Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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"Vaterlose Jungs sind ein Milliardengeschäft"

Michi @, Tuesday, 05.05.2009, 14:41 (vor 4891 Tagen) @ roser parks

@ALL
"Seit Erfindung des römischen Rechts haben wir im Familienrecht noch nie so viele "Professionen" gehabt, die sich am Leid geschiedener Familien labten, wie heute. 300.000 Scheidungen und 300.000 Scheidungsfolgeverfahren/Jahr beschäftigen rein rechnerisch ca. 900.000 Anwälte/Jahr mit einem mittleren Gewinn/Fall von ca. 3000/EUR. Das sind 2,7 Milliarden EUR. Vermutlich ist dies weit unterschätzt. Dann darf man nicht vergessen, dass von den 22,7 Milliarden die jährlich der Jugendhilfe zugute kommen, ein Großteil für Scheidungskinder verwendet wird. Die Kurse des Herren Franz gehören auch dazu.

Da die Anwaltschaft trotzdem noch nicht genug verdient, hat sie sich ein neues Gesetz einfallen lassen: Das FamFG, das September 2009 in Kraft tritt. Der Clou? Die Anwaltspflicht in Familienverfahren wird dabei erweitert, über Mediation wird erst dann nachgedacht, nachdem die Anwälte die Parteien vor das Gericht gezerrt und sich damit Prozessgebühren gesichert haben.

Damit wird die Zahl der Prozesse im Familienverfahren weiter steigen.

In Landshut drehte ein Mann nach 43 Verfahren in einem Erbstreit durch.

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich die "Professionen" wünschen, dass solche Viel-Verfahren auch im Familienrecht zur Regel und Amokläufe zur üblichen Lösung von Rechtsstreitigkeiten im Familienrecht werden sollen.

Damit ist die Schuldzuweisung des Herrn Prof. Franz an die Spieleindustrie mehr als zynisch: Was sollen wir daraus verstehen? Brauchen die "Professionen" auch die Milliarden-Gewinne der Spieleindustrie? Glaubt man tatsächlich, dass man statt den paar Euros, die man für ein Spiel ausgibt, ein Gutachten der "Gesellschaft für wissenschaftliche gerichtspsychologische Gutachten" (GwG) des Herrn Salzgeber bezahlen kann, in Höhe von schlappe 4-15 Tausend EUR?

Man bedenke: Wer mit dem Finger auf andere zeigt sollte nicht vergessen dass dabei immer drei Finger seiner Hand auf ihn selber gerichtet sind!.

Herr Geert Mackenroth hatte bereits in "Der Spiegel" 22/06, "Dann kippt das System", vom "Anwaltsproletariat" gesprochen, das "mit aller Macht Fälle vors Gericht bringt". Wenn wir nicht schleunigst die Schuldigen benennen und Maßnahmen dagegen ergreifen, wird das System kippen. Denn ein System, aufbauend auf Egoismus kann sich nicht lange halten. Eine Gesellschaft, die zulässt, dass sich einige wenige an der Keimzelle der Gesellschaft, der Familie, bereichern, wird untergehen."


SG
Michi
Excalibur
GWG-Jäger


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