Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Wie eins ins Andere greift

adler, Kurpfalz, Saturday, 21.08.2010, 19:43 (vor 5623 Tagen) @ Imageberater

http://bazonline.ch/panorama/vermischtes/Joerg-Kachelmann-will-Ruhe-nach-dem-Sturm-/story/11512852
Die erneuerte Unternehmensspitze versuchte gestern vor dem Grossteil
der 105 Mitarbeiter die Befürchtungen der Kachelmann-Kritiker zu
zerstreuen, dass die schlechten Zeiten für den Firmengründer auch schlechte
Zeiten für das Geschäft seien: Stolz vermeldeten sie, dass Meteomedia
vergangenes Jahr sowohl die Zahl der Kunden als auch den Umsatz um rund ein
Zehntel steigern konnte. Rund die Hälfte des Geschäfts macht die Firma mit
TV- und Radiostationen. Wachstum erzielt sie aber vor allem, indem sie
vermehrt Wetterdaten an Versicherungen, Energie- oder Transportunternehmen
liefert.

Das ist natürlich zunächst mal eine blöde Meldung, Weil der Kachelmann da noch nicht faschbeschuldigt war.
Das einzige, was sich daraus erschließt ist, welch erfolgreicher Geschäftsmann Kachelmann war, bevor sein Privatleben in die Öffentlichkeit gezerrt wurde. Das Wachstum außerhalb TV/Radio dürfte aber mit dieser Bekanntheit, die ja kostenfreie Werbung ist, sehr eng zusammen hängen. Und das wiederum mit der Bekanntheit Kachelmanns aus Aushängeschild dieser von ihm gegründeten Firma. Da ihn die ARD aber schon lange vom Bildschirm verbannt hat (Vorverurteilung!), dürfte die Grenze des Wachstums nun erreicht sein. Sogar ein Schrumpfen (Neudeutsch "Minus-Wachstum") ist nach diesem Imageschaden sehr wahrscheinlich. Bleibt die Frage: Wer kommt für diesen Schaden eigentlich auf?

Dennoch ist dieser Bericht der Basler Zeitung sehr aufschlussreich. Denn er zeigt am Schluss die tatsächliche Verwicklungen und Zusammenhänge bei diesem Machtpoker um die Geschäftsführung:

Abgesetzt wurde – wie beide Konfliktparteien bestätigen – auch die Geschäftsführung des deutschen Meteomedia-Teils mit Lars Quiring und Kristina Schless, die dem Werner-Lager zugerechnet wird.
Beim bekennenden Chaoten Kachelmann hatten sich Persönliches und Geschäftliches oft überlagert. So hatte eine frühere Ehefrau des Meteorologen die Wettergrafiken geliefert. Nun erst hat sie diesen Geschäftsteil Meteomedia verkauft. Die Frau ist seit längerem mit Kachelmanns Widersacher Werner liiert.

Beim Hauptgegner, dem Medieninvestor Frank Werner, vermischt sich also geschäftliches mit privatem. Und Kristina Schless die den ersten Entmachtungsversuch startete, ist nur sein Opfer. Wie immer wollte Frau das wahrscheinlich garnicht, sondern ward von einem Mann dazu getrieben.
Die nächste spannende Frage ist: Wer aber trieb Werner?


http://meedia.de/nc/details-topstory/article/fall-kachelmann--hetzjagd-bei-facebook_100029748.html?tx_ttnews[backPid]...
Der Fall um den wegen Vergewaltigung angeklagten ARD-Wetterexperten
Jörg Kachelmann zeigt nun, wie heikel Verletzungen der Privatsphäre in
sozialen Netzen wie Facebook sein können. Während sich klassische Medien
bemühen, das mutmaßliche Opfer mit seinem echten Namen und Foto aus der
Berichterstattung herauszuhalten, gibt es solche Filter im Internet nicht.

Das ist natürlich eine dummdreiste Verdrehung der Tatsachen und ein elender Manipulationsversuch, um die Konsumenten solchen Schwachflugs bei der Stange zu halten. Denn die Verletzungen der Privatsphäre wurde ja von den Mainstreammedien gnadenlos betrieben. Und zwar ohne Rücksicht auf die Folgen, die dieses Kesseltreiben auf einen erfolgreichen Geschäftsmann haben muss!

Das Internet ist das Medium des kleinen Mannes, der keine grossen Verlage und öffentliche Fördergelder hinter sich weiß. Es ist die Möglichkeit des Volkes, seiner Stimme Gehör zu verschaffen, wo sie sonst nur auf taube Ohren stößt. Deshalb ist auch das Jaulen der Etablierten und ihr lautes Aufheulen zu verstehen. Ebenso ihr Versuch, diese Stimme unter Kontrolle zu bekommen. Durch Überwachung, Stoppschilder, immer wieder Diffamierungen und den Versuch, das in immer neue und unterschiedliche Schmuddelecken stellen zu wollen.

Gerade im Fall Kachelmann hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, die Freiheit des Internet zu verteidigen. Das Volk hat eine sehr feines Gespür für Machenschaften, Filter und Ungerechtigkeiten, die hinter solchen veröffentlichten Meinungen stecken, die sich gleichen, wie ein Ei dem anderen. Es hat nun eben die veröffentlicht, die den ganzen Schund initiiert hat. Na und? Man hat die Filter derer ausgekratzt, die uns manipulieren wollen. Die "freie Presse" versagt schon lange als Korrektiv, ist Teil des Systems geworden. Sie haben dieses Feld freiwillig und feige aufgegeben und Andere haben es übernommen. Völlig normaler und folgerichtiger Vorgang dass.

Und jetzt heulen sie auf, schreien Zeder und Mordio. Sie sehen nur ihre Felle davon schwimmen und mit ihnen ihre Macht und ihren Einfluss. Aber es muss ein Korrektiv geben, weil sonst keine Diskussion mehr stattfinden kann. Die Erfindung des Internet ist vergleichbar mit der Erfindung des Buchdrucks. Es nimmt den Herrschenden die Möglichkeit, das Volk unwissend und dumm zu halten. Wir müssen aufpassen, damit sie es uns nicht nehmen Können.

Gruß
adler

--
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