Focus: Scheidungsopfer Mann
Das Titelthema in der heutigen Ausgabe des Focus (eigentlich nicht dafür bekannt, extrem feministsich zu sein) klang erst einmal positiv. Endlich nimmt sich eine größere Zeitschrift des Themas an. Aber weit gefehlt. Mein ganz persönlicher Eindruck nach Durchlesens des Artikels war, daß dem geneigten Leser suggeriert wird, daß alles ja gar nicht so schlimm sein. Als Krönung dann ein Interview mit einem Psychologen namens Guy Bodenmann. Kostprobe gefällig?
Focus: Viele Männer sehen sich als Verlierer ihrer Scheidung. Ist dieses Gefühl berechtig?
Bodenmann: Grundsätzlich verlieren beide, der Verlust der Liebe bedeutet ein echtes Trauma. Außerdem gibt es reichlich Männer, die ihre Frau finanziell benachteiligen. Und umgekehrt kenne ich Beispiele, wo die Frau unfair kämpft.
Focus: Warum beschreiben einige ihre Ex plötzlich als geldgieriges Monster?
Bodenmann: Solche Männer haben das reale Bild verloren. In ihrem Scheidungskampf erschaffen sie in ihrer Vorstellung einen gegner, wie sie ihn brauchen.
Dazu fehlen mir echt die Worte.
Gruß
AJM
Re: Focus: Scheidungsopfer Mann
Als Antwort auf: Focus: Scheidungsopfer Mann von ÂJM am 01. März 2004 12:14:19:
Hi AJM, 
Das Titelthema in der heutigen Ausgabe des Focus (eigentlich nicht dafür bekannt, extrem feministsich zu sein) klang erst einmal positiv.
In der Tat. Wenn ich mir die Titelseite so anschaue:
- Finanzen und Taktik: Warum Frauen fast immer im Vorteil sind
- Neue Studie: Die Leiden der Väter
dann klingt das für mich zunächst mal sehr erfreulich. Noch vor einiger Zeit war das ja ein komplettes Tabuthema, und jetzt ist es auf der Titelseite von Deutschlands vermutlich meistgelesener Zeitschrift.
Endlich nimmt sich eine größere Zeitschrift des Themas an. Aber weit gefehlt. Mein ganz persönlicher Eindruck nach Durchlesens des Artikels war, daß dem geneigten Leser suggeriert wird, daß alles ja gar nicht so schlimm sein.
Muss ich mir selber durchlesen; ich bin gespannt. Vielen Dank jedenfalls für die Info! 
Bodenmann: Grundsätzlich verlieren beide, der Verlust der Liebe bedeutet ein echtes Trauma. Außerdem gibt es reichlich Männer, die ihre Frau finanziell benachteiligen. Und umgekehrt kenne ich Beispiele, wo die Frau unfair kämpft.
Stimmt ja auch.
Bodenmann: Solche Männer haben das reale Bild verloren. In ihrem Scheidungskampf erschaffen sie in ihrer Vorstellung einen Gegner, wie sie ihn brauchen.
Gut, das halte ich so auch für verkürzt.
Herzlicher Gruß
Arne
Re: Focus: Scheidungsopfer Mann
Als Antwort auf: Focus: Scheidungsopfer Mann von ÂJM am 01. März 2004 12:14:19:
Hallo AJM (wofür steht diese Abkürzung eigentlich?),
vielen Dank für den Hinweis auf den neuen Focus.
(Ich habe ihn mir übrigens inzwischen ebenfalls besorgt.)
Gruß, Jörg
Re: Focus: Scheidungsopfer Mann
Als Antwort auf: Re: Focus: Scheidungsopfer Mann von Jörg am 02. März 2004 00:32:23:
Hallo AJM (wofür steht diese Abkürzung eigentlich?),
AJM steht für die Initialen meines Namens.
Gruß
AJM
Re: Focus: Scheidungsopfer Mann
Als Antwort auf: Focus: Scheidungsopfer Mann von ÂJM am 01. März 2004 12:14:19:
Zunächst: Habe den Focus noch nicht gelesen, der Bericht soll aber nicht schlecht sein.
Zweitens:
In der aktuellen GALA zu lesen:
Danke Daddy ! Tränen-Trennung-Scheidung
Immer mehr berühmte Daddys kämpfen um ihre Kinder
Leider übliche Masche
Als Antwort auf: Focus: Scheidungsopfer Mann von ÂJM am 01. März 2004 12:14:19:
Das Titelthema in der heutigen Ausgabe des Focus (eigentlich nicht dafür bekannt, extrem feministsich zu sein) klang erst einmal positiv. Endlich nimmt sich eine größere Zeitschrift des Themas an. Aber weit gefehlt. Mein ganz persönlicher Eindruck nach Durchlesens des Artikels war, daß dem geneigten Leser suggeriert wird, daß alles ja gar nicht so schlimm sein. Als Krönung dann ein Interview mit einem Psychologen namens Guy Bodenmann. Kostprobe gefällig?
Focus: Viele Männer sehen sich als Verlierer ihrer Scheidung. Ist dieses Gefühl berechtig?
Bodenmann: Grundsätzlich verlieren beide, der Verlust der Liebe bedeutet ein echtes Trauma. Außerdem gibt es reichlich Männer, die ihre Frau finanziell benachteiligen. Und umgekehrt kenne ich Beispiele, wo die Frau unfair kämpft.
Focus: Warum beschreiben einige ihre Ex plötzlich als geldgieriges Monster?
Bodenmann: Solche Männer haben das reale Bild verloren. In ihrem Scheidungskampf erschaffen sie in ihrer Vorstellung einen gegner, wie sie ihn brauchen.
Dazu fehlen mir echt die Worte.
Gruß
AJM
Mich überrascht der mangelnde Tiefgang des Focus überhaupt nicht, hat er doch seit Jahren System. Es ist ja leider so, dass die Titelthemen des Focus mehr versprechen als sie halten können. Die Folge ist, dass einem die Artikel zu maximal 50% gesättigt zurücklassen. Dann fragt man sich: Wo ist der Rest geblieben? Wollten die nicht noch was anderes sagen?
Der Grund, warum der Focus dem Spiegel die Marktführerschaft abgejagt hat, liegt in einer sehr ansprechenden Verpackung sprich Graphik. Das zieht in der heutigen oberflächlichen Zeit halt sehr stark. Journalistisch gesehen hat er wenig zu bieten. Leider.
mfg,
der Bachelor
Re: Leider übliche Masche
Als Antwort auf: Leider übliche Masche von Der Bachelor am 02. März 2004 12:27:24:
Das Titelthema in der heutigen Ausgabe des Focus (eigentlich nicht dafür bekannt, extrem feministsich zu sein) klang erst einmal positiv. Endlich nimmt sich eine größere Zeitschrift des Themas an. Aber weit gefehlt. Mein ganz persönlicher Eindruck nach Durchlesens des Artikels war, daß dem geneigten Leser suggeriert wird, daß alles ja gar nicht so schlimm sein. Als Krönung dann ein Interview mit einem Psychologen namens Guy Bodenmann. Kostprobe gefällig?
Focus: Viele Männer sehen sich als Verlierer ihrer Scheidung. Ist dieses Gefühl berechtig?
Bodenmann: Grundsätzlich verlieren beide, der Verlust der Liebe bedeutet ein echtes Trauma. Außerdem gibt es reichlich Männer, die ihre Frau finanziell benachteiligen. Und umgekehrt kenne ich Beispiele, wo die Frau unfair kämpft.
Focus: Warum beschreiben einige ihre Ex plötzlich als geldgieriges Monster?
Bodenmann: Solche Männer haben das reale Bild verloren. In ihrem Scheidungskampf erschaffen sie in ihrer Vorstellung einen gegner, wie sie ihn brauchen.Dazu fehlen mir echt die Worte.
Gruß
AJM
Mich überrascht der mangelnde Tiefgang des Focus überhaupt nicht, hat er doch seit Jahren System. Es ist ja leider so, dass die Titelthemen des Focus mehr versprechen als sie halten können. Die Folge ist, dass einem die Artikel zu maximal 50% gesättigt zurücklassen. Dann fragt man sich: Wo ist der Rest geblieben? Wollten die nicht noch was anderes sagen?
Der Grund, warum der Focus dem Spiegel die Marktführerschaft abgejagt hat, liegt in einer sehr ansprechenden Verpackung sprich Graphik. Das zieht in der heutigen oberflächlichen Zeit halt sehr stark. Journalistisch gesehen hat er wenig zu bieten. Leider.
mfg,
der Bachelor
Stimmt. Ist mehr was für Comic-Liebhaber, was so das Bild-Text-Verhältnis angeht.
Anti-Sexistin