Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Vaterschaftstests

Ferdi, Friday, 28.05.2004, 16:14 (vor 7962 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Vaterschaftstests von Odin am 28. Mai 2004 11:33:19:

Hallo Odin!

Zypries begründete dies damit, dass Mutter und Kind die Hoheit über ihre Daten behalten müssten.

Aber wenn irgendwo ein Kind vermisst wird, dann wird lauthals gefordert, dass hunderte von Männern, die überhaupt nichts damit zu tun haben können, zu einem Gentest "eingeladen" werden, natürlich "freiwillig". Dann spielt die Hoheit über persönliche Daten plötzlich keine Rolle mehr.

Messen mit zweierlei Maß!

Wer heimlich Gene bestimmen lässt, greift in das informationelle Selbstbestimmungsrecht der Beteiligten ein", sagte sie. Dabei gehe es um intime Informationen, die ¸¸nicht ohne Einwilligung der Betroffenen genutzt werden dürfen".

Die offizielle Bestimmung der Vaterschaft durch einen zuverlässigen Gentest, der zur gerichtlichen Klärung notwendig wäre, wird den Männern aber auch vorenthalten. Die gerichtliche Klärung kann nämlich nur beantragt werden, wenn Gründe bekannt werden, die an der Vaterschaft Zweifel aufkommen lassen. Und wie sollen die bekannt werden, wenn dem Ehemann jede Möglichkeit verbaut wird, sich darüber zu informieren?

Auf diese Weise kann rechtswidrig in sozial funktionierende Familien eingegriffen werden", sagte sie.

Wunderschön verschleiernde Formulierung. Sie soll suggerieren, dass von aussen in eine Familie eingegriffen wird. In Wirklichkeit will ein Familienmitglied, hier der Vater, so nebenbei nur mal wissen, ob das Kind von ihm gezeugt wurde. Das ist doch wohl mehr als recht und billig, wenn er zahlen soll dann sollte er auch wissen, wofür. Also kein Eingriff von aussen, sondern eine Klärung von innen heraus.

Die Richter hatten entschieden, dass unverheiratete Väter die Abstammung eines Kindes überprüfen können, ohne die Mutter zu fragen.

Das sollte dann aber für alle Väter gelten, denn sonst entsteht wieder eine Ungleichbehandlung. Jeder Mann, der von irgendeiner Frau bezichtigt wird, der Erzeuger ihres Kindes zu sein, hat unter allen Umständen das Recht zu haben, das gentechnisch zweifelsfrei klären zu lassen. Ohne Wenn und Aber, ohne juristische Taschenspielertricks und Winkelzüge.

Kritiker befürchten aber, dass ein Verbot wenig nützt. Die Genlabors würden ins Ausland verlagert und von dort aus Tests anbieten.

So ist es. Das wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit passieren. Was ein Glück, dass Deutschland nicht auf der ganzen Welt ist. Nebenbei gesagt haben die Frauen ja auch einen intensiven Abtreibungstourismus ins Ausland veranstaltet, als die Abtreibung hierzulande noch mit Strafe belegt war.

Noch ist an Zypries Vorhaben einiges unklar, etwa wie Verstöße geahndet werden sollen. ¸¸Möglich sind Geldbußen oder Geldstrafen, da haben wir uns noch nicht entschieden", sagte sie.

Damit kann Mann leben. Schliesslich ist es billiger, einmal Strafe für den im Ausland gemachten Gentest zu zahlen. Ergibt er, dass die Vaterschaft richtig ist, hat der Mann für einen relativ kleinen Betrag seinen Seelenfrieden und die Familie ihre Ruhe. Ergibt sich, dass die Vaterschaft nicht sein kann, dann spart er in Zukunft Unmengen von Unterhaltszahlungen. Auch das rechnet sich also für den Mann. Die Vaterschaftsbetrügerin kann sich ja in so einem Falle an den tatsächlichen Erzeuger halten, den sie zwar verschwiegen hat, den sie aber mit Sicherheit kennt. Apropos Lügen, Kinder unterschieben und Falschbeschuldigungen: In einem Frauenforum wird gerade wieder larmoyant bejammert, dass Frauen per se für Lügnerinnen gehalten werden, wenn es um Anzeigen von sexuellen Übergriffen geht. Wenn es tatsächlich stimmt, dass rund 10% aller Kinder nicht vom "amtierenden" Vater abstammen, dann sind es die Frauen selber schuld, dass ihnen dieses Etikett bezüglich Falschbeschuldigungen an ihre Astralkörper geheftet wurde. Es spricht sehr viel dafür, dass das stimmt, denn diese Ergebnisse fielen gewissermassen als "Spinoff" bei umfangreichen Forschungsarbeiten an, die zur Klärung einer vererbbaren Krankheit gemacht wurden.

Hier klingeln wohl bei den Staatsfeministinnen wieder alle Alarmglocken, denn es könnte eine Geldquelle versiegen.

Männer, seid vorsichtig wenn Ihr einen Schlitz vor Euch habt. Da steht - unsichtbar natürlich - dran: "Game over! Insert Coin to continue!"

Grüsse,
Ferdi


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