Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

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Prinzipielles Problem offener Systeme (Manipulation)

verfasst von Rainer(R) Homepage, 10.08.2012, 10:16

Kommentar im Blog von Hadmut Danisch

Die Wikipedia (egal welche Sprachversion) ist konzeptionell gescheitert. Begründung:

1. Sie ist in Zeiten des World Wide Web ein Atavismus: nämlich ein WWW im WWW. Vor dem WWW gab es zahlreiche in sich abgeschlossene Hypertextsysteme, die dann durch das WWW überholt waren und abgelöst wurden. Wikipedia ist auch ein solches System, wurde aber erst ins Leben gerufen, als das WWW sich längst durchgesetzt hat.

2. Das Konzept beruht auf falschen Annahmen über sog. Wikis, darunter die sog. “Schwarmintelligenz” (die man eher Schwarmdummheit nennen müßte) und irrige Vermutung über die Selbstheilung von Vandalismus.

3. Wales’ Grundirrtum ist deshalb der, man könne eine “Enzyklopädie” mittels einer Wiki-Software realisieren. Das dürfte mittlerweile als widerlegt gelten und läßt sich auch nicht durch noch so viel Aktivismus heilen.

Fazit: Die deutschsprachige Wikipedia ist kein “Unfall”. Sie ist exakt das zu erwartende Ergebnis des durchgeführten Großexperiments. Auch die merkwürdige “Administration” mit ihren “Abstimmungen” und “Meinungsbildern” erinnert frappierend an die Zustände im deutschsprachigen Usenet (ein weiteres gescheitertes System).

Man sollte auch immer die Möglichkeit in Erwägung ziehen, daß genau die Verdrängung nützlichen Wissens durch Desinformation von Anfang an das beabsichtigte Ziel des Projekts “Wikipedia” war.

Wie kann man damit umgehen?

Hochwertige, nützliche Informationen selbst im “richtigen” WWW veröffentlichen und nicht bei Wikipedia. Wikipedia-Artikel nicht verlinken. (Man sollte sowieso nur statische Veröffentlichungen verlinken, wenn man ernstgenommen werden will. In einem Wiki kann morgen das Gegenteil stehen.) Wikipedia-Artikel dürfen nicht zum “Hub” werden (alle linken auf Wikipedia und Wikipedia verlinkt maximal fünfmal nach “draußen”).

Fehler in der Wikipedia nicht in der Wikipedia selbst diskutieren, sondern anderer Stelle und vor allem nicht am Ursprungsort korrigieren! Erst wenn die Websuchmaschine den Wikipedia-Artikel findet und neun weitere Treffer, die diesen als Unsinn abqualifizieren, ergibt sich ein sinnvolles Recherche-Ergebnis.

Je offensichtlicher der Unfug ist, der in Jimbos Wiki steht, desto eher wird die Öffentlichkeit das erkennen und die Protagonisten ihr Scheitern einsehen.

http://www.danisch.de/blog/2012/08/05/politisch-ideologische-filterung-in-der-wikipedia/#comment-15654

Rainer

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