Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Sexistisches Massaker?

Morb, Saturday, 04.09.2004, 09:06 (vor 7864 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Sexistisches Massaker? von Nick am 04. September 2004 01:14:45:

Die Agenturen bringen es wiederholt und übereinstimmend, daß fast keine Männer überlebt hätten, fast nur Frauen und Kinder, daß die Männer vielmehr von Anfang an von den übrigen Geiseln getrennt, gezielt mißhandelt und liquidiert wurden...
Wie gesagt, nicht Soldaten oder Sicherheitskräfte wurden von diesen "schwarzen Witwen" massakriert, sondern einfache Leute, Lehrer, Familienväter, männliche Verwandte, die zur Feier des "1. Schultags" in diese Schule gekommen waren. Offenbar wurden sie aus dem alleinigen Grund getötet, weil sie Männer waren.
Das ist in der Art neu! Ich denke, man sollte die weitere Entwicklung der Nachrichtenlage darauf hin besonders verfolgen und genau im Auge behalten.
Sollte sich dies bestätigen, dann haben wir in der Schule in Berslan das erste gezielte, von Frauen verübte sexistisches Massaker an Männern erlebt.
Nick

Ich sehe schonden ganzen Tag Nachrichten auf den verschiedenen Sendern. Der von dir angesprochene Sachverhalt wurde auch nicht ein einziges Mal erwähnt. Dass sich unter den Terroristen auch Frauen befinden, habe ich erst hier im Forum erfahren. Erst später, nach der Erstürmung, wurde in einer Sendung von einer Frau gesprochen, die sich in die Luft gesprengt habe. Ansonsten überall die gleichen Bilder von befreiten Frauen und Mädchen, weinenden Müttern und bewaffneten Soldaten. Ab und zu ein 'Quotenjunge'.
Auf NDR sagte eine Sprecherin, dass die Sicherheitskräfte ein Loch in die Wand sprengten, um 'die Frauen und Kinder zu befreien'. Von Männern unter den Geiseln und Opfern bisher absolut kein Wort, weder bei ARD und ZDF, noch bei n-tv oder Euronews.
Schön, dass sie für die Frauen eine niedliche Bezeichnung aus dem Tierreich gefunden haben. Schwarze Witwe klingt doch weitaus angenehmer und politisch korrekter, als Terroristin oder Attentäterin.
Überhaupt vermisst man zur Zeit das Femininum bei Berichten zum Geiseldrama, wenn es nicht gerade um die Opfer geht - und dass, wo wir unsere Ohren endlich an Bürgerinnen und Bürger, Wählerinnen und Wähler, Steuerzahlerinnen und Steuerzahler gewöhnen konnten.

Morb


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