Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Schwabing stoppt anonyme Geburten

Christine ⌂, Friday, 12.02.2010, 17:07 (vor 5494 Tagen)

Frauen in Not können künftig nicht mehr im Krankenhaus Schwabing ein Baby zur Welt bringen, ohne ihren Namen zu nennen. Ab sofort wird das städtische Klinikum die so genannte "anonyme Geburt" nicht mehr anbieten. Das sei rechtlich nicht mehr möglich, erklärte Klinik-Geschäftsführer Reinhard Fuß vor dem Stadtrat. Seine sogenannte Baby-Klappe - also die Möglichkeit für Mütter, ihr Neugeborenes anonym abzugeben - werde die Klinik beibehalten, so Fuß: "Wir haben nicht vor, sie zu schließen."

[..]Wie viele Frauen - vor allem aus Angst vor Gewalt aus der eigenen Familie - das umstrittene Angebot nutzten, sagte Fuß nicht. Studien sprechen jedoch von weniger als 180 solcher Geburten in ganz Deutschland.

[..]Eine Stadtratsmehrheit aus CSU, Grünen, FDP und Linken empfiehlt der Klinik, anonyme Geburten trotzdem weiter anzubieten. Diesem Antrag der grünen Fraktionschefin Lydia Dietrich wollte allein die SPD nicht folgen. Jan Bielicki

http://www.sueddeutsche.de/z5S38S/3220013/Schwabing-stoppt-anonyme-Geburten.html

Ob die Klinik die haftungsrechtlichen Gründe vorgeschoben hat? Gesetzlich ist die anonyme Geburt ja nicht erlaubt.

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Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein


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