OECD: "Das Land tue zu wenig für die Weiterbildung und für die Qualifikation von Frauen"
Harsche Kritik an Deutschland übt der Generalsekretär der OECD, Ángel Gurría. Das Land tue zu wenig für die Weiterbildung und für die Qualifikation von Frauen. Auch solle sich Deutschland systematisch um Talente im Ausland bemühen und eine entschlossene Einwanderungspolitik verfolgen.
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Welt am Sonntag: Arbeitsmarktreformen bei hoher Arbeitslosigkeit sind wenig populär.
Gurría: Wir schlagen keine Reformen jetzt vor, mitten in der Krise. Aber sie sollten kommen, wenn sich Wirtschaft und Arbeitsmarkt stabilisiert haben. Langfristig kommt Deutschland nicht darum herum, seine Regeln zu ändern, die der Schaffung neuer Arbeitsplätze oft im Weg stehen. Frauen arbeiten in Deutschland oft nicht. Das kann sich Deutschland nicht mehr lange leisten. Sie haben eine alternde Gesellschaft. Jeder, der arbeitsfähig ist, muss einen Arbeitsplatz finden.
Grundtenor: Deutschland muss allen helfen (Frauen, Migranten, schwachen Ländern, etc.), bekommt aber nichts zurück und darf auch selbst keine Forderungen stellen.
http://www.welt.de/wirtschaft/article6949986/Deutschland-muss-die-Einwanderung-staerken.html