafe gibt.

Und wenn man den weiblichen Hang zu Falschbeschuldigungen, Mobbing und dazu, sich unliebsame Leute von aufgestachelten Dritten vom Hals schaffen zu lassen, berücksichtigt, dann kann davon ausgegangen werden, dass sie auch für einen großen Teil der Hexenprozesse mit verantwortlich waren.

Aber egal worum es geht, sobald Frauen von etwas irgendwie betroffen sind, sind sie immer gleich die Hauptbetroffenen, Männer werden völlig ignoriert.


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