"Es gibt gar keine Männer"
So die These, die provokant formuliert ist.
Es gibt nur "Menschen" - dem stimme ich grundsätzlich zu, wie auch diesem
hier:
Das hängt von der Ebene ab, auf welcher man unsere Existenz betrachten will. Als Spezies sind wir alle freilich Menschen. Aber was soll das bedeuten?
Ich bin absolut gegen die Spaltung der Menschheit in zwei Geschlechter,
ebenso wie gegen die Spaltung in Schwarze und Weiße, in Reiche und Arme,
in Dicke und Dünne, in Schlitzäugige und Glubschäugige, in Kluge und
Dumme (okay, über letzteres muss ich noch mal nachdenken …).
Spaltung ist etwas anderes als Unterscheidung. Und die genannten Gruppen unterscheiden sich in völlig unterschiedlichen Punkten, die auch nicht miteinander vergleichbar sind: Hautfarbe, sozialer Status, Beleibtheit, Bildung, sonstige körperliche Merkmale. Das in einen Topf zu schmeissen ist wenig hilfreich.
Im Ernst: Weiblein und Männlein sind absolut das Gleiche. Im Anfang (bis
zur 6. Lebenswoche des Fetus) ist das Weib – danach entscheidet ein
Hormon darüber, ob die Geschlechtsorgane innen oder außen liegen. Das
war´s.
Dieser "kleine Unterschied" zeitigt noch weit mehr Unterschiede. Ausgehend von der "Plattform Mensch" sind diese prozentual freilich gering. Ebenso gering wie die Unterschiede vom Menschen zum Affen. Aber abseits ironischer Betrachtungen wollte da wohl niemand postulieren, Menschen und Affen seien das Gleiche.
Die einen nach innen gestülpt, die anderen nach außen. Und das soll der
Grund für Macht oder Ohnmacht sein? Für Liebe oder Aggression? Das ist
doch geradezu lächerlich! Gebärfähigkeit ist der einzige Unterschied und
vielleicht brauchen wir das in der Zukunft auch nicht mehr
Auch hier wird wieder zuviel vermischt: Biologische mit gesellschaftlichen Faktoren in diesem Fall.
Und auch keine Frauen! Es gibt lediglich Menschen. Menschen mit
unterschiedlichen Wünschen, Zielen, Lebens- und Liebesgewohnheiten.
Menschen, die selbstbestimmt leben und möglichst glücklich sein
wollen.
Verallgemeinernde Aussage ohne Inhalt.
Vielleicht habe ich die Intention dahinter nicht nachvollziehen können,
denn bei diesen Aussagen fällt mir als Erstes eins ein: Gender
Mainstreaming, was sich auf Männer und Frauen in der Gleichheit
bezieht. Ich sage übrigens nicht, dass ich das auch so sehe im Hinblick
auf diese selten beknackten "Gender-Studies". Studien und -gänge, die die
Welt nicht braucht; in meinen Augen!
Gut erkannt: Da wird ein völlig planes Menschenbild propagiert, bar jeder Unterschiede - und fern der Wirklichkeit, versteht sich.
Manche und auch solche (imho vollkommen richtigen Aussagen) machen
allerdings nachdenklich, da auch ich sie als richtig empfinde und selbst
erlebte:Männer können mit ihren zwei Händen ebenso gut Windeln wechseln und
mit ihrer Stimme ebenso gut Kinder trösten, wie das Frauen oder –
Menschen können. Dafür braucht es kein Geschlecht, sondern Empathie.
Keinen Busen, sondern Liebe, keine Gebärmutter, sondern Zuwendung. Und das
könn(t)en alle Menschen gleich geben. Ist es nicht eine schöne
Vorstellung, dass alle Menschen sich für alle Kinder verantwortlich
fühlen? Nicht nur für die eigenen, sondern grundsätzlich? Und auch für
alle Benachteiligten, Behinderten, Bekinderten, Bejahrten? Wunderbar!
Utopia lässt grüssen. Die Mechanismen, die den Mann dazu verleiten, für seine Familie einzutreten sind untrennbar mit dem eigenen Blut verbunden. Er schützt seine Familie, weil diese ihm im Blut verbunden sind.
Alles, was darüber hinaus geht, bedingt einen ethischen oder religiösen Überbau: Gemeinsame Werte, die eine gemeinsame Identität schaffen. Das scheitert in unserer Welt aber schon daran, dass die Menschen zwangsläufig Konkurrenten sind um die gleichen Ressourcen. Es scheitert zudem daran, dass unsere "Gemeinschaften" so riesig sind, dass sie der einzelne nicht erfassen kann - und unmöglich mit allen Mitgliedern dieser Gemeinschaft übereinstimmt; gefragt wird er hierzu ohnehin nicht.
PS: Ich denke übrigens, dieser Artikel zeigt, wie vergiftet die
Beziehung zwischen Mann und Frau mittlerweile ist. Und eine grün
insistierte oder inspirierte Krampflesbe im BVerfG wird es nicht besser
machen. Ein Jammer!
Die Beziehung zwischen Mann und Frau unterlag schon immer Spannungen - weil sie eben NICHT gleich sind. Durch den Feminismus sind aus diesen Spannungen nun Konflikte geworden bis hin zum kategorischen Hass. Der ist freilich nicht natürlich, sondern hausgemacht. Erst der Feminismus brachte die oben genannte Spaltung - Unterschiede und Spannungen allein sind nämlich kein Problem bzw. sogar notwendig für die gegenseitige Anziehungskraft. Aber das liegt natürlich a priori fernab des Verständnisses von Gleichmachern.
Gruß,
Sven
gesamter Thread:
- "Es gibt gar keine Männer" -
Leser,
12.11.2010, 23:56
- "Es gibt gar keine Männer" -
kein abel,
13.11.2010, 00:07
- "Es gibt gar keine Männer" -
Volksfront von Judäa,
13.11.2010, 00:20
- Spalter ! (kT)
-
Judäische Volksfront,
13.11.2010, 00:29
- Spalter ! (kT)
- "Es gibt gar keine Männer" -
Volksfront von Judäa,
13.11.2010, 00:20
- "Es gibt gar keine Männer" - der_quixote, 13.11.2010, 00:29
- "Es gibt gar keine Männer" - Sven, 13.11.2010, 00:29
- Es gibt Menschen... - DvB, 13.11.2010, 00:41
- "Es gibt gar keine Männer" - Goofos, 13.11.2010, 05:02
- "Es gibt gar keine Männer" - Küstenbewohner, 13.11.2010, 05:17
- "Es gibt gar keine Männer" - Tätiger, 13.11.2010, 05:19
- Unfug -
Imageberater,
13.11.2010, 09:31
- Genau so..... -
Jaeger,
13.11.2010, 10:16
- Diese Frau... -
Imageberater,
13.11.2010, 13:36
- Sau gut !! XD (kT)
-
Jaeger,
13.11.2010, 17:06
- Sau gut !! XD (kT)
- Diese Frau... -
Imageberater,
13.11.2010, 13:36
- Genau so..... -
Jaeger,
13.11.2010, 10:16
- Es gibt auch keine Menschen. Wir sind alle nur Primaten... ^ ^ (nT) -
Swen,
13.11.2010, 12:02
- Auch keine Gegenstände, nur Konglomarate aus Atomen!
-
Jaeger,
13.11.2010, 12:13
- Auch keine Gegenstände, nur Konglomarate aus Atomen!
- "Es gibt gar keine Männer" - Robert, 15.11.2010, 10:17
- "Es gibt gar keine Männer" -
kein abel,
13.11.2010, 00:07