Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

233.682 Postings in 30.704 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Inszenierung von Deutschlands größter Kinderporno-Verfolgung gescheitert.

Student(t), Samstag, 29.12.2007, 22:16 (vor 5049 Tagen)

Spiegel-online:

"Ermittler kritisieren Kinderporno-Operation als Flop

Für zahlreiche Verdächtige im angeblich bisher größten Kinderpornografie-Fall in Deutschland werden die Ermittlungen folgenlos bleiben. Viele der 12.000 verdächtigten Internet-Nutzer seien nur zufällig auf eine Kinderporno-Website geraten. Mehrere Ermittler kritisieren die Aktion.

Als sensationellen Erfolg hatte die Staatsanwaltschaft Halle die Operation "Himmel" kurz vor den Weihnachtsfeiertagen präsentiert. 2000 Internetnutzer stünden im Verdacht, sich Bilder und Filme von Sex mit Minderjährigen heruntergeladen zu haben (mehr...). Diese Zahl hatte Halles Oberstaatsanwalt Peter Vogt auf Anfrage des MDR bestätigt. Es habe zahlreiche Beschlagnahmungen gegeben, weitere Durchsuchungen seien geplant. In allen Bundesländern wurde parallel ermittelt, insgesamt war von 12.000 Verdächtigen allein in Deutschland die Rede. Die Ermittlungen betrafen laut Vogt weltweit 70 Staaten. Nun melden sich andere Strafverfolger zu Wort und kritisieren die Aktion als aufgebläht und in weiten Teilen erfolglos.


Nach SPIEGEL-Informationen werden die Ermittlungen für viele der 12.000 verdächtigten Internet-Nutzer keinerlei Folgen haben. Der Schwerpunkt der Fahndung lag in Nordrhein-Westfalen - und mehrere Staatsanwaltschaften aus dem Bundesland teilten nun mit, die von der Staatsanwaltschaft Berlin angestoßene Operation "Himmel" habe nur wenig zutage gefördert, was strafrechtlich relevant sei.

Der Kölner Oberstaatsanwalt Rainer Wolf etwa berichtete, dass von den rund 500 Verdachtsfällen, die der Kölner Behörde aus der Hauptstadt zur Bearbeitung gemeldet wurden, "allenfalls eine Handvoll" weiterverfolgt würden. Die anderen Fälle hätten "sofort eingestellt" werden müssen.

"Irrer Verwaltungsaufwand für fast nichts"

Viele der gemeldeten Nutzer seien nach den vorliegenden Erkenntnissen "nur für Sekunden" und daher "möglicherweise aus Versehen" auf die ins Visier der Fahnder geratene Kinderporno-Seite im Internet geraten, erklärte die Dortmunder Oberstaatsanwältin Ina Holznagel. Es sei fraglich, ob die Zeit überhaupt ausgereicht habe, sich Dateien auf den eigenen Computer zu laden. Einer der Ermittler wurde noch deutlicher: Die Operation habe einen "irren Verwaltungsaufwand für fast gar nichts produziert".

Ein Sprecher des bayerischen LKA hatte SPIEGEL ONLINE vergangene Woche erklärt, Kinderpornos seien auf dem Server eines Berliner Internet-Anbieters deponiert worden. Dieser Anbieter, laut der ARD, Strato, habe dann die Polizei eingeschaltet, weil ihm ein enormer Datentransfer auf den Servern auffiel. Das stieß die monatelangen Geheimermittlungen an, die bereits zu Beginn des Jahres begonnen hätten. In Bayern hatte man sich irritiert über die mediale Ausschlachtung der Aktion durch die Staatsanwaltschaft Halle gezeigt."


Ich frage mich:

Was war mit dieser - zum Glück vergeblichen - Inszenierung bezweckt ?

Sollte das deutsche Volk geschlossen in eine Hexenjagd getrieben werden?

Sollte eine Welle der kollektiven Angst vor Verfolgung ausgelöst werden ?

Erinnert das nicht an die angeblich -zig tausenden Zwangsprostituierten, welche zur Fußball-Weltmeisterschaft angeblich eingeschleust werden würden ?


Gruß

Student


gesamter Thread:

 

powered by my little forum