Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Der Mann - eine aussterbende Spezies

Roslin, Tuesday, 20.04.2010, 04:35 (vor 5798 Tagen) @ der_quixote
bearbeitet von Roslin, Tuesday, 20.04.2010, 04:45

Der Mann - eine aussterbende Spezies

Das ist der übliche zeitgeistige männerfeindliche Schwachsinn, den viele dressierte Männchen, feministisch verzogen, aufgewachsen in einer "Kultur", die ihnen Männerverachtung schon mit der Muttermilch einflößte, selbst verinnerlicht haben.
Ausdruck männlichen Selbsthasses, männlicher Selbstverachtung ist das, was Steve Jones abgelassen hat.
Obendrein schlicht falsch, die Prämissen, von denen er ausging, sind falsch.

Das Y-Chromosom ist gerade kein zerfallender, austauscharmer Autist, wie Steve Jones in seiner nur noch mit psychiatrischen Kategorien zu fassenden Männerverachtung annahm.

Gut, er ist entschuldigt insofern, als er noch nicht wissen konnte, was die Genetik erst in den letzten 5 Jahren herausgefunden hat: Dass das Y-Chromosom das modernste, sich am schnellsten wandelnde aller Chromosome ist, keineswegs zerfallend, im Gegenteil.
Es ist dasjenige unserer Chromosomen, das sich am deutlichsten von seinem äffischen Gegenstück unterscheidet, das modernste, das "menschlichste" aller Chromosome, wollte man die Realität ähnlich frauenfeindlich fassen, wie Jones sie männerfeindlich verzerrt hat.
Dann könnte man auch formulieren, dass nur der Mann über einen vollständigen, menschlichen Gensatz verfügt, denn er hat all die Gene, die eine Frau auch hat und noch ein paar mehr, über die Frauen nicht verfügen, nämlich all die, die auf seinem Y-Chromosom liegen.
Das X-Chromosom dagegen ist seinem äffischen Gegenstück viel ähnlicher.

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/2204361_Maennlich-ohne-Ende.html

Auch die Selbsterhaltungskontrolle des Y-Chromosoms, die es von einem zweiten "Back-up-Chromosom" unabhängig macht, es vor Kopierfehlern schützt, seine Palindromstruktur, die nach bisherigem Kenntnisstand einzigartig ist, war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von Jones' genetischer "Männervernichtung" noch nicht bekannt.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,279513,00.html

Natürlich muss ein Zeitgeisterzeugnis wie der SPIEGEL auch hier wieder vom fehlerhaften Mann schwadronieren.
Aber rein sachlich gelesen, nur die Information extrahierend ohne die Männlichkeit abwertenden üblichen Konnotationen, ist der Artikel korrekt.

Allerdings ist die Annahme, ein Großteil des Genoms bestehe aus endgelagertem "Abfall", nur als voreilig-fahrlässig zu bezeichnen.
Wir können gegenwärtig nur sagen, dass wir nicht erkennen können, welche Funktion diese Genomabschnitte haben.
Dass sie eine haben, ist wahrscheinlich, denn warum sollte die Natur sich damit belasten, diese riesigen, komplexen Abschnitte wieder und wieder über tausende Generationen hinweg sorgfältig zu kopieren, diesen Ballast mitzuschleppen, wenn er funktionslos wäre, beweist die Natur doch sonst ein um's andere Mal, wie ungewöhnlich effizient-sparsam sie ihre Mittel einsetzt, um ihren "Zweck" zu verfolgen, überlebenstüchtige Lebewesen zu erzeugen.

Es ist also rundum Unfug, was Steve Jones da verzapft hat, ein Symptom nicht für den Zustand des männlichen Genoms, sondern für den Geisteszustand eines Steve Jones und vieler anderer "unterwürfig-gedemütigter", sich selbst verachtender, Frauen vergötzender Männer seiner Art, Pudel par excellence.

Und ein Symptom für den Zustand eines Zeitgeistes, der nach solchen, geschlechterrassistischen, femifaschistischen Veröffentlichungen förmlich giert.


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