Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Jauchs IQ-Test: Kurze Analyse

Magnus, Wednesday, 15.09.2004, 12:48 (vor 7853 Tagen) @ susu

Als Antwort auf: Re: Jauchs IQ-Test: Kurze Analyse von susu am 14. September 2004 22:31:07:

Nein. Wie schon erwähnt: Es gibt unter Primaten einige verschiedene Strukturen. 8000 Generationen gibt es Homo Sapiens. Wenn du weiter zurückgehst, kommst du auf mehr, aber eben mit weniger Aussagekraft.

Häh? Unsere Evolution hat nicht erst mit der Existenz des Homo-Sapiens angefangen. Die Konditionierung bzw. Selektion erfolgte viel früher. Um es nochmal zu verdeutlich: sie fängt spätestens da an, wo unsere Vorfahren sich in Gruppen zusammenschlossen. Mit der physischen Veränderung bzw. Vergrößerung des Gehirns wird gezeigt, das Intelligenz für das Durchsetzungsvermögen und Überleben entscheidend war. Da in einer sozialen Gruppe klar Aufgaben verteilt sind - bzw. diese Gruppe dann mehr Stärke hat - und bedingt durch die Biologie (Jungen/Aufzucht etc.) somit für die Geschlechter unterschiedlich sind, erfolgte die Konditionierung bzw. Talentselektion geschlechtspezifisch unterschiedlich, um als Gruppe effektiver zu werden. Wenn Männer also für die Nahrungssuche zuständig sind und das Jagen, dann werden sie dementsprechen selektiert: es kommt auf Stärke, Ausdauer, Risikofreude, Orientierung etc. an. Bei Frauen dementsprechend um soziale Aufgaben/Kinderaufzucht, Früchte sammeln was weiß ich noch alles. Entwicklungen, die gegen diese Rollenverteilung sprachen, waren für die Gruppe schädlich. D.h. wenn Männer schwach, risikolos, orientierungslos, kreativlos etc. gestaltet wurden, dann hätte es diese Gruppe nicht geschaft, bzw. hätte kein Fleisch oder hochwertige Proteine zur Verfügung, was zur Folge hätte, dass 1.) mehr Zeit für die Nahrungsaufnahme verbraucht werden müsste, 2.) die Gruppe gegen Feinde anfälliger wäre. Anderereseits: wenn Frauen das Bedürfnis empfinden zu Kämpfen etc., wäre die Gruppe genausowenig effektiv, weil Frauen nunmal schwanger werden, die Kinder stillen etc. und in dem Zeitraum dann nicht hochwertige Fleischnahrung sammeln können oder intern die Gruppe stärken - vermutlich hätten sich dann die Gruppen auch nicht domizilisieren können.

Gibt es dementsprechend eine geringere Aufgabenteilung, so ist die Gruppe generell nicht effektiv, muss mehr Zeit für Nahrungssuche aufbringen etc - aber vor allem: hohe Intelligenz ist dann nicht so zwingend notwendig. Deswegen sind die Bonobos noch da, wo sie jetzt sind.

Für mich, absolut logsich, dass es geschlechtsspezifische Talente gibt - im Durchschnitt betrachtet.

Magnus


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