Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Das Übel der Demokratisierung und Enthierarchisierung beginnt immer "oben".

Informator, Sunday, 21.11.2010, 20:56 (vor 5590 Tagen) @ Oliver

Zwei gut gemeinte Utopien haben die deutsche Universität zerstört.

Zur Links-Ideologie gehört immer die Utopie: die gute Absicht, das hohe Ideal, das edle Ziel, und dem Scheitern an der Realität. Scheinbares Heilmittel ist dann die immer mehr aufgeblähte Bürokratie:

Es zeigte sich aber sehr rasch: Mehr Demokratie wagen heißt, mehr Bürokratie in Kauf zu nehmen. In allen Lebensbereichen erzeugt mehr Demokratie mehr Bürokratie,

Jedoch:

Im politischen Leben gibt es keine vernünftige Alternative zur Demokratie. Aber an Universitäten sollte anderes gelten. Man könnte es mit Max Weber sagen: Das Studium ist eine geistesaristokratische Angelegenheit.

Mehr Demokratie heißt aber nicht mehr Toleranz, im Gegenteil:

Ihr „Diskurs“ setzt sich zusammen aus „Demobürokratie“ (Niklas Luhmann) und Sprachhygiene, aus Moralismus und Heuchelei, aus Sozialkitsch und einer politisch gefährlichen Perversion der Toleranz. Der Ton wird übrigens immer schärfer: Man wird politisch aggressiv, wenn man theoretisch nicht mehr weiterweiß.

Und jetzt kommt es hammerhart:

Je mehr Chancengleichheit wir für die Schüler und Studenten erreichen, desto deutlicher werden die Unterschiede in den Leistungsniveaus. Chancengleichheit macht Könner und Versager deutlicher.

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Begreift es doch, ihr (Alt-)Linken in der Männerbewegung:

Chancengleichheit schafft Ungerechtigkeit!

Gleichberechtigung und Gerechtigkeit vertragen sich nicht.

Gerechtigkeit statt Gleichberechtigung!

trel


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