Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Wie weit geht das noch?

Misogyn, Sunday, 08.08.2010, 18:36 (vor 5690 Tagen) @ Referatsleiter 408

Schlimm an der Sache ist, dass es Männer gibt, die wg. sozialer Armut ihre
Spermien für sowas hergeben.

Naja, Hunger ist wohl kaum der Ausschlag. Für viele dänische Studenten ist es ein einfacherer Nebenjob, statt als Hilfsarbeiter in der Fabrik zu malochen oder Taxi zu fahren.

Nebenbei: Saukomische Vorstellung. Wenn sich Samenspende von Cryos durchsetzt, werden dann die Kinder irgendwann alle blond und bläuäugig sein? Wenn ich mir die Dänen so ansehe. ;-)

Bedenklich finde ich auf, wie die Allgemeinheit auf solche Klonkrieger
reagieren wird. Eigentlich war das mal sinnvoller Weise für Paar gedacht,
die Probleme haben. Das aus dieser Technik nun so ein Kommerz mutiert, ist
aus meiner Sicht moralisch verwerflich und erfüllt einen nur noch mit Ekel
und Abscheu.

Nein, so kann man das nicht sehen. Die Entwicklung hat positive wie negative Facetten.

Die Allgemeinheit wird gar nicht reagieren, weil ja niemand weiß, welches Kind natürlich gezeigt wurde und welches nicht. Die wenigsten Frauen werden das öffentlich machen und Schuld war eben der "geheimnisvolle Unbekannte" aus der Diskothek nebenan, der die arme Frau ausgenutzt hat.

Eine Selektion wird bereits bei der Samenbank stattfinden. Letztenendes ist das auch die einzige Möglichkeit für die Menschheit, den ganzen Genschrott rauszuselektieren.

Ok, momentan gibt es noch ein paar "Nebenwirkungen":
"Klinischen Studien zufolge kommen 15 bis 20 Prozent der Cryos-Babys pro Jahr mit Fehlbildungen zur Welt, was rund vier Prozent aller Spender entspricht."

Aha, naja 15 - 20 % Ausschuss. Egal - no risk, no fun.

Das kriegen wir mittels moderner Technologie doch sicher noch auf 14% Missbildungen runter.

Sorry für den Sarkasmus.

Ds Problem an der ganzen Sache ist, dass per Fremdbefruchtung nicht mehr als 1 - 2 Kinder pro Frau hergestellt werden. Alleinerziehende sind nicht so belastbar wie Familien, daher wird es in den meisten Fällen bei 1 oder 2 Kindern bleiben.

Somit wird die Menschheit erstmal drastisch schrumpfen.

Das ist aber nur eine Übergangslösung. In ferner(?) Zukunft werden irgendwann alle Kinder in der Fabrik hergestellt. Mütter braucht es dann auch keine mehr. Genetisch macht das sicher Sinn, da der Mensch eine Selektion benötigt, was früher Kriege und Krankheiten übernahmen. Biologisch habe ich nichteinmal ein Problem damit. Kriege und Krankheiten sind unmenschlicher als genetische Diagnostik.

Das Erschreckende an der ganzen Sache ist, dass Menschen die ohne Familie aufwachsen sicher sehr gefühlskalt sind. Werden diese Menschen im sozialen Sinne noch Menschen sein?

Oder fremdartige Aliens?

Schon bei den Heranwachsenden der heutigen Alleinerziehenden kommen mir Zweifel. Sicher gibt es alleinerziehende Männer und Frauen, die menschlich in Ordnung sind, aber irgendwie fehlt da doch was, eben der andere Teil. Oder bin ich zu altmodisch?

Irgendwie tue ich mir doch schwer mich an diese Welt der kaputten Familien und der Alleinerziehenden umzugewöhnen.


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