Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Ich denke schon, dass dieses System "heißläuft" ....

Ekki, Sunday, 06.06.2010, 13:40 (vor 5751 Tagen) @ TZone

Hallo TZone!

.... die haben bei uns gestern einen Bischof im Regionalradio gehabt, der
hat in DD ein Treffen von "langjährig Verheirateten" organisiert. Der
propagierte die Ehe und forderte junge Menschen auf, dieses "Risiko"
einzugehen, es lohne sich. Soweit zu dem Rundfunkbeitrag.

War das ein katholischer oder ein evangelischer Bischof?

Falls es ein katholischer[/u] war:

Der Vertreter eines Systems, welches von seinen hauptamtlichen Funktionären den Verzicht auf Heirat und Geschlechtsleben verlangt, kann dazu sagen, was er will - es interessiert mich nicht.

Da blüht und gedeiht der Islam ohne Zölibat, und auch das Judentum ist (wenngleich zahlenmäßig klein) höchst vital.

Und da salbadern sie in der katholischen Kirche davon, der Priester könne sich nur ohne Familie "ganz Gott widmen".

Das Zölibat ist ein verfassungsrechtliches Problem:

Das Recht jedes Menschen, über seinen Familienstand selbst zu bestimmen, gehört ins Grundgesetz aufgenommen und unter die Ewigkeitsgarantie von Art. 79 Abs. 3 GG gestellt.[/u]

Auch die anderen Bürger- und Menschenrechte, die das Grundgesetz garantiert, sind mit dem Blut vieler Märtyrer durch die Jahrtausende erkauft - und unter den Gegnern dieser Rechte hat es an Klerikalen nie gefehlt.

Der o.g. Bischof soll sich eine Frau nehmen und sich öffentlich[/u] zu ihr bekennen - dann sehen wir weiter.


Nun sieht die Realität aber anders aus. Heiraten liegt nicht unbedingt im
Trend, weil die Folgen fatal sind. Die Kids haben das doch bei ihren Eltern
erlebt und reagieren doch nur. Die Folge einer familienfeindlichen Politik
hat diese Familien und den potentiellen Wunsch danach zerschlagen. Ich habe
mal letztens gelesen, dass man "neuzeitlich" von 2 bis 3
Lebensabschnittskameraden ausgeht. Also "Langzeitehen" (-beziehungen) sind
offensichtlich nicht im Trend. In guten, wie in schlechten Zeiten,
interessiert offensichtlich keinen mehr so richtig. Logischerweise steigt
ja damit auch kausal die Anzahl der Bordelle. Dort hat Sex einen festen
Preis und keine weitreichenden Folgen.

"Logisch" ist das keineswegs, aber äußerst fatal:

Aus der Misere heraus führt einzig die Haltung, daß Sex keinen Preis hat - weder einen kurzfristigen im Bordell, noch einen langfristigen in Form einer Ehe.

Vielmehr hat er ein beiderseitig sorgloses Vergnügen[/u] zu sein.

Gruß

Ekki

--
Ich will ficken, ohne zu zeugen oder zu zahlen.
Lustschreie sind mir wichtiger als Babygeplärr.


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