Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Väter sind für die Entwicklung des Kindes nicht wichtig

Mirko, Saturday, 08.05.2004, 23:57 (vor 7982 Tagen)

...zumindest behauptet das wissenschaft.de:

http://www.wissenschaft.de/wissen/news/240810.html

Re: Väter sind für die Entwicklung des Kindes nicht wichtig

Sebastian, Sunday, 09.05.2004, 01:04 (vor 7982 Tagen) @ Mirko

Als Antwort auf: Väter sind für die Entwicklung des Kindes nicht wichtig von Mirko am 08. Mai 2004 20:57:03:

...zumindest behauptet das wissenschaft.de:

hallo,

ich denke man müsste die studie erstmal selber lesen. aber zunächst ist zu sagen das es sich noch um recht junge menschen handelt 12 - 13, ich denke das die rolle des vaters mit zunehmenden alter steigt.
weiterhin hatte ich irgendwo einmal gelesen das kriminelle kinder vor allem vaterlos sind ob das nun am einkommen und dem sozialen status der mutter liegt, mag dahingestellt sein.
selbst wenn der vater vor allem der ernährer ist so lässt es sich nicht leugnen das nunmal irgendjemand die wirtschaftlichen leistungen erbringen muss. gerade deswegen bin ich dagegen die ernährung der familien von der gesellschaft übernehmen zu lassen weil das dann einfach darauf hinausläuft das männer dafür zahlen das irgendwer ein hübsches leben mit kindern hat (nur eben die männer selbst nicht).

grüsse

Re: Väter sind für die Entwicklung des Kindes nicht wichtig

Pokemon, Sunday, 09.05.2004, 01:17 (vor 7982 Tagen) @ Sebastian

Als Antwort auf: Re: Väter sind für die Entwicklung des Kindes nicht wichtig von Sebastian am 08. Mai 2004 22:04:57:

...zumindest behauptet das wissenschaft.de:

hallo,
ich denke man müsste die studie erstmal selber lesen. aber zunächst ist zu sagen das es sich noch um recht junge menschen handelt 12 - 13, ich denke das die rolle des vaters mit zunehmenden alter steigt.

Hallo!

Nein, ich glaube in diesem Alter wird die Rolle der Eltern, also auch die des Vaters immer geringer. Das Kind kommt in die Pubertät, löst sich von den Eltern, die Clique gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die Eltern werden von anderen Vorbildern abgelöst. In den ersten 1 oder 2 Jahren der Pubertät dienen die Eltern noch als Berater in Erwachsenenangelegenheiten, wobei wohl gerade für Jungen die Gegenwart eines Vaters sehr wichtig ist, doch auch damit ist irgendwann Schluss.

Ich habe mal gehört dass Kinder am meisten während des 4. bis 6. Lebensjahres geprägt werden. In diesen Jahren wird der Grundstein für die spätere Entwicklung gelegt. Natürlich werden auch ältere Kinder weiterhin vom Verhalten der Eltern beeinflusst, das geht hinein bis ins Teenie-Alter. Aber die Bedeutung der Eltern nimmt doch mit der Pubertät ab. Die Rollenbilder werden schon vor der Pubertät festgelegt bzw. von den Eltern übernommen (sollen sich wohl bis zum 10. Lebensjahr fest eingeprägt haben). Mit der Geschlechtsreife kommen sie dann zum Vorschein.

Re: Väter sind für die Entwicklung des Kindes nicht wichtig

Sebastian, Sunday, 09.05.2004, 01:21 (vor 7982 Tagen) @ Pokemon

Als Antwort auf: Re: Väter sind für die Entwicklung des Kindes nicht wichtig von Pokemon am 08. Mai 2004 22:17:10:

...zumindest behauptet das wissenschaft.de:

hallo,
ich denke man müsste die studie erstmal selber lesen. aber zunächst ist zu sagen das es sich noch um recht junge menschen handelt 12 - 13, ich denke das die rolle des vaters mit zunehmenden alter steigt.

Hallo!
Nein, ich glaube in diesem Alter wird die Rolle der Eltern, also auch die des Vaters immer geringer. Das Kind kommt in die Pubertät, löst sich von den Eltern, die Clique gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die Eltern werden von anderen Vorbildern abgelöst. In den ersten 1 oder 2 Jahren der Pubertät dienen die Eltern noch als Berater in Erwachsenenangelegenheiten, wobei wohl gerade für Jungen die Gegenwart eines Vaters sehr wichtig ist, doch auch damit ist irgendwann Schluss.
Ich habe mal gehört dass Kinder am meisten während des 4. bis 6. Lebensjahres geprägt werden. In diesen Jahren wird der Grundstein für die spätere Entwicklung gelegt. Natürlich werden auch ältere Kinder weiterhin vom Verhalten der Eltern beeinflusst, das geht hinein bis ins Teenie-Alter. Aber die Bedeutung der Eltern nimmt doch mit der Pubertät ab. Die Rollenbilder werden schon vor der Pubertät festgelegt bzw. von den Eltern übernommen (sollen sich wohl bis zum 10. Lebensjahr fest eingeprägt haben). Mit der Geschlechtsreife kommen sie dann zum Vorschein.

hallo,

ich glaube eben genau weil die kinder sich von den eltern lösen wird der vater wichtiger. denn der vater ist letztlich oft derjenige welcher das loslösen unterstützt und fördert, nicht umsonst trauen väter ihren kindern meist mehr zu als mütter.

grüsse

Re: Väter sind für die Entwicklung des Kindes nicht wichtig

Jolanda, Sunday, 09.05.2004, 02:14 (vor 7982 Tagen) @ Sebastian

Als Antwort auf: Re: Väter sind für die Entwicklung des Kindes nicht wichtig von Sebastian am 08. Mai 2004 22:21:01:

Hallo zusammen

Für mich ist diese Behauptung einfach nichts weiter als ein "totaler Witz".

Wisst ihr, wenn man alles Männliche als gewalttätig und konservativ und als potentiell gefährlich abtut, dann ist klar, dass man auf solch groteske Aussagen kommt.

Ich meine, ganz ehrlich, Kacke auf solche Studien. Ich brauche keine Studien, um zu wissen, dass Kinder den Vater genauso brauchen wie die Mutter. Ein Kind kann auch alleine mit dem Vater aufwachsen und alles bekommen, was es braucht und liebevoll umhegt sein.

Ich kenne auch einen Vater, der einen Sohn hat und die Mutter das Sorgerecht hat. Er ist mit Abstand die Wichtigste Person im Leben dieses Jungen. Sein Sohn liebt ihn abgöttisch und würde am liebsten immer bei ihm leben. Ich muss dazu sagen, dass er sehr viel Zeit mit seinem Vater verbringt, viel mehr als bei der Mutter, was aber mit dem Umstand zu tun hat, dass er sich einfach viel besser um ihn kümmert, er tut alles, ohne ihn wäre der Junge verloren. Hier hoffe ich, dass der Vater irgendwann das Sorgerecht zugesprochen bekommen wird. Denn er ist der einzige, der dem Jungen eine glückliche und gute Zukunft bieten kann.

Und wenn es möglich ist, dann sollen Kinder beide Eltern haben, egal, ob die noch zusammen leben oder nicht. Ich finde es einfach ganz ehrlich gesagt zum kotzen, wenn man Studien präsentiert, die Aussagen, dass der Vater für das Kind nicht so wichtig ist, nur weil man damit diesen Egotripp, der emanzipierten Frauen begründen kann oder zumindest beweisen, dass es nichts schadet, wenn man seinen Kindern den Vater entzieht.

Und wenn ich durch die Strassen gehe in der Stadt und sehe, wie viele Mütter ihren Kindern eines hinter die Löffel geben oder auf den Hintern, dann muss ich sagen, vielleicht wäre ein bisschen mehr männliche Autorität in gewissen Haushalten gar nicht so schlecht, das Kräftemessen müsste dann vielleicht nicht so sehr ausufern.

Hier wird in die ganz falsche Richtung geforscht. Ich frage mich echt, ob das noch unter Familienforschung geht, bzw. deren Ausrottung oder ob der Hintergrund hier mehr feministisch ist oder was auch immer. Aufjedenfall muss man recht behämmert sein, um so eine Studie überhaupt zu veröffentlichen.

Hier bei uns in der Schweiz hat man Kinder gefragt, deren Eltern in Trennung lebten. Was sie denn wollen, was sie denn darüber denken, dass die Eltern sich scheiden lassen wollen. Und fast alle fanden. Die sollen zusammen bleiben, schliesslich haben die uns! Welch einfache Aussage und wieviel da dahinter steckt. Ja, wir haben sie! Und das mindeste, was wir als Eltern tun können, das ist doch, wenn eine Trennung unumgänglich ist, dass man die Paarbeziehung dann eben auflöst, die Elternbeziehung, die muss aber bestehen bleiben. Denn Eltern bleiben wir ein Leben lang, diese Verpflichtung sind wir eingegangen. Kinder wollen beide Eltern. Egal was für hirnverbrannte Studien man auch durchführt.

Es kommt mir manchmal echt vor, als würde man überall Entschuldigungen suchen, irgendwie überall Begründungen, dass egoistisches Verhalten Kindern gegenüber doch gar nicht so schlimm ist.

Ich finde so etwas undiskutabel.

Herzlicher Gruss
Jolanda

Re: Väter sind für die Entwicklung des Kindes nicht wichtig

Collantix, Sunday, 09.05.2004, 02:39 (vor 7982 Tagen) @ Mirko

Als Antwort auf: Väter sind für die Entwicklung des Kindes nicht wichtig von Mirko am 08. Mai 2004 20:57:03:


Hallo,

es ist schon komisch, daß solche Studien immer das Fehlen des Vaters implizieren. Daß mehr Kinder ohne Vater aufwachsen als ohne Mutter, ist der einzige Grund, den ich gelten lasse. Die Gründe, warum Kinder ohne Vater aufwachsen werden allerdings ganz gerne unterschlagen, wie mir scheint.

Wissenschaftler mögen sich das Alleinerziehen noch so schönreden, aber in meinen Augen sind beide Elternteile für das Aufwachsen / Entwickeln eines Kindes wichtig.
Viele Fragen tauchen leider nicht mit 12 / 13 Jahren auf, sondern erst viel später. Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Leider war es mir nicht vergönnt, auf Fragen antworten zu bekommen, die mir nur mein Vater geben kann. Um mal eine Hausnummer zu nennen: Eine Frage ist: warum bin ich so, wie ich bin? Diese Frage kann meine Mutter aus ihrer Perspektive (Entwicklung) beantworten. Für meinen Vater kann sie nicht sprechen (tut sie auch nicht...)

Und ich finde es schon sehr beschämend, daß ganz gerne materielle Rahmenbedingungen zu Rande gezogen werden. Als ob das alles wäre.

Nein, die Aussagekraft solcher Studien geht für mich ganz klar gegen Null.

Gruß


Collantix
[image]

Putzige Signatur hast Du ;-) (o.T.) (n/t)

Manfred, Sunday, 09.05.2004, 02:45 (vor 7982 Tagen) @ Collantix

Als Antwort auf: Re: Väter sind für die Entwicklung des Kindes nicht wichtig von Collantix am 08. Mai 2004 23:39:00:

Re: Väter sind für die Entwicklung des Kindes nicht wichtig

Pokemon, Sunday, 09.05.2004, 12:28 (vor 7981 Tagen) @ Sebastian

Als Antwort auf: Re: Väter sind für die Entwicklung des Kindes nicht wichtig von Sebastian am 08. Mai 2004 22:21:01:

Hallo!

ich glaube eben genau weil die kinder sich von den eltern lösen wird der vater wichtiger. denn der vater ist letztlich oft derjenige welcher das loslösen unterstützt und fördert, nicht umsonst trauen väter ihren kindern meist mehr zu als mütter.
grüsse

Hallö!

Ja, Väter sind oft weniger ängstlich als Mütter und gewähren ihren Kindern dadurch einen größeren Freiraum. Aber es wird ja auch oft von Vätern erzählt die große Probleme haben, ihre Kinder gehen zu lassen (meiner ist zum Beispiel so einer, der immer die Kontrolle über seine Kinder haben will). Von jungen Frauen hat man ja schon des öfteren gehört ihre Väter seien eifersüchtig auf ihren ersten Freund gewesen.

Re: Väter sind für die Entwicklung des Kindes nicht wichtig

pit b., Sunday, 09.05.2004, 14:35 (vor 7981 Tagen) @ Mirko

Als Antwort auf: Väter sind für die Entwicklung des Kindes nicht wichtig von Mirko am 08. Mai 2004 20:57:03:

"Henry Ricciuti von der Cornell-Universität analysierte die Daten von knapp 1.500 Schulkindern im Alter zwischen 12 und 13 Jahren, die an einer großen Langzeitstudie teilnehmen."

-> Aha, also nur präpupertäre oder gerade erst pupertierende Kinder.
Wie sieht die Sache denn bei den 16 17 18 und 21 Jährigen aus?

Re: Väter sind für die Entwicklung des Kindes nicht wichtig

Sebastian, Sunday, 09.05.2004, 15:51 (vor 7981 Tagen) @ Pokemon

Als Antwort auf: Re: Väter sind für die Entwicklung des Kindes nicht wichtig von Pokemon am 09. Mai 2004 09:28:03:

Hallo!

ich glaube eben genau weil die kinder sich von den eltern lösen wird der vater wichtiger. denn der vater ist letztlich oft derjenige welcher das loslösen unterstützt und fördert, nicht umsonst trauen väter ihren kindern meist mehr zu als mütter.
grüsse

Hallö!
Ja, Väter sind oft weniger ängstlich als Mütter und gewähren ihren Kindern dadurch einen größeren Freiraum. Aber es wird ja auch oft von Vätern erzählt die große Probleme haben, ihre Kinder gehen zu lassen (meiner ist zum Beispiel so einer, der immer die Kontrolle über seine Kinder haben will).

kontrolle mhm, ja das liegt daran das dein vater wahrscheinlich glaubt das du nicht in seinem guten sinne leben würdest wenn er keine kontrolle über dich ausüben kann. das ist das prinzip von regierung allgemein (auch von unserem werten bundenstag), irgendjemand glaubt das er besser wüsste was für dein leben gut ist als du (bzw. diese person(en) weiss sogar besser was "gut" ist).
von daher kontrolle will nahezu jeder über dein leben ausüben ;), selbst ich. denn allein dieser text soll ja kontrollieren das du in eine bestimmte richtung denkst. pseudopsychologie ist geil :).

Von jungen Frauen hat man ja schon des öfteren gehört ihre Väter seien eifersüchtig auf ihren ersten Freund gewesen.

keine ahnung ob väter eifersüchtig auf den ersten freund der tochter sind. ich glaube eher das die meisten väter nicht allzuviel von der wahl ihrer tochter halten (was ich meistens sogar einleuchtend finde).

Re: Väter sind für die Entwicklung des Kindes nicht wichtig

Pokemon, Sunday, 09.05.2004, 20:17 (vor 7981 Tagen) @ Sebastian

Als Antwort auf: Re: Väter sind für die Entwicklung des Kindes nicht wichtig von Sebastian am 09. Mai 2004 12:51:09:

Ja, Väter sind oft weniger ängstlich als Mütter und gewähren ihren Kindern dadurch einen größeren Freiraum. Aber es wird ja auch oft von Vätern erzählt die große Probleme haben, ihre Kinder gehen zu lassen (meiner ist zum Beispiel so einer, der immer die Kontrolle über seine Kinder haben will).

kontrolle mhm, ja das liegt daran das dein vater wahrscheinlich glaubt das du nicht in seinem guten sinne leben würdest wenn er keine kontrolle über dich ausüben kann.

Oh, Du weißt ja gar nicht WIE recht Du hast :-)

Von jungen Frauen hat man ja schon des öfteren gehört ihre Väter seien eifersüchtig auf ihren ersten Freund gewesen.

keine ahnung ob väter eifersüchtig auf den ersten freund der tochter sind. ich glaube eher das die meisten väter nicht allzuviel von der wahl ihrer tochter halten (was ich meistens sogar einleuchtend finde).

Ich weiß es auch nur vom Hörensagen. Meine habe ich meinem Vater vorsorglich nämlich gar nicht oder erst sehr spät vorgestellt.

Re: Väter sind für die Entwicklung des Kindes nicht wichtig

Odin, Sunday, 09.05.2004, 21:18 (vor 7981 Tagen) @ Mirko

Als Antwort auf: Väter sind für die Entwicklung des Kindes nicht wichtig von Mirko am 08. Mai 2004 20:57:03:

...zumindest behauptet das wissenschaft.de:

Naja, aber in dem Artikel gehts ja nur um die Schulnoten der Kinder - und das auch nur mit der Einschränkung, daß die Mutter selbst ein gutes Einkommen und eine ordentliche Bildung braucht, damit keine Benachteiligung entsteht. Wenn diese Voraussetzungen vorliegen, dann kommen auch die Kinder von Alleinerziehenden ganz gut in der Schule mit.
Schön zu wissen.

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