Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: @Manfred: Apartheid

Emmalein, Friday, 14.05.2004, 12:38 (vor 7976 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: @Manfred: Apartheid von Max am 13. Mai 2004 14:14:10:

Wenn es uns Maennern gelaenge, was den Weibsen immer wieder gelingt, naemlich, sich bei aller Unterschiedlichkeit wenigstens darauf zu einigen, dass wir gemeinsame Interessen haben, zu deren erfolgreicher Durchsetzung wir einfach zusammenarbeiten muessen, dann waeren wir schon auf der Siegerstrasse und unterwegs zum Triumphbogen.

Insofern also passt die Analogie Apartheid und Feminismus schon, allerdings eben nur insofern.

Hi, Max,

willst Du wirklich behaupten, dass Jolanda und ich, Christine und ich, Monika und ich uns darauf einigen könnten, dass wir bestimmte allgemeine Interessen haben, die wir gemeinsam haben? Das halte ich eher für sehr unwahrscheinlich.

Ich denke, das erschöpft sich höchstens darin, dass wir alle das Wahlrecht wollen. Aber damit sind die Gemeinsamkeiten auch schon erschöpft. Ab dann werden die Vorstellungen unterschiedlich.

Schon von Anfang an, seit Beginn der Frauenbewegung, haben die Frauen eben nicht mit einer Stimme gesprochen. Und bis heute tun sie es nicht.

Einige Frauen wollen mehr Kindertagesstätten, andere sagen, dass Frauen, die Beruf und Kinder wollen, sich männlichen Vorstellungen anpassen, und wieder anderen ist das Ganze egal und die sagen, das kann jede Frau doch irgendwie selbst organisieren (ich tippe darauf, dass das Monikas oder Jolandas Einstellung zu dem Thema ist). Einige Frauen wollen bessere Kenntnisse für Mädchen in Naturwissenschaften, andere Frauen sagen, die Mädchen sind bloss faul, sollen sie halt mehr lernen, dann wird das schon mit den Naturwissenschaften. Einige Frauen sagen, es wär toll, wenn Frauen auch in Sachen Doktorat bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützt würden, andere (das, denke ich, ist Christines Einstellung) sagen, das ist eine Privatangelegenheit,wenn die Frau sich bemüht, kriegt sie das schon hin, Frauen sind eben einfach zu faul.

Einigkeit macht stark? Dann haben die Maskulisten, die sich die Frauenbewegung als Gegner ausgewählt haben, ja sehr viel Glück:Der "Gegner" ist sehr in sich gespalten.

Es grüsst freundlich
das Emmalein


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