Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Quo Vadis, Wikipedia

Holger, Freitag, 02.01.2009, 14:21 (vor 4643 Tagen) @ Rhyne

Hallo Rhyne!

Eigentlich war ich geneigt, Wikipedia als Geschlitztenkrücke und somit als bedeutungslos abzutun, dies scheint mir aber zu kurz gedacht und es lohnt sich, nochmals über die Wurzeln der neuen Staatsreligion Feminismus nachzudenken.
Zur Einstimmung empfehlenswert ist das hier:
http://ef-magazin.de/2008/12/31/874-politische-korrektheit-ein-opfer-schlaegt-zurueck ein herzliches Dankeschön an Hardy von manndat für den link.
http://www.carookee.com/forum/MANNdatAktion/1/moderne_selbsternannte_Hohe_Priesterschaft_lautet_heute_politische_Korr...

Bereits der erste Satz bringt das Problem auf den Punkt: "Der freie Austausch von Gedanken über gesellschaftliche Umstände ist für Mitglieder der herrschenden Elite zumindest ein Ärgernis." Und weiter: "Besonders verderblich ist der Einfluss der Elite auf die Freiheit, wenn ihr sogenannte „Intellektuelle“ angehören, die ihre Sicht der Welt zur Allgemeingültigkeit erheben wollen und alle von ihrer Sicht abweichende Gedanken als krankhaft, entartet oder unmenschlich bezeichnen....Der Sammelbegriff, unter der diese moderne, selbsternannte Priesterschaft firmiert, lautet heute „politische Korrektheit“ und unser Häuptling "Schwarze Feder" hängt nur zu gerne den intellektuellen Soziologen heraus, um seine Zugehörigkeit zu dieser Kaste zu demonstrieren.

Wir erinnern uns: die neomarxistischen Theorien der Frankfurter Schule waren das Hosianna der 68er- Putschisten und sind nach deren Marsch durch die Institutionen A und O im Kulturkampf der Neo- Sozialisten geworden. Deren Chearleader Marcuse meinte, ..." dass traditionelle Toleranz repressiv sei – sie wende Reformen ab, indem sie den Status quo ... nun, tolerierbar macht. Marcuse befürwortete Intoleranz gegenüber etablierten und konservativen Ansichten, Toleranz sollte nur den Meinungen der Unterdrückten, der Radikalen, der Subversiven und anderer Außenseiter gegenüber walten. Indoktrination von Studenten und 'alles durchdringede' Zensur anderer Ansichten seien notwendig, angefangen an den Universitäten ...“ . Da kann doch sein Jünger "Schwarze Feder" unmöglich hinter dem geliebten Führer zurückstehen!

Wenn Grözinger postuliert, daß Zensur und Debattenverweigerung derzeit Hauptkampfmittel der Neosozialisten in ihrem Kulturkampf gegen die Zivilisation ist, liegt er damit genau richtig. Jeder von uns hat schon diese Erfahrung gemacht, wenn er sich auf Plattformen wie den "Gesellschaftern" oder in den Briefspalten der sich freiwillig gleichgeschaltet habenden Mainstream- Medien zu äußern versucht.
Es ist ein gewaltiger Irrtum anzunehmen, der Sozialismus habe sich mit dem Untergang des Ostblocks überlebt: längst ist er in seiner Metamorphose "Feminismus" real existent, die Grundidee des 'Gleichmachens' findet sich unverblümt in der sattsam bekannten Gleichstellerei der Genderideologen wieder- 'Gender' als totalitäre Steigerung der Frauenpolitik- den Aufsatz von Prof. Bock dazu sollten wir noch mal durchlesen.

Das Ziel all jener Bemühungen: Eliminierung sämtlicher Werte der "alten" Gesellschaft, damit sich die der neuen, der neomarxistisch- feministischen durchsetzen können,dazu bedarf es unbedingt solcher Veranstaltungen wie Wikipedia, es geht um Deutungshoheit und der Umstand, daß in diesem Machwerk vor einiger Zeit dreist Definitionen aus DDR- Lexika gleich im Dutzend verwendet wurden, spricht für sich. Dabei wurden schon beachtliche Fortschritte erzielt: Abtreibung als postkonzeptionelles Verhütungsmittel (zynisch könnte man diesen Begriff auf 'postpartal' erweitern) ist gedankenlos akzeptiert, das Mantra von der ewigen Benachteiligung der Frau unhinterfragbares Dogma in den meisten Hirnen geworden, die in ihrem immanenten Widerspruch nicht mehr zu überbietende Niedertracht "positive Diskriminierung" gängiger Salonwalzer der Entscheider in Politik und Staat, die vorsätzliche geistige Verkrüppelung der Jungen im Schulsystem ruft noch nicht mal Schulterzucken hervor.Totalitäre Systeme benötigen immer einen Sündenbock und die klammheimliche Etikettierung des Raubtierkapitalismus als originär männlich via Sprachregelung bemerkt schon gar keiner mehr (wo ist sie, die SpekulanTIN?) Wir sind schon weit gekommen auf dem Weg in die neosozialistische Orwellsche Welt und Wikipedia spielt eine wichtige Rolle in den Überlegungen des Wahrheitsministeriums- es ist kein Zufall, daß Wikipedia bereits mehr als beiläufige Erwähnung in Medien und auch Politik findet.

Ich schätze Deinen Einsatz bei Wikipedia sehr, wenngleich er vergeblich ist- man kann einem Rindvieh schließlich nicht erklären, warum es nicht an Elektrozäune pissen soll, sondern verläßt sich darauf, daß es dies schmerzensreich erfahren muß (nochmals Dank an Nick für diese unsterbliche Formulierung!). Die Rindviecher, so fürchte ich, sind in diesem Falle auch wir.


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