Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Patriarchat abschaffen!

Silke, Saturday, 31.07.2004, 02:27 (vor 7900 Tagen)

Weltweit bekämpfen Frauen die Vorherrschaft der Männer vor allem mit juristischen Argumenten. Sie beklagen, wie ungerecht die Macht verteilt sei, und setzen primär auf die Durchschlagskraft der Forderung, dass niemand wegen seines Geschlechts benachteiligt oder bevorzugt werden darf. Doch geht es wirklich nur um ein Gerechtigkeitsproblem? Oder sollten wir die Vorherrschaft der Männer auch aus einem anderen Grund beenden: weil ihre Dominanz das Überleben der Menschheit gefährdet?

Diese Frage lässt sich nur beantworten, wenn wir uns die zentralen Bedrohungen vor Augen führen. Ich möchte mich auf drei Aspekte konzentrieren. Die Reihenfolge soll dabei keine Rangordnung ausdrücken:

Erstens: 1950 lebten auf der Erde circa 2,5 Milliarden Menschen, 1975 waren es bereits 4 Milliarden. Inzwischen, so die Schätzungen, ist die Weltbevölkerung bereits auf über 6 Milliarden angewachsen - und dies, obwohl die Politik weltweit seit mehr als 30 Jahren versucht, dieses Wachstum zu bremsen. Die fatalen Folgen liegen auf der Hand: Die Nahrungsmittelproduktion hält in vielen Regionen der Erde nicht mehr Schritt mit der Zahl der Menschen. Es drohen gewaltige Hungerkatastrophen und große Wanderungsbewegungen, die wiederum das Risiko von Kriegen erhöhen. Vor allem aber gefährdet ein ungezügeltes Bevölkerungswachstum unsere natürlichen Lebensgrundlagen. So werden immer mehr Wälder abgeholzt, um Siedlungs- und Anbauflächen zu schaffen, die wachsende Industrialisierung erzeugt zudem eine steigende Belastung der Natur mit Giftstoffen. Man denke nur an den CO2-Ausstoß durch die weltweite Zunahme von Kraftfahrzeugen.

Zweitens: Die Bevölkerungsexplosion führt zu wachsender Umweltverschmutzung. So vergiften die zur Steigerung der Nahrungsmittelproduktion eingesetzten Düngemittel das Grundwasser, die Flüsse und die Meere. Der zunehmende CO2-Ausstoß trägt zu der Klimaveränderung bei, die das Eis am Nordpol schon im Laufe der letzten zwanzig Jahre auf weniger als die Hälfte seiner ursprünglichen Dicke hat abschmelzen lassen. Wissenschaftler befürchten, dass sich deswegen der Golfstrom abkühlt beziehungsweise seinen Lauf verändert, was wiederum für das Klima verhängnisvolle Auswirkungen hätte.

Drittens: Eine große Gefahr für die Menschheit geht von Gewalt, Terror und Krieg aus. Solange man noch mit Äxten, Speeren oder später mit Gewehren und Panzern aufeinander losging, war das für die Menschheit insgesamt nicht bedrohlich. Aber seit Hiroshima sieht alles anders aus. Dabei hat es einen Großeinsatz von biologischen und chemischen Waffen moderner Prägung bisher noch gar nicht gegeben, ganz zu schweigen davon, was die neuen Atombomben an Vernichtungspotenzial entfalten können. Die Tatsache, dass derartige Massenvernichtungsmittel einer wachsenden Zahl von Staaten, darunter auch Militärdiktaturen wie etwa Pakistan, zur Verfügung stehen, muss uns mit Sorge erfüllen.

Was haben diese Bedrohungen mit der Dominanz der Männer zu tun? Beginnen wir mit der Überbevölkerung. Ansprechpartner für Maßnahmen der Geburtenkontrolle waren früher allein die Frauen. Dann aber wurde Organisationen wie der Uno und der WHO klar, dass diese Politik zu kurz greift. Geburtenkontrolle heißt auch Zeugungsverhütung. Gegen den Widerstand der Männer hat sie keine Chance. Doch gerade in den Entwicklungsländern wünschen sich die verheirateten Männer erheblich mehr Kinder als ihre Frauen. Nach den Untersuchungen der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung sind hierfür zwei Aspekte bedeutsam: Die althergebrachte Auffassung, die männliche Potenz ließe sich durch die Zeugung von vielen Kindern unter Beweis stellen. Und die Angst der Männer, dass Frauen, die sich gegen ungewollte Schwangerschaften schützen, eher in Versuchung seien, untreu zu werden.

Und noch etwas haben die Bevölkerungswissenschaftler herausgefunden: Je stärker Frauen Bildungschancen offen stehen, je mehr sie die Möglichkeit erhalten, Berufe zu erlernen und diese auch auszuüben, je deutlicher sie sich in der Männerwelt selbst behaupten, umso stärker sinkt die Geburtenrate. Ein Beispiel ist der Bundesstaat Kerala in Indien, in dem Frauen seit Jahrzehnten Zugang zu Bildung und Berufstätigkeit haben. Die Geburtenrate beträgt dort nur 2,1 Kinder pro Frau. In den Regionen Indiens dagegen, in denen die Dominanz der Männer ungebrochen ist, liegen die Geburtenraten zwischen drei und fünf Kindern pro Frau.

Lassen sich im Hinblick auf die Umweltpolitik ähnliche Beobachtungen machen? Eines gilt jedenfalls weltweit: Es waren primär Frauen, die Öffentlichkeit und Politik für die Gefahren von Umweltverschmutzung und den Raubbau an der Erde sensibilisiert haben. Zwei Drittel bis drei Viertel der Mitglieder von Umweltschutzorganisationen sind Frauen. Das wird deswegen gerne übersehen, weil an der Spitze nach wie vor Männer stehen und das Wort schwingen.

Frauen sind offenbar durch ihre Tätigkeit für Familie und Haushalt von den Folgen der Umweltverschmutzung viel unmittelbarer betroffen als Männer. Die Beispiele hierfür sind zahlreich: die Allergien von Kindern, die Vergiftung der Muttermilch, die Probleme mit Verpackungsmüll oder der Trinkwasserversorgung. "In den Ländern der Dritten Welt gäbe es keine Wasserkrise, wenn die Männer das Wasser aus dem Brunnen holen müssten", sagte ein afrikanischer Delegierter kürzlich bei einer Umweltschutzkonferenz.

Und wer ist schließlich dafür verantwortlich, dass uns immer wieder Gewalt, Terror und Krieg bedrohen? Die Kriminologie gibt zu jener Gewalt, die wir als Kriminalität definieren, interessante Antworten. So ist der seit Mitte der achtziger Jahre zu beobachtende Anstieg der Gewaltkriminalität sowohl in Deutschland als auch in den anderen europäischen Ländern zu 80 bis 90 Prozent den Männern zuzurechnen. Zwar hat sich auch der Anteil der Frauen erhöht, die von der Polizei wegen einer Gewalttat registriert wurden. Der Anteil der Männer ist aber weit rasanter gestiegen und liegt inzwischen bei den 18- bis 21-Jährigen um das 13fache über dem der Frauen. Das überrascht angesichts der Tatsache, dass Frauen inzwischen auch Berufsfelder erobern, die früher eindeutige Männerbastionen waren. Viele hatten erwartet, dass sich deshalb auch das Kriminalitätsverhalten der Frauen ändern würde. Das war falsch. Nach wie vor sind nur vier bis fünf Prozent aller Strafgefangenen Frauen - und dies seit mehr als zwanzig Jahren.

Diese Fakten sind Ausdruck einer Krise der Männlichkeit. Eine der Ursachen scheint die wachsende Diskrepanz zu sein zwischen den Tagträumen der jungen Männer und der Wirklichkeit. Die Medien zelebrieren den Typ des Rambo-Kämpfers, der sich mit Gewalt durchsetzt, und schaffen damit suggestiv wirkende Identifikationsbilder. Im Alltag der Schule, der Ausbildung und des Berufes ist dagegen ein ganz anderer Typ Mann gefragt: einer, der teamfähig ist, der über kommunikative Kompetenz und Empathie verfügt und mit einer Frau als Vorgesetzter keine Schwierigkeiten hat.

Hinzu kommt insbesondere in den Städten ein wachsender Kulturkonflikt. Ein beachtlicher Teil der jungen Männer in unserem Land stammt aus Einwandererfamilien, in denen ein traditionelles Männerbild vorherrscht. Es dominiert vielfach noch der Familienvater, der von Frau und Kindern Gehorsam verlangt und es gewohnt ist, sich notfalls mit Gewalt Respekt zu verschaffen. Eine repräsentative Schülerbefragung des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen hat gezeigt, dass Gewalt in jugoslawischen und türkischen Familien zwei- bis dreimal so häufig vorkommt wie in einheimischen deutschen Familien. Und sie hat ferner bewiesen, dass dieses Aufwachsen in einer Macho-Kultur sehr dazu beiträgt, dass im Vergleich männliche türkische und jugoslawische Jugendliche wesentlich häufiger gewalttätig werden als deutsche.

Augenfällig ist auch die so unterschiedliche Entwicklung krimineller Karrieren von Männern und Frauen. Frauen zeigen größere soziale Lernfähigkeit. Ihre Rückfallquote liegt in allen Deliktsbereichen erheblich unter der von Männern. Die Folge: Unter jenen Menschen, die mindestens zehnmal wegen einer Straftat verurteilt wurden, befinden sich fast nur noch Männer.

Ebenso interessant sind Erkenntnisse darüber, wie sich ein steigender Frauenanteil in bestimmten Berufen auswirkt. So stellte man in England fest, dass dort, wo die Frauenqote in der Polizei oder unter den Strafvollzugsbediensteten stieg, die Beschwerden über illegale Polizeigewalt und Disziplinarvorfälle mit Gefangenen deutlich sanken.

Zu dieser Beobachtung passt die vom Hamburger Kriminologen Klaus Sessar gewonnene Erkenntnis, dass weibliche Richter und Staatsanwälte dem Konzept der Wiedergutmachung und des Täter-Opfer-Ausgleichs wesentlich aufgeschlossener gegenüberstehen als männliche. Männer wiederum sprechen sich öfter für harte Strafen aus und plädieren erheblich häufiger als Frauen für die Wiedereinführung der Todesstrafe.

Die Erkenntnisse zur Gewaltkriminalität und zum Umgang mit ihr lassen sich durchaus auf Terror und Krieg übertragen. Ein Blick in die Gegenwart: Die Eta-Bomben in Spanien, der Konflikt an der Grenze von Albanien und Mazedonien, der alltägliche Kampf zwischen Palästinensern und Israelis oder die Terrorangriffe der von Bin Laden befehligten radikalen Muslime - dies alles sind von Männern beherrschte Gewaltakte. Und auch die Kriege der letzten zehn Jahre sind Macho-Kulturen und ihren machtgierigen Herrschern zuzurechnen. Man denke nur an Saddam Hussein, Milocevic oder Kabila.

Die Protestkundgebungen gegen Terror und Krieg hingegen werden meist von Frauen organisiert und dominiert. Zum Frieden in Nordirland riefen zuerst die Frauen auf und erhielten hierfür den Friedensnobelpreis. Die beharrlichen Demonstrationen der Mütter von getöteten Gegnern der argentinischen Militärjunta sind uns immer noch im Gedächtnis. Auch in Jugoslawien waren es Frauen, die als Erste öffentlich gegen den Wahnsinn des Bürgerkrieges aufstanden.

Angesichts der deutlichen Unterschiede, die sich in Einstellungen und Verhaltensweisen von Männern und Frauen zeigen, stellt sich die Frage, ob sie das Ergebnis unterschiedlicher Erziehungsmuster sind oder ob man sie als Ausdruck genetischer Prägungen interpretiert. Der Streit über diese Frage bewegt die Wissenschaft seit vielen Jahrzehnten. Den aktuellen Stand der Debatte hat Ende 1998 der amerikanische Sozialwissenschaftler Francis Fukuyama in seiner brillant geschriebenen Studie Frauen und die Evolution in der Weltpolitik analysiert. Unter Berufung auf eine Reihe neuer Foschungsbefunde gelangt er zu der Einschätzung, dass der biologisch-genetische Erklärungsansatz sehr an Boden gewonnen hat. Die empirisch ebenfalls gut belegte Gegenthese, wonach das Verhalten von Männern und Frauen stark durch geschlechtsspezifische Erziehungs- und Rollenmuster geprägt ist, behält für ihn aber ebenfalls Gültigkeit - nur nicht mehr in der Ausschließlichkeit, mit der sie vielfach vertreten wird.

Damit bleibt die Frage politisch relevant, an welchem Punkt sich die Sozialisation und das Verhalten von Jungen verändern lässt. Ein Beispiel liefert die oben erwähnte Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsens. Die Jugendlichen wurden im Jahr 1998 gefragt, wie wohl ihre Eltern, Freunde und Bekannten reagieren würden, erführen sie, dass die Befragten auf dem Schulhof einen Mitschüler nach einem Streit zusammengeschlagen hätten. Die Mädchen prognostizierten fast durchweg heftigen Tadel ihrer Eltern und ganz überwiegend starke Ablehnung durch Gleichaltrige. Hingegen erwartete fast ein Viertel der Jungen Akzeptanz oder gar Lob vom Vater; mehr als die Hälfte rechnete zudem mit einer positiven Reaktion der Mitschüler.

Und noch etwas ist durch die Schülerbefragung deutlich geworden: Selbst unter den heutigen Rahmenbedingungen der Koedukation und weitgehenden Chancengleichheit im Bildungswesen bleiben starke Verhaltensunterschiede. So wollten die Forscher wissen, welche Sportarten die Schüler am liebsten ausübten und was ihnen daran gefalle. Die meisten Jungen bevorzugten Sport, bei dem sie Mann gegen Mann kämpfen können (Fußball, Rugby, Handball), und haben vor allem Spaß daran, den Gegner zu besiegen. Diese Antwort geben zwar auch einige Mädchen, doch überwiegen stark jene, die Sportarten über das Netz und ohne direkten Kampf vorziehen (Volleyball oder Tanzen im Team), die schlicht den Gruppenspaß und das Austoben suchen.

Dies verdeutlicht, was Wissenschaftler immer wieder belegt haben. Die im Laufe der Menschheitsgeschichte entstandenen Einstellungs- und Verhaltensunterschiede von Jungen und Mädchen werden sich auch bei fortschreitender Emanzipation der Frauen nur langsam ändern.

Was lässt sich daraus ableiten? Angesichts der ausgeprägten Risiken, die eine Kultur männlicher Dominanz mit sich bringt, erscheint eine konsequente Politik der Frauenemanzipation weltweit dringend geboten. Dabei sollten wir uns bewusst sein, dass vereinzelte Frauen in Führungspositionen wenig Chancen haben, die Gesellschaft durchgreifend zu verändern. Zu sehr stehen sie unter Druck, als Maggie-Thatcher-Typ beweisen zu müssen, dass sie den Männern an Härte und Durchsetzungskraft keineswegs unterlegen sind.

Auf der anderen Seite sind Männer gefragt, die den verunsicherten Jungen eine attraktive und glaubhafte Alternative zum Macho-Ideal vorleben können. Männer also, die sich ihrer Gefühle nicht schämen und auch das Weinen nicht unterdrücken, wenn ihnen danach zumute ist (wie Hans Eichel im Bundestag), Männer, die zuhören und, wenn sie im Unrecht sind, auch nachgeben können; Männer, die locker und engagiert so genannte Frauenrollen ausüben, etwa als Lehrer in der Grundschule oder als Hausmann im "Babyjahr".

Feministinnen könnten aus diesen Thesen die Folgerung ableiten, dass wir angesichts der eingangs beschriebenen Gefahren sogar eine Dominanz der Frauen anstreben sollten. Dem widerspricht Fukuyama: Man müsse im Auge behalten, dass es auf unserem Erdball noch lange gefährliche Macho-Kulturen geben werde. Die westlichen Demokratien müssten sich gegen Angriffe notfalls auch mit kriegerischer Gewalt wehren können. Bei einer von Frauen beherrschten Politik sei dies nicht gewährleistet.

Wie dem auch sei: Am sichersten leben wir, wenn Frauen und Männer gleichberechtigt sind.
Christian Pfeiffer ist seit Dezember 2000 Justizminister in Hannover. Zuvor leitete er das Kriminologische Forschgungsinstitut Niedersachsen. Der Jurist und Sozialdemokrat hat sich durch zahlreiche Arbeiten und STudien zur Jugendkriminalität einen Namen gemacht. Pfeiffer gründete die Bürgerstiftung Hannover

Quelle

Re: Patriarchat abschaffen!

Andreas, Saturday, 31.07.2004, 03:27 (vor 7900 Tagen) @ Silke

Als Antwort auf: Patriarchat abschaffen! von Silke am 30. Juli 2004 23:27:46:

Dieser Artikel ist mit Abstand der größte Quatsch, den ich in den letzten Jahren gelesen habe.

Andreas

Re: Patriarchat abschaffen!

Jolanda, Saturday, 31.07.2004, 06:50 (vor 7900 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Andreas am 31. Juli 2004 00:27:43:

Dieser Artikel ist mit Abstand der größte Quatsch, den ich in den letzten Jahren gelesen habe.

--- Ich sage es ja, es findet sich immer der Sündenbock "Mann".

Wenn man das liest, dann kommt man sich als Frau ganz schön doof vor. Ich finde den Text arrogant und überheblich und narzistisch.

Die Frau, die heilige Jungfrau-Maria...der Mann, wohl schon eher Judas. Ich finde es irgendwie krank, echt nun, wer sowas glaubt, der ist krank.

Herzlicher Gruss
Jolanda

Feministisches Dogma

Bruno, Monday, 02.08.2004, 15:20 (vor 7897 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Jolanda am 31. Juli 2004 03:50:18:

Hallo Jolanda,

das ist das Problem beim Feminismus. Nach dessen Dogma ist immer der Mann schuld. D.h. es lässt sich sicher in der unmittelbaren Umgebung ein Mann finden, dem man die Schuld zuschieben kann. Und ist dies nicht der Fall, dann ist das Patriarchat schuld. Viele Frauen wissen heute, dass zur Gleichstellung auch die eigene Übernahme der Verantwortung für das eigene Tun gehört. Leider wissen das die Feministinnen nicht.

Gruß

Bruno

Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.

Re: Feministisches Dogma

Jolanda, Monday, 02.08.2004, 15:55 (vor 7897 Tagen) @ Bruno

Als Antwort auf: Feministisches Dogma von Bruno am 02. August 2004 12:20:49:

Lieber Bruno

Hier gibt es echt nur etwas dazu zu sagen:

Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.

Herzlicher Gruss
Jolanda

Re: Feministisches Dogma

Bruno, Tuesday, 03.08.2004, 15:34 (vor 7896 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: Feministisches Dogma von Jolanda am 02. August 2004 12:55:18:

Liebe Jolanda,

Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.

...?Ich glaube, den Spruch kenne ich irgendwoher...?

Viele Grüße

Bruno

Gleichberechtigung ist etwas....usw.

Frauen - kleine, hilflose Opferlämmchen ?!

Sven, Saturday, 31.07.2004, 12:39 (vor 7899 Tagen) @ Silke

Als Antwort auf: Patriarchat abschaffen! von Silke am 30. Juli 2004 23:27:46:

"Weltweit bekämpfen Frauen die Vorherrschaft der Männer vor allem mit juristischen Argumenten."

Na ja, mit "weltweit" meinst du wohl einige kleine Gruppierungen besonders in den westlichen Wohlstandsgesellschaften.

"Sie beklagen, wie ungerecht die Macht verteilt sei, und setzen primär auf die Durchschlagskraft der Forderung, dass niemand wegen seines Geschlechts benachteiligt oder bevorzugt werden darf."

Sie beklagen nicht nur das. Wenn sie Macht haben, beklagen sie das. Wenn sie keine Macht haben, beklagen sie auch das. Sie beklagen alles und jedes, weil ihnen nach beklagen ist. Sie fühlen sich als hilflose, verantwortungslose kleine Opferlämmer, die den bösen bösen Männern ausgeliefert sind. Und wenns nicht die Männer sind, dann sind es die eigenen Kinder oder der Hund oder ...

"Doch geht es wirklich nur um ein Gerechtigkeitsproblem?"

Nein. Es ist eher ein hormonelles Problem. Und ist natürlich eine Frage von fehlender Klarheit.

"Oder sollten wir die Vorherrschaft der Männer auch aus einem anderen Grund beenden: weil ihre Dominanz das Überleben der Menschheit gefährdet?"

Diese Vorherrschaft hat es nie gegeben. Es gab Bereiche, da hatten eher die Männer das sagen und es gab andere Bereiche, das hatten eher die Frauen das sagen.

"Erstens: 1950 lebten auf der Erde circa 2,5 Milliarden Menschen, 1975 waren es bereits 4 Milliarden. Inzwischen, so die Schätzungen, ist die Weltbevölkerung bereits auf über 6 Milliarden angewachsen ... Es drohen gewaltige Hungerkatastrophen ..."

Dein Motto lautet: Neues Leben verhindern um altes Leben zu retten.
Ist das moralisch ? Im Sinne der Natur ? Im Sinne Gottes ?
Oder geht es dir nur um deinen eigenen Arsch ?

"Und wer ist schließlich dafür verantwortlich, dass uns immer wieder Gewalt, Terror und Krieg bedrohen?"

Und da isses wieder: Ich armes hilflose kleines Opferlämmchen.
Wenn du wirklich so arm und hilflos bist, dann sollte man Frauen wie dir, wirklich keinerlei verantwortunsvolle Positionen übertragen.

Komm erst einmal aus deinem selbst gemachten Sumpf aus Selbstmitleid heraus.

ähhm...

Der Eman(n)ze, Saturday, 31.07.2004, 13:32 (vor 7899 Tagen) @ Sven

Als Antwort auf: Frauen - kleine, hilflose Opferlämmchen ?! von Sven am 31. Juli 2004 09:39:17:

Auch wenn Deine Kritik in weiten Teilen angemessen war, bitte denke noch mal über diesen Satz nach:

Dein Motto lautet: Neues Leben verhindern um altes Leben zu retten.

Ist das moralisch ? Im Sinne der Natur ? Im Sinne Gottes ?

Und was bitteschön verstehst Du unter "im Sinne Gottes"? Im Sinne irgendwelcher Religionen, Kirchen oder Geistigen?

cu

Re: ähhm...

Leser, Saturday, 31.07.2004, 15:00 (vor 7899 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: ähhm... von Der Eman(n)ze am 31. Juli 2004 10:32:40:

Und was bitteschön verstehst Du unter "im Sinne Gottes"? Im Sinne >irgendwelcher Religionen, Kirchen oder Geistigen?

Nein, ich schätze er meinte nur the Artist - Schöpfer - formally known as GOD himself

=)

Re: ähhm...

Sven, Saturday, 31.07.2004, 16:55 (vor 7899 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: ähhm... von Der Eman(n)ze am 31. Juli 2004 10:32:40:

"Und was bitteschön verstehst Du unter "im Sinne Gottes"?"

Ich meinte damit etwas, dem Menschen "Übergeordnetes".
Ob du es Gott oder Teufel, Buddha, Allah, Shiva, Zeus, göttliches Prinzip, Natur, Nichts, Alles, Quelle oder sonstwie nennst, ist dabei völlig egal.

"Im Sinne irgendwelcher Religionen, Kirchen oder Geistigen?"

Wenn es dem Menschen "Übergeordnet" ist, ist der Sinn für Religionen, Kirchen oder Geistige nicht relevant.

BG,
Sven

Re: ähhm...

Jolanda, Saturday, 31.07.2004, 18:16 (vor 7899 Tagen) @ Sven

Als Antwort auf: Re: ähhm... von Sven am 31. Juli 2004 13:55:13:

Hallo Sven

Ja, das ist egal, wie es heisst. Ich glaube an das göttliche Licht in jedem Menschen. Ich glaube an die Erkenntnis und das Wissen in jedem Menschen.

Nur leider sind nur ganz wenige in der Lage, das zu erkennen und es zuzulassen. Jeder schützt sich auf seine Art und Weise davor. Mit Wut, Frustration, Hass, Distanz, Arroganz, Ueberheblichkeit, Wissen, Bildung, Logik, Rationalität, Egoismus...hier könnte man stundenlang aufzählen.

Der Mensch hält sich doch für so klug, er hat es erfasst, er weiss worum es geht, was richtig ist und was falsch.

Ich denke, für die meisten wäre die Wahrheit aber folgende:

Das einzige, dass ich mit Sicherheit weiss, dass ist, dass ich im Grunde genommen gar nichts weiss.

Das können viele für sich natürlich nicht so annehmen. Klar, man hat für sich sein Weltbild ja erschaffen, man hat den Sinn oder die Sinnlosigkeit des Lebens erkannt....meint man... ;-)

Wenn man das einmal begriffen hat, dann wird man versöhnlicher. Wir sind alles nur Menschen. Wir meinen alle so viel zu wissen und wissen im Grunde genommen gar nichts.

Nun aber genug. Weicht viel zu sehr vom eigentlichen Thema dieses Forums ab.

Einen lieben Gruss
schickt dir
Jolanda

Re: ähhm...

Sven, Saturday, 31.07.2004, 19:34 (vor 7899 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: ähhm... von Jolanda am 31. Juli 2004 15:16:27:

Hallo Jolanda,

"Das einzige, dass ich mit Sicherheit weiss, dass ist, dass ich im Grunde genommen gar nichts weiss."

Dazu fällt mir eine kleine Geschichte ein:

Meint der Mönch zum Meister: "Ich weiß, dass ich gar nichts weiß."
Da nimmt der Meister einen Stock, schlägt heftigst auf den Mönch ein und schreit ihn dabei an:
"GAR NICHTS weisst du! GAR NICHTS!"

Einen lieben Gruss zurück,
Sven

Re: Patriarchat abschaffen!

michail, Saturday, 31.07.2004, 13:21 (vor 7899 Tagen) @ Silke

Als Antwort auf: Patriarchat abschaffen! von Silke am 30. Juli 2004 23:27:46:

Diesen Vortrag finde ich bedeutungsvoll! Potentiale werden hier gezielt moralisiert nur um demoralisiert werden zu können. Stärke wird sentimentalistisch verdammt, Macht soll an die übertragen werden, die sie selbst nicht entfalten oder halten könnten. Männer sollen so stark sein und zugleich so gut und einsichtig werden, daß sie den Planeten von den eigenen vermeintlichen Lastern befreien, um ihn dann den schwächeren Frauen zu vermachen!

Ich sehe hier ein ideologisches Problem, das bei diesen unheilvollen Undenkern auch jenseits der Geschlechterfrage Wirkungen zeitigt; es ist ihr krankes Verhältnis zur Stärke und Leistung – das Problem ihrer allmählichen Selbstauflösung (Amen!) nämlich.

Ich hatte mal den Vortrag mit folgendem Text bei mir ironisiert:
________________________________________________________

… Dagegen haben hierzulande noch Vorträge Konjunktur wie der von Prof. Dr. Christian Pfeiffer (Kriminologe und Justizminister in Hannover), veröffentlicht in DIE ZEIT, Nr. 16, 2001). Unter dem Titel "Machos, Feinde der Menschheit" schlägt Pfeiffer Alarm gegen das eigene Geschlecht auf eine Weise, in welcher mancher Leser Züge einer Volksverhetzung erkennen könnte. Das Konzept des SPD-Ministers lautet kurz gefaßt: Die Dominanz des Mannes gefährdet das Überleben der Menschheit, weil alle Bedrohungen, das sind: Bevölkerungszuwachs, Umweltverschmutzung, Terror und Krieg, vom Mann ausgehen. Außerdem erkennt man auch anhand der Kriminalstatistiken, daß Frauen die besseren Menschen sind. Deswegen müssen Frauen an die Hälfte - oder vielleicht mehr - der "Ressourcen" (gemeint ist politische Macht) herangeführt werden.

Aber nicht gleich! Erstens deswegen nicht, weil sie noch "unter Druck" stehen, nämlich "beweisen zu müssen, dass sie den Männern an Härte und Durchsetzungskraft keineswegs unterlegen sind." Das heißt also, Pfeiffer erkennt auch in machtausübenden Frauen "Härte"! Als Beispiel benutzt er die "eiserne Lady" der Briten, Frau Thatcher, die ja bekanntlich im Falklandkrieg ein paar hundert Menschen (natürlich allesamt "Machos") draufgehen ließ. Einhergehend mit diesem Beispiel wird aber der Gedanke suggeriert, Frauen wären so nur "unter Druck" und niemals aus eigener freier Einsicht. - Pfiffig!

Zweitens dürfen Frauen deswegen noch nicht an die Macht, die ihnen "Demokraten" und Nichtmachos galant entgegenstrecken, denn sie, die Macht, erst geschält werden muß! Zu viele "gefährliche Macho-Kulturen" nämlich gebe es noch auf unserem Erdball, als daß man Frauen nachts allein an die Macht schicken solle. Das solle erst geschehen, nachdem "die westlichen Demokratien" dieses Problem gelöst haben werden. Es ist klar, welche Länder dabei gemeint sind. Es klingt, als solle Feminismus doch noch einen legitimen Grund für einen Krieg der Kulturen liefern, durch welchen er seinen Endsieg auf dem Erdball erringen würde!

Bis dahin werden aber die Demokraten des Westens leider noch Macho genug zu sein haben, um dem Gleichen im Osten schlagfertig begegnen zu können, sollten aber währenddessen immer nichtmachohafter werden, um die bevorstehende Schichtübergabe an die Weiblichkeit nicht zu verweigern. Auch die Mittel zu solcher Läuterung zögert der Minister und Meister nicht uns zu vermitteln. Darunter fällt "Weinen nicht unterdrücken"! (Das Ganze unter: http://www.zeit.de/2001/16/Politik/200116_essay.pfeiffer.html)

Ein sehr sensibler Prozeß, wenn man bedenkt, daß mit zunehmender Weinerlichkeit direkt proportional die Einsatztauglichkeit gegen Macho-Krieger abnehmen könnte, die ja auch in Zukunft sicher nicht allein per Mausklick anzugehen sein werden.

Also, liebe Freunde, es besteht wenig Grund, gleich mit dem Heulen zu beginnen, es sei denn, die Ausführungen des preisgekrönten Kriminologen und Politikers bieten dem einen oder anderen unter uns den Grund dazu…
__________________

Gruß
Michail

Re: Patriarchat abschaffen!

Odin, Sunday, 01.08.2004, 23:47 (vor 7898 Tagen) @ michail

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von michail am 31. Juli 2004 10:21:50:

Zweitens dürfen Frauen deswegen noch nicht an die Macht, die ihnen "Demokraten" und Nichtmachos galant entgegenstrecken, denn sie, die Macht, erst geschält werden muß! Zu viele "gefährliche Macho-Kulturen" nämlich gebe es noch auf unserem Erdball, als daß man Frauen nachts allein an die Macht schicken solle. Das solle erst geschehen, nachdem "die westlichen Demokratien" dieses Problem gelöst haben werden. Es ist klar, welche Länder dabei gemeint sind. Es klingt, als solle Feminismus doch noch einen legitimen Grund für einen Krieg der Kulturen liefern, durch welchen er seinen Endsieg auf dem Erdball erringen würde!
Bis dahin werden aber die Demokraten des Westens leider noch Macho genug zu sein haben, um dem Gleichen im Osten schlagfertig begegnen zu können, sollten aber währenddessen immer nichtmachohafter werden, um die bevorstehende Schichtübergabe an die Weiblichkeit nicht zu verweigern. Auch die Mittel zu solcher Läuterung zögert der Minister und Meister nicht uns zu vermitteln. Darunter fällt "Weinen nicht unterdrücken"! (Das Ganze unter: http://www.zeit.de/2001/16/Politik/200116_essay.pfeiffer.html)

Das würde bedeuten, daß sich seit der Antike nichts geändert hat. Da ziehen die Männer wegen einer Frau in die Schlacht nach Troja und wegen Frauen werden andere Länder überfallen, um der Dame daheim etwas bieten zu können. Die Mütter schicken ihre Kinder in die Schlacht und die Schande ist groß, wenn der Balg nicht als Held zurückkommt. Die Beute ist einkalkuliert und wird wie Weihnachtsgeld verrechnet. Als (ich glaube) Karl der Große einmal den jährlichen, herbstlichen Feldzug gegen die Sachsen ausfallen lassen wollte, gab es große Proteste, weil man die Beute benötigte für den langen Winter.

Re: Patriarchat abschaffen!

michail, Monday, 02.08.2004, 02:59 (vor 7898 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Odin am 01. August 2004 20:47:54:

Das würde bedeuten, daß sich seit der Antike nichts geändert hat...

Fast! Etwas anders ist es heute schon: Nachdem nämlich die Männer ihr Eingeweide riskiert haben, um die Schwestern in Irak oder Afghanistan aus ihren Burkas zu befreien, wird heute Jessica Lynch zwangsheroisiert, während die Männer anschließend und ganz politisch korrekt in die Küchen verdonnert werden, weil ihre Gattinnen während des Einsatzes Doppelt- und Dreifachbelastungen daheim ausgesetzt waren.

Tja, die Zeiten ändern sich doch immer ein bißchen.

Schöner Gruß
Michail

Re: Patriarchat abschaffen!

Nikos, Saturday, 31.07.2004, 13:46 (vor 7899 Tagen) @ Silke

Als Antwort auf: Patriarchat abschaffen! von Silke am 30. Juli 2004 23:27:46:

Hallo Silke,

Ich finde, die Milch (ja, ja, die ganz normale Milch, die von der Kuh..) ist verantwortlich für alle diese schlimme Zustände. Hört sich jetzt so ein wenig platt daher gesagt, is es aber nicht. Denn es gibt Argumente (*mitargumentenumsichschmeiss*):

Fast alle Menschen trinken irgendwann Milch!

Ist es nicht offensichtlich? Ich finde, es macht Sinn, die Milch ist doch so schrecklich ungeheurlich weiss, kein Wunder, wenn sich deswegen Kriege entfachen.

Ich finde, wir sollten, nein, wir müßen! schnellstmöglich die Milch weltweit verbieten. Dann wird alles besser. Keine Kriege mehr, keine Bevölkerungswachstum, keine Kriminalität.

Wird werden dann mit Sicherheit friedlich, entspannt und berühigt unseren guten Tee genießen können. Wäre das nicht ganz toll?

Wenn das nicht bringt, dann führen wir die Milch wieder ein. Man muß nur ein wenig kreativ sein, dann geht es.

Fazit: Weg mit der Milch!

Gruß
Nikos

Re: Patriarchat abschaffen!

Leser, Saturday, 31.07.2004, 14:51 (vor 7899 Tagen) @ Silke

Als Antwort auf: Patriarchat abschaffen! von Silke am 30. Juli 2004 23:27:46:

Hallo Silke,

Weltweit bekämpfen Frauen die Vorherrschaft der Männer

Vorherrschaft der Männer? Wo denn? im Islam vielleicht. in Indien oder in Afrika. Ein mit mir befreundetes Pärchen machte kürzlich Urlaub auf den Balkan und berichtete mir, wie glücklich die ach so unterdrückten Frauen dort sind. Oder schau dir Russlands Frauen an, mit es durchweg mit unfähigen Behörden und besoffenen Ehemännern zu tun haben. Trotzdem jammern die nicht, sondern packen an und holen sich und ihre Familie aus der Sch... . Ein Wesenszug, der der westlichen Frau längst abhanden gekommen ist. Denn diese versteht Emanzipation als Männer-Nachmache. Sie möchte selbst die Hosen anhaben, selbst Macht ausüben obwohl sie dafür (vom ganz vereinzelten Ausnahmen und die sind grade keine Feministinnen)
keine Fähigkeiten aufbringt. Also fängt sie an das Klagelied von der unterdrückten Frau anzustimmen, und viele Männer , die sich in ihrer gefaketen ach so kraftvollen Rolle der "Machtausübung" wohlfühlen, fallen darauf herein. Das Ergebnis sind Quotenregelungen, damit auch die letzte unfähige Frau noch ihren Job bekommt. Apropo "Frau": das Wort ist schon ganz richtig gewählt, denn weiblich ist an diesen unseren Frauen in der Mehrheit schon lange nichts mehr. Kein Wunder, wenn sie sich in ihren Machtbestrebungen wie Männer aufführen. Welche Frau fände einen Mann attraktiv, der sich besonders weibisch gibt?

Oder sollten wir die Vorherrschaft der Männer

Wo ? in anderen Erdteilen vielleicht? Hier gibt es keine und gab nie eine.
Und was davon zu halten ist, in anderen Erdtteilen eigene Überzeugungen durchsetze zu wolllen, haben die letzten Jahrhunderte schon gezeigt. Oder soll etwa wieder einmal am deutschen (oder besser am fraulichen) Wesen die Welt genesen?

auch aus einem anderen Grund beenden: weil ihre Dominanz das Überleben >der Menschheit gefährdet?

Da sprichst du einen richtigen Aspekt an. Der Knackpunkt ist nur, das dieses "Platzhirschverhalten" eben nicht mehrheitlich dem Naturell des Mannes entspricht sondern von der Frau aufoktroyiert ist. Der Mann soll kraftvoll und erfolgreich sein, dominant und kraftausübend und bloss kein "Waschlappen", eben ein "richtiger Mann" . Das Ergebnis sehen wir nun. Nur Wenige Männer können sich diesem Gesellschaftsdruck entziehen, genauso wie vergleichsweise nur wenige Frauen sich dem Schöhnheitswahn entziehen können. Nur das sie sich dieses Bild selbst implantiert haben. Männer mögen ihre Frauen auch ohne Silikontüten und ähnliches Zubehör.

Erstens: 1950 lebten auf der Erde circa 2,5 Milliarden Menschen, 1975 >waren es bereits 4 Milliarden. Inzwischen, so die Schätzungen, ist die >Weltbevölkerung bereits auf über 6 Milliarden angewachsen

würde sich die Weltbevölkerung überwiegend vegetarisch ernähren, wäre genug Platz für 20+ Milliarden Menschen auf der Erde (COR Studie 70er Jahre, Einstein sagte dies schon in den 50ern). Trotzdem kann ich keine Bestrebungen von Regierung in diese Richtung erkennen. Statdessen lieber die Zahl der Menschen gering halten zu wollen ist ja schon der ganz falsche Ansatz.

- und dies, obwohl die Politik weltweit seit mehr als 30 Jahren >versucht, >dieses Wachstum zu bremsen. Die fatalen Folgen liegen auf der >Hand:

Nein. Das sind nicht die Folgen des Bevölkerungswachstums sondern das sich diese vorhandenen paar Milliarden eben wie der Elefant im Porzellanladen verhalten.

Die Nahrungsmittelproduktion hält in vielen Regionen der Erde nicht mehr >Schritt mit der Zahl der Menschen. Es drohen gewaltige >Hungerkatastrophen und große Wanderungsbewegungen, die wiederum das >Risiko von Kriegen erhöhen. Vor allem aber gefährdet ein ungezügeltes >Bevölkerungswachstum unsere natürlichen Lebensgrundlagen. So werden >immer mehr Wälder abgeholzt, um Siedlungs- und Anbauflächen zu schaffen, >die wachsende Industrialisierung erzeugt zudem eine steigende Belastung >der Natur mit Giftstoffen. Man denke nur an den CO2-Ausstoß durch die >weltweite Zunahme von Kraftfahrzeugen.

CO2 ist schon seit Jahrzehnten zum Dogma der Klimaforscher verkommen. Was ist mit anderen Stoffen wie Methan und Schwefel. Alle Untersuchungen die in die Richtung gehen werden konsequent geblockt es muss das CO2 sein. Obwohl das auch im Normalzustand in riesigen Mengen in der Atmosphäre ist. Aber das zbsp die Rinderhaltung auf der Erde seit den 70ern explodiert ist, die Leute viel mehr Fleisch fressen und eine Kuh die Antmosphäre so viel schädigt wie 10 (!) in Worten ZEHN Autos, das will nicht ins öffentliche Bewusstsein dringen.

Warum? ganz einfach damit lässt sich nicht verdienen! Die Leute sollen für ihre Sünden schließlich zur Kasse gebeten werden.Bitte immer schon weiter Auto fahren, aber pro getankten € 99 Cent "Umweltabgaben" zahlen. Was wenn die Leute von heut auf Morgen Wasser oder Wasserstoff tanken könnten? Oh schreck, da kann man ja gar nichts mehr vorschieben. Deswegen bleibt diese 50Jahre alte Technologie auch bis zum letzten Öltropfen in der Schublade und wird dann so 2050 überraschend als Wunderwerk der Technik gefeiert werden. Natürlich wird es so gedeichselt, das Methanol oder irgendein anderer Träger benutzt wird damit die Leute auch weiterhin zur Tankstelle fahren müssen und nicht in eine unerwünschte Freiheit entlassen werden.

Drittens: Eine große Gefahr für die Menschheit geht von Gewalt, Terror >und Krieg aus.

falsche Kausalität. Nicht von Krieg geht die Gefahr aus. Der Krieg ist das verhängnisvolle Ergebniss wenn Weichen falsch gestellt wurden. In Friedenszeiten muss man dafür sorgen dass es nicht dazu kommt.

Die Tatsache, dass derartige Massenvernichtungsmittel einer wachsenden >Zahl von Staaten, darunter auch Militärdiktaturen wie etwa Pakistan, zur >Verfügung stehen, muss uns mit Sorge erfüllen.

Was letztlich auch der Grund für Offensivstrategien der USA ist. Die werden sich nicht in Ruhe ansehen, wie irgendein Bananenstaat sich ABC Waffen zulegt und dafür habe ich viel Verständnis. die Europäer führen sich als unschuldige Blumenkinder auf und regen sich über die USA auf, selber legen sie ihren Gegnern aber auch wirtschaftlich die Daumenschrauben an sobald sie mit der Kohle nicht rüberkommen.

Was haben diese Bedrohungen mit der Dominanz der Männer zu tun?

Nochmal: Männer sind dominant weil sie

a) so erzogen werden

und

b) Frauen es so wollen!

Doch gerade in den Entwicklungsländern wünschen sich die verheirateten >Männer erheblich mehr Kinder als ihre Frauen.

Kinder bedeuten dort eben noch Reichtum , nicht wie hier. Ausserdem sind sie Altersvorsorge, und da die Kindersterblichkeit höher ist will der Mann vorausschauend eben mehr zeugen. Ich glaube übrigens nicht ernsthaft dass die Frau, die ja auch im Alter versorgt werden will, das nicht will.

Warten wir ab, bis eine Krise unser Banken- und Währungssystem durcheinanderwirbelt. das kann ja schon alle paar Jahrzehnte einmal vorkommen. Wer dann so dämlich war, in Kapital (Lebensersicherung, Rentenvorsorge u.ä.) zu investieren statt in Kinder kann schön sehen wo er bleibt.

Ich denke das war genug Aufklärung für so ein warmes Wochenende.
Nun will ich erstmal den Klimawandel am örtlichen Baggersee geniessen =)

mfg
Leser

Re: Patriarchat abschaffen!

stef, Saturday, 31.07.2004, 21:10 (vor 7899 Tagen) @ Leser

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Leser am 31. Juli 2004 11:51:33:

<Da sprichst du einen richtigen Aspekt an. Der Knackpunkt ist nur, das dieses "Platzhirschverhalten" eben nicht mehrheitlich dem Naturell des Mannes entspricht sondern von der Frau aufoktroyiert ist. Der Mann soll kraftvoll und erfolgreich sein, dominant und kraftausübend und bloss kein "Waschlappen", eben ein "richtiger Mann" . Das Ergebnis sehen wir nun. Nur Wenige Männer können sich diesem Gesellschaftsdruck entziehen, genauso wie vergleichsweise nur wenige Frauen sich dem Schöhnheitswahn entziehen können. Nur das sie sich dieses Bild selbst implantiert haben. Männer mögen ihre Frauen auch ohne Silikontüten und ähnliches Zubehör. >

Blödsinn, ist genetisch bedingt, dass Männer im Durchschnitt stark sein wollen. Das ganze kann man doch auch in der Tierwelt beobachten.

Re: Patriarchat abschaffen!

Leser2, Saturday, 31.07.2004, 21:45 (vor 7899 Tagen) @ stef

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von stef am 31. Juli 2004 18:10:25:

Blödsinn, ist genetisch bedingt, dass Männer im Durchschnitt stark sein wollen. Das ganze kann man doch auch in der Tierwelt beobachten.

Stimmt, aber deshalb ist es trotzdem auch von den Frauen abhänig. Was vorteilhaft ist/was attraktiv macht wird vermehrt vererbt, wenn Machos nicht gut ankämen gäbe es heute schon längst keine mehr. Von daher ist dieses "Problem" im Endeffekt doch wieder ein Problem der Gesellschaft, kein genetisches.
Umgekehrt ist es übrigens genauso der Fall, die Geschlechter verändern sich gegenseitig.

Re: Patriarchat abschaffen!

stef, Sunday, 01.08.2004, 22:59 (vor 7898 Tagen) @ Leser2

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Leser2 am 31. Juli 2004 18:45:17:

Und es ist doch ein genetisches Problem. Dann liegt es nicht nur in unserern Genen, imponieren zu wollen, sondern auch in den Genen der Frauen, die uns, die starken Beschützer, so haben wollen.

Re: Patriarchat abschaffen!

Guildo, Saturday, 31.07.2004, 21:58 (vor 7899 Tagen) @ stef

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von stef am 31. Juli 2004 18:10:25:

Blödsinn, ist genetisch bedingt, dass Männer im Durchschnitt stark sein wollen. Das ganze kann man doch auch in der Tierwelt beobachten.

Ist eben nicht genetisch bedingt!

In der Tierwelt herrschen andere Gesetze.
Der Mensch hat die Wahl, ob er als Mensch oder Tier leben will; das Tier aber muss seinen Instinkten gehorchen.

Es gibt agressive und dominante Männer und ebenfalls sehr viele friedliche und zurückhaltende Männer. Die Frau bevorzugt seit jeher den agressiv/dominanten Typ.

...und wundert sich:
-wenn dieser ihr aufs Maul haut,
-sie vergewaltigt,
-sie unterdrückt,
-und dann auch noch Kriege entfacht!

Dann schreit das Weibchen: "Oh, die bösen Männer!" und wird zur Emanze! Dabei hat sie diesen Männertyp selbst über Jahrtausende herangezüchtet. Wer von Natur aus nicht so war, und sich auch weigerte, zum "echten Kerl" umerziehen zu lassen, kriegte halt keine ab.

Nun habt ihr Weiber, was ihr wollt. Nun jammert gefälligst nicht rum!

Re: Patriarchat abschaffen!

Martin, Sunday, 01.08.2004, 14:48 (vor 7898 Tagen) @ Guildo

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Guildo am 31. Juli 2004 18:58:51:

In der Tierwelt herrschen andere Gesetze.
Der Mensch hat die Wahl, ob er als Mensch oder Tier leben will; das Tier aber muss seinen Instinkten gehorchen.

Nö. Der Mensch ist eine Tierart wie alle anderen auch. Das Verhaltensspektrum jeder (höheren) Art ist eine spezifische Mischung aus angeborenem Verhalten und Instinkten, erworbenem (erlerntem) Verhalten, Reflexen sowie einsichtigem (vernünftigem) Verhalten.

Re: Patriarchat abschaffen!

stef, Sunday, 01.08.2004, 18:16 (vor 7898 Tagen) @ Martin

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Martin am 01. August 2004 11:48:11:

Ganz genau !
Wir sind mehr von den Genen abhängig als uns lieb ist. Siehe Simon Baron Cohen...

Re: Patriarchat abschaffen!

susu, Sunday, 01.08.2004, 21:42 (vor 7898 Tagen) @ stef

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von stef am 01. August 2004 15:16:26:

Wir sind mehr von den Genen abhängig als uns lieb ist. Siehe Simon Baron Cohen...

Worauf beruft sich Cohen? Was sind seine Methoden (laß mich raten: multivariate analysis nach Spearman)? Und wie schafft es Cohen aus seinen Daten zwingend auf eine biologische Determination zu schließen? Das ist i.d.R. unmöglich... Und warum gibt es "heute" viele "Mischgehirne"? Im Vergleich zu wann und woher stammen da seine Daten? Cro-Magnum Menschen lassen sich schlecht psychologischen Test unterziehen und die Zeit seit dem Beginn der Psychologie als Wissenschaft und heute ist einfach zu kurz für biologische Änderungen. Kulturelle dagegen...

Zum Thema empfehle ich wärmstens "The mismeasure of man" von Stephen Jay Gould.

Ich besorg mir das Cohen Buch mal, die Analyse folgt dann.

susu

Re: Patriarchat abschaffen!

stef, Sunday, 01.08.2004, 22:56 (vor 7898 Tagen) @ susu

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von susu am 01. August 2004 18:42:40:

Also ich bin fest davon überzeugt, dass unsere Gene den grössten Teil zu sagen haben. Natürlich kommt da noch der gesellschaftliche Einfluss hinzu.

Re: Patriarchat abschaffen!

susu, Sunday, 01.08.2004, 23:21 (vor 7898 Tagen) @ stef

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von stef am 01. August 2004 19:56:41:

Also ich bin fest davon überzeugt, dass unsere Gene den grössten Teil zu sagen haben. Natürlich kommt da noch der gesellschaftliche Einfluss hinzu.

Die Geschwindigkeit mit der sich Denkstrukturen ändern deutet eindeutig auf ein Primat der Kultur hin. Hohe Veränderungsraten sind nicht biologisch erklärbar. Wie genetische Disposition funktioniert ist mitlerweile bekannt. Und die Mehrheit der Aussagen a la "Eigenschaft X ist genetisch" sind bei diesem Hintergrund völlig unbegründet. Dzu kommt, daß mentale Vorgänge durchgehend multifaktoriell sind. Die Reduktion auf zwei Werte, ist genau so irreführend, wie die auf einen (IQ, g). Ich würde gern Daten dazu sehen. Das du fest von etwas überzeugt bist, ist kein Argument. Ich kann die gegenläufige Position begründen - zum einen evolutionsbiologisch, zum zweiten durch die hohe rate of change und zum dritten durch die Kritik an für die Fragestellung irrelevanten Methoden (mva sagt nichts über den genetischen Hintergrund, selbst die Erblichkeit einer Eigenschaft sagt nichts über deren genetische Grundlage aus). Aber hey, EvolutionsbiologInnen wundern sich seit es sie gibt, was sie alles entdeckt haben sollen (wenn es denn nach JournalistInnen und GeisteswissenschfterInnen geht, die einem gewissen Scientizismus anhängen).

Ich kann mir auch viel überlegen und davon fest überzeugt sein. Aber genug Zweifel um Daten anzuerkennen, die das Gegenteil eher bestätigen muß bleiben.

susu

Ja, es gibt Fakten

Der Eman(n)ze, Monday, 02.08.2004, 00:55 (vor 7898 Tagen) @ susu

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von susu am 01. August 2004 20:21:48:

...ohne jetzt mit wissenschaftlichen Reiblauten wie "zschch-zschch" um mich zu werfen, erwähne ich enfach mal das tragisch gescheiterte Zwillings-Sozialisations-Experiment, bei dem der im Säuglingsalter verstümmelte "Mädchen"-Junge sich schlußendlich im Erwachsenenalter das Leben nahm.

Namen und genaue Orte habe ich gerade nicht zur Hand, es fand jedenfalls in den USA statt und wurde hier im Forum erwähnt.

Schade, susu, daß du all Dein Potential darin verschwendest, missionierend pro Nur-Umwelt-Dogma aufzutreten. Ein Dogma mit einem anderen bekämpfen zu wollen, macht die Betrachtungsweise nicht objektiver.
Ich vermisse atwas relativierende Töne, ich im in früheren Diskussionen mal ansatzweise von Dir vernommen habe.

Gruß
Der Eman(n)ze

Re: Patriarchat abschaffen!

susu, Monday, 02.08.2004, 01:49 (vor 7898 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: Ja, es gibt Fakten von Der Eman(n)ze am 01. August 2004 21:55:09:

...ohne jetzt mit wissenschaftlichen Reiblauten wie "zschch-zschch" um mich zu werfen, erwähne ich enfach mal das tragisch gescheiterte Zwillings-Sozialisations-Experiment, bei dem der im Säuglingsalter verstümmelte "Mädchen"-Junge sich schlußendlich im Erwachsenenalter das Leben nahm.
Namen und genaue Orte habe ich gerade nicht zur Hand, es fand jedenfalls in den USA statt und wurde hier im Forum erwähnt.

Du sprichst von David Reimer. Und ich sage dir: Davids Fall ist für diese Frage nicht entscheidend. Und zwar aus folgendem Grund:
John Money versuchte ein normales Mädchen aus David zu machen, in dem er eine normale Sozialisation vorschlug. Nur: Zeige mir ein Mädchen, daß in frühester Jugend von ihrem Kinderarzt mit einem Dildo penetriert wird um zu testen, ob die Vagina groß genug sei um später "normalen" Geschlechtsverkehr zu haben. Zeige mir ein Mädchen, daß auf der Schule nicht auf die Toilette darf, weil sei in den Augen der Schulleitung kein "richtiges" Mädchen ist... etc. Und wenn du so ein Mädchen findest, vermute ich mal, daß sie schon eine etwas andere Vorstellung von Geschlecht entwickelt als die meisten.
David ist also kein Fall, der eine reine Sozialisationsprägung stützen würde.
Aber, Davids Fall stützt genausowenig die These, es gäbe ein Primat der Biologie. Das zu glauben erfordert das verschweigen von Davids Lebensgeschichte. Ich habe mit David eine Zeit lang korrespondiert. Und es hat ihn bestürzt zweimal benutzt worden zu sein, einmal durch Money und dann durch die Kritiker Money und beide Male auf Kosten seiner Erfahrungen.

Schade, susu, daß du all Dein Potential darin verschwendest, missionierend pro Nur-Umwelt-Dogma aufzutreten. Ein Dogma mit einem anderen bekämpfen zu wollen, macht die Betrachtungsweise nicht objektiver.
Ich vermisse atwas relativierende Töne, ich im in früheren Diskussionen mal ansatzweise von Dir vernommen habe.

Ich vermisse neue Töne in deinen Antworten. Denn
a) Ich vertrete keineswegs ein Nur-Umwelt-Dogma. Ich weise lediglich ein Vor-Allem-Gene-Dogma zurück, daß keinerlei wissenschaftlichen Halt hat. Das bedeutet keineswegs, daß ich nciht der Meinung wäre, es gäbe biologische Einflüsse, nur gibt es absteckbare maximalgrenzen ihrer Wirksamkeit. Und diese Einschränkungen sind keineswegs dogmatisch, sondern wissenschftlich fundiert. Erkläre mir Änderungen innerhalb von wenigen Generationen durch biologische Evolution (selbst die punctuated equilibrium Theorie, die von rapiden Änderungen ausgeht benötigt mehr, rapide ist rapide im Vergleich zu den Alternativen). Erkläre mir die Varianz bestimmter Sozialstrukturen innerhalb der Menschheit und ihre rapide Änderung, z.B. durch Kolonialisierung. Erkläre mir überhaupt komplexe soziale Interaktionsmodi durch biologische Ursachen.

Biologie wird überschätzt und das sage ich als jemand, der sein Studienfach gewechselt hat und jetzt Paläontologie studiert...

Re: Patriarchat abschaffen!

Andreas (der andere), Monday, 02.08.2004, 02:07 (vor 7898 Tagen) @ susu

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von susu am 01. August 2004 22:49:44:

Hi Susu.

"Ich habe mit David eine Zeit lang korrespondiert. Und es hat ihn bestürzt zweimal benutzt worden zu sein, einmal durch Money und dann durch die Kritiker Money und beide Male auf Kosten seiner Erfahrungen."

Es wäre allerdings ausgesprochen interessant, mehr über seine persönlichen Ansichten zu der Sache zu wissen. In den Bericht erstattenden Medien waren es in der Tat bisher eher die "Experten", und es wurde in der Tat viel gemutmaßt; vielleicht kannst Du da zu einem besseren Verständnis beitragen. - Allerdings kann ich mir durchaus vorstellen, daß die Ansichten vielleicht nicht unbedingt für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Entscheide Du, was Du für vertretbar hälst. Ich denk nur, es wäre interessant.

Biologie wird überschätzt und das sage ich als jemand, der sein Studienfach gewechselt hat und jetzt Paläontologie studiert...

Aha, deswegen also der Verweis auf Stephen Jay Gould. Dacht ich's mir doch ... ;-)

Denn a) Ich vertrete keineswegs ein Nur-Umwelt-Dogma. Ich weise lediglich ein Vor-Allem-Gene-Dogma zurück, daß keinerlei wissenschaftlichen Halt hat. usw. [-snip-]

Ich glaube, das kam eigentlich auch verständlich rüber ... Die Biologie scheint mir auch des öfteren die am meisten mißbrauchte Naturwissenschaft zu sein, gerade was fadenscheinige Begründungen für anschließende sozialdisziplinierender Regulationen angeht.

Schönen Sonntag noch,
Andreas

Re: Patriarchat abschaffen!

susu, Monday, 02.08.2004, 04:13 (vor 7898 Tagen) @ Andreas (der andere)

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Andreas (der andere) am 01. August 2004 23:07:47:

Hallo Andreas

Es wäre allerdings ausgesprochen interessant, mehr über seine persönlichen Ansichten zu der Sache zu wissen. In den Bericht erstattenden Medien waren es in der Tat bisher eher die "Experten", und es wurde in der Tat viel gemutmaßt; vielleicht kannst Du da zu einem besseren Verständnis beitragen. - Allerdings kann ich mir durchaus vorstellen, daß die Ansichten vielleicht nicht unbedingt für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Entscheide Du, was Du für vertretbar hälst. Ich denk nur, es wäre interessant.

Ich habe nur kurz mit David korrespondiert und was er mir gesagt hat, habe ich hier schon kurz zusammengefasst. Es gab um den Fall einigen Medienrummel und etliche Interviews mit David. Das, worauf es ihm ankam, nämlich auf die Gewalt hinzuweisen, die ihm im Namen von Geschlecht angetan wurde, war aber nie Thema und entsprechende Stellen wurden aus Interviews gekürzt. David war immer das Exempel, an dem eine These demonstriert werden sollte, welche war im Grunde egal. David war auch der Überzeugung, das gleiche Experiment hätte auch von jemandem erdacht werden können, der beweisen hätte wollen, daß die Biologie zentraler sei als die Kultur (und ich gebe ihm da Recht, der biologische Determinismus hat hunderte von Zwillingsexperimenten durchgeführt).

Aha, deswegen also der Verweis auf Stephen Jay Gould. Dacht ich's mir doch ... ;-)

Wobei Gould ja Taxonom ist und Taxonomen... Aber meine persönlichen Heroen (Raup, Sepkosky, Schindewolf, die ganze Neokatastrophistische Clique) haben eben keine Analyse zum biologischen Determinismus veröffentlicht.

Ich glaube, das kam eigentlich auch verständlich rüber ... Die Biologie scheint mir auch des öfteren die am meisten mißbrauchte Naturwissenschaft zu sein, gerade was fadenscheinige Begründungen für anschließende sozialdisziplinierender Regulationen angeht.

Absolut. Vor allem ist das eine gute Methode für SoziologInnen sich die Arbeit zu erleichtern. Wir finden irgendein Sozialverhalten und wenn uns nichts dazu einfällt, dann sind es eben die Gene (Oft mit sehr lückenhaftem Wissen zur Evolutionstheorie begründet). Bei den da zum Teil angenommenen Veränderungsraten bei sozialrelevanten Genen und der Tatsache, daß es keinen Grund gibt anzunehmen, diese seien viel größerer Variation und größerer Selektivität ausgesetzt als die morphologisch relevanten, müsten wir eigentlich für jede Taste einer QWERTY-Tastatur einen Eigenen Finger haben... Und klar: Biologie wurde schon immer gern als Regulativum eingesetzt. Das klassische Beispiel ist der Sozialdarwinismus: Weil es eine natürliche Auslese gibt, müssen die fittesten Individuen bevorzugt werden. Das ist mit der Physik schwerer zu machen. Sozialnewtonianismus: "Weil Körper gravitativ wechselwirken und als Sonderfall auf der Erde zum Erdschwerpunkt hin fallen, müssen wir alle von den Klippen da drüben runterspringen. Das ist ein Naturgesetz" - Da merken die Leute eher, daß das Unsinn ist.

Re: Patriarchat abschaffen!

Andreas (der andere), Monday, 02.08.2004, 12:38 (vor 7897 Tagen) @ susu

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von susu am 02. August 2004 01:13:13:

Hi susu.

Wobei Gould ja Taxonom ist und Taxonomen... Aber meine persönlichen Heroen (Raup, Sepkosky, Schindewolf, die ganze Neokatastrophistische Clique) haben eben keine Analyse zum biologischen Determinismus veröffentlicht.

Klar ... *ggg*

Vor allem ist das eine gute Methode für SoziologInnen sich die Arbeit zu erleichtern. Wir finden irgendein Sozialverhalten und wenn uns nichts dazu einfällt, dann sind es eben die Gene (Oft mit sehr lückenhaftem Wissen zur Evolutionstheorie begründet).

Da kann ich Dir leider nur zustimmen; noch schlimmer ist das vielleicht mit der Psychologie. - Hätte ich was zu sagen, würde ich Geisteswissenschaftlern zu Beginn ihres Studiums ein halbes Semester für einen naturwissenschaftlichen Einblick abverlangen. Vielleicht würde dann deutlicher zu Tage treten, wieviele Theorien eigentlich biologistisch motiviert sind, bzw. auf Basis unhinterfragter Annahmen beruhen.

Gruß

Re: Patriarchat abschaffen!

susu, Monday, 02.08.2004, 14:44 (vor 7897 Tagen) @ Andreas (der andere)

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Andreas (der andere) am 02. August 2004 09:38:02:

Hi.

Da kann ich Dir leider nur zustimmen; noch schlimmer ist das vielleicht mit der Psychologie. - Hätte ich was zu sagen, würde ich Geisteswissenschaftlern zu Beginn ihres Studiums ein halbes Semester für einen naturwissenschaftlichen Einblick abverlangen. Vielleicht würde dann deutlicher zu Tage treten, wieviele Theorien eigentlich biologistisch motiviert sind, bzw. auf Basis unhinterfragter Annahmen beruhen.

Vor allem wäre wichtig ihnen beizubringen, daß die Referenz auf eine harte Wissenschaft nicht zwingend eine Verbesserung der Basis für eine These bedeutet und das es ratsam ist, sich bei der von ihenen gesehenen Möglichkeit einer biologischen Determination ratsam wäre, sich mit einigen Biologen kurzzuschließen. Die große Mehrheit der Biologen macht sich nicht die Mühe, jede Arbeit auf anderen Feldern zu beurteilen (und eventuell zurückzuweisen), die sich auf die Biologie beziehen. Genau, wie nur wenige Physiker sich die Mühe machen Erdstrahlentheorien zurückzuweisen (und selbst Größen in den Geisteswissenschaften benutzen die Biologie auf ähnlichem Niveau).
Dazu kommt dann der Unterschied in der Statistischen Methodik. In den Geisteswissenschaften gelten weniger strenge Regeln, was die Plausibilität von Postulaten angeht. In einigen Teilbereichen der Psychologie wird Korrelationen von 0,2 schon Relevanz beigemessen, in den Biowissenschaften geht´s bei minimal 0,8 los - und da auch nur, wenn es weitere Hinweise auf die Richtigkeit der These gibt.
Cohen hätte ohne Probleme seine Kollegen in Cambridge fragen können, dort gibt es exzellente Gruppen zu "evolutionary genetics" und "population genetics", beide mit zumindest einigen Publikationen, die die Rate genetischer Veränderung bei Menschen betreffen. Da liegt für mich das Problem: Mangelnde Kommunikation. Wenn ich über ein Uni-Telefonnetz Eperten für einen Bereich erreichen kann, zu dem ich eine These habe, aber keinerlei expertise, dann kann ich in 5 Minuten überprüfen, ob meine These zumindest so plausibel ist, daß mein Gegenüber nicht direkt abwinkt.

Re: Patriarchat abschaffen!

Eugen Prinz, Monday, 02.08.2004, 15:47 (vor 7897 Tagen) @ susu

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von susu am 02. August 2004 11:44:27:

Da kann ich Dir leider nur zustimmen; noch schlimmer ist das vielleicht mit der Psychologie. - Hätte ich was zu sagen, würde ich Geisteswissenschaftlern zu Beginn ihres Studiums ein halbes Semester für einen naturwissenschaftlichen Einblick abverlangen. Vielleicht würde dann deutlicher zu Tage treten, wieviele Theorien eigentlich biologistisch motiviert sind, bzw. auf Basis unhinterfragter Annahmen beruhen.
Vor allem wäre wichtig ihnen beizubringen, daß die Referenz auf eine harte Wissenschaft nicht zwingend eine Verbesserung der Basis für eine These bedeutet und das es ratsam ist, sich bei der von ihenen gesehenen Möglichkeit einer biologischen Determination ratsam wäre, sich mit einigen Biologen kurzzuschließen. >Dazu kommt dann der Unterschied in der Statistischen Methodik. In den Geisteswissenschaften gelten weniger strenge Regeln, was die Plausibilität von Postulaten angeht. In einigen Teilbereichen der Psychologie wird Korrelationen von 0,2 schon Relevanz beigemessen, in den Biowissenschaften geht´s bei minimal 0,8 los - und da auch nur, wenn es weitere Hinweise auf die Richtigkeit der These gibt.

Ich will mich in eure Diskussion nicht einschalten. Aber um der Gerechtigkeit willen müssen ein paar Dinge richtig gestellt werden.

Es ist ein verbreitetes Klischee, es gäbe so etwas wie harte und weiche Wissenschaft, und natürlich gilt z.B. die Physik als "hart" oder exakt, und die Psychologie" als "weich" oder ungenau. Aber:

Nicht das Objekt macht die Wissenschaft, sondern ihre Methoden!

Psychologen müssen im Grundstudium z.B. auch Biologie und Physiologie hören, und danach haben sie eine Methodenausbildung, (Statistik, Stichprobentheorie, Versuchsplanung, Wissenschaftslehre...) von der sich manch anderer Studiengang eine Scheibe abschneiden kann. Das schwankt natürlich von Uni zu Uni.

Die Arbeit ist sogar um so anspruchvoller, je "unschärfer" das Objekt ist. Es ist vergleichsweise einfach, Fliegenbeine zu zählen, aber wie erforscht man z.B. Persönlichkeitskonstrukte?

Und es würde mich sehr interessieren, in welchen "Teilbereichen der Psychologie" "Korrelationen von 0,2 schon Relevanz beigemessen" wird.

Eugen, mit gesträubten Haaren, zutiefst entrüstet ;-)

Re: Patriarchat abschaffen!

susu, Tuesday, 03.08.2004, 02:30 (vor 7897 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Eugen Prinz am 02. August 2004 12:47:56:

Ich will mich in eure Diskussion nicht einschalten. Aber um der Gerechtigkeit willen müssen ein paar Dinge richtig gestellt werden.
Es ist ein verbreitetes Klischee, es gäbe so etwas wie harte und weiche Wissenschaft, und natürlich gilt z.B. die Physik als "hart" oder exakt, und die Psychologie" als "weich" oder ungenau. Aber:
Nicht das Objekt macht die Wissenschaft, sondern ihre Methoden!

Das sehe ich anders. Ich skaliere Härte, nach der normalen Grenze von statistischer Sicherheit, ab der eine Arbeit in einem peer-reviewed journal publiziert wird. In der Physik liegt diese Grenze über 99%, in der Paläontologie bei ca. 95%, etc. Und diese Grenze wird durch praktische Überlegungen gezogen, denn die Zahl der veröffentlichten Arbeiten hängt exponentiell von -x (x ist der Grenzwert) ab. Hätte die Physik den Grenzwert der Paläontologie würden zigtausende, auch mittelmäßige Papers veröffentlicht, die wirklich wichtigen gingen in der Masse unter. Hätte die Paläontologie den Grenzwert der Physik, gäbe es nur äußerst selten überhaupt eine Veröffentlichung. Und das Objekt der Betrachtung bestimmt den Grenzwert, weil in bestimmten Wissenschaften die Rahmenbedingungen nicht so genau bestimmt werden können (d.h. die statistischen Fehler größer werden), oder die Daten lückenhaft sind.

Psychologen müssen im Grundstudium z.B. auch Biologie und Physiologie hören, und danach haben sie eine Methodenausbildung, (Statistik, Stichprobentheorie, Versuchsplanung, Wissenschaftslehre...) von der sich manch anderer Studiengang eine Scheibe abschneiden kann. Das schwankt natürlich von Uni zu Uni.

Wie detailiert können die Kenntnisse in Biologie sein? Ich halte in diesem Fall Halbwissen für gefählicher als Nichtwissen.

Die Arbeit ist sogar um so anspruchvoller, je "unschärfer" das Objekt ist. Es ist vergleichsweise einfach, Fliegenbeine zu zählen, aber wie erforscht man z.B. Persönlichkeitskonstrukte?

liegenbeine zählen ist ein Experiment von ca. 1900. Wir können ja mal darüber reden, wie zu der Zeit Psychologie betrieben wurde... Ersthaft: Wie erforscht man ein Ökosystem, mit hunderten interagierenden Spezies? Wie erforscht man ein solches, wenn es von ein paar Millionen Jahren mal existierte und von den meisten der Spezies keine Fossilien erhalte sind? Cutting edge ist immer anspruchsvoll und altbekantes ist es nicht: Denn der schwierigste Punkt "Wie gehe ich die Fragestellung an?" ist da ja schon beantwortet.

Und es würde mich sehr interessieren, in welchen "Teilbereichen der Psychologie" "Korrelationen von 0,2 schon Relevanz beigemessen" wird.

Beispiel: Die Validität der Deutschen Personality Research Form wurde durch Korrelationen mit einem Vergleichstest von über 0,20 als gut eigeschätzt(Riemann, Schumacher in Zeitschrift für Differentielle und Diagnostische Psychologie 1996). Ich könnte jetzt noch weitersuchen. Ist nicht überraschend, wegen der von dir erwähnten Komplexität. Da ist für einzelne Merkmale, bei genügend zufälligen anderen oft Faktoren nicht mehr zu erwarten. (Wobei mich schon erstaunt, daß zwei Tests als gleichwertig messend eingestuft werden, wenn sie gerade mal eine Korrelation von 0,20 besitzen...)

susu

Re: Patriarchat abschaffen!

Eugen Prinz, Tuesday, 03.08.2004, 03:03 (vor 7897 Tagen) @ susu

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von susu am 02. August 2004 23:30:57:

Ich skaliere Härte, nach der normalen Grenze von statistischer Sicherheit, ab der eine Arbeit in einem peer-reviewed journal publiziert wird.

Ha, fein gesponnen ;-) Aber da sprichst du von den Gebräuchen im Wissenschaftsgeschäft. Die haben mit der Wissenschaft vielleicht so viel zu tun, wie die Juristerei mit der Gerechtigkeit.

Und das Objekt der Betrachtung bestimmt den Grenzwert, weil in bestimmten Wissenschaften die Rahmenbedingungen nicht so genau bestimmt werden können

Ich sagte: Nicht das Objekt macht die Wissenschaft. Damit meinte ich: Es kommt nicht darauf an, was ich untersuche, sondern wie redlich (methodisch) ich arbeite.

Psychologen müssen im Grundstudium z.B. auch Biologie und Physiologie hören, und danach haben sie eine Methodenausbildung, (Statistik, Stichprobentheorie, Versuchsplanung, Wissenschaftslehre...) von der sich manch anderer Studiengang eine Scheibe abschneiden kann. Das schwankt natürlich von Uni zu Uni.
Wie detailiert können die Kenntnisse in Biologie sein? Ich halte in diesem Fall Halbwissen für gefählicher als Nichtwissen.

Meine Einwendungen richteten sich nicht gegen die Biologie. Die steht bei mir hoch im Kurs. Aber in praktisch allen Studiengängen werden Grundkenntnisse in Nachbarfächern verlangt. Das hat mit Halbwissen nichts zu tun, sondern ist m.E. sogar sehr sinnvoll.

Die Arbeit ist sogar um so anspruchvoller, je "unschärfer" das Objekt ist. Es ist vergleichsweise einfach, Fliegenbeine zu zählen, aber wie erforscht man z.B. Persönlichkeitskonstrukte?
liegenbeine zählen ist ein Experiment von ca. 1900. Wir können ja mal darüber reden, wie zu der Zeit Psychologie betrieben wurde... Ersthaft: Wie erforscht man ein Ökosystem, mit hunderten interagierenden Spezies?

Fühle dich nicht auf die Zehen getreten, falls du Biologe bist. Das ist nicht meine Absicht (siehe oben). Mir geht es ebenso, wenn unqualifiziert z.B. über Statistik oder Psychologie hergezogen wird.

Und es würde mich sehr interessieren, in welchen "Teilbereichen der Psychologie" "Korrelationen von 0,2 schon Relevanz beigemessen" wird.
Beispiel: Die Validität der Deutschen Personality Research Form wurde durch Korrelationen mit einem Vergleichstest von über 0,20 als gut eigeschätzt(Riemann, Schumacher in Zeitschrift für Differentielle und Diagnostische Psychologie 1996).

Erstaunlich. Ich nehme das mal so hin. Man lernt nie aus.

Soviel also zur Abschaffung des Patriarchats ;-)

Hat mich gefreut,

Eugen

Re: Patriarchat abschaffen!

susu, Tuesday, 03.08.2004, 10:48 (vor 7896 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Eugen Prinz am 03. August 2004 00:03:48:

Ha, fein gesponnen ;-) Aber da sprichst du von den Gebräuchen im Wisenschaftsgeschäft. Die haben mit der Wissenschaft vielleicht so viel zu tun, wie die Juristerei mit der Gerechtigkeit.

Nein, denn diese Gebräuche sind ja Indikatoren dafür, wie sehr eine Wissenschft unberücksichtigte Faktoren eliminieren kann.

Ich sagte: Nicht das Objekt macht die Wissenschaft. Damit meinte ich: Es kommt nicht darauf an, was ich untersuche, sondern wie redlich (methodisch) ich arbeite.

Trotzdem limitiert das Objekt der Untersuchung die Möglichkeit zum Ausschluß von Faktoren. Ich verbinde mit dieser Definition von Härte im Übrigen keine Wertung, je komplexer ein Phänomen ist, desto weniger ist es möglich den Eifluß einzelner Faktoren statistisch genau zu ermitteln. Das so gut wie keine Psychologische Arbeit den Standard für Physik erfüllt, spricht nicht gegen die Psychologie, sondern für eine differenzierte Betrachtung der Methoden. Keine Naturwissenschft würde je irgendetwas publizieren, wenn dem Standard der Mathematik Allgemeingültigkeit zuerkannt würde.

Meine Einwendungen richteten sich nicht gegen die Biologie. Die steht bei mir hoch im Kurs. Aber in praktisch allen Studiengängen werden Grundkenntnisse in Nachbarfächern verlangt. Das hat mit Halbwissen nichts zu tun, sondern ist m.E. sogar sehr sinnvoll.

Ich kann nicht beurteilen wie detailiert da welche Fachbereiche der Biologie behandelt werden. Was ich hier für gefählich halte ist die Möglichkeit, die StudentInnen könnten am Ende der Meinung sein, ihre Kenntnisse reichten aus, um aus ihren Ergebnissen auf biologische Ursachen schließen zu können (s.u.)

Fühle dich nicht auf die Zehen getreten, falls du Biologe bist. Das ist nicht meine Absicht (siehe oben). Mir geht es ebenso, wenn unqualifiziert z.B. über Statistik oder Psychologie hergezogen wird.

Well, ich bin angehender statistischer Paläontologe. Insofern würde ich nicht über Statistik herziehen wollen *g*... Das Problem über das ich spreche ist, daß in Psychologischen Arbeiten eine biologische Kausalität postuliert wird, das Publikum, an das sich die Arbeit richtet, jedoch nicht unbedingt in der Lage ist, die Validität zu prüfen (und daher die Arbeit in diesen Punkten nicht einschätzen können). Und als zweites, daß die Postulierung einer biologischen Ursache in meinen Augen den üblichen Kriterien der Biologie entsprechen muß und das ist in solchen Fällen häufig nicht gegeben. Es gibt ja diesen Witz, den Mathematiker über die empirischen Wissenschaften erzählen: "These: Alle ungeraden Zahlen sind Prim. Beweis: "1 ist prim, 3 ist prim, 5 ist prim, 7 ist prim, 9 ist ein statistisch irrelevanter Fehler, 11 ist prim, 13 ist prim...".

Erstaunlich. Ich nehme das mal so hin. Man lernt nie aus.

Noch besser ist ein Skript, auf das ich gestoßen bin, daß den Studis erklärt, was eine Korraletionsfallazie ist. Das Beispiel war ein behaupteter Kausalzusammenhang zwischen Geschwisteranzahl und IQ (mehr Geschwister -> niedrigerem IQ). Dann wird das als Fehler erkannt und erklärt, es sei mitlerweile bekannt, daß dümmere Mütter im Schnitt mehr Kinder hätten und dieser Effekt also auf der biologischen Weitergabe dieser Eigenschaft beruhe. Leider keine Quellenangabe, aber nach der vorherrschenden Meinung der Humanbiologie, ist hier eine Korrelationsfallazie durch eine andere ersetzt worden...

Re: Patriarchat abschaffen!

Eugen Prinz, Wednesday, 04.08.2004, 03:27 (vor 7896 Tagen) @ susu

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von susu am 03. August 2004 07:48:59:

Ich wollte das eigentlich nicht weiter verfolgen. Aber meinetwegen:

da sprichst du von den Gebräuchen im Wisenschaftsgeschäft. Die haben mit der Wissenschaft vielleicht so viel zu tun, wie die Juristerei mit der Gerechtigkeit.
[quote]Nein, denn diese Gebräuche sind ja Indikatoren dafür, wie sehr eine Wissenschft unberücksichtigte Faktoren eliminieren kann.
[/quote]

Es ist nicht "die Wissenschaft", sondern der Geschäftsbetrieb, der, wenn überhaupt, irgend etwas unberücksichtigt lässt. Ich habe an hunderten von Forschungsprojekten mitgearbeitet und weiß wovon ich rede.

Das so gut wie keine Psychologische Arbeit den Standard für Physik erfüllt, spricht nicht gegen die Psychologie, sondern für eine differenzierte Betrachtung der Methoden. Keine Naturwissenschft würde je irgendetwas publizieren, wenn dem Standard der Mathematik Allgemeingültigkeit zuerkannt würde.

Es gibt keinen unterschiedlichen wissenschaftlichen Standard für die Physik oder die Mathematik oder die Psycholgie. Ein paar Semester Wissenschaftslehre wären vielleicht auch für einen statistischen Pälonthologen keine Fehlinvestition.

Das Problem über das ich spreche ist, daß in Psychologischen Arbeiten eine biologische Kausalität postuliert wird,

Dir ist offensichtlich die Bandbreite psychologischer Arbeiten völlig unbekannt. Nur ein sehr geringer Teil der psychologischen Forschung nimmt Bezug auf die Biologie.

das Publikum, an das sich die Arbeit richtet, jedoch nicht unbedingt in der Lage ist, die Validität zu prüfen (und daher die Arbeit in diesen Punkten nicht einschätzen können).

und das Publikum, an das sich die Arbeit richtet, sind vielleicht zwei Dutzend Spezialisten, die mit Vergnügen jede Arbeit in der Luft zerreißen, sofern sie nicht hieb- und stichfest ist - und nicht etwa irgendwelche Apothekerzeitschriften oder Bäckerblumen.

Noch besser ist ein Skript, auf das ich gestoßen bin, daß den Studis erklärt, was eine Korraletionsfallazie ist. Das Beispiel ...

natürlich, jede Wissenschaft hat ihre Ausrutscher. Aber das ist kein grundsätzliches Problem, oder nur eines für Sektierer. Die "harte" Physik hatte ihre Äthertheorie, die Chemie ihre Phlogistontheorie usw.

Sei nicht so kleinlich.

Gute Nacht, Eugen

Re: Patriarchat abschaffen!

susu, Friday, 06.08.2004, 05:34 (vor 7894 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Eugen Prinz am 04. August 2004 00:27:45:

Es ist nicht "die Wissenschaft", sondern der Geschäftsbetrieb, der, wenn überhaupt, irgend etwas unberücksichtigt lässt. Ich habe an hunderten von Forschungsprojekten mitgearbeitet und weiß wovon ich rede.

Du willst mir nicht erzählen es sei möglich in den Sozialwissenschften alle Faktoren außer einem konstant zu halten, oder?

Es gibt keinen unterschiedlichen wissenschaftlichen Standard für die Physik oder die Mathematik oder die Psycholgie. Ein paar Semester Wissenschaftslehre wären vielleicht auch für einen statistischen Pälonthologen keine Fehlinvestition.

Dir ist schon klar, daß Mathematik eine deduktive Wissenschft ist und daher Sätze der Mathematik beweisbar sind. Und das im Gegensatz dazu andere Wissenschaften ohne Axiome auskommen müssen.

Dir ist offensichtlich die Bandbreite psychologischer Arbeiten völlig unbekannt. Nur ein sehr geringer Teil der psychologischen Forschung nimmt Bezug auf die Biologie.

Das ist mir schon klar. Allerdings geht es in meinen Betrachtungen ausschließlich um dieses Subset.

und das Publikum, an das sich die Arbeit richtet, sind vielleicht zwei Dutzend Spezialisten, die mit Vergnügen jede Arbeit in der Luft zerreißen, sofern sie nicht hieb- und stichfest ist - und nicht etwa irgendwelche Apothekerzeitschriften oder Bäckerblumen.

Deswegen gibt es immer noch den Vergleichswert IQ... Und der wird immer mal mitgemessen, wie ich aus meinem Leben als Versuchsobjekt weiß (das psychologische Institut tuft immer mal wieder an, wenn da eine Diplomarbeit ansteht und Testpersonen gesucht werden). Und IQ hängt an Spearman, letztenendes an einer Methode, die ihn als statistisches Artefakt enthält (ohne jegliche Signifikanz).

natürlich, jede Wissenschaft hat ihre Ausrutscher. Aber das ist kein grundsätzliches Problem, oder nur eines für Sektierer. Die "harte" Physik hatte ihre Äthertheorie, die Chemie ihre Phlogistontheorie usw.

Darum geht es nicht. Allerdings illustriert diese Beispiel deutlcih,w as ich sagen wollte. Das Skipt richtet sich definitiv an eine größere Gruppe, die die Möglichkeit biologischer Determiniertheit nicht unbedingt ausschließen kann (biologisch gesehen sit da nämlich nichts dran). Das Wissenschaften oftmals flasche Theorien aufstellen ist klar. Als Popperianeri würde ich sogar so weit gehen, daß Wissenschft niemals wahre Theorien aufstellen kann. Aber Leuten eine Theorie vorzuwerfen, die deren Plausibilität nicht nachprüfen können ist in meinen Augen unredlich. Die alternative wäre eben den betroffenen anderen Fachbereich in die Diskussion mit einzubeziehen.

Re: Masturbation beenden

Eugen Prinz, Sunday, 08.08.2004, 01:22 (vor 7892 Tagen) @ susu

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von susu am 06. August 2004 02:34:16:

Wenn jemand öffentlich wichst,
dann sollte er oder sie
es wenigstens so machen,
dass das Publikum
auch etwas davon hat.

Dies scheint mir hier
nicht mehr
garantiert,

weswegen
ich mich
verabschiede.

Eugen

Re: Patriarchat abschaffen!

Garp, Monday, 02.08.2004, 22:35 (vor 7897 Tagen) @ susu

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von susu am 02. August 2004 01:13:13:

<i/>Ich glaube, das kam eigentlich auch verständlich rüber ... Die Biologie scheint mir auch des öfteren die am meisten mißbrauchte Naturwissenschaft zu sein, gerade was fadenscheinige Begründungen für anschließende sozialdisziplinierender Regulationen angeht.

Absolut. Vor allem ist das eine gute Methode für SoziologInnen sich die Arbeit zu erleichtern. Wir finden irgendein Sozialverhalten und wenn uns nichts dazu einfällt, dann sind es eben die Gene (Oft mit sehr lückenhaftem Wissen zur Evolutionstheorie begründet). [/i]

Hmm, also dass verstehe ich jetzt nun nicht.
SoziologInnen beziehen sich auf einen biologischen Determinismus, wenn sie sonst keine Erklärungen finden?
Diese SoziologInnen kenne ich nicht. Bin aber um Aufklärung dankbar. Oder beziehst du dich auf die Soziobiologie?

Grüße
Garp

Re: Patriarchat abschaffen!

susu, Tuesday, 03.08.2004, 02:31 (vor 7897 Tagen) @ Garp

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Garp am 02. August 2004 19:35:29:

Hmm, also dass verstehe ich jetzt nun nicht.
SoziologInnen beziehen sich auf einen biologischen Determinismus, wenn sie sonst keine Erklärungen finden?
Diese SoziologInnen kenne ich nicht. Bin aber um Aufklärung dankbar. Oder beziehst du dich auf die Soziobiologie?

Szientismus ist in den Geisteswissenschaften einigermaßen verbreitet. Ein Beispiel ist der Text, auf dem diese Debatte fußt: Simon Baron Cohens "Von ersten Tag an anders", daß rein psychologische Daten biologistisch interpretiert. In der Soziobiologie gibt es durchaus respektable und stichhaltige Ergebnisse, insofern würde ich nicht die gesammte Disziplin der mangelnden Sorfalt zeihen - auch wenn es gerade dort ebenfalls erschreckende Beispiele gibt.

Re: Patriarchat abschaffen!

Garp, Tuesday, 03.08.2004, 17:23 (vor 7896 Tagen) @ susu

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von susu am 02. August 2004 23:31:00:

Hi Susu

Deine Argumentation verstehe ich immer noch nicht.

<i/>Szientismus ist in den Geisteswissenschaften einigermaßen verbreitet. Ein Beispiel ist der Text, auf dem diese Debatte fußt: Simon Baron Cohens "Von ersten Tag an anders", daß rein psychologische Daten biologistisch interpretiert.[/i]

„Szientismus, auch Sensualismus, ist in seiner ursprünglichen Form die Ideologie, dass einzig und allein die Naturwissenschaften Antwort auf die Fragen der Welt geben können.“
(entstammt wikipedia.org)

Also ich verstehe dies nun als einen Methodenstreit über die Zulässigkeit naturwissenschaftlicher Methoden in den Geisteswissenschaften. Kritischer Rationalismus etc.
Meintest du das?

Meiner Meinung nach entspringt der biologische Determinismus doch eben nicht den Geisteswissenschaften. Genau hier sind diese Begründungen mittels Genetik oder Hormone tabu.
Es sind doch meist die Biologen oder Genetiker selbst, die aus ihren biologischen Daten Aussagen über menschliches Verhalten ableiten wollen.

Oder geht es dir um die Aussagen mancher Evolutionspsychologen, die menschliches Verhalten (z.B. Partnerwahl) ausschließlich evolutionär interpretieren wollen.

Dass in den Geisteswissenschaften oftmals methodisch nicht sauber gearbeitet wird ist zwar richtig, aber wieder ein ganz anderes Themenfeld.

Ich verstehe nicht wie du auf der einen Seite den biologischen Determinismus ablehnst und zugleich die „Schuld“ dieser Theorien ausgerechnet bei den Geisteswissenschaften suchst?

Grüße

Re:

Andreas (der andere), Tuesday, 03.08.2004, 19:13 (vor 7896 Tagen) @ Garp

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Garp am 03. August 2004 14:23:20:

Hi.

Meiner Meinung nach entspringt der biologische Determinismus doch eben nicht den Geisteswissenschaften. Genau hier sind diese Begründungen mittels Genetik oder Hormone tabu.

Ich verstehe nicht wie du auf der einen Seite den biologischen Determinismus ablehnst und zugleich die „Schuld“ dieser Theorien ausgerechnet bei den Geisteswissenschaften suchst?

Der Unterschied ist, daß ein Naturwissenschaftler um die Grenzen seiner disziplinären Erklärungskompetenzen weiß (oder wissen sollte). D.h. weil er weiß, was alles biologisch determiniert ist, weiß er, daß eben nicht alles biologisch determiniert ist. Auf diese Idee kommen dann meist eher Geisteswissenschaftler, die partikuläre Aussagen zum allgemeinen Prinzip erklären wollen. - Kultur funktioniert aber nicht nach naturwissenschaftlichen Gesetzmäßigkeiten. Deshalb müssen solche Versuche kulturelle Phänomene reduzieren.

Grüße

Re:

Garp, Wednesday, 04.08.2004, 00:03 (vor 7896 Tagen) @ Andreas (der andere)

Als Antwort auf: Re: von Andreas (der andere) am 03. August 2004 16:13:04:

Hallo,

<i/>Auf diese Idee kommen dann meist eher Geisteswissenschaftler, die partikuläre Aussagen zum allgemeinen Prinzip erklären wollen. - Kultur funktioniert aber nicht nach naturwissenschaftlichen Gesetzmäßigkeiten
[/i]

Dann habe ich euch doch richtig verstanden. Allerdings sehe ich die Vertreter eines biologischen Determinismus auf Seiten der Naturwissenschaften (nehmen wir mal die Evolutionspsychologen aus)
Hierfür sind doch Hirnforscher ein schönes Beispiel.
Sie versuchen doch Lernprozesse, abweichendes Verhalten etc. mittels einer naturwissenschaftlichen Basis zu erklären. Aber genau gegen diese Methodik haben sich die meisten Geisteswissenschaften gewehrt. „Soziales kann nur aus Sozialem erklärt werden“
In den meisten Geisteswissenschaften wird das Postulat des „freien Willens“ verteidigt, gegen die Ansichten mancher Hirnforscher.
Eben den Geisteswissenschaften wurde und wird vorgeworfen biologische „Grundlagen“ zu selten zu berücksichtigen. Wie kann man den biologischen Determinismus ausgerechnet bei den Geisteswissenschaften und der Soziologie verorten?
Ist mir immer noch ein Rätsel;-)

Grüße
Garp

Re:

Andreas (der andere), Wednesday, 04.08.2004, 12:58 (vor 7895 Tagen) @ Garp

Als Antwort auf: Re: von Garp am 03. August 2004 21:03:43:

Hi Garp,

Dann habe ich euch doch richtig verstanden.

ich weiß nicht, ob susu und ich von der selben Position aus argumentieren. Wenn ich in dieser Weise Kritik an Sozial- und Geisteswissenschaften übe, ist das eher gegen meinen eigenen Bereich gerichtet.

Hierfür sind doch Hirnforscher ein schönes Beispiel ...

Wenn dieser hypothtetische Hirnforscher der Versuchung erliegen sollte, alles rein organisch begründen zu wollen, würde er die Sache sicher auch verkürzen. Allerdings bin ich mir gar nicht sicher, ob "die" Hirnforscher das wirklich so sagen, oder ob das bei anderen nur so ankommt.

Wie kann man den biologischen Determinismus ausgerechnet bei den Geisteswissenschaften und der Soziologie verorten?

Nicht "ausgerechnet", aber auch, und das nicht mal so selten. An meiner Uni gab es z.B. vor knapp zweieinhalb Monaten eine dreitägige Tagung über Vergewaltigung und Prostitution im Krieg, warum das aus dem "natürlichen" männlichen Verhalten resultiert, und, daran anschließend, eine Debatte um die "Zukunft der Frau". - Bücher wie die von den Pease's sind platt und sicherlich nicht als geisteswissenschaftlich zu bezeichnen. Solche Forschungen und Theoriebildung gibt es aber tatsächlich; wenn Du mal durch populärwissenschaftliche Wissensmagazine geblättert hast, wirst Du wissen, was ich meine (Bsp.: "Gute-Hirnhälfte-Böse-Hirnhälfte", oder "Wenn ihr Balken zu dünn ist ..."). Und daran anschließend Kulturtheorien, die kulturelle Phänomene durch einen rein evolutionären oder psychischen Entwicklungsstand erklären wollen. Entäuschendes Beispiel: "Der jüdische Kult ist das verlängerte Abhängigkeitsverhältnis des Kleinkinds von seinen Eltern." - Buh! - Und Dieter Otten http://www.chrismon.de/ctexte/2003/6/6-1.html war doch auch Soziologie-Professor. Oder Dietrich Schwanitz (buärks) ...

Re: P.S.

Andreas (der andere), Wednesday, 04.08.2004, 13:51 (vor 7895 Tagen) @ Andreas (der andere)

Als Antwort auf: Re: von Andreas (der andere) am 04. August 2004 09:58:42:

P.S.: Okay, das war viel zu verknappend, auch ein Zeitproblem. Nur eine Anmerkung, die für das Problem bezeichnend ist:

Dieter Otten sagt: "Männerversagen ist kein genetisch männliches Problem, sondern ein soziales und kulturelles Versagen." - Das klingt auf den ersten Blick nicht nach einem biologischen oder evolutionistischen Standpunkt. Das Problem liegt dann aber in der weiterführenden Argumentation: "Männer, sagen Forscher (soso, das sagen die also; bestimmt die Hirn-Forscher), brauchen nämlich feste Regeln und Orientierungsmuster. Ist das Regelsystem ethisch, sind offenbar auch seine Anhänger im üblichen Umfang ethisch eingestellt." - "Jene Regellosigkeit (Anomie), die nicht aus dem Zusammenbruch eines Regelsystems herrührt, sondern aus einem Überfluss an Regeln, die alle nebeneinander gelten. Damit kommen Männer nicht klar." - Ein seltsamer Mix aus Soziologie und Biologie, der sich zudem bemüht, die Trennschärfe zu verwischen: Zumindest, wenn ein Phänomen "sozial" genannt wird, "biologisch" dann allerdings begründet. - Daß auch Naturwissenschaftler solchen Unsinn verzapfen können, sieht man z.B. an Steve Jones. Allerdings gibt es wohl nicht viel, was an dessen Theorien das Prädikat "wissenschaftlich" verdiente ...

Re:

Garp, Wednesday, 04.08.2004, 14:07 (vor 7895 Tagen) @ Andreas (der andere)

Als Antwort auf: Re: von Andreas (der andere) am 04. August 2004 09:58:42:

Hallo Andreas

O.k. aber dann beziehst du dich auf die veröffentlichte Meinung, die Journalisten und populärwissenschaftliche Veröffentlichungen. Darunter haben wahrscheinlich Geisteswissenschaften wie Naturwissenschaften zu leiden.

Zudem argumentierst du gegen unzulässige Verallgemeinerungen. Die gibt es sicherlich zuhauf in den Geisteswissenschaften. Diese beruhen aber eben nicht auf der Biologie.
Ein schönes Beispiel hierfür ist Professor Otten. Er begründet des „Böse“ der Männer eben nicht biologisch. Der Ursprung liegt bei ihm in der männlichen Sozialisation. Deshalb schreibt er vom Versagen der Gesellschaft an den Männern. Und deshalb plädierte er für eine neue männliche Moral. Wäre das Böse biologisch bedingt so wäre eine neue Moral unnütz.

Auch der Großteil der feministischen Forschung, sieht das böse des Mannes nicht in der Biologie, sondern in der gesellschaftlichen Konstruktion – dem Patriarchat.
Deshalb gibt es diesen ganzen Unsinn, wie „präventive anti-sexistische Jungenarbeit“

Ich selbst bin der Meinung, dass die Biologie in den Geisteswissenschaften oft unterschätzt wird. Zwar kann die Biologie nicht monokausal menschliches Verhalten erklären, man kann sie aber auch nicht völlig abstreiten.
Ich glaube eben nicht, dass man problemlos einen Jungen zum Mädchen und ein Mädchen zum Jungen umerziehen kann. Geschlechterrollen sind zwar maßgeblich sozial bestimmt, aber nicht ausschließlich.

Grüße

Re:

Andreas (der andere), Wednesday, 04.08.2004, 15:08 (vor 7895 Tagen) @ Garp

Als Antwort auf: Re: von Garp am 04. August 2004 11:07:31:

Hallo Garp.

O.k. aber dann beziehst du dich auf die veröffentlichte Meinung, die Journalisten und populärwissenschaftliche Veröffentlichungen. Darunter haben wahrscheinlich Geisteswissenschaften wie Naturwissenschaften zu leiden.

Nicht nur. Es werden auch viel zu schnell Untersuchungsergebnisse publiziert, von denen bei genauerer Betrachtung überhaupt nicht klar ist, wie sie überhaupt zu bewerten sind, bzw. was sie denn eigentlich aussagen. Mutmaßungen werden in der Presse schnell zu Gewißheiten, insofern ist das nochmal ein spezielles Problem. Aber es sind auch die Forschungen selbst. Ich sollte dazu Beispiele bringen. Vielleicht hol ich das mal nach, wenn ich ein bißchen mehr Zeit zum suchen habe.

Ein schönes Beispiel hierfür ist Professor Otten. Er begründet des „Böse“ der Männer eben nicht biologisch. Der Ursprung liegt bei ihm in der männlichen Sozialisation. Deshalb schreibt er vom Versagen der Gesellschaft an den Männern. Und deshalb plädierte er für eine neue männliche Moral. Wäre das Böse biologisch bedingt so wäre eine neue Moral unnütz.

Das stimmt einerseits schon, andererseits spricht er Männern aber auch die Fähigkeit ab, sich ethisch zu verhalten, wenn sie nicht von oben herab so geformt würden. index.php?id=32403 Für Otten ist der festgelegte Punkt die Unfähigkeit zum ethischen Erkennen, dann zum Handeln aus sich selbst, ohne Führung. Wir dürfen raten, wem er diese Führung gerne anvertraut sehen möchte ... Ist das jetzt Biologie? Hmm, vielleicht nicht das glücklichste Beispiel. Aber ich möchte auch nicht auf die grausamen Theorien des Herrn Schwanitz verweisen ...

Auch der Großteil der feministischen Forschung, sieht das böse des Mannes nicht in der Biologie, sondern in der gesellschaftlichen Konstruktion – dem Patriarchat.

Jein. Das ist Gender-Theorie. - Die feministische Frauenforschung kennt hingegen jede Menge biologischer Determinismen, sei es vom sexuellen Mißbrauch bis zur männlichen Gewalt. Und leider ist auch diese Richtung an den Unis noch lange nicht ausgestorben.

Ich selbst bin der Meinung, dass die Biologie in den Geisteswissenschaften oft unterschätzt wird. Zwar kann die Biologie nicht monokausal menschliches Verhalten erklären, man kann sie aber auch nicht völlig abstreiten.
Ich glaube eben nicht, dass man problemlos einen Jungen zum Mädchen und ein Mädchen zum Jungen umerziehen kann. Geschlechterrollen sind zwar maßgeblich sozial bestimmt, aber nicht ausschließlich.

Ich glaube, wir haben hier gar keinen Widerspruch. Es ging nicht um Beachtung bzw. Nichtbeachtung der Naturwissenschaften, sondern um Mißinterpretationen auf Grund eines unzureichenden Verständnisses, woraus wieder unzulässige oder falsche Schlußfolgerungen gezogen werden. Was sich u.a. in der Frage zeigt, wie weit sich die Biologie zur Erklärung kultureller Prozesse verwenden läßt. Ich denke, die Biologen sind da vorsichtiger.

Gruß, Andreas

Re: Patriarchat abschaffen!

susu, Friday, 06.08.2004, 05:34 (vor 7894 Tagen) @ Garp

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Garp am 03. August 2004 14:23:20:

Huhu

„Szientismus, auch Sensualismus, ist in seiner ursprünglichen Form die Ideologie, dass einzig und allein die Naturwissenschaften Antwort auf die Fragen der Welt geben können.“
(entstammt wikipedia.org)
Also ich verstehe dies nun als einen Methodenstreit über die Zulässigkeit naturwissenschaftlicher Methoden in den Geisteswissenschaften. Kritischer Rationalismus etc.
Meintest du das?

Nicht ganz. Eher eine Überschätzung des Geltungsbereichs naturwissenschaftlicher Theorien durch Geisteswissenschaftler. In Punkto Methodik verweise ich auf Wittgenstein...

Meiner Meinung nach entspringt der biologische Determinismus doch eben nicht den Geisteswissenschaften. Genau hier sind diese Begründungen mittels Genetik oder Hormone tabu.

Ja? Nenne mir mal Beispiele für Leute, die einen biologischen Determinismus vertreten haben und Naturwissenschaftler waren... Schon Darwin war überrascht, was aus seiner Theorie gemacht wurde und wenn ich hier exemplarisch Terman, Goddard, Yerkes, Cox, Montessori, Spearman, Burt, Herrnstein, Cohen und Murray nenne, dann findet sich unter diesen keinE NaturwissenschflerIn. BTW: Ich halte es auch für falsch biologische Ursachen vollständig auszuschließen. Nur sollten diese eben im Bereich des möglichen liegen (klassisches Beispiel für angeborenes Verhalten: lächeln. Lächeln tun alle Menschen, selbst blinde taubstumme Säuglinge. Da macht es durchaus Sinn biologische Ursachen zu suchen).

Es sind doch meist die Biologen oder Genetiker selbst, die aus ihren biologischen Daten Aussagen über menschliches Verhalten ableiten wollen.
Oder geht es dir um die Aussagen mancher Evolutionspsychologen, die menschliches Verhalten (z.B. Partnerwahl) ausschließlich evolutionär interpretieren wollen.

U.a. Es gibt relativ wenige Biologen, die sich dazu hinreißen lassen simplizistische Äußérungen in dieser Hinsicht zu tun. Ich kenne da wie gesagt deutlich mehr Geisterwissenschaftler.

Dass in den Geisteswissenschaften oftmals methodisch nicht sauber gearbeitet wird ist zwar richtig, aber wieder ein ganz anderes Themenfeld.
Ich verstehe nicht wie du auf der einen Seite den biologischen Determinismus ablehnst und zugleich die „Schuld“ dieser Theorien ausgerechnet bei den Geisteswissenschaften suchst?

Ganz einfach: Biologischer Determinismus erwächst einem Halbwissen über die Biologie. Ich glaube nicht, daß ein Biologe auf den Gedanken käme einschneidende Verhaltensänderungen innerhalb von 30 Jahren, oder auch 1000 Jahren, auf biologische Veränderung zurückführen zu wollen. Es gibt noch immer erbitterten Widerstand gegen die punctuated equilibrium Theorie (weil sie zu schnelle Veränderungen vorhersagt, als den meisten BiologInnen lieb ist) und da sind 10.000 Jahre Minimum. Weil das absolutes Grundwissen ist, bestätigt durch die Fossilienfunde, aber auch durch populationsgenetische Studien und niemand ein biologisches Diplom erwerben kann, ohne das zu wissen, ist es einfach unwahrscheinlich, daß solche Gedanken von entsprechenden Personen formuliert werden.

Re: Patriarchat abschaffen!

Der Eman(n)ze, Monday, 02.08.2004, 02:34 (vor 7898 Tagen) @ susu

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von susu am 01. August 2004 22:49:44:

John Money versuchte ein normales Mädchen aus David zu machen, in dem er eine normale Sozialisation vorschlug. Nur: Zeige mir ein Mädchen, daß in frühester Jugend von ihrem Kinderarzt mit einem Dildo penetriert wird um zu testen, ob die Vagina groß genug sei um später "normalen" Geschlechtsverkehr zu haben. Zeige mir ein Mädchen, daß auf der Schule nicht auf die Toilette darf, weil sei in den Augen der Schulleitung kein "richtiges" Mädchen ist... etc.

Willst Du damit sagen, daß Moneys Experiment geglückt wäre, wenn es zu 100% realen Bedingungen durchgeführt worden wäre? (sorry, mir wird leicht übel)

Ich vermisse neue Töne in deinen Antworten. Denn
[quote]a) Ich vertrete keineswegs ein Nur-Umwelt-Dogma.
[/quote]

Warum verteidigst Du es dann ohne Relativierungen? Zahlreiche Beiträge von Dir enthalten ausschließlich pro-Argumente für den Umwelteinfluß. Dies erweckt den Eindruck, Du stündest für das Nur-Umwelt-Dogma.

Ich weise lediglich ein Vor-Allem-Gene-Dogma zurück, daß keinerlei wissenschaftlichen Halt hat.

Ich auch.

Das bedeutet keineswegs, daß ich nciht der Meinung wäre, es gäbe biologische Einflüsse, nur gibt es absteckbare maximalgrenzen ihrer Wirksamkeit.

Da teilen sich unsere Meinungen. Diese Grenzen sind nicht eindeutig absteckbar. Zu komplex und irrational sind die Wechselwirkungen zwischen kulturgeschichtlicher und der evolutionsbiologischer Entwicklung.

Und diese Einschränkungen sind keineswegs dogmatisch, sondern wissenschftlich fundiert.

Das genau-abgesteckt-haben-wollen ist Dogma. Dogmen wähnen sich gern wissenschaftlich fundiert.

Biologie wird überschätzt und das sage ich als jemand, der sein Studienfach gewechselt hat und jetzt Paläontologie studiert...

Von den einen überschätzt, von den anderen unterschätzt...

Gruß
Der Eman(n)ze

Re: Patriarchat abschaffen!

susu, Monday, 02.08.2004, 04:13 (vor 7898 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Der Eman(n)ze am 01. August 2004 23:34:39:

Willst Du damit sagen, daß Moneys Experiment geglückt wäre, wenn es zu 100% realen Bedingungen durchgeführt worden wäre? (sorry, mir wird leicht übel)

Nein. Ich will damit sagen, daß Moneys Experiment nicht nur ethisch verwerflich war, sondern auch keinerlei Ergebnis bringen konnte. Es ist möglich Ethik und Erkenntnisgewinn seperat zu analysieren.

Warum verteidigst Du es dann ohne Relativierungen? Zahlreiche Beiträge von Dir enthalten ausschließlich pro-Argumente für den Umwelteinfluß. Dies erweckt den Eindruck, Du stündest für das Nur-Umwelt-Dogma.

Zum einen habe ich schon einige Male erklärt, wie ich dazu stehe. Zum anderen wurde hier die These eines weitestgehenden biologischen Determinismus vertreten. Logisch, daß ich da eher die Argumente aufzähle, die zeigen, daß diese These nicht haltbar ist.

Da teilen sich unsere Meinungen. Diese Grenzen sind nicht eindeutig absteckbar. Zu komplex und irrational sind die Wechselwirkungen zwischen kulturgeschichtlicher und der evolutionsbiologischer Entwicklung.

Nein. Evolution verläuft in menschlichem Maßstab sehr langsam, zumindest bei Menschen selbst. Da sind 1000 Generationen ein echtes Minimum was merkliche phyletische Transfromation angeht, erst recht, wenn es um komplexes Sozialverhalten geht. Soll heißen: Evolutionsbiologisch ist in den letzten 10000 Jahren nicht viel passiert. Jetzt vergleiche mal die Geschwindigkeit, in der sich Beziehungsstrukturen, Machtformen, etc. verändert haben.

Das genau-abgesteckt-haben-wollen ist Dogma. Dogmen wähnen sich gern wissenschaftlich fundiert.

Ich habe nicht gesagt "genau abgesteckt". Ich habe gesagt es gibt eine Obergrenze für die biologischen Eiflüsse und die kann bestimmt werden, wobei die biologischen Grundlagen schon von der Kultur überlagert sind, wenn wir die Daten so weit wie möglichst für biologische Determination auslegen.

Von den einen überschätzt, von den anderen unterschätzt...

Das ist ja der Grund, warum Menschen sich mit den Biowissenschaften befassen - um ihre Wirkung zu unterschätzen...

susu

Re: Patriarchat abschaffen!

Der Eman(n)ze, Tuesday, 03.08.2004, 00:29 (vor 7897 Tagen) @ susu

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von susu am 02. August 2004 01:13:13:

Zum anderen wurde hier die These eines weitestgehenden biologischen Determinismus vertreten. Logisch, daß ich da eher die Argumente aufzähle, die zeigen, daß diese These nicht haltbar ist

Das halte ich für unangemessen. Es ist keinesfalls so, daß in diesem Forum die Nur-Anlage-Dogmatiker die Mehrheit haben. Ich bezweifle sogar, daß es sie überhaupt gibt. Wenn es hier Anlage-Befürworter gibt, dann eher Vor-allem-Anlage-Dogmatiker.

Zum anderen wurde hier die These [...] vertreten

Das waren Einzelfälle.

Schau mal, wieviel Zuspruch Deine Beiträge erhalten. Das kommt viel öfters vor als der von Dir erwähnte biologische Determinismus.

Mit etwas mehr Ausgewogenheit würden Deine Beiträge noch mehr Menschen erreichen, finde ich. Es ist nämlich so, daß nicht jeder Deine globale Position kennt, und aus Deinen jeweils aktuellen Beiträgen versucht der Neuling Deine Position ingesamt herauszulesen.

So, nun aber genug genervt. Unsere Positionen kennen wir ja jetzt in- und auswendig;-)

Der Eman(n)ze

Re: Ja, es gibt Fakten

Leser, Monday, 02.08.2004, 12:01 (vor 7897 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: Ja, es gibt Fakten von Der Eman(n)ze am 01. August 2004 21:55:09:

Schade, susu, daß du all Dein Potential darin verschwendest, missionierend pro Nur-Umwelt-Dogma aufzutreten. Ein Dogma mit einem anderen bekämpfen zu wollen, macht die Betrachtungsweise nicht objektiver.
Ich vermisse atwas relativierende Töne, ich im in früheren Diskussionen >mal ansatzweise von Dir vernommen habe.

Buhaaa dieser Konversationstrick ist so alt der hat schon soooooonen Bart.Die eigene Position als allgemein anerkannt ausgeben und die des Gegners als extrem *gähn*

zur Erinnerung: Wichtig ist nur welche der WAHRHEIT entspricht.
und nicht welche "relativierende" Positionen vertritt. Die grossen Denker und Entdecker der letzten Jahrhunderte vertraten allesamt radikale Positionen.

Oder was hätte man deiner Meinung machen sollen?
"Naja, die Welt ist zwar keine Scheibe, aber so gaaanz nichtscheibig ist sie auch nicht"

oder

"Nagut, dann dreht sich die Sonen nur jeden zweiten Tag um die Erde und jeden ersten dreht sich die Erde um die Sonne..."

so sieht "Wissenschaft" heutzutage aus. Der heilige Diskurs. Amen.

Leser

Re: Ja, es gibt Fakten

Der Eman(n)ze, Tuesday, 03.08.2004, 00:01 (vor 7897 Tagen) @ Leser

Als Antwort auf: Re: Ja, es gibt Fakten von Leser am 02. August 2004 09:01:32:

Schade, susu, daß du all Dein Potential darin verschwendest, missionierend pro Nur-Umwelt-Dogma aufzutreten. Ein Dogma mit einem anderen bekämpfen zu wollen, macht die Betrachtungsweise nicht objektiver.
Ich vermisse atwas relativierende Töne, ich im in früheren Diskussionen >mal ansatzweise von Dir vernommen habe.

Buhaaa dieser Konversationstrick ist so alt der hat schon soooooonen Bart.Die eigene Position als allgemein anerkannt ausgeben und die des Gegners als extrem *gähn*

Nanu, war mir gar nicht bewußt, daß ich einen Trick anwende. Ich habe eigentlich nur mein Empfinden geschildert. Wo habe ich meine Meinung im Zusammenhang mit der allgemein anerkannten Meinung erwähnt?

zur Erinnerung: Wichtig ist nur welche der WAHRHEIT entspricht.

Was ist Wahrheit? Was ein "Leser" als solche beurteilt? Ich wähne mich jedenfalls nicht im Besitz derselben.

Die grossen Denker und Entdecker der letzten Jahrhunderte vertraten allesamt radikale Positionen.

Buhaaa, dieser Konversationstrick ist so alt der hat schon soooooonen Bart. Versuchen, Analogien herzustellen mit Beispielen, die vollkommen ungeeignet sind. 1.) stimmt die Behauptung nicht, es gab auch "gemäßigte" Forscher, die über die eigene Entdeckung überrascht waren und 2.) beschäftigt sich das Forum mit gesellschaftswissenschaftlichen Themen, wo radikale Ideen und deren Umsetzungsversuche in der Geschichte verheerende Auswirkungen hatten.

Ach, wo wir bei Konversationstricks sind: Mit Deiner altklug-überheblichen Antwort an stef scheiterst Du aber kläglich an Deiner Meßlatte, die Du hier vorgegeben hast;-)

Gruß

Re: Patriarchat abschaffen!

Leser, Monday, 02.08.2004, 11:54 (vor 7897 Tagen) @ stef

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von stef am 01. August 2004 19:56:41:

Also ich bin fest davon überzeugt, dass unsere Gene den grössten Teil zu >sagen haben. Natürlich kommt da noch der gesellschaftliche Einfluss hinzu.

Schön. überzeugt sein kann man von alles mögliche. Frag mal die Zeugen Jehovas =)

Ich bin überzeugt:gegen Abend ist mit zunehmender Dunkelheit zu rechnen ...

Leser

Re: Patriarchat abschaffen!

Guildo, Monday, 02.08.2004, 01:57 (vor 7898 Tagen) @ Martin

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Martin am 01. August 2004 11:48:11:

Nö. Der Mensch ist eine Tierart wie alle anderen auch. Das Verhaltensspektrum jeder (höheren) Art ist eine spezifische Mischung aus angeborenem Verhalten und Instinkten, erworbenem (erlerntem) Verhalten, Reflexen sowie einsichtigem (vernünftigem) Verhalten.

Blödsinn! Du gibst ja selber zu, dass auch erworbenes und einsichtiges Verhalten beim Menschen vorhanden ist. Ein Tier hat nur angeborene Verhaltensweisen und sehr eingeschränkt auch erworbene Verhaltensweisen. Einsichtiges Verhalten aufgrund durch Abwägen aller Argumente sorgfältig durchdachter Entscheidungen ist ein Privileg des Menschen und trennt den Menschen vom Tier. Der Mensch kann nun entscheiden, inwieweit er seinen Instinkten nachgibt oder er sein Verhalten mehr nach gemachten Erfahrungen richtet oder ob er gar in der Lage ist, sein eigenes Verhalten kritisch zu überdenken und eine Entscheidung zu treffen, die vielleicht seinen (Rest)Instinkten widerspricht. Manche Menschen lassen sich nur von ihren Instinkten leiten, manche von ihren Erfahrungen und manche von ihren eigenen Überlegungen. Es kommt nun darauf an, wie sehr ein Mensch eines dieser Aspekte oberhand gewinnen läßt: den Instinkt oder Trieb, das erlernte Wissen oder die Einsicht durch Nachdenken! Ein Tier hat diese Wahl nicht: Es wird immer den angeborenen Verhaltensweisen folgen und nur wenig durch Erfahrung dazulernen.

Re: Patriarchat abschaffen!

Martin, Monday, 02.08.2004, 19:43 (vor 7897 Tagen) @ Guildo

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Guildo am 01. August 2004 22:57:06:

Blödsinn! Du gibst ja selber zu, dass auch erworbenes und einsichtiges Verhalten beim Menschen vorhanden ist. Ein Tier hat nur angeborene Verhaltensweisen und sehr eingeschränkt auch erworbene Verhaltensweisen. Einsichtiges Verhalten aufgrund durch Abwägen aller Argumente sorgfältig durchdachter Entscheidungen ist ein Privileg des Menschen und trennt den Menschen vom Tier.

Quatschkopf!
Alle höheren Tiere haben ein Spektrum an einsichtigem, logischem Verhalten. Je näher die Verwandtschaft mit dem Menschen, desto mehr. Schimpansen, Elefanten, Wale, Ratten, Vögel lösen Aufgaben, die Einsicht ins Problem erfordern und mit bisher Gelerntem oder gar mit Instinkten nicht bewältigt werden können. Sogar Kraken (enge Verwandte von Schnecken und Muscheln) befreien sich aus engen Käfigen in Rekordzeit, was allein mit dem Prinzip Versuch und Irrtum wesentlich länger dauern würde.

Re: Patriarchat abschaffen!

Guildo, Tuesday, 03.08.2004, 01:07 (vor 7897 Tagen) @ Martin

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Martin am 02. August 2004 16:43:47:

Vielleicht schreibt ja demnächst eine Krake hier seine Meinung dazu. Schön wäre es auch, wenn sich noch ein paar Schnecken in die Diskussion einklinken würden. Und wenn dann noch meine Hauskatze mir erzählt, dass sie sich nun entschlossen hat, aus ethischen Gründen nur noch vegetarisch zu speisen - ja, dann glaube ich dir!

Re: Patriarchat abschaffen!

Martin, Tuesday, 03.08.2004, 01:47 (vor 7897 Tagen) @ Guildo

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Guildo am 02. August 2004 22:07:45:

eine Krake hier seine Meinung

eine Krake ihre Meinung oder ein Krake seine Meinung, bitte...

Du kannst glauben, was du willst, an den Weihnachtsmann, den Osterhasen, den lieben Gott im Himmel, den Klapperstorch, an den Wolf und die sieben Geislein und dass sich die Sonne um die Erde dreht. Das ändert an Tatsachen gar nichts. Das einsichtige Verhalten hat sich genau so entwickelt wie der Körper und war nicht, schwupps, mit dem Menschen da. So wie es Ähnlichkeiten aufgrund von Verwandtschaft (Homologien) im Körperbau gibt, gibt es auch Verhaltens- und Geistesähnlichkeiten.

Re: Patriarchat abschaffen!

Guildo, Tuesday, 03.08.2004, 02:43 (vor 7897 Tagen) @ Martin

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Martin am 02. August 2004 22:47:31:

Du kannst glauben, was du willst, ... Das ändert an Tatsachen gar nichts.

Eben! Also glaub, was du willst! Trotzdem bleibt ein Mensch ein Mensch, und ein Tier ein Tier! Ähnlichkeiten alleine sind kein Beweis. Das genetische Material von Schweinen ist zu 99% mit dem von Menschen identisch.

Und?

Beweist das irgendetwas?

Stammt der Mensch gar vom Schwein ab?

Re: Patriarchat abschaffen!

Martin, Wednesday, 04.08.2004, 01:58 (vor 7896 Tagen) @ Guildo

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Guildo am 02. August 2004 23:43:42:

Ähnlichkeiten alleine sind kein Beweis. Das genetische Material von Schweinen ist zu 99% mit dem von Menschen identisch.

Beweist das irgendetwas?

Beweisen direkt nicht, aber es unterstützt meinen Standpunkt ungemein, nämlich dass bei einer derartigen Übereinstimmung nicht nur Körperbau und Verhalten, sondern auch Geistesleistungen enthalten sein müssen. Selbstverständlich sind auch Schweine zu gewissem logischem Denken und dem daraus resultierenden Handeln fähig, wenn auch nicht in dem Ausmaß wie wir.

Stammt der Mensch gar vom Schwein ab?

Nein. Aber beide stammen von den gleichen Vorfahren ab.

Wieso willst du eigentlich alle Tiere nur auf Instinkte und wenige Lerneffekte reduzieren?

Re: Patriarchat abschaffen!

Guildo, Thursday, 05.08.2004, 00:49 (vor 7895 Tagen) @ Martin

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Martin am 03. August 2004 22:58:53:

Wieso willst du eigentlich alle Tiere nur auf Instinkte und wenige Lerneffekte reduzieren?

Will ich ja gar nicht!

In der Unterscheidung zwischen Mensch und Tier wollte ich lediglich klarmachen, dass die Frau (im Gegensatz zum Tier) bei ihrer Partnerwahl nicht auf ein vermeintlich naturgegebenes Auswahlprinzip (nur starke, dominante Alpha-Männchen sind akzeptabel) verweisen kann. Sie geraten nicht zufällig in den Armen des "über-männlichen" und früher oder später gewalttätigen Mann, es ist ihre eigene freie Entscheidung. Es gibt auch andere - nur die will keine!

Re: Patriarchat abschaffen!

Martin, Thursday, 05.08.2004, 01:19 (vor 7895 Tagen) @ Guildo

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Guildo am 04. August 2004 21:49:56:

Wieso willst du eigentlich alle Tiere nur auf Instinkte und wenige Lerneffekte reduzieren?

Will ich ja gar nicht!

Du hast doch weiter oben geschrieben:
"Ein Tier hat nur angeborene Verhaltensweisen und sehr eingeschränkt auch erworbene Verhaltensweisen."

In der Unterscheidung zwischen Mensch und Tier wollte ich lediglich klarmachen, dass die Frau (im Gegensatz zum Tier) bei ihrer Partnerwahl nicht auf ein vermeintlich naturgegebenes Auswahlprinzip (nur starke, dominante Alpha-Männchen sind akzeptabel) verweisen kann.

Das ist ein sehr stark vereinfachtes Prinzip, das du bei der Partnerwahl unter Tieren da zugrunde legst.

Sie geraten nicht zufällig in den Armen des "über-männlichen" und früher oder später gewalttätigen Mann, es ist ihre eigene freie Entscheidung. Es gibt auch andere - nur die will keine!

Auch ein sehr stark vereinfachtes Prinzip, das du bei der Partnerwahl unter Menschen da zugrunde legst. Das klingt ja fast schon wie ein auf ein Schema reduziertes Brunft- und Hitzeverhalten bei Menschen. Wie instinktgesteuert. Trotz des von dir dem Menschen zugeschriebenen hohen Maßes an einsichtigem Verhalten.
Darüber hinaus hast du während der ganzen Debatte fast nur den Tieren ohne Belege jedwede Logik abgesprochen und dich vom Paarungsverhalten weg bewegt.

Re: Patriarchat abschaffen!

Sven74, Thursday, 05.08.2004, 01:34 (vor 7895 Tagen) @ Martin

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Martin am 04. August 2004 22:19:08:

Wieso willst du eigentlich alle Tiere nur auf Instinkte und wenige Lerneffekte reduzieren?

Will ich ja gar nicht!

Du hast doch weiter oben geschrieben:
"Ein Tier hat nur angeborene Verhaltensweisen und sehr eingeschränkt auch erworbene Verhaltensweisen."

In der Unterscheidung zwischen Mensch und Tier wollte ich lediglich klarmachen, dass die Frau (im Gegensatz zum Tier) bei ihrer Partnerwahl nicht auf ein vermeintlich naturgegebenes Auswahlprinzip (nur starke, dominante Alpha-Männchen sind akzeptabel) verweisen kann.

Das ist ein sehr stark vereinfachtes Prinzip, das du bei der Partnerwahl unter Tieren da zugrunde legst.

Sie geraten nicht zufällig in den Armen des "über-männlichen" und früher oder später gewalttätigen Mann, es ist ihre eigene freie Entscheidung. Es gibt auch andere - nur die will keine!

Auch ein sehr stark vereinfachtes Prinzip, das du bei der Partnerwahl unter Menschen da zugrunde legst. Das klingt ja fast schon wie ein auf ein Schema reduziertes Brunft- und Hitzeverhalten bei Menschen. Wie instinktgesteuert. Trotz des von dir dem Menschen zugeschriebenen hohen Maßes an einsichtigem Verhalten.
Darüber hinaus hast du während der ganzen Debatte fast nur den Tieren ohne Belege jedwede Logik abgesprochen und dich vom Paarungsverhalten weg bewegt.

Es ist doch ganz einfach, wenn frau mehrfach die primitiven und gewalttätigen Machotypen als Partner aussucht, braucht sie sich nicht zu wundern, wenn sie Prügel bezieht. Wenn der nette, freundliche und kultivierte Mann ihr nicht gut genug ist, hat sie halt Pech gehabt. Wenn also die Frauen nur ihrem Instinkt folgen und nicht ihren Kopf bei der Partnerwahl einsetzen, haben sie nichts besseres verdient. Dies trift natürlich auch auf uns Männer zu, wenn wir uns nur nach dummen Blödchen umsehen, die nur auf unser Gled scharf sind.

Sven74

Re: Patriarchat abschaffen!

Odin, Thursday, 05.08.2004, 01:41 (vor 7895 Tagen) @ Sven74

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Sven74 am 04. August 2004 22:34:53:

Dies trift natürlich auch auf uns Männer zu, wenn wir uns nur nach dummen Blödchen umsehen, die nur auf unser Gled scharf sind.

Geld oder Glied? :-)

Re: Patriarchat abschaffen!

Guildo, Thursday, 05.08.2004, 02:12 (vor 7895 Tagen) @ Sven74

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Sven74 am 04. August 2004 22:34:53:

Du willst offenbar nur provozieren und nicht verstehen!

Ansonsten verweise ich auf die Antwort von Sven74, er hat das Wesentliche erkannt.

Gruß

Guildo

Re: Patriarchat abschaffen!

Guildo, Thursday, 05.08.2004, 02:14 (vor 7895 Tagen) @ Guildo

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Guildo am 04. August 2004 23:12:08:

Du willst offenbar nur provozieren und nicht verstehen!
Ansonsten verweise ich auf die Antwort von Sven74, er hat das Wesentliche erkannt.

Sorry, das war als Antwort auf Martins Beitrag gedacht!

Re: Patriarchat abschaffen!

Odin, Thursday, 05.08.2004, 02:31 (vor 7895 Tagen) @ Guildo

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Guildo am 04. August 2004 23:12:08:

Du willst offenbar nur provozieren und nicht verstehen!

Wo bitte hast Du eine Provokation entdeckt?

Re: Patriarchat abschaffen!

Guildo, Thursday, 05.08.2004, 02:56 (vor 7895 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Odin am 04. August 2004 23:31:52:

Du willst offenbar nur provozieren und nicht verstehen!

Wo bitte hast Du eine Provokation entdeckt?

Ich nehme an, du hast schon mitbekommen, dass diese Antwort Martin galt, nicht Sven74.

Und wo stecken in Martins Beiträge die Provokation?

Ich habe mich bemüht, in mehreren Beiträgen meine Aussage rüberzubringen - aber Martin will offenbar nicht verstehen, was ich sagen will.
Deshalb mein Verdacht, dass da nur jemand aus Prinzip gegenanredet - und sich einen Spaß aus meinen Erklärungsversuchen macht. Merkwürdig ist ja, dass andere, wie Sven74 mich sofort verstanden haben.

Re: Patriarchat abschaffen!

Jolanda, Thursday, 05.08.2004, 03:40 (vor 7895 Tagen) @ Guildo

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Guildo am 04. August 2004 23:56:28:

Hallo Gildo

Es wird immer Menschen geben, die dich sofort verstehen oder sagen wir meistens. Aber es wird auch immer solche geben, die werden dich nie verstehen.

Muss nicht zwingend Provokation sein. Wenn du es wissen willst, dann frage doch einfach, ob man dich provozieren will und unterstelle es nicht gleich.

Es ist wichtig, dass man sich nicht immer gleich persönlich angegriffen fühlt, denn nur so kann ehrlicher Austausch statt finden.

Du solltest nie den Anspruch haben, dass jeder dich versteht. Wichtig ist, dass du selber von dem überzeugt bist, von dem, was du schreibst.

Hier führt Gelassenheit viel weiter. Aber im Grunde genommen weisst du das ja selber, da bin ich mir sicher.

Herzlicher Gruss
Jolanda

Re: Patriarchat abschaffen!

Martin, Thursday, 05.08.2004, 14:51 (vor 7894 Tagen) @ Guildo

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Guildo am 04. August 2004 23:12:08:

Partnerschaft war nur der Auslöser deiner Thesen, die längst wissenschaftlich widerlegt sind. Diese Thesen, für die du nie irgendwelche Belege gebracht hast (woher auch), gehen über das Thema Partnerwahl hinaus und meine Antworten beziehen sich auch nicht auf dieses Thema sondern aufs Allgemeine.
Ich sehe keine Provokation von mir. Du warst es, der angefangen hat, meinen Standpunkt ins Lächerliche zu ziehen, indem du angeregt hast, auch Weichtiere sollten sich hier einbringen, was mich nicht gestört, höchstens belustigt hat. Das gehört zum Forum.
Das ist aber insofern wieder nicht Forenfremd, da auch in der Geschlechterdiskussion die Gegner oft mit rein persönlichen Angriffen reagieren, mangels Argumenten.
Martin

forenfremd natürlich klein (n/t)

M., Thursday, 05.08.2004, 14:56 (vor 7894 Tagen) @ Martin

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Martin am 05. August 2004 11:51:00:

Re: Patriarchat abschaffen!

Guildo, Thursday, 05.08.2004, 18:24 (vor 7894 Tagen) @ Martin

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Martin am 05. August 2004 11:51:00:

Partnerschaft war nur der Auslöser deiner Thesen, die längst wissenschaftlich widerlegt sind. Diese Thesen, für die du nie irgendwelche Belege gebracht hast (woher auch), gehen über das Thema Partnerwahl hinaus und meine Antworten beziehen sich auch nicht auf dieses Thema sondern aufs Allgemeine.

Die Thesen sind nicht widerlegt! Etwas, das allgemein anerkanntes Grundwisssen ist, muss man nicht immer wieder beweisen.
Ach ja: Warum möchtest du denn den Menschen unbedingt dem Tier gleichsetzen?

Ich sehe keine Provokation von mir. Du warst es, der angefangen hat, meinen Standpunkt ins Lächerliche zu ziehen, indem du angeregt hast, auch Weichtiere sollten sich hier einbringen, was mich nicht gestört, höchstens belustigt hat. Das gehört zum Forum.

Diese Bemerkung mit den Weichtieren war zwar als humorvolle Anmerkung gedacht, ist aber im Grunde richtig: Wären Tiere, so wie du es glaubst, wären zumindest einige Arten in der Lage, an unserer Diskussion teilzunehmen. Es gab ja da durchaus einige Versuche, Menschenaffen die Gebärdensprache beizubringen.Diese Forscher behaupteten dann, sie könnten sich mit den Affen unterhalten, zB. hier:

"Können Gorillas sprechen lernen?

Menschenaffen können keine Sprache im menschlichen Sinn erlernen, daher haben einige Forscher versucht, ihnen Gebärdensprache beizubringen. Der erste Gorilla, der ein Sprachtraining erhielt, war Koko. Sie wurde 1971 im Zoo von San Francisco geboren und kam im Alter von einem halben Jahr zu Francine Patterson, die ihr Taubstummensprache beizubringen begann. In der 2. Woche benutzte Koko die Zeichen "Essen" und "Trinken". Nach 10 Jahren beherrschte sie 500 Zeichen; etwa 1000 Zeichen hatte sie mindestens einmal korrekt angewandt. Sie erlernte die Zeichensprache durch Nachahmung und indem ihre Hände von der Lehrerin in die richtige Stellung gebracht wurden.
Francine Patterson gibt zu, dass die Dialoge mit Koko für einen Außenstehenden völlig unsinnig aussehen und die Antworten des Gorillas zunächst interpretiert werden müssen. Über diese Interpretationen gehen die Meinungen der Experten allerdings sehr auseinander. Frau Patterson meint, dass Kokos Intelligenz 85-95 Punkte beträgt, also an der unteren Grenze normaler menschlicher Intelligenz liegt - andere Wissenschaftler bezweifeln diese Ansicht allerdings stark.

Gorillas verständigen sich in der Natur mit einer Vielzahl von Lauten.

- http://www.berggorilla.com/faq/dvers/fragen/sprechen.html -"

Es ist doch wohl mehr als merkwürdig, das nur Frau Patterson ihren Gorilla versteht und sie die Antworten erst interpretieren muss. Ob da nicht jemand ganz gewaltig schwindelt? Forscher tun manchmal alles, um zu Ruhm und Ehren zu kommen. Da wäre ein "sprechender" Gorilla der Knüller. Aber es finden sich ja immer Menschen, den man einen solchen Bären aufbinden kann.

Das ist aber insofern wieder nicht Forenfremd, da auch in der Geschlechterdiskussion die Gegner oft mit rein persönlichen Angriffen reagieren, mangels Argumenten.

Du bist derjenige, der mangels Argumenten mit rein persönlichen Angriffen reagierst:

meine Rechtschreibung...

eine Krake ihre Meinung oder ein Krake seine Meinung, bitte...

ich soll halt glauben was ich will... (schönes Argument!)

Du kannst glauben, was du willst, an den Weihnachtsmann, den Osterhasen, den lieben Gott im Himmel, den Klapperstorch, an den Wolf und die sieben Geislein und dass sich die Sonne um die Erde dreht. Das ändert an Tatsachen gar nichts.

Dem ist wohl nichts mehr hinzufügen!

Beenden wir jetzt diese Sache, wir verzetteln uns nur in unproduktive Streiterein!

Re: Patriarchat abschaffen!

Martin, Thursday, 05.08.2004, 22:34 (vor 7894 Tagen) @ Guildo

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Guildo am 05. August 2004 15:24:25:

Die Thesen sind nicht widerlegt! Etwas, das allgemein anerkanntes Grundwisssen ist, muss man nicht immer wieder beweisen.

Deine These war, dass kein Tier zu einsichtigem Verhalten fähig ist. Das ist nachweislich falsch. Ein Hund, der sich in einem fremden Raum aufhält und zielstrebig auf die einzige Tür zugeht, um den Raum zu verlassen, anstatt die Wand entlang zu laufen, bis er ein Loch erreicht, handelt einsichtig und vernünftig.

Ach ja: Warum möchtest du denn den Menschen unbedingt dem Tier gleichsetzen?

Der Mensch ist im Grunde eine Art wie jede andere. Nur hat jede Art ihre spezifischen Eigenschaften. Der Mensch z. B. hat sich durch Geistesleistungen, die die verkümmerten Körpermerkmale kompensieren, eine dominante Stellung auf der Erde verschafft. Eine klare Grenze zwischen Einsicht hier und reinem Instinkt und Lernerfolgen bei allen anderen gibt es nicht.

Wären Tiere, so wie du es glaubst, wären zumindest einige Arten in der Lage, an unserer Diskussion teilzunehmen.

Nicht unbedingt. Ich habe von Anfang an gesagt, dass das einsichtige Verhalten in unterschiedlichem Maße bei den Arten auftritt. Außerdem kommt noch dazu, dass Tiere keine menschliche Sprache beherrschen und sich schon deshalb nicht differenziert ausdrücken können, von der Handhabung der nötigen Geräte ganz zu schweigen.

Martin

Re: Patriarchat abschaffen!

Guildo, Friday, 06.08.2004, 00:46 (vor 7894 Tagen) @ Martin

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Martin am 05. August 2004 19:34:17:

Deine These war, dass kein Tier zu einsichtigem Verhalten fähig ist. Das ist nachweislich falsch. Ein Hund, der sich in einem fremden Raum aufhält und zielstrebig auf die einzige Tür zugeht, um den Raum zu verlassen, anstatt die Wand entlang zu laufen, bis er ein Loch erreicht, handelt einsichtig und vernünftig.

Das habe ich nie bestritten (ich schrieb: "Ein Tier hat nur angeborene Verhaltensweisen und sehr eingeschränkt auch erworbene Verhaltensweisen.") Diese extrem einfache Übung wird aber nicht einmal von allen Tierarten bewältigt.

Der Mensch ist im Grunde eine Art wie jede andere. Nur hat jede Art ihre spezifischen Eigenschaften. Der Mensch z. B. hat sich durch Geistesleistungen, die die verkümmerten Körpermerkmale kompensieren, eine dominante Stellung auf der Erde verschafft. Eine klare Grenze zwischen Einsicht hier und reinem Instinkt und Lernerfolgen bei allen anderen gibt es nicht.

Diese Gleichsetzung von Mensch und Tier (erstmalig von Darwin beschrieben) hat eine der gefährlichsten Ideologien der Menschheit hervorgebracht: den Sozialdarwinismus, dessen Anhänger Verhaltensweisen der Tiere (Kampf um Dasein, Recht des Stärkeren) in unzulässiger Weise auf den Menschen übertragen.
siehe: - http://www.lexhist.ch/externe/protect/textes/d/D17431.html -

Guildo

Re: Patriarchat abschaffen!

Martin, Friday, 06.08.2004, 14:08 (vor 7893 Tagen) @ Guildo

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Guildo am 05. August 2004 21:46:59:

Das habe ich nie bestritten (ich schrieb: "Ein Tier hat nur angeborene Verhaltensweisen und sehr eingeschränkt auch erworbene Verhaltensweisen.")

Mein Beispiel ist weder angeborenes noch erworbenes Verhalten, sondern eine Problemlösung durch Einsicht statt durch Versuch und Irrtum.

Diese extrem einfache Übung wird aber nicht einmal von allen Tierarten bewältigt.

Natürlich nicht. Das habe ich auch nie gesagt. Ich schrieb weiter oben mehrfach von "höheren" Tieren und von unterschiedlicher Gewichtung der Einsicht unter den Tierarten. Und Beispiele sind meistens einfach.

Diese Gleichsetzung von Mensch und Tier (erstmalig von Darwin beschrieben) hat eine der gefährlichsten Ideologien der Menschheit hervorgebracht...

Gleichsetzung? Ich habe in diesem Absatz die Unterschiedlichkeit jeder Art gegenüber allen anderen Arten klar gestellt! Nur nimmt davon abgesehen keine Art irgend eine weiter gehende Sonderstellung ein, auch der Mensch nicht. Dass er - artspezifisch - eine dominante Rolle auf der Erde spielt, rechtfertigt nicht, die dafür hauptverantwortliche Eigenschaft allen übrigen Tieren restlos abzusprechen.
Der Mensch ist ein Evolutionsprodukt und hat sich vor etwa 4 Millionen Jahren von den Menschenaffen getrennt. Eine zu kurze Zeit, um unser einsichtiges Handeln von Null an zu entwickeln.

Martin

Re: Patriarchat abschaffen!

Guildo, Friday, 06.08.2004, 18:20 (vor 7893 Tagen) @ Martin

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Martin am 06. August 2004 11:08:03:

Der Mensch ist ein Evolutionsprodukt und hat sich vor etwa 4 Millionen Jahren von den Menschenaffen getrennt. Eine zu kurze Zeit, um unser einsichtiges Handeln von Null an zu entwickeln.

Ist der Mensch wirklich nur ein Evolutionsprodukt? Aber das ist nun wirklich Off Topic!

Gruß von

Guildo

Re: Patriarchat abschaffen!

Martin, Friday, 06.08.2004, 19:29 (vor 7893 Tagen) @ Guildo

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Guildo am 06. August 2004 15:20:16:

Ist der Mensch wirklich nur ein Evolutionsprodukt?

Wieso nur? Das sagt über die Qualität doch überhaupt nichts aus? Dass das der Mensch ist, wird ja schon durch die ganze Gentechnikdebatte bewiesen: Ob nämlich Genoptimierte Menschen, ohne Krankheitsgene etwa, gezüchtet werden dürfen, ob Designerbabys gezeugt werden dürfen usw. Bei diesen ganzen Vorgehensweisen werden genau die gleichen Mechanismen angewandt wie in der Natur auch, nur, dass die Gene nicht zufällig mutieren, was fast ausschließlich zu negativen Effekten führt, sondern dass gezielt Manipulationen mit vorhersagbaren Ergebnissen vorgenommen werden. Dass der Mensch einer Entwicklung unterliegt, zeigt die ganze Menschenlinie mit Vor- und Frühmenschen, die durch Funde und genauer Zeiteinordnung belegt ist, wenn auch noch nicht bis ins letzte Detail.
Martin

Re: Patriarchat abschaffen!

susu, Tuesday, 03.08.2004, 02:49 (vor 7897 Tagen) @ Martin

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Martin am 02. August 2004 22:47:31:

Das einsichtige Verhalten hat sich genau so entwickelt wie der Körper und war nicht, schwupps, mit dem Menschen da. So wie es Ähnlichkeiten aufgrund von Verwandtschaft (Homologien) im Körperbau gibt, gibt es auch Verhaltens- und Geistesähnlichkeiten.

Wobei einige deiner Beispiele Homomorphismen sind (also konvergente Adaptionen).

Ich würde allerdings einen Sprung in der Evolution von Menschen mit einbeziehen, der bei der Speziation entstand. Es gibt einige Hinweise darauf, daß der Mensch eine durch Neotonie entstandene Spezies ist, d.h. ein Primat mit Entwicklungsstörung (Deswegen haben wir so wenige Haare am Körper, können nicht mit den Füßen greifen und haben den Hals unten am Schädel - das hat ein Schimpansenjunges auch). Während bei anderen Rezenten Primaten die Lernfähigkeit mit dem Erwachsenwerden rapide abnimmt, bleibt der Mensch neurophysisch ein Primatenkleinkind, was lebenslanges Lernen erst ermöglicht.

Gäbe es keine Unterschiede zwischen Menschen und anderen Spezies - es gäbe die Spezies nicht. Jede Spezies hat eine Sonderstellung.

susu

Re: Patriarchat abschaffen!

Martin, Wednesday, 04.08.2004, 01:50 (vor 7896 Tagen) @ susu

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von susu am 02. August 2004 23:49:34:

Wobei einige deiner Beispiele Homomorphismen sind (also konvergente Adaptionen).

Ich habe überhaupt kein Beispiel gebracht!

Gäbe es keine Unterschiede zwischen Menschen und anderen Spezies - es gäbe die Spezies nicht. Jede Spezies hat eine Sonderstellung.

Natürlich! Jede Art hat ihre spezifischen Merkmale, die sie von allen anderen Arten unterscheidet. Man kann also zwischen jede Art und dem ganzen Rest eine Trennlinie ziehen. Die Trennlinie, die den Menschen von andern Arten abgrenzt wäre etwa nackte Haut und aufrechter Gang u>und[/u] reduzierter Schwanz u>und[/u] ... u>und[/u] ... also die Merkmalskombination, die nur auf den Menschen zutrifft.

Re: Patriarchat abschaffen!

Leser, Saturday, 31.07.2004, 22:08 (vor 7899 Tagen) @ stef

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von stef am 31. Juli 2004 18:10:25:

Der Mensch ist biologisch gesehen auch kein Brillenträger, Zeitungsleser oder Autofahrer. Biologisch gesehen müssten wir uns nämlich Nüsschenkauend auf allen Vieren davonbewegen.

Dem Menschen ist es als einzigsten gegeben sich über seine Biologie weitestgehend zu erheben. Das gilt auch für das anerzogene Dominanzverhalten.

Re: Patriarchat abschaffen!

susu, Sunday, 01.08.2004, 01:46 (vor 7899 Tagen) @ stef

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von stef am 31. Juli 2004 18:10:25:

Blödsinn, ist genetisch bedingt, dass Männer im Durchschnitt stark sein wolen. Das ganze kann man doch auch in der Tierwelt beobachten.

Von welchen Tieren sprichst du jetzt? Es gibt ja - es mag für einige überraschend sein - ganz viele verschiedene Tierarten, wo das ganz verschieden aussihet. "Wollen" ist übrigens nie genetisch. Genetisch ist allerhöchstens die Befriedigung etwas erreicht zu haben (und das auch nur in ein paar Fällen). Wie sieht das jetzt mit der Stärke aus? Nun:
1) Der Mensch unterliegt kaum noch einer Selektion auf Stärke hin, das auch schon seit längerer Zeit. Auch präkulturell ging die phyletische Transformation, die uns hervorbrachte in Richtung abstraktes und vorausschauendes Denken.
2) Physische Stärke ist vor allem kulturell bedingt. Zwar spielt beim Muskelaufbau Testosteron eine Rolle, allerdings wird bei entsprechendem Training die maximale T-Konzentration von allen Menschen erreicht (es ist weniger so, daß Männer stark sein wollen, als das die Mehrheit der Frauen dem daraus resultierenden Bartwuchs skeptisch gegenübersteht), wird sie überschritten Serokonvertiert das Testosteron in andere Hormone (speziell Östrogen).
3) Es gibt ja eine Korrelation zwischen Testosteronspiegel und Gewalttätigkeit. Und Korrelation wird gerne mit Kausalität verwechselt. Unter Berücksichtigung von Punkt 2 sagt die Korrelation aber eigentlich nur folgendes: Eine muskulöse, durchtrainierte Person wird eher jemanden zusammenschlagen, als Querschnittgelämte Brillenträger.

susu

Das Gerücht vom Patriarchat abschaffen!

Joseph S, Sunday, 01.08.2004, 01:34 (vor 7899 Tagen) @ Silke

Als Antwort auf: Patriarchat abschaffen! von Silke am 30. Juli 2004 23:27:46:

Hallo Silke,

In den westlichen Gesellschaften haben wir bereits eine Dominanz der Frauen. Die Mehrheit der
Wahlberechtigten ist weiblich, und somit kann gegen den Willen der Frauen keine Regierung
an die Macht kommen. Anhand der Berichte über Magret Thatcher, Condoleeza Rice, Angela Merkel,
Tansu Chiller, Indira Ghandi ... habe ich wirklich nicht die Angst, daß eine frauendominierte
zu friedlich sein wird, um sich gegen Machokulturen wehren zu können, sondern ehr gegenteilige
Befürchtungen. Die realen Erfahrungen sind meistens das beste Argument gegen feministische
Utopien.

Wenn die Frauen wollten, wären die Machos längst ausgestorben, aber für Männer ist ein
softyartiges Auftreten ein großer Fehler bei der Partnersuche. Zudem werden in Machokulturen
die Kinder von Frauen erzogen. Sie könnten ihre Söhne auch anders erziehen, wenn sie wollten.
Ein Porsche wirkt sehr attraktiv auf Frauen, wie unser Forenmacho gerne bestätigen wird. Von
wegen Umweltschutz...

In der Kriminalitätstatistik ist mit einer deutlichen Unterrepräsentierung weiblicher Gewalt
zu rechnen, weil Gewalttäter hauptsächlich dort gefunden werden, wo man sie sucht, bei Männern,
und weil über weibliche Gewalt gerne gentlemanlike hinweggesehen wird. Als ich mal hineingeschaut
habe stand auch unmißverständlich der Hinweis drin, daß die Kriminalitätstatistik mehr ein
Tätigkeitsbericht der Polizei als eine Dokumentation über die tatsächliche Kiminalität ist.
Zwar weist sie noch klar auf eine höhere Gewalttätigkeit von Mänern hin, aber die Frauen
holen kräftig auf. Bei den Tschechenischen Attentätern in der Moskauer Oper kämpften sogar
Frauen auf der angeblich so frauenfeindlichen islamischen Seite. Die Damen der RAF sollten
auch nicht vergessen werden. Wenn eine Rechtsradikale zu ihrem gleichgesinnten Freund sagt,
"Der Kanake da hat mich angemacht." wird das in der Kriminalitätsstatistik eine rein männliche
Angelegenheit sein, obwohl der Anstoß von einer Frau ausging.

Nebenbei gemerkt kann durch das Beachten von Gewalt gegen Männer und Jungen und von Gewalt,
die von Frauen ausgeht, wahrscheinlich auch die Gewalt gegen Frauen veringert werden. Erstens
weil allgemein die Gewalt abnimmt, wenn man Gewaltopfer nicht allein läßt, so daß sie nicht
auf die andere Seite wechseln müssen, um aus dem Opferdasein herauszukommen. Zweitens richtet
sich Frauengewalt nicht selten auch gegen Frauen.

Bei Statistiken, die auf Befragungen mit Selbstauskünften beruhen, bin ich skeptisch, weil
da die Gefahr besteht, daß in Rollenmustern oder durch Erahnen der gewünschtem Antwort
geantwortet wird. In letzterem sollen Mädchen sehr gut sein, und jeder hat wahrscheinlich
schon mal erlebt, daß eine Frau eine scheinbar klare Position doch nicht so gemeint hat, als
damit Nachteile für sie entstehen könnten.

Ich könnte noch mehr dazu schreiben, aber ich denke, das war schon mehr als nötig gewesen wäre.
Mal sehen, ob Du mit Reaktionen genauso kneifst, wie Mamma mit ihrer WHO - Studie da unten.

Gruß
Joseph

Re: Patriarchat abschaffen!

Odin, Sunday, 01.08.2004, 03:42 (vor 7899 Tagen) @ Silke

Als Antwort auf: Patriarchat abschaffen! von Silke am 30. Juli 2004 23:27:46:

Der Text hat mir die Augen geöffnet!
Früher dachte ich immer, an allem wären die Juden schuld!

Re: Patriarchat abschaffen!

Martin, Sunday, 01.08.2004, 15:15 (vor 7898 Tagen) @ Silke

Als Antwort auf: Patriarchat abschaffen! von Silke am 30. Juli 2004 23:27:46:

Silke,
wie kommst du darauf, dass in Umweltverbänden und unter Friedensstiftern Frauen die Mehrheit bilden? Eine "Frauenrechts"-Organisation ist keine Umweltschutzgruppe.
Die Kriminalitätsrate der Frauen steigt mit Sicherheit genau wie die Rate der Frauen im Berufsleben an. Nur wird sie weniger wahrgenommen als die Männerkriminalität. Bei spontanen Raubüberfällen ohne Waffen auf Personen werden Frauen allerdings wahrscheinlich die krasse Ausnahme bleiben, da sie durchschnittlich nunmal körperlich schwächer sind und mit wesentlich geringerer Wahrscheinlichkeit schwächere Oper finden und nur an vermeintlich Schwächere wird ein Räuber sich wohl dran wagen.
Kriege sind seit jeher Männersache, da die Männchen für das Verteidigen des Reviers zuständig sind, eine Aufgabe, die wie bei vielen Tierarten Lebensgefahr bedeutet und das Gebären und Aufziehen der Jungen egalisiert. Und nicht nur die Anstifter der Kriege, sondern auch die aktiven Teilnehmer, also die potenziellen Opfer, sind Männer, meist absolut unfreiwillig. Und der Drang von Frauen in die Bundeswehr passt auch nicht ins Bild des männlichen Krieges, außer man unterstellt, dass diese im Ernstfall gar nicht an die Front wollen.
Sport mit Körperkontakt ist männlich als Folge der männlichen und lebensgefährlichen Jagd, die in der Eiszeit der Art das Überleben gesichert hat. Fußball ist nichts als Jagdverhalten, Tor bedeutet, dass der Hirsch erlegt ist.
Spezifisch männliches Verhalten ist nicht negativ und muss bei Jungen auch nicht wegerzogen werden.
Martin

Es ist beruhigend zu wissen,

Magnus, Sunday, 01.08.2004, 16:39 (vor 7898 Tagen) @ Silke

Als Antwort auf: Patriarchat abschaffen! von Silke am 30. Juli 2004 23:27:46:

wer für den ganzen Schlamassel in der Welt verantwortlich ist! Toll, so ein einfaches Weltbild zu haben. Bei Hitler waren es der Rassenkampf, bei Marx der Klassenkampf und bei den Feministen ist es der Geschlechterkampf, der das ganze Dasein der Menschlichen Zivilisation beschreiben sollen. Und alle drei "Philosophien" sind genauso wahr, wie sie die Welt verbessert haben!

Magnus

Re: Es ist beruhigend zu wissen,

Nikos, Sunday, 01.08.2004, 20:05 (vor 7898 Tagen) @ Magnus

Als Antwort auf: Es ist beruhigend zu wissen, von Magnus am 01. August 2004 13:39:05:

Es gab mal in der 60er Probleme bei der Erhaltung von Krokodile. Ich fordere ein ähnliches Erhaltungsprogramm für Feministinen. Ich meine, auch wenn sie sowohl häßlich als auch böse bis zur Kanibalismus sind, sollte wir sie für die Nachwelt erhalten. Zumind. die radikale Sorte.

Als Abschreckung.

Grüße
Nikos

Liebevolle Erziehung wirkt gegen Aggressions-Gen

Sven, Sunday, 01.08.2004, 17:32 (vor 7898 Tagen) @ Silke

Als Antwort auf: Patriarchat abschaffen! von Silke am 30. Juli 2004 23:27:46:

Liebevolle Erziehung wirkt gegen Aggressions-Gen

Einfluss auf Verhalten, hormonelle Aktivitäten und Gehirn

London (pte, 20. Jul 2004 12:30) - Eine fürsorgliche Mutterschaft kann den Einfluss eines Aggressions-Gens aufheben, ist das Ergebnis einer neuen Studie des US National Institute of Child Health and Human Development http://www.nih.gov in Bethesda, Maryland, die damit zu der Diskussion "Natur versus Pflege" beiträgt. "Das Prinzip der Erziehung ist wichtig und kann nicht nur auf das Verhalten Einfluss nehmen, sondern auch auf hormonelle Aktivitäten, die Chemie, die Struktur sowie die Funktion des Gehirns", so der Forscher Stephen Suomi im Rahmen einer Pressekonferenz in London.

Bei dieser Konferenz gab Suomi außerdem bekannt, dass seine Ergebnisse jene einer Studie aus dem Jahr 2002 von Terrie Moffitt am Institute of Psychiatry des King´s College London http://www.iop.kcl.ac.uk widerspiegeln. Moffitt und ihre Kollegen hatten 26 Jahre lang das Leben von 1.037 Kindern verfolgt, die 1972 in Dunedin, Neuseeland, geboren wurden. Sie fanden heraus, dass diese eine Neigung zu Aggressivität und asozialem Verhalten hatten, wenn sie eine "kurze" Version des so genannten MAOA-Gens geerbt hatten. Dieses produziert Monoamin-Oxydase A (MAOA), ein Enzym, das zum Abbau von Neurotransmittern wie Serotonin beiträgt.

Doch die Träger dieses Gens gerieten nur aus der Bahn, wenn sie eine schreckliche Erziehung erlebten. Kinder, die eine gute Erziehung genossen, waren gewöhnlich völlig normal, zeigte die Neuseeland-Studie. Nun hat Suomi diese Erkenntnisse an Affen wiederholt und gezeigt, dass die Träger des "kurzen" MAOA nur böses Verhalten zeigten, wenn ihnen eine liebevolle Mutter versagt blieb. Daher stammt die Aussage Suomis, eine gute Erziehung habe einen dämpfenden Effekt.

Auf die Frage, was seine Erkenntnisse für Menschen bedeuten, antwortet Suomi nur zögerlich: "Analysen über die Grenzen verschiedener Spezies hinweg sind sehr gefährlich." Aber es sei eine offensichtliche Folgerung, dass das "schlechte" Gen auch beim Menschen durch eine gute Erziehung in Schach gehalten werden kann. Die Forscher hoffen, dass ihre Erkenntnisse zur Entwicklung von Medikamenten führen, die die "schlechten" Gene kompensieren oder zu pränatalen Tests, die sicherstellen sollen, dass Kinder mit einem derartigen Risiko eine optimale Erziehung in ihren ersten beiden Lebensjahren erhalten.

Quelle: http://www.pressetext.ch/pte.mc?pte=040720020

Re: Liebevolle Erziehung wirkt gegen Aggressions-Gen

Odin, Monday, 02.08.2004, 00:01 (vor 7898 Tagen) @ Sven

Als Antwort auf: Liebevolle Erziehung wirkt gegen Aggressions-Gen von Sven am 01. August 2004 14:32:42:

Jetzt fragt sich nur, seit wann Aggressivität eigentlich schädlich sein soll?

Die Forscher hoffen, dass ihre Erkenntnisse zur Entwicklung von Medikamenten führen, die die "schlechten" Gene kompensieren oder zu pränatalen Tests, die sicherstellen sollen, dass Kinder mit einem derartigen Risiko eine optimale Erziehung in ihren ersten beiden Lebensjahren erhalten.

Das klingt wie der Ruf nach einem neuen "Ritalin", um besonders die Jungen gefügiger machen zu können - besonders, damit unsere alleinerziehenden Mütter, die dafür gesorgt haben, daß kein böser Mann den Jungen verdirbt, durch das männliche im Jungen nicht bei der Selbstverwirklichung gestört werden.

übermässige Aggressivität

Sven, Monday, 02.08.2004, 22:22 (vor 7897 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Liebevolle Erziehung wirkt gegen Aggressions-Gen von Odin am 01. August 2004 21:01:41:

"Jetzt fragt sich nur, seit wann Aggressivität eigentlich schädlich sein soll?"

Aggresivität ist nur eine natürliche Reaktion auf die vorgefundenen Umweltbedingungen (inkl. Familie). Wenn "Frau" übermässige Aggressivität anprangert, dann muss "ihr" klar sein, dass sie als "Mutter" die Ausprägung der Aggressivität ihrer Sprößlinge durch ihr Verhalten stark beeinflusst.

Re: übermässige Aggressivität

Odin, Monday, 02.08.2004, 22:46 (vor 7897 Tagen) @ Sven

Als Antwort auf: übermässige Aggressivität von Sven am 02. August 2004 19:22:31:

"Jetzt fragt sich nur, seit wann Aggressivität eigentlich schädlich sein soll?"
Aggresivität ist nur eine natürliche Reaktion auf die vorgefundenen Umweltbedingungen (inkl. Familie). Wenn "Frau" übermässige Aggressivität anprangert, dann muss "ihr" klar sein, dass sie als "Mutter" die Ausprägung der Aggressivität ihrer Sprößlinge durch ihr Verhalten stark beeinflusst.

Jein! Denn den Umgang mit Aggression lernt der Junge nicht von der Mutter, sondern vom Vater. Die Frage ist also, wie weit ist der Vater in die Erziehung mit einbezogen oder ist er gar nur Zaungast oder entsorgt? Welches Bild hat der Sohn von seinem Vater vermittelt bekommen, soweit der nicht anwesend ist? Welchen Zugang vermittelt der Vater dem Sohn zur eigenen Männlichkeit?

Re: übermässige Aggressivität

MeckMax, Monday, 02.08.2004, 23:20 (vor 7897 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: übermässige Aggressivität von Odin am 02. August 2004 19:46:25:

Wer weis schon, wie bei dem Posting das Denken funktioniert hat?

Vielleicht trat eine Art Verbindung mit der Tierwelt in Gedanken auf.
Vor allem bei den afrikanischen Elefantenherden haben ja die Weibchen das Sagen.
Kommt ein junger Elefantenbulle in die Musth, so im Alter von von ca.25 Jahren, kann er sich erst fortpflanzen, so er ein Weibchen erobert.
Aber eine Elefantenherde lebt in matriarchischen Familienverbänden, wie im Web nachzulesen ist:

http://aishu.de/19550.html

Dennoch: Agressivität ist im menschlichen Verständnis immer zuerst das Ergebnis von Umwelt und Erziehung, statt abhängig von irgendwelchen Genen.
Zudem ist sie durchaus wünschenswert und nützlich, wie auch die Angst.
Denn beide zusammen ermöglichen das Überleben des Einzelnen.
Diese Forscher haben wohl mal wieder einen Sinn fürs Verdienen gehabt und stellen dann einen Aspekt des Menschen zur Disposition.
Genau diesen gilt es dann zu bekämpfen, mit allen möglichen Mitteln.
Welch ein Wahn....

MeckMax

Re: übermässige Aggressivität

Altschneider, Tuesday, 03.08.2004, 11:46 (vor 7896 Tagen) @ MeckMax

Als Antwort auf: Re: übermässige Aggressivität von MeckMax am 02. August 2004 20:20:41:

Wer weis schon, wie bei dem Posting das Denken funktioniert hat?

Das habe ich mich allerdings auch gefragt - Sommerloch wohl. Das Erziehung die genetische Disposition beeinflusst, ist ja wohl trivial - dafür ist sie da und deswegen sind die (genetisch) aufgebauten Systeme auch so variabel. Es hat schließlich seinen Grund, das die Reifung des Gehirns erst in der Pubertät abgeschlossen wird (beim Elefanten wohl genauso). Immerhin ist die kulturelle Entwicklung wesentlich schneller als die genetische.
Wenn Männer tatsächlich aggressiver sein sollten als Frauen, dann ist das sicher genetisch bedingt - nur wird es dadurch verstärkt, dass von Männern auch Aggression erwartet wird und sie immer wieder Situationen ausgesetzt sind, die Aggression fördern - was sicher auch von Frauen genutzt wird (warte, bis dein Vater nach Hause kommt..., so hieß es doch immer).
Die genetische Ausstattung bedeutet doch kein unabänderliches Schicksal - nur eine Einschränkung der Möglichkeiten.
Altschneider

Re: übermässige Aggressivität

, Wednesday, 04.08.2004, 22:38 (vor 7895 Tagen) @ MeckMax

Als Antwort auf: Re: übermässige Aggressivität von MeckMax am 02. August 2004 20:20:41:

Wer weis schon, wie bei dem Posting das Denken funktioniert hat?
Vielleicht trat eine Art Verbindung mit der Tierwelt in Gedanken auf.
Vor allem bei den afrikanischen Elefantenherden haben ja die Weibchen das Sagen.
Kommt ein junger Elefantenbulle in die Musth, so im Alter von von ca.25 Jahren, kann er sich erst fortpflanzen, so er ein Weibchen erobert.
Aber eine Elefantenherde lebt in matriarchischen Familienverbänden, wie im Web nachzulesen ist:
http://aishu.de/19550.html
Dennoch: Agressivität ist im menschlichen Verständnis immer zuerst das Ergebnis von Umwelt und Erziehung, statt abhängig von irgendwelchen Genen.
Zudem ist sie durchaus wünschenswert und nützlich, wie auch die Angst.
Denn beide zusammen ermöglichen das Überleben des Einzelnen.
Diese Forscher haben wohl mal wiCleaniuseder einen Sinn fürs Verdienen gehabt und stellen dann einen Aspekt des Menschen zur Disposition.
Genau diesen gilt es dann zu bekämpfen, mit allen möglichen Mitteln.
Welch ein Wahn....
MeckMax

Re: Patriarchat abschaffen!

Realist, Monday, 02.08.2004, 02:34 (vor 7898 Tagen) @ Silke

Als Antwort auf: Patriarchat abschaffen! von Silke am 30. Juli 2004 23:27:46:

Hallo Silke!

Ich habe da ein ganz anderes Weltbild!
Die Schweiz z.B. lebte seit Jahrhunderten in Frieden und Wohlstand, das kann nur daran gelegen haben, daß die Frauen bis 1971 kein Wahlrecht hatten und von politischen Einflußnahmen ausgeschlossen waren!

Männer sind friedliche Wesen, erst wenn Frauen im Hintergrund die Fäden ziehen können Katastrophen eintreten!

Schon die Vertreibung aus dem Paradis verschultete das Weib wie uns alte Kulturen durch dieses Denkmodel glaubhaft überlieferten!

MfG
Realist

Re: Patriarchat abschaffen!

Nikos, Monday, 02.08.2004, 15:54 (vor 7897 Tagen) @ Realist

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Realist am 01. August 2004 23:34:17:

Hallo Realist!

Bin ab sofort dein Fun!

Danke für diese klasse Verdeutlichung mit der Schweiz.

Grüße
Nikos

Re: Patriarchat abschaffen! - Was solls

XRay, Monday, 02.08.2004, 20:10 (vor 7897 Tagen) @ Silke

Als Antwort auf: Patriarchat abschaffen! von Silke am 30. Juli 2004 23:27:46:

Mich würd mal intressieren, mit welcher Intention der Text hier hineingestellt wurde.
War es lediglich als Hinweis zu verstehen?
Vertritt die PosterIn die gleiche Meinung?

Ich meine, dass der Beitrag in Summe verfehlt ist.
Man kann nicht abschaffen, was nicht exisitert.
Wir hier leben jedenfalls in einem Matriarchat.
Schade, daß das keiner abschaffen will.

Re: Patriarchat abschaffen!

Max, Thursday, 05.08.2004, 14:39 (vor 7894 Tagen) @ Silke

Als Antwort auf: Patriarchat abschaffen! von Silke am 30. Juli 2004 23:27:46:

Hallo Silke,

ich weiß ja, daß nur eine völlig beschränkte Feministin drauf kommen kann, die Mißstände auf diesem Globus alleine dem männlichen Geschlecht anlasten zu wollen. Dabei ist es ja nicht so, daß Männer und Frauen in völlig verschiedenen Welten leben. Da bestehen Abhängigkeiten, Wechselwirkungen usw.

Tatsache ist: Ein Mann bräuchte für sich alleine relativ wenig zum leben. Dummerweise will er aber vögeln. Das hat viele verschiedene Preise, und allesamt sind sie hoch. Festgesetzt werden die Preise von den Frauen.
Sie gewähren Sex und "Liebe", wenn die Voraussetzungen, die sie bestimmen, gegeben sind. Wenn Männer sich abstrampeln und alle möglichen Güter heranschaffen, dann deswegen, weil Frauen ihnen unmißverständlich klar machen, was sie haben wollen, um "geil" zu werden. Die Ressourcen sind jedoch für die Anzahl paarungswilliger Männer zu beschränkt, als daß nicht eben diejenigen Begleiterscheinungen zwangsläufig auftreten müßten, die im Bezugsposting das Übel dieser Welt beschreiben.
Imelda Marcos hatte mehrere tausend Paar Schuhe. Frage: Sind die von alleine in ihr Schuhschränkchen marschiert?

Aristoteles Onassis: Der griechische Reeder war von seiner Erscheinung her sexuell eher abstoßend. Trotzdem hat er ein "steiles Schnittchen" abbekommen, die Witwe des erschossenen, vormaligen US-Präsidenten John F. Kennedy. Warum? Wegen seines Geistes, wegen seines Charmes, gar wegen seiner Warmherzigkeit? Oder waren es doch eher die Milliarden, die er besessen hat? Dreimal darfst du raten.

Merke: Bei gutaussehenden Männern (groß, schlank, breite Schultern, edles Antlitz), die außerdem noch intelligent und witzig sind (Männer wie ich also) greift vielleicht (keineswegs immer) immer noch das natürliche Verlangen von Frauen, ihre eigenen Gene mit 1A-Männergenen zu vermengen. Wenn du als Mann aber das Pech hast, schon als Junge ein allenfalls drolliger, dafür aber wamperter und pickeliger Zwerg zu sein, der im Alter von dreissig obendrein noch am galoppierenden Haarausfall laboriert und wenn du trotzdem vögeln willst: Dann solltest du besser viel mehr materielle Reichtümer dein eigen nennen, als du für dich alleine brauchst. Richtig viel Geld macht den hässlichsten Mann zum Adonis - im Urteil der Frauen. Es gibt viele hässliche Männer und deshalb auch viel Anstrengung um materiellen Reichtum. Wobei wir wieder bei den Übeln wären, die im Bezugsposting aufgelistet sind.

The uglier, the sluttier! Bei den Frauen verhält es sich so: 1A-Gewächse von akzeptabler Intelligenz haben alle Optionen. Karriere machen, selber reich werden oder einen Mann für sich arbeiten lassen und durch seinen Reichtum selbst reich werden. 4Minus-Gewächse werden entweder Feministinnen oder Schlampen. Je kürzer die Beine, desto höher die High-Heels, je breiter der Arsch, desto kürzer der Rock. Birkenstock oder Stiletto. Dazwischen gibt´s nichts. Die grausige Pomeranze, die an die Ressourcen eines Mannes heranwill, muß den Besitz einer allzeit bereiten Saftpumpel vorgaukeln, um wenigstens den Mann abzubekommen, der zwar gerne eine Schönere gehabt hätte, der aber Realist genug ist, zu begreifen, daß sich das Gestrampel ein wenig abkürzen läßt, wenn er sich nur "kompromissbereit" zeigt und dabei zu folgender fränkischen Einsicht gelangt:
Under manch´an garschdin Gsichd verberchd si a schens Fetzla.
Und da ist wahrscheinlich was dran. Nicht umsonst gilt in Franken der eherne Grundsatz, daß diejenigen "Mädchen", die nie oder ganz zuletzt zum Tanz aufgefordert werden, die Willigsten sind. Wer also nicht tanzen, sondern gleich vögeln will, muß nur schauen, was alles sitzen gelassen worden ist.

Um nun zum Schluß zu kommen: Die Übel dieser Welt sind die direkte Folge der Preisbindung bei den verschiedenen Pumpelqualitäten. Schreib´s dir hinter die Ohren!

The Fertilizer - Max

Re: Patriarchat abschaffen!

Sven74, Thursday, 05.08.2004, 15:14 (vor 7894 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Patriarchat abschaffen! von Max am 05. August 2004 11:39:37:

4Minus-Gewächse werden entweder Feministinnen oder Schlampen.

Ein Blick auf die örtliche Frauenbeauftrage bestätigt diese These. Und die Schlampen werden halt gerne von brutalen Prolls genommen. Getreu dem Motto: Es gibt keine häßlichen Frauen, es gibt nur zu wenig Alkohol. Und daher wird halt aus einen Brutalo nebenbei noch ein Alkoholiker

Je kürzer die Beine, desto höher die High-Heels, je breiter der Arsch, desto kürzer der Rock.

Lernt Mann spätestens mit 16 in der Disco.

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