Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Habe es heruntergeladen

Timothy, Thursday, 04.02.2010, 20:27 (vor 5872 Tagen) @ Puffbesucher

Man müsste diese Software wirklich einmal testen - vor allem im Hinblick
darauf, ob sie wirklich ideologiefrei arbeitet und nicht etwa daraus
ausgeegt ist, bevorzugt Benachteiligungen von Frauen festzustellen.

Habe ich gemacht, kannst auch mache, download hier: http://www.logib-d.de.

Wenn man also beispielsweise die Daten von Männern als die Daten von
Frauen eingibt und doch tatsächlich die Männer glatt als benachteiligt
ausgegeben werden würden, während dies mit der richtigen
Geschlechterzuordnung plötzlich nicht der Fall ist, würde ich mir ja vor
Lachen in die Hose machen.

Ich habe 50 Datensätze aus der Testdatei jeweils einmal geschlechtervertauscht auswerten lassen. Das Ergebnis ist ein (bis auf 1%/könnte mich an einer Stelle vertippt haben) ähnlicher Wert. Ich dachte erst das Programm schmiert ab wenn ich die Daten vertauscht eingeben, nach dem Motto "Frauen ,verdienen mehr...FEHLER...FEHLER...FEHLER....Es trat ein unvorhergesehener Fehler auf, das Programm muss beendet werden" ;-)

Aber es war tatsächlich in der Lage zu sagen "Frauen verdienen mehr".

Das soll jetzt im übrigen nicht heissen dieses Programm sei perfekt...Das ist es ganz sicher nicht.

Hier mal die Daten die es verarbeiten kann:
Geburtsjahr Geschlecht Eintrittsdatum in das Unternehmen Ausbildung (von 1-7 wobei ich nicht weiß ob da Uni Abschluss beispielsweise gleich Uni Abschluss ist, also Pädagogin vs. Ingenieur= selbe Ausbildung, kann aber sehr gut sein da es nur 7 Stufen gibt) Regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit (in Std.) Bezahlte Jahresarbeits-stunden (ohne Überstunden) Bezahlte Überstunden (im Jahr) Bruttojahresverdienst (ohne Sonderzahlungen) (Euro) Sonderzahlungen (sonstige Bezüge) (Euro) Anforderungs-niveau ( geht jedoch nur von 1-4 also wenig genau, das ist wohl bewusst so) Berufliche Stellung (geht glaube ich bis 6)


Was fehlt ist meiner Meinung eine genauere Unterscheidung. Zum Beispiel fragt es nicht ob der Mitarbeiter bereits ein Beförderungsangebot abgelehnt hat und wieviel der Mitarbeiter dadurch mehr verdient hätte (was bei Frauen viel häufiger der Fall ist) und ob die Beförderung dann ein Mann oder eine Frau erhalten hat.

Was es ebenfalls nicht abfragt ist wieviele Erwerbsjahre der Mitarbeiter tatsächlich hatte. Das heisst, die Kuschel bubu Auszeiten die sich Frauen in der Regel wie selbstverständlich nehmen werden nicht als negativ Faktor mit einberechnet. Ich würde mich sehr wundern wenn ein Programm welches vom Frauenministerium herausgegeben wird dies unbemerkt für alle Frauen täte.

Ausserdem fragt das Programm nicht wie engagiert der Mitarbeiter ist, was ebenfalls ein wichtiger Faktor ist.


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